Begrenzt unlimited: epubli & BOD setzen auf E-Book-Verleih via Skoobe

Kindle Unlimited“ gibt’s bisher nur in den USA – trotzdem sorgt Amazons neue E-Book-Flatrate bereits für konkrete Reaktionen in Deutschland: zeitgleich haben die Self-Publishing-Dienstleister epubli (gehört zu Holtzbrinck Digital) und Books on Demand angekündigt, E-Books über die normale Distribution hinaus auch via Skoobe anzubieten.

Über die deutsche Flatrate-App sind bisher knapp 50.000 Verlags-Titel verfügbar. Nun dürfte das Angebot der von Holtzbrinck & Bertelsmann angeschobenen Unternehmung deutlich wachsen, alleine bei BoD wurden immerhin schon 24.000 E-Books veröffentlicht, bei epubli sind es bisher lediglich 12.000 Titel. Skoobe wird allerdings nicht nur mit Self-Publishing-Titeln geflutet, gerade BoD wird auch von vielen kleineren Verlagen genutzt. Bei epubli veröffentlichte E-Books lassen sich zudem auf der Fachbuchplattform PaperC mieten.

Ob sich durch die Skoobe-Option die Nutzung von epubli oder BoD nun stärker lohnt als bisher, bleibt allerdings zweifelhaft – denn das Kerngeschäft beider Dienstleister ist und bleibt Print-On-Demand. Das zeigt auch die merkwürdige Preisstruktur: Im Unterschied etwa zu Amazons KDP oder auf E-Books spezialierten deutschen Plattformen wie Xinxii, Neobooks oder BookRix muss man für die E-Book-Veröffentlichtung immer noch Geld bezahlen. Bei epubli sind 15 Euro zu berappen, bei BoD 19 Euro (es sei denn, man nutzt das neue „E-Short“-Programm für Kurztexte bis 80.000 Zeichen).

Viele Self-Publisher dürften deswegen auch weiterhin vor allem auf Amazons Kindle Direkt Publishing setzen, und auf den Start von „Kindle Unlimited“ in Deutschland warten, den Branchenbeobachter schon für den Herbst 2014 erwarten. Die US-Version der E-Book-Flatrate umfasst bereits 500.000 Titel, die meisten davon sind E-Books von Indie-Autoren.

Abb.: Skoobe.de