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Bücher auf Reisen: Gratis-Hörbücher im ICE, Lektüre-Freigepäck im Flieger

buch-an-bordVon wegen saure Gurkenzeit: Kommt die Hauptreisesaison in Sicht, läuft auch die Literaturvermarktungs-Maschine auf Hochtouren. Neben den üblichen sommerlichen Werbeaktionen für wasserdichte E-Reader oder thematisch passende Lektüre-Schnäppchen gab die Buchbranche in diesen Tagen aber auch interessante Kooperationen mit ausgwählten Verkehrsbetreibern bekannt: so liefert Zebralution neuerdings digitale Hörbucher ins WLAN-Netz der Deutschen Bahn, und die Fluggesellschaft Condor spendiert ein Kilo Freigepäck für gedruckte Bücher.

Spannung im Bord-WLAN

Schon seit Mai kann man in den ICE-Zügen der Deutschen Bahn via Bord-WLAN auf ein kostenloses Angebot von jeweils neun Hörbuch-Titeln zugreifen. Auf Titel mit verschiedenen Spielzeiten wird dabei ebenso geachtet wie auf den richtigen Genre-Mix. Zum Start mit dabei waren im Mai und Juni etwa Autoren wie Simon Beckett, Andreas Eschbach oder David Baldacci, dazu „klassische“ Serienhelden wie John Sinclair oder Sherlock Holmes und nicht zuletzt auch Romane von Jules Verne.

ICE-Portal als digitaler Kiosk

Der Zugang erfolgt über das „ICE Portal“ der DB, das sich als Startseite im Browser öffnet, sobald sich der Reisende mit seinem eigenen mobilen Endgerät mit dem Bord-WLAN verbindet. Über diesen Kanal will die Bahn in Zukunft auch verstärkt digitale Bezahlangebote (u.a. auch Spiele) vermarkten, schon jetzt lassen sich dort u.a. E-Newspaper von WELT, Handelsblatt, SZ und Financial Times erwerben, bezahlt wird über den jeweiligen Mobilfunkanbieter des Nutzers.

Erstklassiger Weg ins Web

In der ersten Klasse ist der Zugang zum WLAN (d.h. dem rollenden Telekom-Hotspot) an Bord der ICEs nur für Fahrgäste der ersten Klasse kostenlos, in der zweiten Klasse zahlt man dafür bisher noch 4,95 Euro. Kleine Ausnahme: Tolino-Nutzer können den Hotspot mit ihrem Reader auch nutzen — zumindest zum E-Book-Download und Minimal-Surfen mit dem eingebautem E-Ink-Browser. Ab 2017 soll der Zugang dann für alle Reisenden im ICE kostenlos sein — die Bahn reagiert damit offenbar auf die Fernbus-Konkurrenz, wo Gratis-WLAN längst zum Standard gehört.

„Buch an Bord“-Aufkleber für den Koffer

Eher ein gelungener PR-Gag scheint dagegen die aktuelle Aktion der Initiative „Vorsicht Buch“ zum Thema Freigepäck auf Condor-Flügen zu sein: den zur Teilnahme notwendigen Aufkleber „Buch an Bord“ gibt’s ausschließlich im stationären Buchhandel – pappt man ihn auf den Koffer, darf man vom 1. Juli bis 31. August ein Kilogramm mehr Gepäck beim Check-In aufgeben, was ja ungefähr drei bis vier Paperback-Schmökern entsprechen dürfte. Ein E-Reader wiegt dagegen ja deutlich weniger, egal wie prall er mit Lektüre gefüllt wird…

(via DeutscheBahn.com & Condor.com)