Fitbit schluckt Pebble, Support für crowdgefundete E-Ink-Smartwatch endet

pebble-ist-totWas für eine Erfolgsstory: Satte 10 Millionen Dollar sammelte „Pebble“, die erste E-Ink-Smartwatch der Welt, beim Produktlaunch auf Kickstarter. Das war 2012. Drei Jahre später folgte ein weiteres Modell mit Farb-Display („Pebble Time“), diesmal wurden 20 Millionen Dollar gesammelt. Die Kampagne für „Time 2“ & „Pebble 2“ zusammen mit dem 3G-Wearable-Gadget „Core“, der u.a. mobilen Alexa-Zugang ermöglicht, brachte in diesem Jahr noch einmal 12 Millionen Dollar.

Pebble-2-Launch als finale Farce

Was für eine Farce. Denn das Geld wird größtenteils an die Unterstützer zurückgehen — Pebble existiert seit dem 7. Dezember nicht mehr, die Auslieferung der Geräte wurde eingestellt. Das nach der schnellen Expansion (insgesamt verkaufte Exemplare aller Versionen: 2 Mio. plus) finanziell kriselnde Startup wurde für eine Summe von 30 bis 40 Millionen Dollar von Fitbit aufgekauft, dem Marktführer für Fitness-Armbänder.

Das Pearl Harbour des Crowdfundings?

Was da am 7. Dezember öffentlich wurde, ist wohl so etwas wie das Pearl Harbour des Crowdfundings. Fitbit schluckt zwei Drittel des Personals & 100 Prozent des Know-Hows, hat aber an Pebbles crowdgefundete Hardware kein Interesse, die Marke ist tot. Pebble-Besitzer erhalten keinen Support mehr, sie können auch keine Gewährleistungsansprüche mehr geltend machen, die Unterstützung für cloudbasierte Funktionen der Smartwatches wird eingestellt. Die Vorsilbe „Smart-“ kann man sich also zukünftig wegdenken…

Viel Vertrauen verspielt

Letztlich zeigt der Fall Pebble natürlich beide Seiten des Crowdfundings: mit dem Vertrauen und der Kraft der Crowd lassen sich alternative Produkt-Konzepte vermarkten, z.B. eine günstige, benutzerfreundliche Smartwatch mit überschaubarem Funktionsumfang, deren Akku wochenlang hält. Doch wenn’s schlecht läuft, freuen sich am Ende dann ganz andere — in diesem Fall die Aktionäre von Fitbit, die ein crowdfinanziertes Schnäppchen machen durften. Die Prosumenten-Crowd dagegen schaut in die Röhre…

(via Teleread.org & BoingBoing.net)

Abschussrampe für Ideen: Amazon Launchpad unterstützt jetzt auch deutsche Startups

amazon-launchpad-abschussrampe-fuer-startupsOb smartes WLAN-Küchenradio, App-gesteuertes Battle-Racing-Spielzeug oder vegane Trinkschokolade mit Guarana-Zusatz — Immer mehr Produktinnovationen landen – bzw. starten – direkt bei Amazon. Mit dem „Launchpad“-Programm unterstützt der Online-Händler nämlich die Vermarktung erfolgversprechender Geschäftsideen, in den USA schon seit letztem Jahr, in Deutschland seit Ende letzten Monats. Die Start-Ups profitieren von „maßgeschneiderten Produktseiten und Marketing-Unterstützung … sowie direkten Zugang zu Amazons globalem Logistiknetzwerk“.

Rasanter Start für neue Produkte

„Schnell viele potenzielle Kunden zu erreichen ist für Start-ups entscheidend“, so verkündet Francois Saugier, Director Amazon Seller Services in Europa. Die Launchpad verschaffe jungen Unternehmen einen einfachen und erfolgreichen Start, indem sie ihre Produkte Millionen Kunden auf internationaler Ebene vorstellen könnten. Nun eben auch hierzulande: Unter amazonlaunchpad.de wagen sich auch zahlreiche deutsche Newcomer auf die Abschussrampe, etwa mit einer Sonnenglas-Solarlaterne, kabellosen Kopfhörern oder einer Gingko-Brahmi-Rosenwurz-Mischung, die Konzentration und Gedächtnisleistung steigern soll.

Viele Crowdfunding-Projekte dabei

Wer sich auch ohne Brain-Doping noch gut erinnern kann, wird im Launchpad-Store auf manch prominentes Kickstarter-Projekt stoßen, über das u.a. hier auf E-Book-News schon zu lesen war: so ist etwa die aktuelle Version der Pebble Smartwatch mit dabei oder der edle Eingabestift „Pencil“ von Fifty Three. Auch mit Kapital von der Crowd ging der VertiPen an den Start, ein als Armband tragbare Kombination aus Kugelschreiber und Eingabestift.

Alexa-Accessoires für das Smarthome

An einem ebenfalls wie Launchpad angeschobenem Produkt wie dem WLAN-Küchenradio Triby sieht man zudem, wie pfiffig Amazons verschiedene Geschäftsfelder ineinander übergreifen können: denn Triby ist das erste Gerät eines Drittherstellers, das mit Amazons digitaler Assistentin „Alexa“ ausgestattet wird. Auch so manche Smartwatch mit Echo-Anbindung — wie aktuell die auf Indiegogo angetretene CoWatch — und weitere Gadgets für das Smarthome dürfte man zukünftig auf dem Launchpad finden.

Nicht alles ist elektronisch

Wobei Angebote wie etwa die „FlashSticks“ genannten Sprachlernkarten, die vegane Trinkschokolade „koawach“ oder auch transparente, wasserspeichernde Blumentöpfe namens „Boskke Cube“ zeigen: es ist auch einiges innovativ-anologes dabei, was völlig ohne App-Anbindung und integrierte Leiterplatte auskommt. Hauptsache bleibt eben, dass die Produkte einen Hauch von Start-Up-Kultur atmen. Die ja nun — siehe etwa die Vox-Serie „Höhle des Löwen“ — definitiv im Mainstream angekommen ist.

(via Amazon Watchblog)

Farb-E-Paper für’s Handgelenk: Neue Version der Pebble Smartwatch auf Kickstarter gelauncht

pebble-time-smartwatch-mit-e-ink-displayDas Display bleibt auch bei Smartwatches die Achillesferse – die Akkulaufzeit vieler solcher Gadgets ist arg begrenzt, denn normalerweise wird wie bei Smartphones und Tablets auf LED-Technik gesetzt. Anders Pebble – die vom kalifornischen Uhren-Designers Eric Migicovsky entwickelte Uhr hat ein E-Ink-Display, das bis zu 7 Tagen Betriebsdauer erlaubt. In Zukunft nicht nur in Schwarzweiß: heute wurde mit der „Pebble Time“ ein neues Modell an den Start gebracht, das nicht nur etwas größere Auflösung mitbringt, sondern ein farbiges E-Paper-Display, das sich durch ein LED-Backlight auch im Dunkeln ablesen lässt.

Sprachsteuerung per Mikrofon

Im Gegensatz etwa zur Apple-Smartwatch wird das Display der neuen Pebble jedoch auch weiterhin keine Touch-Funktion besitzen. Dafür verbirgt sich unter der Haube ein anderes neues Feature: ein Mikrofon, um die Funktionen des cleveren Chronometers mit Sprachbefehlen steuern zu können. Außerdem wurde das Betriebssystem überarbeitet und ein schnellerer Chip eingebaut. Preislich wird sich die neue Pebble-Smartwatch mit regulär 199 Dollar in etwa auf Augenhöhe mit der bisherigen „Steel“-Version bewegen, deren Hülle nicht wie beim Basismodell aus Plastik besteht.

Vermarktung via Kickstarter

Vermarktet wird die neue Pebble zunächst exklusiv via Kickstarter. Auf der populären US-Crowdfunding-Plattform hatte Migicovsky bereits 2012 äußert erfolgreich eine Pre-Order-Kampagne für das erste Pebble-Modell platziert. Mit 69.000 Vorbestellungen und einer Gesamtsumme von 10 Millionen Dollar kam einer der größten jemals mit Crowdfunding erzielten Pre-Order-Erfolge zustande. Ob die weltweit erste Smartwatch mit Color-E-Ink einen ähnlich großen Hype erzeugt, bleibt abzuwarten. In den ersten Minuten wurden jedenfalls bereits mehr als 3.000 Stück verkauft, das Funding-Ziel von 500.000 Dollar ist erreicht…

Pebble ist da – erste Review der E-Ink-Smartwatch attestiert Suchtpotential

Zu den Ideen, deren Zeit gekommen ist, gehört die Smartwatch. Erst recht natürlich die Smartwatch mit E-Ink-Display. Der beste Beweis ist „Pebble“ – ein Projekt des kalifornischen Uhren-Designers Eric Migicovsky. Das E-Paper-Accessoire für iOs- und Android-Smartphones wurde im letzten Jahr via Kickstarter mehr als 69.000 mal vorbestellt. Mit satten 10 Millionen Dollar Gesamtsumme kam damit einer der größten jemals mit Crowdfunding erzielten Pre-Order-Erfolge zustande.

Was bietet das clevere Chronometer? Zunächst mal dank Bluetooth-Schnittstelle den direkten Draht zum Smartphone. Mit eigenem Vibrationsalarm und Display-Einblendung meldet sich die E-Paper-Uhr, sobald ein Anruf eingeht, blendet Wetterdaten ein, dräuende Termine oder neue Facebook- & Twittermeldungen. Zahlreiche Apps nutzen auch die GPS-Funktionen von iPhone- oder Android-Gerät. So können sich etwa Radfahrer, Jogger oder Wanderer auf der Uhr Geschwindigkeit oder Entfernung zum Ziel anzeigen lassen. Frei konfigurierbar ist auf dem 144 x 168 Pixel großen Display natürlich auch das Aussehen der Uhr selbst – zahlreiche „Watchfaces“ stehen zur Verfügung, vom klassischen Ziffernblatt bis zur gedruckten Zeitansage à la „Twelve Thirty Five“.

In den letzten Tagen wurden nun die ersten Gadgets ausgeliefert – zu den ersten Empfängern gehörte Engadget. Die technikverliebten Gadget-Blogger warnen gleich mal vor zu viel Aufhebens um das Phänomen Smartwatch: „Es handelt sich kaum um die größte Errungenschaft unserer Zeit, nicht mal um das Gerät des Jahres. Smartwatches sind populär, aber trotz des Hypes bracht man sie wahrscheinlich gar nicht.“ Das ist natürlich beim iPad oder iPhone ganz genauso – insofern könnte Pebble am Ende doch die perfekte Erweiterung darstellen. Grundsätzlich hält Pebble laut Engadget wohl auch, was versprochen wurde: die Uhr ist klein und leicht, lässt sich bequem am Handgelenk tragen, und via Smartphone-App komfortabel konfigurieren.

Allerdings ist es ein One-Way-Gerät – die meisten Informationen (etwa eingehende Mails) gehen nur vom Handy auf die Smartwatch, es gibt keinen Backchannel. Abgesehen vom integrierten Musicplayer, mit dem sich iTunes & Co. fernsteuern lassen (bis auf die Laustärke. Naja.) Das beste an Pebble – abgesehen vom akzeptablen Preis (mittlerweile regulär für 150 Dollar im Pebble-Store vorbestellbar) – bleibt im Vergleich zu Konkurrenzprojekten von Toshiba oder WIMM wohl das stromsparende Display, das immerhin Betriebszeiten von 5 bis 7 Tagen erlaubt. Technisch also alles im grünen Bereich. Psychologisch jedoch könnte Engadget zufolge ein neues Problem auf uns zu kommen: „Ihr glaubt, eure Freunde wären Barbaren, weil sie alle paar Minuten zwanghaft auf ihr Smartphone-Display gucken? Wartet lieber erstmal, bis sie eine Pebble haben.“

Abb.: getpebble.com

Zeit für Pebble: Smartwatch mit E-Paper-Display neuer Kickstarter-Star

Stromsparende E-Paper-Technik bietet sich für alle Displays an, von denen man etwas abliest, und sei es die Uhrzeit. Schon seit einiger Zeit gab es einzelne E-Paper-Uhren, bei denen statt E-Ink statt LCD zum Einsatz kam. Mit „Pebble“ wird dieses Prinzip allerdings auf eine neue Stufe gehoben: das derzeit auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter via Pre-Order bestellbare Chronometer hat dank Bluetooth-Schnittstelle den direkten Draht zum Smartphone. Mit eigenem Vibrationsalarm und Display-Einblendung meldet sich die E-Paper-Uhr, sobald ein Anruf eingeht, blendet Wetterdaten ein, dräuende Termine oder neue Facebook- & Twittermeldungen. Zahlreiche Apps nutzen auch die GPS-Funktionen von iPhone- oder Android-Gerät. So können sich etwa Radfahrer, Jogger oder Wanderer auf der Uhr Geschwindigkeit oder Entfernung zum Ziel anzeigen lassen.

Akkulaufzeit von sieben Tagen

Frei konfigurierbar ist auf dem 144 x 168 Pixel großen Display natürlich auch das Aussehen der Uhr selbst – zahlreiche „Watchfaces“ stehen zur Verfügung, vom klassischen Ziffernblatt bis zur gedruckten Zeitansage à la „Twelve Thirty Five“. Gegenüber Smartwatch-Projekten wie etwa dem von LunaTik, das Apples iPod Nano mit einem speziellen Armband erweiterte, ist die E-Paper-Uhr selbst ohne Verbindung zum Smartphone allerdings wirklich nur eine normale Uhr. Dafür hält sie aber im Dauerbetrieb inklusive Bluetooth deutlich länger durch, nämlich mindestens sieben Tage. Spätestens dann muss das Gadget aber mit dem Ladekabel verbunden werden. Dank eingebauter Beleuchtung lässt sich das Display auch im Dunkeln ablesen. Konfigurieren kann man Pebble über eine spezielle App, die auf das Smartphone geladen wird und alle Updates drahtlos an die Uhr weiterleitet.

Erfolgreichstes Kickstarter-Projekt aller Zeiten

Hinter dem Projekt steht der kalifornische Uhren-Designer Eric Migicovsky. Zusammen mit seinem Team von Pebble Technology werkelt er bereits seit drei Jahren an Smartwatch-Konzepten. Erste Erfolge konnte Migicovsky mit inPulse feiern, einer Variante speziell für Blackberry, die allerdings mit LED-Display ausgestattet ist. Doch die aktuelle Crowfunding-Kampagne stellt alles bisher dagewesene deutlich in den Schatten – innerhalb kurzer Zeit gingen mehr als 20.000 Vorbestellungen ein. Mit fast drei Millionen Dollar ist Pebble bereits 30 Tage vor Ablauf der Frist das erfolgreichste Kickstarter-Projekt aller Zeiten. Die Basic-Variante kann für 115 bzw. 125 Dollar in schwarz bzw. diversen bunten Farben vorbestellt werden, für den Transport nach Deutschland muss man jeweils noch 15 Dollar drauflegen. Voraussichtlicher Liefertermin ist September 2012.