Trekstor Pyrus 2 LED startet – Glowlight ohne Touch & WiFi, ab 80 Euro

Was wäre die Weihnachtszeit ohne den weihnachtlichen Preisbrecher von TrekStor. Gab es im letzten Jahr einen gummierten 6-Zoll-Tastenreader mit WiFi („Pyrus WiFi“) für 70 Euro, so kommt zum Fest 2013 ein gummiarmierter (O-Ton-Trekstor: „rubberbeschichteter“) Tastenreader mit Glimmerlicht in die Regale, Codename „Pyrus 2 LED“. Für 80 Euro erhält man ab sofort tatsächlich den günstigsten Glowlight-Reader auf dem Markt – inklusive 2 Gigabyte Speicher, SD-Kartenslot, Mikro-USB-Port, und, äh, ja, das war’s eigentlich auch schon. Denn im Low-Cost-Sektor heißt es entweder-oder, in diesem Fall bringt das Christkind zwar Glowlight, aber dafür kein WiFi. Der Nabel zur E-Lesewelt bleibt also das USB-Kabel.

Solides Basisgerät ohne Schnickschnack

Ansonsten unterscheidet sich das Gerät nicht vom puren Pyrus, abgesehen vom halbierten Speicherplatz. Immerhin bekommt man also ein durchaus robustes Basisgerät mit einer einfachen, aber funktionalen Benutzeroberfläche, ohne viel Schnickschnack – 6 Fontgrößen müssen reichen, die Textfunktionen beschränken sich auf das Setzen von Lesezeichen. „Puristisch und schnörkellos konzentriert sich der eBook Reader Pyrus 2 LED auf das Wesentliche“, sagt auch Trekstor selbst. Das Wesentliche ist natürlich das Lesen, und insofern ist es auch gut, dass es eine solche Alternative zu den Geräten mit WiFi und Touchscreen gibt – nur der Preis scheint mir etwas zu hoch angesetzt. Denn für nur 20 Euro mehr bekommt man schon den Tolino, den sehr komfortablen 5-Zoller Kobo Mini (mit Tochscreen& WiFi, aber ohne Glowlight) erhält man mittlerweile sogar schon ab 50 Euro.

TrekStor-Schnäppchen im Weihnachtsgeschäft

Wenn es unbedingt Trekstor sein soll, lohnt es sich vielleicht eher, während der Weihnachtssaison im unabhängigen Buchhandel auf andere Trekstor-Schnäppchen zu lauern. So werden etwa die 4-Zoller Pyrus Mini, bzw. „gebrandet“ Liro Mini derzeit ebenso verramscht wie die alten Trekstor-Tablets Liro Color II (7 Zoll) und Liro Tab (8 Zoll), und zwar deutlich günstiger als 80 Euro. Die Einkaufspreise bei der MVB liegen bei 15,80 Euro (Pyrus Mini), 24,80 Euro (Liro Color II) und 47,80 Euro (Liro Tab). Hatte man bei der Marketingtochter des Börsenvereins bis kurz vor knapp auf den dann doch gescheiterten Beitritt zur Tolino-Allianz spekuliert? Abgesehen vom Ausverkauf ist jedenfalls zur Zeit nichts neues in Sicht, nicht mal ein Liro LED…

Low-Price trifft Glowlight: Trekstors 6-Zoller Pyrus 2 LED leuchtet ab 80 Euro

Low-Price und Glowlight, geht das zusammen? Trekstor scheint die Antwort zu kennen: auf der kommenden IFA in Berlin präsentiert das Lorscher Unternehmen mit dem Pyrus 2 LED eine Glimmerlicht-Variante des bekannten 6-Zoll-Tastenreaders. Doch nicht nur das Glowlight-Feature ist neu – denn die LEDs beleuchten ein Pearl-E-Ink-Display. Bisher setzte Trekstor bei den Billig-Readern auf den E-Ink-Klon „Digital Ink“, was dem Unternehmen u.a. eine Patentrechtsklage des Marktführers einbrachte. Nun wird also lieber gleich ein komplettes Display-Paket von E-Ink verbaut. Um einen möglichst niedrigen Endverkaufspreis zu garantieren, wird allerdings auf das Touch-Screen verzichtet – nur die Anordnung der Tasten unter dem Display wurde verändert.

Macht Trekstor sich selbst Konkurrenz?

Zum Preis von 80 Euro soll der Pyrus 2 LED ab Oktober erhältlich sein – und bewegt sich damit 20 Euro unterhalb des Tolino Shine, der dafür neben Touch-Screen auch noch WiFi und Cloud-Speicher mitbringt. Und außerdem eine höhere Auflösung – denn Trekstors Pyrus 2 LED bleibt beim klassischen Standard 800×600 Pixel. Beim Speicherplatz wurde sogar abgespeckt – statt 4 Gigabyte sind jetzt nur noch 2 Gigabyte an Bord. Am Ende könnte sich Trekstor mit diesem Angebot sogar selbst Konkurrenz machen: die bisherigen Pyrus-Modelle mit 6-Zoll-Display rangieren zumindest derzeit noch zwischen 60 und 70 Euro, während der 4-Zoller Pyrus Mini bereits bei 30 Euro angekommen ist. Oberhalb der 100-Euro-Schwelle bewegt sich noch der 8-Zoller Pyrus Maxi – und im Weihnachtsgeschäft dann auch Trekstors neue Tablet-Modellpalette „xiron“, die ebenfalls auf der IFA vorgestellt werden soll.

Fast schon DIN A4: Trekstors 8-Zoller Pyrus Maxi im Test

Trekstors Pyrus kommt ganz groß raus: neben dem normalen 6-Zoller und einer Mini-Version gibt’s seit Mai auch den Pyrus Maxi – mit 8 Zoll Display-Durchmesser eher Tablet-Format. Ansonsten bleibt Deutschlands größter Low-Cost-Tastenreader aber auf dem Teppich: es gibt weder Touch-Screen noch WLAN, und die Auflösung ist mit 1024 x 768 Pixeln gerade mal auf Augenhöhe mit aktuellen 6-Zoll-Readern. Immerhin hat Trekstor die Benutzeroberfläche grafisch aufgepeppt, und mit 4 Gigabyte auch ordentlich Speicherplatz spendiert. Der „Straßenpreis“ liegt zwischen 120 und 130 Euro: Doch lohnt es sich, für doppelt so viel Display-Fläche (im Vergleich zum Pyrus Mini) auch zweieinhalb mal so viel Geld auszugeben? E-Book-News hat den Maxi getestet.

Mini vs. Maxi: 2x so groß, 3x so schwer

Eins fällt sofort auf: der Maxi ist nicht nur größer, sondern auch schwerer – mit 320 Gramm Gewicht bringt der große Bruder des Pyrus Mini knapp das Dreifache auf die Waage. Das Äußere bietet bewährtes Trekstor-Design: rubberbeschichtete Oberfläche, Digital Ink-Display mit E-Ink-ähnlichem Kontrast, Richtungs- und Steuerungstasten unter dem Display. Genau wie die 6-Zoll Version des Pyrus hat auch der Maxi spezielle Umblättertasten rechts und links vom Bildschirm. Zu den weiteren Pluspunkten gehört der serienmäßige SD-Kartenslot, mit dem sich der Speicher auf bis zu 32 Gigabyte aufrüsten lässt.

Grafisch aufgepepptes Homescreen

Die grafische Benutzeroberfläche wurde sichtbar auf das größere Format angepasst – was man vor allem am Homescreen merkt: es ist nicht nur mit Minaturcovern der zuletzt gelesenen E-Books gekachelt, sondern – am unteren Rand – auch mit Symbolen für wichtige Funktionen, von der Bibliotheksansicht bis zur Reader-Konfiguration. Sieht fast schon nach Tablet aus, doch es fehlt natürlich der entsprechende Komfort, zum Bedienen muss man wie gewohnt die etwas schwergängigen Steuerungstasten nutzen. Mangels WLAN kommen die E-Books via USB-Kabel auf den Reader (oder natürlich via SD-Karte). Immerhin: dank der großen Display-Fläche lassen sich auch PDFs sehr gut darstellen, ohne dass man (allzuviel) zoomen muss.

Fonts: Wie groß darf „Klein“ sein?

Die Lesefunktionen beschränken sich wie bei Trekstor üblich auf 6 Zoomstufen, die Einstellung der Seitenbreite sowie das Anlegen von Lesezeichen. Durch den geräumigen 8-Zoll-Bildschirm machen beim Pyrus Maxi auch die sehr großen XXL- und XXXL-Fonts Sinn, was gerade älteren Lesern bei der Lektüre von epubs entgegenkommen dürfte. Probleme bereiteten bei den vorinstallierten Leseproben eher die kleinen Fonts – denn schon die Stufe S war deutlich größer, als sie sein müsste. So kommt beim Schmökern nicht wirklich Freude auf. Bei testweise auf den Reader geladenen E-Books von anderen Verlagen war die kleinste Einstellung jedoch noch im akzeptablen Bereich.

Im Zweifelsfall lieber zum Kobo Aura greifen

Beim Vergleich von Kontrast und der Helligkeit des Hintergrundes mit Konkurrenzprodukten fällt mal wieder auf: die von Trekstor in den Pyrus-Modellen verbaute Digital Ink-Technologie kommt sehr nah an den bis vor kurzem üblichen Standard von Pearl E-Ink heran. Mangels Glowlight-Feature kann sich auch der Pyrus Maxi natürlich nicht mit dem Kontrast von Kindle Paperwhite & Co messen. Bliebe also vor allem die Größe des Displays als Alleinstellungsmerkmal – wäre da nicht der Kobo Aura. Denn Kobos neues High-End-Gerät hat immerhin ein 7-Zoll Display, und zudem Glowlight, Touch-Screen und WLAN-Funktion. Allerdings muss man dafür dann im Vergleich zum Pyrus Maxi noch 40 Euro mehr drauflegen…

Trekstor Pyrus Maxi


Display

8 Zoll Digital Ink Display,
1024 x 768 Pixel (16 Graustufen)

Gewicht

320 Gramm

Schnittstellen

USB, SD-Kartenslot

Speicher

4 GB intern, max. 32 GB extern

E-Book-Formate

epub (DRM), PDF etc.

Zus. Features

Pagefresh-Rate wählbar

Preis

ab 130 Euro (Amazon, etc.)

Kleines Display, großer Unterschied: 4-Zoller Pyrus Mini im Test

Kleine Reader, große Auswahl – unterhalb von 6 Zoll gibt’s abgesehen vom schicken Kobo Mini (5 Zoll, ab 65 Euro) nun auch zwei Lowest-Cost-Reader: neben dem Pyrus Mini (4 Zoll, ab 50 Euro)startete vor kurzem der txtr Beagle (5 Zoll, 59 Euro). „Keep it simple, stupid“ könnte das Motto bei beiden Winzlingen heißen – denn sie bieten zwar maximale Mobilität, aber nur ein Minimum an Lesekomfort. Einen echten Sonderweg geht txtr: der Beagle wird mit Batterien betrieben, E-Books kommen nur via Bluetooth auf das Gerät, und viel mehr als Umblättern wird nicht geboten. Bei TrekStor bekommt man etwas mehr für’s Geld – und spart sogar noch beim Gewicht: mit 111 Gramm ist der Pyrus Mini leichter als so manches Smartphone. Unser Tipp: Wer unterwegs den Smartphone-Akku schonen möchte, sollte zusätzlich TrekStors 4-Zoller in die Tasche stecken. Alles weitere im folgenden Testbericht…

Format-Faktor macht sich bemerkbar

„Großartige Leseerlebnisse im Kleinformat“ verspricht der hessische Reader-Hersteller TrekStor dem Käufer des Pyrus Mini. Der in schwarz, blau, und pink erhältliche E-Reader ist mit 4,3 Zoll Displaydiagonale auf jeden Fall das kleinste Lesegerät auf dem Markt, und bei einem Preis ab 50 Euro zugleich das günstigste. Geliefert wird es in einer Plexiglasverpackung, das Zubehör verbirgt sich in einer Pappschachtel: neben einem USB-Kabel findet man darin noch eine Kurzanleitung. Der Format-Faktor macht sich sofort bemerkbar – der Pyrus Mini liegt in der Hand wie ein Smartphone oder PDA, und lässt sich ähnlich leicht verstauen. Um das „freihändige“ Lesen zu erleichtern, sind an der rechten Außenkante zwei Umblättertasten angebracht. Die sonstigen Trekstor-üblichen Steuerungstasten sind unterhalb des Displays angeordnet. Neben dem Einschaltknopf findet man an der Unterkante des Pyrus Mini zudem einen Mikro-USB-Port sowie einen Einschub für Micro-SD-Karten.

Der Platz auf dem Display ist begrenzt

Das Homescreen informiert über die zuletzt gelesene sowie zuletzt dem Gerät hinzugefügten Lektüre. Den kompletten Überblick vermittelt die Bibliotheksansicht, wahlweise als Liste oder mit Miniatur-Covern, geordnet nach Autor, Titel oder den Kritierien „Kürzlich gelesen“ oder „Neu hinzgefügt“. Im Vergleich zum 6-Zoll-Pyrus ist der Platz auf dem Display natürlich knapper, deswegen erscheint die Schriftgröße in den Menüs und auf dem Homescreen sehr klein – durch die identische Auflösung von 600×800 Pixel bleibt aber alles gut lesbar. Für die E-Book-Lektüre stehen insgesamt 6 Fontgrößen zur Verfügung, zudem lässt sich die Breite des Seitenrandes in drei Stufen einstellen. Auch in der Leseansicht macht sich die geringere Fläche des Displays bemerkbar: bei größeren Fonts passen kaum drei Worte in eine Zeile, durch den Blocksatz entstehen je nach Wortlänge viele Lücken. Mit maximaler Seitenbreite und mittlerer Fontgröße erzielt man jedoch eine recht komfortable Leseansicht.

Pyrus Mini als Smartphone-Accessoire?

Der weitere Funktionsumfang ist eher begrenzt: neben dem Setzen von Lesezeichen kann man den aktuellen Text nach Stichworten durchsuchen, zu diesem Zweck wird eine virtuelle Tastatur eingeblendet, die man mit den Richtungstasten bedient. Außerdem gibt es die Möglichkeit, die Seiten automatisch umblättern zu lassen, zur Wahl stehen Intervalle von einer bis fünf Minuten. Um E-Books auf den Reader zu bringen, gibt es zwei Möglichkeiten: entweder man verbindet Pyrus Mini und PC via USB-Kabel, oder man nutzt den Einschub für SD-Karten (erinnert mich ein wenig an das Zeitalter des Diskettenlaufwerks). Auf letztere Weise lassen sich natürlich auch unterwegs Daten zwischen Android-Phone bzw. Tablet und Reader austauschen, sofern diese ebenfalls einen SD-Kartenslot besitzten. Insofern ist der Pyrus Mini mindestens genauso gut als Smartphone-Accessoire geeignet wie txtrs Beagle.

Ein echter E-Reader im Miniformat

Insgesamt erhält man mit dem Pyrus Mini zum Preis von ca. 50 Euro deutlich mehr Nutzwert als mit dem knapp zehn Euro teureren txtr Beagle. Kein Wunder, schließlich handelt es sich bei Trekstors Produkt um einen echten Reader, der epubs und PDFs anzeigen kann und die normalen Menü- und Textfunktionen liefert. Beim Beagle bekommt man dagegen nur speicherfressende Seitenabbilder zu sehen, die zuvor auf dem Smartphone gerendert werden müssen. Deswegen passen trotz 4 Gigabyte Speicher auch maximal 5 E-Books auf den Beagle – der Pyrus Mini dagegen fasst mit seinen 2 Gigabyte Speicher locker mehr als 1000 E-Books. Zudem kommt die Qualität des Digital Ink-Displays sehr nah an das Pearl-E-Ink des Beagles heran. Etwas unklar scheint, warum es beim Beagle ausgerechnet Batterien statt Akkus sein mussten: alleine die Bluetooth-Übertragung zwischen Smartphone und Reader frisst so viel Strom, dass man insgesamt kaum länger lesen kann als etwa mit dem Pyrus Mini. Wer maximale Mobilität zum minimalen Preis möchte, sollte also zu Trekstors 4-Zoller greifen.

Trekstor Pyrus Mini


Display

4 Zoll E-Ink Display,
600×800 Pixel (16 Graustufen)

Gewicht

111 Gramm

Schnittstellen

USB, SD-Kartenslot

Speicher

2 GB intern, max. 32 GB extern

E-Book-Formate

epub (DRM), PDF etc.

Zus. Features

Pagefresh-Rate wählbar

Preis

ab 50 Euro (Amazon, etc.)

Trekstor sitzt in der elektronischen Tinte: E-Ink Corp. erhebt Patentrechts-Klage

Patentrechts-Klagen und gerichtlich angeordnete Verkaufsstops kannte man bisher vor allem aus dem Smartphone- und Tablet-Bereich, etwa im Fall Apple vs. Samsung. Diesmal könnte es mit Trekstor erstmals einen E-Reader-Hersteller erwischen – und das zumal in Good Old Germany. Das hessische Unternehmen Trekstor setzt bei seinen Low-Cost-Lesegeräten der Pyrus-Modellreihe auf elektronische Tinte – allerdings nicht auf echtes „E-Ink“ vom gleichnamigen Hersteller E-Ink Corporation. Stattdessen ist auf den Verpackungen von „Digital Ink“ die Rede. Woher genau die Display-Technologie stammte, war bisher nicht bekannt. Dank der gerade von E-Ink Corp beim Landgericht Mannheim eingereichten Klage sind wir etwas schlauer: die Displays wurden offenbar vom chinesischen Hersteller Guangzhou OED Technologies Co. produziert.

Mit Hilfe von OED bekam Trekstor den Zugang zu qualitativ hochwertigen Displays, ohne diese teuer beim Marktführer E-Ink einkaufen zu müssen. Die Pyrus-Modelle aus Lorsch ermöglichten es Anbietern von Weltbild („eBook Reader 4“) über Thalia („4 Ink“) bis zur Börsenvereins-Tochter MVB („Liro Ink“), Amazon & Co. mit Preisbrechern deutlich unter 100 Euro die Stirn zu bieten. Doch das könnte sich jetzt als Pyrrhus-Sieg erweisen – denn E-Ink Corp zufolge wurden die „Digital Ink“-Displays von OED nicht selbständig entwickelt. So sollen u.a. zwei europäische Patente zu „Mikrokapsel-Tinte“ wie auch zu „elektrophoretischen Displays“ verletzt worden sein. Ziel der Patentrechts-Klage ist es, neben einer finanziellen Entschädigung auch einen Verkaufsstopp zu erreichen.

Das Weihnachtsgeschäft dürfte jedoch nicht bedroht zu sein – denn schließlich geht es um eine normale Klage, keine einstweilige Verfügung. Ein Urteil in erster Instanz wird also frühestens im Jahr 2013 zu erwarten sein. Trekstor selbst scheint sich zudem sicher zu sein, dass keine Patente verletzt wurden, und sieht laut buchreport dem Prozess gelassen entgegen. Nicht ganz so locker sehen es allerdings die Reseller: so garantiert etwa die Börsenvereins-Tochter MVB ihren Buchhandels-Partnern bereits jetzt ein Rückgaberecht für alle ausgelieferten Liro-Ink-Lesegeräte. Für Endkunden, die bereits Pyrus-Varianten erworben haben, ist das Risiko dagegen gleich Null – denn anders als E-Books (siehe Amazons Löschungsaktionen) sind E-Reader zum Glück physische, nicht rückholbare Produkte.

Abb.: Screenshot

„Buchhandelsreader“ von 4 bis 8 Zoll: MVB präsentiert Liro Mini, Liro Color II, Liro Tab

Die MVB verstärkt ihr Engagement im E-Reader-Sektor: auf der Frankfurter Buchmesse präsentierte die Börsenvereins-Tochter mit dem Liro Mini nicht nur einen neuen E-Ink-Reader im 4-Zoll-Format, im Tablet-Sektor wurde ebenfalls deutlich aufgestockt. Neben einem Nachfolgemodell des sieben-Zollers Liro Color („Liro Color II“) kann man über den unabhängigen Buchhandel nun auch ein 8-Zoll-Lesetablet mit XGA-Auflösung (1024×768 Pixel) erhalten. Beide Touch-Screen-Modelle laufen mit Android 4.0 und bieten nun erstmals auch via Play Store den direkten Zugang zu Googles App-Universum. Wie bisher ist der vorinstallierte E-Book-Store auf den Buchhändler personalisiert, bei dem das Lesegerät erworben wurde, und ermöglicht den Bouquinisten 20 Prozent Umsatzbeteiligung. Vorbestellbar sind die neuen Modelle ab jetzt, die Auslieferung beginnt im November.

Liro Color behält alte Display-Auflösung

Produziert werden die MVB-Lesegeräte wie bisher auch schon vom hessischen Hersteller Trekstor. Die in schwarz, pink und blau ausgelieferten 4-Zoll-Reader „Liro Mini“ sind insofern keine Unbekannten, sie erlebten ihr Premiere vor kurzem bereits unter Trekstors eigenem Label „Pyrus Mini“. Genau wie diese Pyrus-Zwerge gelangt auch der Liro Mini für knapp 50 Euro in den Verkauf – nicht schlecht für ein E-Ink-Gerät mit 2 Gigabyte Speicher und nur 111 Gramm Gewicht. Preislich setzt auch die Nachfolgeversion des Liro Color neue Maßstäbe – 89 Euro für ein echtes Android 4.0 Tablet mit immerhin 4 Gigabyte Speicher und 1,2 Gigahertz-Prozessor klingen durchaus verlockend. Leider hat sich jedoch bei der Bildschirmauflösung nichts getan: 800×480 Pixel (vergleichbar dem Weltbild-Tablet von 2011) sind für komfortable Lektüre leider etwas wenig.

E-Book-Absatz via Libreka boomt

Dem Geräte-Absatz über bundesweit mehr als 500 Buchhandlungen scheint das jedoch schon bisher nicht geschadet zu haben – was man u.a. an den E-Book-Umsätzen der MVB-Plattform Libreka! sehen konnte, die 2011 von 50.000 Euro im ersten Quartal bis auf 1,5 Mio. Euro im vierten Quartal stiegen. Bisher gab es natürlich auf dem Liro Ink auch keine Möglichkeit, den vorinstallierten E-Store zu umgehen. In Zukunft wird da wohl eher die Gleichung gelten: je mehr Surftablet, desto diverser die Wege der Kunden. Erst recht wohl beim 8-Zoller Liro Tab, das für 150 Euro angeboten wird – gerade dank blickwinkelflexibler IPS-Technologie und hoher Auflösung für die E-Book-Lektüre dürfte es zugleich deutlich besser geeignet sein als das Liro Ink II. Nicht vergessen sollte man übrigens, dass die MVB mit dem Liro Ink auch noch einen klassischen 6-Zoller mit E-Ink-Display für 69 Euro anbietet.

Abb.: MVB

Kleine Sensation: Trekstor stellt Pyrus Mini vor – den ersten 4 Zoll-Reader

Wer geglaubt hat, unterhalb von 5 Zoll sei das E-Ink-Universum zu Ende, wird von Trekstor eines Besseren belehrt: auf der Frankfurter Buchmesse wird das hessische Unternehmen den Pyrus Mini vorstellen, einen E-Reader mit 4,3 Zoll-Display. Mit einer Bildschirmdiagonale von umgerechnet 10,9 Zentimetern bietet der Pyrus Mini ungefähr so viel Lesefläche wie das aktuelle iPhone 5 bzw. der aktuelle iPod Touch. Die Display-Auflösung ist mit 600×800 Pixeln identisch mit dem 6-Zoller Pyrus bzw. Pyrus WiFi, aufgrund der kleineren Fläche steigt jedoch die Pixeldichte auf satte 230 ppi, also fast iPad-Qualität. (Das iPhone wiederum hat allerdings dank Retina-Display eine noch höhere Pixeldichte von 320 ppi.)

Bemerkbar macht sich Trekstors herbstliche Verschlankungskur auch beim Gewicht – mit 111 Gramm dürfte der Pyrus Mini momentan das leichteste Lesegerät auf dem Markt sein. Selbst das aktuelle iPHone 5 ist noch ein Gramm schwerer. Dank 2 Gigabyte Flashspeicher bietet der Winzling im Beinahe-Smartphone-Format auch immerhin Platz für tausende Bücher, via SD-Kartenslot lässt sich der Speicher bis auf 32 GB erweitern. Vom Design her orientiert sich Trekstors Taschen-Reader an der bisherigen Pyrus-Modellreihe – vom abgerundeten schwarzen Gehäuse bis zu den Bedientasten unter dem Display sieht alles aus wie gewohnt.

Besonders interessant ist natürlich die Frage nach dem Pricing – im Vergleich zu den 6-Zollern Pyrus (69 Euro) bzw. Pyrus WiFi (89 Euro) könnte das besonders kleine Display viel Spielraum nach unten ermöglichen. Vielleicht sogar einen Mini-Preis von 49 Euro? Das wäre dann ein echter Hingucker im Weihnachtsgeschäft – zumal selbst 5-Zoller kaum noch angeboten werden. Anschauen kann man den Pyrus Mini erstmals während der Frankfurter Buchmesse (10. bis 14. Oktober 2012) am TrekStor Stand (Halle 4.0, D 1324).

[Update 8.10.2012: Trekstor hat einen Startpreis von 49,99 Euro für den „Mini“ bekanntgegeben.]

Abb.: Pyrus Mini (rechts) neben Pyrus WiFi (Montage, reales Größenverhältnis kann abweichen)

IFA 2012: Trekstor stellt Pyrus Wifi vor – sowie drei neue Low-Cost-Tablets

Am 31. August beginnt in Berlin die Internationale Funkausstellung. Ein Besuch am Trekstor-Stand (Halle 14.1/Std. 209) dürfte sich auf jeden Fall lohnen: das hessische Unternehmen stellt nicht nur eine WiFi-fähige Version des E-Ink-Readers Pyrus vor, sondern wagt sich auch erstmals in den Tablet-Bereich vor. Gleich drei Low-Cost-Geräte feiern Premiere – den handlichen 7-Zoller breeze 7.0 soll es im Handel sogar schon ab 80 Euro geben, für die 8- und 9-Zoll großen Modelle ventos 8.0 bzw. ventos 9.7 ist man voraussichtlich ab 180 Euro bzw. 240 Euro dabei. Bisher hatte Trekstor vor allem mit extrem günstigen LCD-Readern den deutschen Markt aufgemischt, die von Weltbild.de angeboten wurden, z.T. aber auch über den Elektronik-Fachhandel lieferbar waren. Nun dürfte gerade dem Android-Sektor angesichts der neuen Low-Price-Palette ein heißer Herbst bevorstehen.

Drahtlos E-Books shoppen mit dem Pyrus

Schon seit einiger Zeit versucht Trekstor mit dem Pyrus-Reader der Konkurrenz Zunder zu geben – vor allem durch einen mit 69 Euro unerreicht niedrigen Preis. Die neue WiFi-Variante wird den Pyrus um einiges attraktiver machen, ist doch nun auch bequemes E-Book-Shopping im drahtlosen Netz angesagt. Außerdem hat Trekstor dem in Buchhandlungen auch als „Liro Ink“ angebotenen Reader einen MP3-Player plus Kopfhörerbuchse spendiert. Letztlich wird die Attraktivität jedoch auch beim Pyrus 2.0 am Preis hängen – immerhin gibt’s Amazons Kindle auch schon ab 99 Euro.

Breeze 7.0: Low-Price-Tablet mit Android 4.0

Als preislich unerreicht darf auf jeden Fall das neue Surftab namens Breeze 7.0 gelten. Denn 80 Euro machen das Tablet mit 7-Zoll-Display mit einer Auflösung von 800×480 Pixeln und kapazitivem Multitouch à la iPad zum perfekten Einsteigermodell. Sehen lassen können sich auch der eingebaute 1,2 Gigahertz-Chip, 512 Megabyte RAM sowie 4 GB Flash-Speicher. Weniger wäre aber auch wohl wirklich ein Problem: Denn wie die teureren Varianten der neuen Trekstor-Tablet-Palette läuft auch das Breeze mit Android 4.0 („Icecream Sandwich“). Eins ist wohl schon mal klar: das von den Specs her vergleichbare Weltbild-Tablet („Cat Nova“) hat mit dem breeze 7.0 einen würdigen Nachfolger gefunden – wohl nicht ganz zufällig ist es z.Zt auch gar nicht mehr lieferbar.

Ventos 8.0 & 9.7: High-End-Display à la iPad

Diversifizierung ist Trumpf – das zeigt bereits Apples neue Strategie, das iPad in mehreren Display-Größen feilzubieten. Auch qualitativ schlägt Trekstor offenbar den selben Weg wie das große Vorbild ein. Denn die SurfTabs Ventos 8.0 sowie Ventos 9.7 versprechen bereits vom Display her einiges. Bereits die 8-Zoll-Version liegt mit 1024×786 Pixeln und auch bei schrägen Betrachtungswinkel farbechtem IPS-Display mit dem klassischen iPad gleichauf. Mit 1,6 Gigahertz-Zweikern-Prozessor, 1 Gigabyte RAM und 8 bzw. 16 Gigabyte Flash-Speicher dürfte auf jeden Fall eine gute Performance zu erwarten sein. Die 8-Gigabyte-Variante wird bereits ab 180 Euro zu haben sein, wer mehr Speicher möchte, muss noch etwa 30 Euro drauflegen. Schwierige Entscheidung, denn für 240 Euro kann man bereits die ansonsten fast baugleiche 9,7 Zoll-Version Ventos 9.7 erwerben.

Abb.: Ventos 9.7 Tablet/Trekstor

Länger lesen für weniger Geld: Pyrus (alias Liro Ink) im Test

„Bis zu 2 Monate Lesespaß pro Akkuladung“ verspricht Trekstors neuestes Reader-Modell namens Pyrus– möglich macht das ein stromsparendes E-Ink-Display. Klingt banal, ist aber für Trekstor ein Novum: Bisher setzte das hessische Unternehmen bei seinen Low-Cost-Lesegeräten auf LCD-Displays. Beibehalten wurde das typische schwarze Kunststoff-Design, genauso die sparsame Ausstattung. Ähnlich wie die eBook Player-Serie bringt der Pyrus lediglich einen USB-Port mit, drahtloses Shoppen von epub-Titeln im E-Store fällt also flach. Genauso die Bedienung per Fingertipp, denn beim Pyrus handelt es sich um einen klassischen „Tasten-Reader“. Beim Lesen selbst geht man jedoch keine Kompromisse ein -- Display-Auflösung (600×800 Pixeln) sowie Kontrast entspricht den meisten anderen 6-Zoll-Readern auf dem Markt. Für 69 Euro bekommt man somit ein robustes Lesegerät, das es mit dem Basismodell von Amazons Kindle durchaus aufnehmen kann.

Screen-Refreshrate lässt sich einstellen

Verkauft wird Trekstors Pyrus über den Elektronikfachhandel, viele Buchhandlungen bieten zudem unter dem Namen „Liro Ink“ ein baugleiches Gerät an, das die Börsenvereinstochter MVB vertreibt. Einziger Unterschied sind die jeweils vorinstallierten Leseproben bzw. die kostenlos zum Download bereistehenden Bonus-Titel. Nicht nur vom Namen her ist Trekstors Pyrus (von griech. Feuer) eine Anspielung auf Amazons Kindle (to kindle, anfeuern). Denn äußerlich gleicht das Gerät dem Aussehen der aktuellen Kindle-Basisversion, von den Umblättertasten neben dem Display über die Richtungs- und Funktionstasten unter dem Display bis zu Einschaltknopf und Mikro-USB-Port an der Unterkante (Im Unterschied zum Kindle kommt allerdings noch ein Einschub für Speicherkarten hinzu). Mit 200 Gramm ist Trekstors Pyrus etwas schwerer als der prominente Branchen-Primus von Amazon. Zum Lieferumfang des Pyrus gehört neben dem Gerät selbst ein USB-Kabel sowie ein Quickstart-Guide.

Trekstor hat dem Pyrus zwei direkt per Steuertaste zugängliche Screens verpasst – das erste bietet eine Übersicht zu den zuletzt gelesenen wie auch den zuletzt hinzgefügten E-Books in der Reader-Bibliothek. Das zweite Screen zeigt eine grafische Menüansicht, die etwa zu den Bilddateien, zum Datei-Explorer wie auch den allgemeinen Einstellungen führt. Wer den Akku des Pyrus besonders schonen möchte, kann hier unter „Anzeige aktualisieren“ die Screen-Refresh-Rate einstellen. Normalerweise wird das E-Ink-Display nach jedem Umblättern komplett gelöscht, je seltener dies geschieht, desto weniger Strom wird verbraucht. Dafür können allerdings störende „Ghosting-Effekte“ entstehen.

Reflow-Funktion für komfortable PDF-Darstellung

Die Leseansicht bietet deutlich weniger Funktionen als beim Kindle-Reader – die notwendigstens Features sind aber dabei. So kann man zwischen sechs verschiedenen Schriftgrößen wählen, den Seitenrand einstellen und Lesezeichen setzen. Wer sich das Umblättern per Taste ersparen möchte, wählt ganz einfach die Option „Automatisches Blättern“. Epub-Dateien werden problemlos dargestellt, mobi-Dateien ebenso. Die PDF-Ansicht lässt sich auf „Reflow“ einstellen, der Text wird dann umgebrochen, somit lassen sich auch Dokumente im DIN A 4-Format auf dem 6-Zoll-Display komfortabel lesen. Eine Suchfunktion, die man mit einer eigenen Taste unterhalb des Displays direkt anwählt, erlaubt die Stichwort-Suche innerhalb von E-Books, aber auch die Titelsuche innerhalb der E-Bibliothek.

Bleibt natürlich die Frage, wo man die elektronische Lektüre zapfen soll. Mangels WiFi-Verbindung sind der USB-Anschluss sowie der Speicherkarten-Slot die einzige Verbindung zur Außenwelt. Am einfachsten ist es, epub- oder PDF-Dateien ohne DRM-Schutz direkt via USB vom PC oder Mac auf den Pyrus zu kopieren. Um DRM-geschützte Titel zu übertragen, installiert man zunächst die mitgelieferte Trekstor E-Reader-Suite auf dem Rechner – die Installationsdatei befindet sich bereits auf dem Pyrus, man muss sie nur auf den Rechner kopieren. Die eReader-Suite dient nicht nur zur Registrierung des Lesegerätes, sondern bringt auch einen integrierten E-Store mit. Grundsätzlich kann man die E-Books natürlich auch in anderen E-Stores shoppen.

Für 69 Euro das perfekte Einsteiger-Gerät

Für 69 Euro bekommt man im Mediamarkt oder der nächsten Buchhandlung mit dem Pyrus das perfekte Einsteigergerät. Kleine Trekstor-typische Macken lassen sich bei diesem Preis leicht verschmerzen, so etwa die schwergängigen und nicht immer auf Anhieb reagierenden Bedientasten. Auch im Vergleich zu Trekstors eBook Player-Modellen mit LCD-Bildschirm – mittlerweile bereits ab 59 Euro zu kaufen – liegt der Pyrus im Bereich Lektüre-Komfort klar vorne. Denn das E-Ink-Display sorgt für augenschonende Lektüre, und dies bei deutlich längerer Akkulaufzeit. Die 4 Gigabyte Speicher reichen zudem für eine umfangreiche, mobile E-Bibliothek. Trekstors Pyrus (und ebenso die Buchhandels-Version Liro Ink) ist somit gerade für Vielleser mit knappem Budget unbedingt zu empfehlen. Kleiner Tipp: Die ansonsten baugleiche Weltbild-Version „ereader 4“ mit 2 Gigabyte Speicher gibt’s bereits ab 59 Euro.

Trekstor Pyrus (baugleich mit: Liro Ink)


Display

6 Zoll E-Ink Display,
600x800 Pixel (16 Graustufen)

Gewicht

200 Gramm

Schnittstellen

USB, SD-Kartenslot

Speicher

4 GB intern, max. 32 GB extern

E-Book-Formate

epub (DRM), PDF, mobi, txt etc.

Zus. Features

E-Reader-Suite (Mac/PC)

Preis

69 Euro (Redcoon)

„Pyrus“ gibt dem Kindle Zunder: Trekstor erweitert Reader-Palette mit E-Ink-Gerät

Trekstor setzt in Zukunft auch auf E-Ink – mit dem Pyrus präsentiert das deutsche Unternehmen auf der Leipziger Buchmesse ein neues 6-Zoll-Gerät. Nicht nur das schwarze Kunststoff-Design des Readers lehnt sich an Trekstors E-Book-Player-Serie an – ähnlich wie die Low-Cost-LCD-Geräte hat auch der Pyrus lediglich einen USB-Port, drahtloses Shoppen im E-Store fällt also flach. Dank einer internen Speicherkapazität von 4 GB sollen bis zu 4.000 Bücher auf den Reader passen, über den externen SD-Kartenslot kommen nochmal externe 32 Gigabyte hinzu. Die Display-Auflösung von 600×800 Pixeln entspricht den meisten anderen 6-Zoll-Readern auf dem Markt, das Gewicht von knapp über 200 Gramm liegt ebenfalls im Durchschnitt. Bedient wird der Pyrus über Richtungs- und Auswahlbuttons direkt unter dem Display, am linken und rechten Gehäuserand befinden sich zudem Umblätter-Tasten. Lesen lassen sich mit dem Pyrus neben E-Books im epub- und PDF-Format auch HTML, RTF und TXT-Dateien. Die Menüführung ist international, wählbar ist u.a. auch Deutsch.

„Für beste Lesbarkeit & lange Akkulaufzeit“

Mit dem Pyrus erweitert sich Trekstors Palette erstmals um ein Gerät mit reflexivem Display. Bisher hat sich das Unternehmen vor allen mit „Preisbrechern“ wie dem Weltbild-Reader einen Namen gemacht – einem Farb-LCD-Gerät, das bereits 59 Euro verkauft wird. Auch das in vielen Buchhandlungen angebotene Low-Cost-Lesetablet Liro Color stammt aus dem Hause Trekstor. Gerade im Weihnachtsgeschäft erwiesen sich die Geräte trotz eher geringer Performance und kurzer Akkulaufzeit als Kassenschlager. In den kommenden Monaten könnte Weltbild nun also – genauso wie so manche Elektronikfachmarkt-Kette – mit dem E-Ink-Reader der Konkurrenz Paroli bieten. Schon der Name weist auf den Hauptgegner hin – Pyrus kommt von griechisch „Feuer“ – und ist wohl als Anspielung auf Amazons Kindle gedacht (to kindle=Feuer anfachen). Das Pricing dürfte angesichts der technischen Ausstattung irgendwo zwischen Liro Color (99 Euro) und dem günstigstem E-Book-Player (59 Euro) angesetzt werden – und könnte in der Branche einen neuen Preisrutsch auslösen.