Mit der Insta-Novel will die New York Public Library Smartphone-Nutzer an Literatur-Klassiker heranführen

insta-novelEs gibt die Twitteratur, den Facebook-Roman, und jetzt auch die Insta-Novel: unter diesem Namen will die New York Public Library jedenfalls der Smartphone-Generation via Instagram nun alte Klassiker in neuer Form präsentieren — angefangen mit Titeln wie Kafkas „Verwandlung“, Lewis Carrolls „Alice in Wonderland“ und der Short-Story „The Yellow Wallpaper von Charlotte Perkins Gilman. Nach dem Motto: Man muss die potentiellen Leser dort abholen, wo sie sich herumtreiben.

Unterstützung durch Kreativ-Agentur

Mit Unterstützung der New Yorker Kreativagentur Mother und renommierten Designern wie Magoz oder César Pelizer wurde dabei das von Instagram 2016 gestartete Feature „Instagram Stories“ genutzt — die „Seiten“ des ungewöhnlichen E-Books werden inklusive typischer Gestaltungselemente wie Fotos, Videos und Animationen präsentiert. Als Hintergrund für die Schrift wurde ein augenfreundlicher warmer Weißton gewählt, als Font dient die Schriftart Georgia.

Highlight-Feature als Buchregal

Über das Higlight-Feature können die kompletten Instanovels gespeichert werden, so dass sie für den Leser jederzeit zugänglich bleiben. Die Highlights-Sammlung wird somit zum digitalen Bücherregal: „Instagram unknowingly created the perfect bookshelf for this new kind of online novel. From the way you turn the pages, to where you rest your thumb while reading, the experience is already unmistakably like reading a paperback novel“, freut sich Corinna Falusi, Chief Creative Officer bei Mother in New York. „We have to promote the value of reading, especially with today’s threats to American system of education.“

Ziel der Aktion ist es ganz nebenbei natürlich auch, die via Instagram gewonnenen Leser zum Herunterladen weiterer Public Domain-Titel zu motivieren, die u.a. auch über die NYPL-App „SimplyE“ zur Verfügung stehen — oder Mitglied zu werden und reguläre E-Book-Titel der Bibliothek digital auszuleihen.

(via TheNextWeb)

Quick Guide: So vermarkten Self-Publisher ihre E-Books via Facebook, Twitter & Instagram

marketing-tipps-fuer-self-publisher-soziale-netzwerkeAm 9. April 2016 fand in München der 3. Self Publishing Day statt — Selbstverleger, Einsteiger sowie Noch-Nicht-Autoren erlebten dort zahlreiche Workshops und Vortragsthemen rund um Self-Publishing, E-Book Marketing und PR-Strategien. Mit dabei als Sponsor & Aussteller war auch der Self-Publishing-Dienstleister Feiyr. Für all diejenigen, die beim #SPDay2016 nicht dabei sein konnten, haben Marleen Olschewski und Maike Hall, bei Feiyr für den Bereich E-Books, Hörbücher und Hörspiele zuständig, einen Quick-Guide zur E-Book-Vermarktung auf Facebook, Twitter und Instagram geschrieben.

Soziale Netzwerke: Unverzichtbar bei der E-Book-Vermarktung

Self Publishing ist für Autoren, die unabhängig von einem Verlag Ihre Bücher genau nach Ihren Wünschen und Vorstellungen veröffentlichen möchten, eine sehr gute Option. Auch wenn man sich noch keinen „großen Namen“ gemacht hat, werden die eigenen eBooks auf allen großen Plattformen angeboten. Soziale Netzwerke bieten den Autoren dabei optimale Möglichkeiten, mit ihren Lesern zu interagieren und die Werbetrommel für sich zu rühren. Die Reichweite ist sehr groß und auch potenzielle Leser, die sonst gar nicht auf das eBook gestoßen wären, können erreicht werden.

FACEBOOK

Unter www.facebook.com/pages/create.php kann jeder Autor eine Fanseite für sein eigenes eBook einrichten. Auf Deiner Fanseite können Preisaktionen und Gewinnspiele verbreitet sowie Fotos und Videos geteilt werden, und vieles mehr. Man sollte mindestens dreimal pro Woche posten und versuchen, mit Fans zu engagieren, indem man ihre Kommentare antwortet und „Likes“ verteilt. Diesbezüglich verfügt Feiyr über zwei Facebook Seiten, „Feiyr-books“ und „Your eBook Promo“: Auf den Seiten werden regelmäßig Infos rund um eBooks, Hörbücher und Hörspiele veröffentlicht und bereits veröffentlichte eBooks beworben. Kunden können ihr eigenes Posting buchen und somit mehr Reichweite für ihr eBook generieren und potentielle Leser erreichen.

TWITTER

Unter den gängigen Social Media Kanälen ist Twitter das beste Kommunikations-Medium: Über Twitter kann man neue Leser gewinnen und die Aufmerksamkeit auf sich lenken. Wie kann man Twitter richtig nutzen? Nach der Anmeldung sollten Einsteiger sofort twitternden Autoren und berühmten Persönlichkeiten folgen, die ihnen auch zurückfolgen könnten. Man sollte mindestens einmal am Tag twittern: Das kostet sicher nicht so viel Zeit, weil ein Tweet maximal 140 Zeichen groß sein kann. Es ist wichtig, mit seinen eigenen Followern zu interagieren, z.B. indem man Beiträge liket und re-tweetet. Schließlich kann man auch seine eigenen Beiträge twittern: Das können entweder Kurztexte sein aber auch Verweise auf längere Texte. So entspinnt sich eine Diskussion, der auch andere Twitterer beitreten, die so auf den Namen eines Autors stoßen. Hier kann ein Autor seine Meinung äußern und zeigen, dass er Fantasie hat.

INSTAGRAM

Ein Tool, das viele Autoren und Selfpublisher gerne mögen und das sich positiv auf ihre Verkäufe auswirkt ist die Foto-App Instagram. Wenn ein Autor sein eBook auf Instagram vermarkten will, sollte er nicht vergessen, schöne und aussagekräftige Bilder zu posten, die die Story seines eBooks erzählen bzw. sein Werk so besonders machen. Die Instagram-App ermöglicht es auch, Fotos aufzuhellen, zuzuschneiden und mit Filtern zu bearbeiten, bis sie perfekt sind. Man kann aber auch spezielle Fotobearbeitungs-Apps verwenden, um die eigenen Bilder perfekt zu machen. Autoren sollten ihre Werke auf jeden Fall mit den richtigen Keywords ausstatten, um ihre Auffindbarkeit zu verbessern. Mit Followern interagieren, Kommentare beantworten und Bilder anderer User zu liken ist auch extrem wichtig. Man sollte regelmäßig posten (einmal pro Tag reicht völlig) und last but not least lässt sich Instagram auch zu Promo-Zwecken nutzen, wie z.B. Werbeaktionen.

Neuland des Lächelns: Emojis erobern elektronische Texte

emojiPunkt, Punkt, Komma, Strich, fertig ist das Mondgesicht – kleine elektronische Smileys gab’s schon lange, doch in den letzten Jahren hat das Web eine wahre Flut von neuen Bildsymbolen erlebt: die grinsenden, schmunzelnden oder weinenden Emoticons sind längst zu polyglotten „Emojis“ mutiert. Diese digitalen Hieroglyphen bilden nicht nur Gefühlszustände ab, sondern auch Tiere, Pflanzen, Autos, Flugzeuge und überhaupt konkrete Dinge alle Art.

Emoji-Keyboards für iOs & Android als Auslöser

Zur Viralisierung haben in letzter Zeit spezielle Emoji-Keyboard-Apps für iOS- und Android-Geräte beigetragen – mit ihnen lassen sich zahlreiche Ideogramme komfortabel nutzen, von denen mittlerweile mehr als 200 im Unicode-Zeichensatz enthalten sind. Auch die aktuelle Version von WordPress kann solche Emojis darstellen. Die Folgen dieser ikonischen Kulturevolution zeigen sich z.B. auf einer populären Plattform wie Instagramm: dort enthalten schon 50 Prozent der Kommentare und Bildbeschreibungen Emojis. Das berichtet Software-Entwickler Thomas Dimson auf dem Instagram-Blog.

„Entstehung einer neuen Sprache“

„Es ist ein seltenes Privileg, der Entstehung einer neuen Sprache beizuwohnen“, so Dimson über die Emojisierung des Social Webs – die er auch mit weiteren Zahlen belegen kann. So ist der Grad der Emoji-Nutzung regional sehr unterschiedlich: während Finnen in zwei Drittel ihrer Texte die gefühligen Bildchen einbauen, geben sich nur ein Drittel der Kanadier diesem Trend hin. Zu den fünf wichtigsten Emoji-Nationen gehören neben Finnland auch Frankreich (50%) und Deutschland (47%). „Setzt sich dieser Trend fort, könnten in Zukunft fast alle Texte auf Instagramm Emojis enthalten“, prognostiziert Dimson.

Bald auch Emoji-Belletristik?

Am häufigsten verwendet werden drei Emojis: 😂, 😍 und ❤ – Dimson vergleicht ihren Einsatz mit klassischem Internet- und Chatslang à la „lololol“, „beautifullll“ oder “ xoxoxox“, der im Lauf der Emojisierung sichtlich zurückgegangen sei. Zukünftig könnte dadurch sogar eine Art Bilderschrift-Esperanto entstehen: „Emojis werden in allen Sprachen zu einer gültigen und nahezu universellen Methode, sich auszudrücken“, glaubt Dimson. Demnächst vielleicht auch in der (elektronischen) Literatur? Eine bunt bebilderte What’s-App-Chat-Novel in der Tradition des Brief-Romans könnte man sich ja jetzt schon sehr gut vorstellen…