Kategorie-Archiv: E-Newspaper

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Personal News is Good News: Wenn der Leser zum Redakteur wird

Journalismus 2.0 kann bedeuten, die Leser zum Autor zu machen. Es gibt aber auch eine viel bequemere Innovation: der Leser als Redakteur. „Personal-News“ heißt ein Zeitungs-Service, den die Schweizer Post getestet hat, „niiu“ ein Berliner Projekt, das im Sommer an den Start geht. Internet, PDF-Content und Digital-Druck, aber auch der Zeitungsausträger vor Ort werden Teil der maßgeschneiderten Nachrichtenwelt von morgen.

„Bestimmen Sie individuell, was Sie lesen möchten“: was man nicht will, fliegt raus

„Bei PersonalNews bestimmen Sie individuell, was Sie lesen möchten und wählen Inhalte aus den zur Verfügung stehenden nationalen und internationalen Zeitungstiteln. Am nächsten Tag wird Ihnen Ihre persönliche PersonalNews per E-Mail zugestellt“, verkünden die eidgenössischen Postillons auf ihrer Website. Die persönliche Auswahl bringt eine gewisse Machtverschiebung in Richtung der Kunden: anders als bei einem regulären Abo können nun einzelne Titel jederzeit aus dem Portfolio fliegen.

Die Tester hatten die Wahl zwischen Papier-Version und E-Paper

Ganz hat die Schweizer Post die Gutenberg-Galaxis dabei noch nicht verlassen: Getestet wurde auch eine auf normalem A3-Papier gedruckte Fassung. Rund 100 Testleser bekamen die „Personal News“ in dieser Form für mehrere Monate zugestellt. Zudem hatten sich 1400 Personen für die elektronische Version angemeldet. Inzwischen ist die kostenlose Testphase abgeschlossen — demnächst wird die Schweizer Post entscheiden, in welcher Form das Angebot in Zukunft der Allgemeinheit zur Verfügung steht.

„Niiu“ in Berlin testet gerade die Lieferung individueller Zeitungen

Ein ähnliches Projekt gibt es aber auch in Berlin: unter dem Titel „niiu“ geht in den nächsten Monaten eine Gazette an den Markt, die aussieht wie eine echte Zeitung: „Gedruckt wird auf einer neuartigen Digitaldruckmaschine. Diese ermöglicht uns auf normalem Zeitungspapier zu drucken, um das unersetzbare Gefühl einer Tageszeitung zu bewahren“, heißt es dazu bei den Machern von Niiu. Ein Grund für diese Entscheidung liegt offenbar auch darin, dass es in absehbarer Zeit noch keine geeigneten E-Reader gibt, die eine Zeitungsseite in vergleichbarer Optik darstellen können.

Das Niuus-Abo kann bequem per PayPal bezahlt werden

Die persönliche Zeitung bietet auch Möglichkeiten für neue Finanz-Modelle. Bei Niuu zum Beispiel soll man bequem per PayPal abonnieren können. Zusätzlich werden Anzeigen geschaltet, um die Content-Lieferanten zu bezahlen: „Unser Plan für die Testphase ist es, der Zeitung zwei Seiten Werbung hinzuzufügen, die wir selbst akquiriert haben“, so Wanja Oberhof gegenüber dem Onlinemagazin Medien-Monitor. Der Abo-Preis soll sich im gewohnten Bereich bewegen, wird also etwa ein bis zwei Euro pro Ausgabe betragen.

Papier-Medium und Web 2.0 fliessen zusammen: Niius liefert auch Facebook-Nachrichten und Twitter-Feeds

Die Do-it-yourself-Zeitung steht und fällt natürlich mit dem Content, den man potentiellen Lesern zur Auswahl stellen kann. „Wir konnten bereits eine zweistellige Zahl an deutschen und internationalen Medien gewinnen“, so Oberhof. Mit dabei sind Berichten der Süddeutschen Zeitung zufolge u.a. die Springer-Blätter Hamburger Abendblatt und Berliner Morgenpost. Doch niius ist mehr als nur „oldstyle news“: Papier-Medium und Web 2.0 fließend. Die Zeitung soll zusätzlich mit Facebook-Nachrichten, Twitter-Feeds oder Blog-Einträgen bestückt werden. Doch macht es wirklich Sinn, die persönliche Tageszeitung noch zu drucken? Die Schweizer Post hat sich jedenfalls während des Testlaufs entschieden, nur noch PDFs anzubieten, die per Email zugestellt werden.

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iPhone schlägt Tageszeitung: Mobiles Surfen verändert mediale Gewohnheiten

Mobile Internet-Anwendungen verdrängen immer stärker traditionelle Medien: 58% der iPhone-Benutzer in den USA lesen Nachrichten öfter im Web als in der gedruckten Tageszeitung. Das ergab eine Umfrage von AdMob und comScore. Bei mehr als 40% der Befragten geht zudem das mobile Surfen nicht nur deutlich zu Lasten der Zeit am Desktop, sondern verringert auch den Rundfunk- und Fernsehkonsum. Gerade Zeitungen dürfte dieser Trend in Zukunft zwingen, verstärkt auf News-Portale für mobile Geräte zu setzen. iPhone schlägt Tageszeitung: Mobiles Surfen verändert mediale Gewohnheiten weiterlesen

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Google und die Zeitungskrise: Wird Suchmaschinen-Riese bald zum digitalen Kiosk?

Google und die Gutenberg-Galaxis, nächste Runde. Neben Bibliothekaren und Verlegern hegen auch die Zeitungs-Macher Groll gegen den Suchmaschinen-Riesen. Ermöglicht nicht ein Dienst wie Google-News, dass sich User eine eigene Online-Zeitung zusammenstellen? Manche höhnten schon, bald würde Google die New York Times für einen Dollar aufkaufen. Tatsächlich ist in letzter Zeit einiges in Bewegung geraten. Im E-Book-Geschäft etwa startet der Branchenriese demnächst den Direkt-Verkauf mit einer eigenen Internet-Plattform. Wird Google in Zukunft etwa auch zum digitalen Zeitungskiosk? Google und die Zeitungskrise: Wird Suchmaschinen-Riese bald zum digitalen Kiosk? weiterlesen

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Holzmedien versus Web 2.0: Trendpiraten.tv erklärt uns die Zeitungskrise

holzmedien-versus-web20-trendpiratentv-erklart-zeitungskrise„Kommt nach der Bankenkrise jetzt die Medienkrise? Werden Zeitungen verschwinden?“ Eine attraktive Moderatorin im Schlabber-T-Shirt räkelt sich auf dem Flokati, dann gibt es Animationsfilmchen mit den Figuren Eggbert und Eila. Die Macher von Trendpiraten.tv erklären einer wachsenden Fan-Gemeinde die „wilde Welt des Webs“. Die Mischung aus Viva, Southpark und Sendung mit der Maus widmet sich Themen wie Cloudcomputing, Fernsehen 2.0 oder die Zukunft von Apple. In der aktuellen Folge geht’s um das Schicksal der „Holzmedien“. „Die Konsumenten passen nicht mehr in das Schema der alten Medien“, so die zentrale Botschaft. Die Leser wandern ins Internet ab, doch dort kann man bisher kaum Geld verdienen. Also sind andere Lösungen gefordert: von der Kulturflatrate über Genossenschaften bis hin zum Leserjournalismus. Nicht zu vergessen: Tweeds, Feeds und Blogs. A propos: Trendpiraten.tv ist selbst ein Videoblog. Die virtuellen Freibeuter segeln unter der Fahne einer Kölner Medienagentur… Holzmedien versus Web 2.0: Trendpiraten.tv erklärt uns die Zeitungskrise weiterlesen

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Die taz als E-Book: Alternative Tageszeitung jetzt im epub-Format


Die taz kommt auf den E-Book-Reader: Als erstes Blatt in Deutschland erscheint die alternative Tageszeitung aus Berlin auch im epub-Format. Damit bleibt man einer Tradition treu: Die vor dreißig Jahren gegründete taz hat immer mit der medialen Avantgarde geliebäugelt, sei es mit der forschen Einführung eines digitalen Redaktionssystems schon Mitte der Achtziger, sei es mit dem frühen Webauftritt der „digitaz“ Mitte der Neunziger. Erst vor wenigen Wochen gönnte man sich zudem zum taz-Geburtstag einen grafischen Relaunch. Nun ist man also auch gleich noch im Zeitalter des E-Books angekommen. Die taz als E-Book: Alternative Tageszeitung jetzt im epub-Format weiterlesen

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Mobil lesen, mobil fernsehen: Microsoft-Studie zur „Generation Digital“

Das Internet und mobile Geräte krempeln nicht nur die Gutenberg-Galaxis kräftig um: „Wenn das bisherige Wachstum anhält, wird das Internet im Jahr 2010 zum ersten Mal das Fernsehen als am meisten konsumiertes Medium überholen.“ Diese Prognose macht die aktuelle Microsoft-Studie Europe logs on. Surften im Jahr 2008 die Europäer noch knapp neun Stunden pro Woche, so könnten es im nächsten Jahr schon bis zu 14 Stunden sein. Die gute alte Glotze erreicht dagegen nur noch 11,5 Stunden. Besonders stark zugenommen hat der Konsum von Online-Video. Jeder vierte Europäer ist regelmäßig zu Gast bei Youtube & Co. Genauso setzen aber auch Social Networking-Anwendungen oder Shopping-Seiten der alten Flimmerkasten-Welt zu. Doch ausgerechnet die klassische PC-Umgebung auf dem Desktop wird davon nicht profitieren. Mobil lesen, mobil fernsehen: Microsoft-Studie zur „Generation Digital“ weiterlesen

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Die 100 Tage von Hearst: Print-to-Online-Transition auf die harte Tour

Der amerikanische Medienkonzern Hearst verschärft angesichts sinkender Umsätze den Übergang von Print- zu Online-Angeboten. Das „100 Days of Change“ genannte Konzept umfasst kostenpflichtige Online-Angebote, höhere Abo-Preise für die Papier-Version und ein neues E-Paper-Package: Abonnenten sollen zukünftig einen E-Reader inklusive E-Abo kaufen. Die 100 Tage von Hearst: Print-to-Online-Transition auf die harte Tour weiterlesen

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Microsofts Visionen für das E-Newspaper im Jahr 2019

„Sieht alles sehr nach Minority Report aus“: die digitale Zukunft à la Bill Gates kann man sich nun in einem schicken Video aus der Serie Microsoft Office Labs Visions anschauen, E-Paper inklusive. Ins Netz gestellt & kommentiert hat die Zukunftsvision Steve Clayton, Systems Engineer beim besagten Monopolisten. Im Video flimmert Eye-candy allüberall: Transparente Bildschirmwände, intuitive Touchscreens à la Microsoft Surface, Top-Down-Menüs & To-Do-Listen aus heiterem Himmel, und mit dabei: eine Zeitung aus elektronischem Papier. Microsofts Visionen für das E-Newspaper im Jahr 2019 weiterlesen

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Japanische Zeitungen setzen in der Krise auf das iPhone

Während in den USA und in Europa jede Zeitung für sich stirbt, rückt man in Asien zusammen. Wie readwriteweb.com berichtet, versuchen nun drei große japanische Zeitungen, gemeinsam der Krise zu trotzen. Dabei setzen sie voll auf das iPhone. Die drei Zeitungen betreiben bereits über das NikkeiAsahi-Yomiuri-Netzwerk eine gemeinsame Website. Dort konnte man schon seit einiger Zeit die Artikel der jeweiligen Ausgaben online lesen. iPhone-Besitzer können aber jetzt noch mehr: Japanische Zeitungen setzen in der Krise auf das iPhone weiterlesen

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New York Times nur noch als E-Paper & gegen Cash?

new-york-times-nur-noch-als-e-paper-und-gegen-cash-150x150Weniger Anzeigenerlöse, weniger Abonennten, kaum noch Kredit: Die macht sogar in Deutschland mal wieder Schlagzeilen, denn sie gerät finanziell immer stärker in Schlagseite. Möglich erscheint jetzt sogar das Ende der Print-Ausgabe, also die Beschränkung auf eine kostenpflichtige Online-Version und eine -Edition für den .
Schon seit dem Herbst 2008 machen auch andere Lösungsvorschläge für die NYT die Runde, New York Times nur noch als E-Paper & gegen Cash? weiterlesen