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Regal ist nicht egal: Print-Bücher im Wohnzimmer bleiben wichtig

vorsicht-buch-katzeWie wichtig die Bücherwand im eigenen Heim bleibt, zeigt nicht zuletzt der „Shelfie“-Boom in den sozialen Medien: das Titel-Mosaik im Regal verrät eine ganze Menge über den Besitzer, erst recht natürlich die Einfügung ins gesamte Wohnambiente. Dass der E-Book-Boom vorerst nicht zum Verschwinden des Bücherregals führen dürfte, zeigen aber auch die Ergebnisse einer Vorsicht Buch!-Umfrage: für 53 Prozent der Deutschen ist ein Wohnzimmer ohne Bücher unvorstellbar. Frauen zeigen dabei mit 59 Prozent noch deutlich mehr Liebe zur Verschmökerung des Wohnraums als Männer mit durchschnittlich 49 Prozent. Interessanterweise gibt‘ s offenbar auch regionale Unterschiede: die meisten Regalfans leben in Thüringen, die wenigsten in Berlin (nichtsdestotrotz eröffnen dort immer neue Ikea-Filialen).

Bücher bewahren den Hausfrieden…

Während wir schon seit einiger Zeit wissen, dass E-Reader nicht davor schützen, erschossen zu werden, sind gedruckte Bücher dagegen so eine Art robuste Blauhelm-Mission zum an-die-Wand-stellen: „Vor einer Bücherwand verfällt niemand in Streit – die Bücherwand befriedet“, meint Axel Venn, Professor für Gestaltung an der Uni Hildesheim. Außerdem sorgen sie auch rein physisch für ein „wunderbares Raumklima, weil Papier als nachwachsender Rohstoff Staub, Gerüche und Geräusche bindet und für eine gesunde Luftfeuchte sorgt“. Gerade im Zeitalter des „Homings“ nicht zu verachten – denn beim Rückzug ins Private, wo man Essen, Trinken, Spiele und Gespräche mit Freunden in den eigenen vier Wänden teile, sei die „Bücherwand so wichtig wie ein knisterndes Kaminfeuer“.

… und schützen vor extremer Kälte

Apropos offenes Feuer: nicht zuletzt, man denke nur an eine Szene aus dem Klima-Katastrophen-Blockbuster „The Day after Tomorrow“, können Bücher im Notfall natürlich auch gleich selbst als Brennmaterial dienen, wenn’s mal besonders kalt werden sollte…

Abb.: starmanseries (cc-by-2.0)

Veröffentlicht von

Ansgar Warner

Ansgar Warner arbeitet als freier Autor im Medienbüro Mitte (Berlin). Neben diversen Brotarbeiten für Presse & Rundfunk bloggt er hier rund um's Thema Elektronisches Lesen. Die spannende (Vor-)Geschichte der elektronischen Bücher erzählt Ansgar in "Vom Buch zum Byte". Praktische Infos für Autoren, Verleger & alle E-Reading-Interessierten vermittelt das "e-book & e-reader abc".