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Steffen Meiers interessantes Branchen-Magazin, oder: Entschleunigung per Hochkant-PDF

digital-publishing-report-steffen-meiner„Machen ist wie wollen, nur krasser“, findet Publisher & Kurator Steffen Meier, und jetzt hat er etwas ganz krasses gemacht: dpr, ausgeschrieben: Digital Publishing Report. Mission Statement: „Ein Magazin, in digitaler Form mit (weitgehend) digitalen Themen für die Verlagsbranche. Von E-Book bis Chatbot, von Pokémon bis Facebook.“ Überraschend jedoch die Form: dpr ist kein Blog (wie auf meier-meint.de), es ist kein Newsletter (Meier ko-kuratiert bekanntlich die Publishernews), es ist ein Hochkant-PDF-Magazin. Erster Eindruck: Lesen lohnt sich!

Keine Newsschleuder sein, sondern „einordnen“

Ein Magazin, das sei zwar irgendwie ziemlich „80er Jahre“, gibt Meier im Vorwort zur Erstausgabe zu — das Format könne allerdings „zu einer anderen Rezeption“ führen, insbesondere zu Entschleunigung. Und da scheint was dran zu sein. dpr bietet Digitales für Digitale, aber eben betont nicht als Newsschleuder: „Das Einordnen vieler Entwicklungen, auch auf längere Sicht, fällt oft unter den Tisch“, so der Blattmacher im Interview gegenüber Andy Artmann. Deswegen habe er für den dpr auch den Untertitel „kuratiert, kommentiert, eingeordnet“ gewählt.

Produziert mit Tango Solo

Interviewt hat Andy Artmann seinen Kollegen zum Launch nicht zufällig für den Corporate-Blog von tango publishing/MarkStein Software. Denn produziert wird Meiers neues Magazin weder mit Quark noch mit InDesign, sondern mit einer Anwendung made in Germany: Tango Solo. Das DTP-Programm mit zahlreichen Export-Funktionen (neben PDF u.a. auch epub & Kindle-Format) wird für private Nutzer kostenlos angeboten, eine Profi-Version gibt’s für 99 Euro.

Von Verlags-Chatbots bis Pokémon Know

Thematisch dreht sich die mit Tango gestemmte Erstausgabe u.a. um aktuelle E-Book-Studien, die Relevanz von Chatbots für Verlage sowie Newsletter-Marketing-Tipps. Auch mit dabei: ein Buchmesse-Kalender für digitale Menschen, Tipps für die Zusammenarbeit zwischen Verlagen und Startups sowie das aktuelle Facebook-Ranking der Verlage. Und nicht zu vergessen: eine Vision von Pokémon KNOW.

Das „Freizeitprojekt“ dpr versteht sich bis auf weiteres als ein „nicht-kommerzielles Medienangebot für Verlage“, das vom „Input der Branchenkollegen“ leben soll. Dementsprechend wird es wohl noch ein bisschen dauern, bis es parallel zum PDF auch eine epub-Version für den E-Reader gibt…

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Vom Blog zum E-Paper: HP’s neuer Webservice Tabbloid wandelt RSS-Feeds in ein PDF-Magazin um

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Mit dem Webservice Tabbloid von HP lassen sich RSS-Feeds automatisch in ein PDF-Dokument umwandeln. Um die kostenlose Anwendung zu nutzen, ist lediglich die Angabe einer E-Mail-Adresse notwendig. Je nach Wunsch wird das aus den Feeds generierte PDF-Dokument einmal pro Tag oder einmal pro Woche zugeschickt. Die Feeds werden im Zweispaltensatz dargestellt – mit Text und Bild.

Die gesammelten Feeds in einem Dokument – besonders praktisch für die Offline-Lektüre unterwegs


Viele Nachrichten im Netz erreichen die Leser nicht direkt, sondern via RSS-Feed. Mit einem der zahlreichen Feed-Reader lassen sich so zahlreiche Newsportale und Blogs auf einen Blick verfolgen. Besonders lesefreundlich ist das aber im Vergleich zur Quelle oft nicht. Mit dem neuen Webservice von Hewlett Packard kann man seine RSS-Feeds nun in einem PDF-Dokument zusammenführen – das ist nicht nur sehr praktisch für die Lektüre auf dem Desktop, sondern vor allem auch für das Offline-Lesen unterwegs. Text und Bilder werden automatisch im Zweispaltensatz formatiert – allerdings im Hochkant-Format, was für die Lektüre auf einem normalen Bildschirm nicht ganz so ideal ist. Formal erinnert HP’s Service ein wenig an das Angebot des Berliner Startups Niiu – neben Content aus verschiedenen Presseerzeugnissen lassen sich bei der individuellen Tageszeitung nämlich auch frei wählbare RSS-Feeds mit ins Portfolio aufnehmen.

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Zur Nutzung von Tabbloid ist nur eine gültige E-Mail-Adresse notwendig


Die Website Tabbloid.com ist denkbar einfach gestaltet. Es gibt nur drei Bereiche: einmal die Feed-Adressen, dann die E-Mail-Adresse, und schließlich noch den Versand-Rhythmus. Die angegebene Mail-Adresse muss vor der ersten Nutzung durch den Klick auf einen Aktivierungslink in einer Test-Mail bestätigt werden. In das Feed-Fenster kann man eigene RSS-Adressen eingeben, es gibt jedoch auch eine Vorauswahl für die Bereiche Beliebteste Feeds, Technologie, Business, Politik und Sport. Im Bereich Technologie sind etwa Lifehacker, Slash Dot, TechCrunch und All Things Digital mit von der Partie. Bei den Zeitangaben gibt es nur zwei Optionen – täglich und wöchentlich. Zusätzlich lässt sich die Uhrzeit – inklusive Zeitzone – einstellen. Um Tabbloid auf der Stelle zu testen, kann man auf das Feld „Jetzt Musterausgabe erstellen“ klicken – der Download der aktuellen Feeds im PDF-Format startet dann bereits nach wenigen Sekunden.

(via TeleRead)