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Lieferbar ist lieferbar: E-Book-Distribution via VLB & Libreka

Wer E-Books nicht nur via Amazon anbieten möchte, sondern auf möglichst vielen Buchhandelsplattformen, braucht einen Distributor – das gilt für Self-Publisher ebenso wie für Mini-Verlage wie ebooknews press, das Publishing-Label von E-Book-News. Die Zahl der potentiellen Dienstleister ist gar nicht mal so klein. Doch in diesem Fall fiel die Entscheidung nicht schwer: Wer wie ebooknews press eigene ISBN-Nummern vergibt und (Online-)Titelmeldungen an das Verzeichnis lieferbarer Bücher (VLB) macht, kann nämlich in Sachen E-Books kostenlos (bzw. ohne weitere Kosten, s.u.) den Distributions-Service von Libreka! nutzen. Auf diese Weise kommt z.B. auch das neue „ebook & ereader abc“ flächendeckend in den E-Book-Handel.

Metadaten werden vom VLB übernommen

Das attraktive Kombi-Angebot hängt natürlich damit zusammen, dass VLB wie auch Libreka von der zum Börsenverein gehörenden MVB betrieben werden. Besonderer Vorteil dabei: die Metadaten der ans VLB gemeldeten E-Book-Titel werden automatisch für die Distribution übernommen, man muss lediglich die E-Book-Dateien auf den Libreka-Server hochladen. So ist garantiert, dass vom Cover bis zum virtuellen “Klappentext” in den einzelnen Webshops genau die Informationen angezeigt werden, die auch angezeigt werden sollen (vorausgesetzt, man hat sie korrekt ins VLB eingetragen…).

Distributionskanäle abwählen kein Problem

Auf Wunsch kann man zudem einzelne Kanäle aus der Distribution via Libreka heraushalten, etwa eine besonders verkaufsstarke Plattform wie den Kindle Store. Die automatische Auslieferung von Pflichtexemplaren via Libreka an die Deutsche Nationalbibliothek wird ebenfalls als Option angeboten. Über ein eigenes Frontend (distribution.libreka.de) lässt sich die laufende E-Book-Distribution überwachen, im Webbrowser werden so etwa die Verkaufsstatistiken oder die Zahl der erfolgreichen Auslieferungen angezeigt, Fehlermeldungen genauso.

Umsonst, aber nicht kostenlos

Völlig kostenlos ist der Libreka-Service natürlich nicht – denn für die Nutzung der VLB-Plattform fallen jährliche Gebühren von derzeit mindestens 79 Euro an. Wer aber als Verleger bzw. Self-Publisher mit eigenem Verlag ohnehin VLB-Meldungen für Print- und E-Book-Titel erstellt, bekommt mit der sehr unaufwändigen E-Book-Distribution einen willkommenen Mehrwert hinzu. Vielleicht noch zu den Konditionen: Ausgeschüttet an den Verlag werden 65 bzw. 60 Prozent (Amazon) des Nettoverkaufspreises, bei einem E-Book für 2,99 Euro Endkundenpreis – Netto 2,51 Euro – also 1,63 bzw. 1,50 Euro. Für den Einsatz von hartem DRM berechnet Libreka pro verkauftem Titel 20 Cent, bei weichem DRM immerhin noch 5 Cent – noch ein guter Grund, komplett auf Kopierschutz zu verzichten.

Veröffentlicht von

Ansgar Warner

Ansgar Warner arbeitet als freier Autor im Medienbüro Mitte (Berlin). Neben diversen Brotarbeiten für Presse & Rundfunk bloggt er hier rund um's Thema Elektronisches Lesen. Die spannende (Vor-)Geschichte der elektronischen Bücher erzählt Ansgar in "Vom Buch zum Byte". Praktische Infos für Autoren, Verleger & alle E-Reading-Interessierten vermittelt das "e-book & e-reader abc".

3 Gedanken zu „Lieferbar ist lieferbar: E-Book-Distribution via VLB & Libreka“

    1. Im Prinzip ja. Wie gesagt, das ist die Mindest-Gebühr pro Jahr – wenn man nur einen Titel ins VLB einstellt, kostet das tatsächlich 79 Euro. Da eine Online-Meldung normalerweise mit 3,40 Euro veranschlagt wird, kann man aber im Rahmen der 79 Euro mehr als zwanzig Meldungen einreichen. E-Book-Meldungen parallel zu bereits existierenden Print-Meldungen werden mit 0,75 Cent berechnet. Siehe auch http://info.vlb.de/verlage/preise.html

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