Reader im Holster: Proporta-Tasche für Kobo Glo im Test

Konventionelle E-Reader-Hüllen hatten wir an dieser Stelle bereits einige im Test. Die „Case Studies“ waren sich in einem Punkt sehr ähnlich: Der Reader wurde auf der Innenseite der aufklappbaren Hülle mit 4 flexiblen Bändern in den Ecken fixiert, und konnte direkt zur Lektüre genutzt werden. Doch das Lesen mit Hülle ist natürlich Geschmackssache. Für die Puristen unter euch zeigen wir deswegen heute mal etwas Neues: Nämlich eine Proporta-Tasche für den Kobo Touch/Glo, die wie eine Art Holster nur für den Transport des Lesegeräts zuständig ist.

Im Innern wartet klassisches Schotten-Karo

Die Tasche des britischen Accessoire-Spezialisten Proporta kommt in edlem Rotbraun daher. Das Außenmaterial ist Kunstleder und fühlt sich sehr angenehm an. Richtig kuschelig wird es innen: Dort wurde nämlich ein sehr weicher Stoff mit klassischem Schottenkaro verarbeitet – zusätzliche Kratzer erhält der Reader hier bestimmt nicht. Außerdem wurde noch eine Schlaufe auf der Außenseite eingebaut, um das Lesegerät möglichst einfach wieder aus der Tasche entfernen zu können. Diese Schlaufe lässt sich auch bei eingeschobenem Reader schließen, der Kobo Touch/Kobo Glo kann sich also nicht so einfach selbständig machen. Wenn der Reader bereits aus der Tasche entfernt wurde, sorgt ein Magnet an der Unterseite dafür, dass die Schlaufe an der Tasche „kleben“ bleibt.

Passend für Kobo Touch und Kobo Glo

Das schlichte Design der Tasche wirkt zeitlos und ansprechend zugleich. Die Nähte sind wunderbar gearbeitet, die Materialien wirken hochwertig. Vor zuviel Langeweile bei der Optik schützen die besondere Strukturierung des rötlich-braunen Kunstleders, aber auch das Schotten-Muster des Innenstoffes. Sehr stilvoll und detailverliebt für einen Ort der Tasche, den man normalerweise eher selten begutachtet. Proport hat die Tasche ursprünglich für den Kobo Touch sowie den Kindle Touch entworfen. Trotzdem passt auch der etwas größere Kobo Glo gut dort hinein. Ganz gleich, welchen Reader man benutzt, schützt die Tasche vor den Tücken eines Rucksacks ebenso wie vor kleineren Stürzen. Doch der größte Vorteil des „Holster-Prinzips“ besteht sicherlich darin, dass der Reader beim Lesen unbeeinflusst bleibt. Man hält also den „nackten“ Reader in der Hand. Es mag zwar auch zum großen Teil Geschmackssache sein, doch uns gefällt die gummierte Rückseite des Kobo Glo sehr gut, weshalb es sich auch wunderbar ohne eine umschließende Hülle lesen lässt.

Fazit

Die kunstlederne Proporta-Tasche gibt es für viele verschiedene Reader-Modelle. Momentan ist sie sogar ein wenig im Preis gesenkt. Das Kobo-Case darf als rundum gelungen gelten, macht einen edlen und robusten Eindruck und wird wohl auch noch länger meinen Kobo Glo beherbergen. Wer also nach einer qualitativ hochwertigen Tasche für seinen Reader sucht, wird bei Proporta fündig. Das ist uns 4,5 von 5 Punkten wert.

Autor(Text/Bilder)&Copyright: Marc Günther

Klein, leicht, leuchtend: Kobo Glo im Reader-Test

Bereits mit dem „Touch“-Reader hat Kobo bewiesen, wie man technisch mit Amazon Schritt halten kann. Dann definierte das Kindle Paperwhite einen neuen Branchenstandard: XGA-Auflösung, besserer Kontrast, und natürlich „Glowlight“, also eine integrierte Beleuchtung. Während Amazons Glimmerlicht-Reader hierzulande noch mit Lieferschwierigkeiten kämpfte, folgte mit dem Kobo Glo der nächste Streich der Kanadier: Ebenfalls XGA- Auflösung, ebenfalls ein Glimmerlicht. Preislich liegen Kindle Paperwhite (Basisversion WLAN) und Kobo Glo mit 129 Euro gleichauf. Auch auf dem Datenblatt sind sich beide Produkte sehr ähhnlich. Also alles nur eine Glaubensfrage? Wie sich der Kobo Glo in der Praxis schlägt, erfahren Sie in unserem Test!

Kleiner & leichter als das Kindle Paperwhite

Der Tester besaß vor dem Glo einen Kindle Touch. Dieser ist mit seinen ca. 215 Gramm kein Leichtgewicht, aber auch nicht unangenehm schwer. Der Paperwhite spielt mit ca. 220 Gramm und auch sonst nur geringfügig veränderten Abmessungen in der selben Liga wie sein Vorgänger. Die erste faustdicke Überraschung erfolgt deswegen beim Auspacken: der Kobo Glo ist satte 12mm kürzer und mehr als 30 Gramm leichter als der Kindle Paperwhite! Obwohl ein wenig dicker, liegt er sogar noch angenehmer in der Hand und passt dazu in so ziemlich jede Tasche. All das bei gleicher Bildschirmdiagonale von 6 Zoll. Beim Display handelt es sich um klassisches Pearl E-Ink mit 16 Graustufen. Die Bedienung erfolgt über ein Infrarot-Touchscreen. Hier folgt Kobo nicht dem Paperwhite, der einen kapazitiven Touchscreen verwendet. Das ändert am Komfort allerdings nichts – der Glo bedient sich ebenfalls sehr gut und flott. Nur bei sehr schnellen Eingaben auf der Tastatur „schluckt“ der Touchscreen den einen oder anderen Befehl. Aber auch das lässt sich mit ein wenig Geduld in den Griff bekommen.

Wie lange hält der Akku durch?

Das interessanteste Feature des Bildschirms ist selbstredend die Beleuchtung. Hier übertrumpft Kobo den amerikanischen Kontrahenten: Die Ausleuchtung ist beim Glo sogar noch einen Tick gleichmäßiger als beim Paperwhite. Auch die Helligkeit lässt sich beim Glo noch etwas höher als beim Paperwhite einstellen, doch die hellste Stufe ist für den täglichen Gebrauch eher unpraktisch. Nach ein wenig herumprobieren wird man sich etwa in der Mitte des frei verschiebbaren Reglers wiederfinden. Diese Einstellung erzeugt den besten Kontrast, ist ausreichend hell für alle Umgebungen und zu dem relativ energiesparend. Die Akkulauftzeit wird von Kobo mit einem Monat ohne Glowlight und Wi-Fi angegeben. Andere Quellen sprechen von ca. 30.000 Seitenwechseln. Damit liegt der Glo auf dem Papier hinter dem Paperwhite. In der Praxis berichten einige Nutzer bei eingeschalteter Beleuchtung von sehr ähnlichen Werten der beiden Reader. Die Batterie des Paperwhite ist de facto leistungsfähiger, dafür scheint die Beleuchtung des Glo sparsamer zu sein. So oder so wird man mit dem Glo aber definitiv nicht jeden Tag an die Steckdose müssen, ein einwöchiger Urlaub dürfte auch mit aktivierter Beleuchtung kein Problem darstellen.

Ein weiteres Highlight ist der Slot für microSD Karten. Den der Kobo Glo lässt sich, anders als der Kindle Paperwhite, mit bis zu 32GB aufrüsten. Das wäre zwar für Bücher alleine übertrieben viel Speicherplatz, aber ein paar Gigabyte mehr können nicht schaden, wenn man mit einer sehr großen Bibliothek bereits an die Grenzen von 2GB stößt. Die Technik des Kobo Glo überzeugt also auf ganzer Linie. Er ist klein, leicht, handlich, ausdauernd (genug) und leuchtet sehr ausgewogen. An der Hardware gibt es also nichts auszusetzen, wie sieht es also bei der Software und dem eigentlichen Lesen aus?

Herr, lass Updates vom Himmel fallen

Wer viel arbeitet mit seinem Reader, sollte sich beim Glo auf die ein oder andere Schikane einstellen. Den die Software ist leider nicht so ausgereift wie z.B. die des Sony PRS-T2. Den Glo plagen auch in der neuesten Version noch einige Softwarefehler und generelle Designprobleme in der Firmware. So ist die Darstellung von PDFs nicht wirklich gut gelungen, die Bedienung ist mehr als gewöhnungsbedürftig. Auch der Browser ist nicht mehr als eine Notlösung, falls mal kein Handy, Tablet oder Computer zur Hand ist. Der Glo beherrscht nämlich keinen „Pinch-to-zoom“, man muss also alle Inhalte mit einer Leiste heranzoomen. Auch in Büchern gibt es einige Ungereimtheiten. So ist das Markieren von einzelnen Textstellen hakelig, hinzugefügte Notizen lassen sich nur unter Zuhilfenahme eines zusätzlichen Programms oder eben gar nicht auf den heimischen Rechner übertragen. Und manchmal erlaubt sich der Reader, das Buch nicht auf der zuletzt gelesenen Seite, sondern am Anfang des Kapitels zu öffnen. Das passiert jedoch nur dann, wenn das Gerät vorher völlig ausgeschaltet war und nicht nur im Ruhemodus. Doch zum Glück ist bei der Firmware des Glo Hopfen und Malz noch nicht verloren, die Entwickler bei Kobo veröffentlichen regelmäßig neue Updates, mit denen auch die Fehler behoben werden.

Am besten liest es sich mit „Kobo Nickel“

Positiv hervorzuheben ist auf jeden Fall das sehr individuell gestaltbare Schriftbild. Es gibt sieben vorinstallierte Schriftarten, und man kann theoretisch sogar noch weitere installieren. Uns gefiel besonders die Schriftart „Kobo Nickel“. Zusätzlich zur Schriftart lassen sich noch die Größe, das Gewicht und die Schärfe der Lettern einstellen. Dadurch sind der Kontrast und die Lesbarkeit bis ins kleinste Detail zu bestimmen. Ränder und Zeilenabstand lassen sich ebenfalls personalisieren. Kleiner Haken: Bei manchen ePubs sind Schriftgröße, Schriftart und andere Eigenschaften fest vorgegeben, sodass man sie erst mit Programmen wie Calibre bearbeiten muss, bevor sich die Leseansicht auf dem Glo verändern lässt. Hier tritt zum Vorschein, was den Glo vom Paperwhite unterscheidet: Der Nutzer muss/darf an vielen Schrauben des Systems drehen. Wem es Spaß macht die Kontrolle über so viele Parameter wie möglich zu haben, der wird mit dem Glo glücklich. Wer allerdings großen Wert auf ein einfaches System legt, könnte mit dem Kobo so seine Schwierigkeiten bekommen.

Export von Markierungen & Notizen

Lesen lässt es sich auf dem Kobo nach all den entsprechenden Vorkehrungen dann ähnlich gut wie auf dem Konkurrenzprodukt von Amazon: Der Kontrast ist angenehm, die Schrift gut zu lesen und der Seitenwechsel geht angenehm flott vonstatten. Das Glimmerlicht sorgt für Lesbarkeit in allen Lebenslagen, Markierungen und Notizen sind möglich, problematisch bleibt jedoch der Export. Die installierten Wörterbücher machen einen soliden Eindruck, es lassen sich weitere hinzufügen. Die Zusatzfunktionen bieten bei der Lektüre nichts außergewöhnliches, für wissenschaftliches Arbeiten sind sie nur bedingt geeignet. Der Kobo Glo ist ein Reader für Liebhaber der Literatur und Bewunderer der Belletristik, nicht so sehr für büffelnde Studenten oder lehrende Professoren.

Die Menüs wiederum sind logisch und übersichtlich aufgebaut und lassen sich von jedermann problemlos bedienen. Der Heimbildschirm beherbergt die fünf zuletzt gelesenen Bücher in einer Cover-Ansicht und Verlinkungen zum Kobo-Shop, der eigenen Bibliothek, dem Reading Life und der Sync-funktion. Ein Button oben links auf dem Bildschirm führt jederzeit auf den Heimbildschirm zurück, oben rechts geht es in die Einstellungen. Auch das Scrollen und Suchen in der Bibliothek läuft ohne Probleme. Insgesamt verfügt der Glo also über ein sehr intuitives und einfaches Interface, das dem des Paperwhite in nichts nachsteht.

Fazit: Kobo gleichauf mit Amazon

Zum Schluss bleibt eigentlich nur eine Glaubensfrage übrig: Kindle oder Kobo, einfach aber eingeschränkt oder kompliziert aber frei? Technisch hält der Glo mehr als nur Schritt. Es ist die Software, über die er sich definiert. Wer sich an den kleinen Ecken und Kanten des Glo nicht stört und ein wenig Vertrauen für die Entwickler übrig hat, findet hier einen ausgezeichneten Reader, der in einigen Punkten sogar besser abschneidet als der Paperwhite. Wenn man der Community glauben darf, werden die zukünftigen Updates noch einige positive Änderungen bereithalten, die den Glo noch weiter in Richtung der E-Reader-Avantgarde katapultieren werden. Ich persönlich bin sehr zufrieden mit meinem Kauf und würde den Kobo Glo auch meinem besten Freund empfehlen. Vorausgesetzt, dass dieser mit Computern umgehen kann. Und keine Diplomarbeit mithilfe eines E-Books schreiben möchte.

Kobo Glo Specs


Display

6 Zoll Touch-Screen E-Ink Display,
1024×768 Pixel (16 Graustufen)

Gewicht

185 Gramm

Schnittstellen

Mikro-USB, SD-Slot, WLAN

Speicher

2 GB intern

E-Book-Formate

epub, PDF, etc.

Zus. Features

Glowlight-Funktion, Reading Life

Preis

129 Euro

Autor (Text/Bilder) & Copyright: Marc Günther

I did it my way: Personalisierbare Kindle-Hülle von Caseable im Test

E-Reader sind Massenware – deswegen hat die Personalisierung durch Accessoires wie etwa eine Reader-Hülle ihren ganz besonderen Reiz. Normalerweise kauft man jedoch trotz aller Auswahl eine Hülle von der Stange. Für echte Individualisten gab es immerhin schon die Möglichkeit, eigene „Skins“, also schützende Aufkleber, für den E-Reader zu gestalten. Doch das ist fast schon ein alter Hut. Der Zubehör-Spezialist caseable geht nun einen Schritt weiter, und lässt uns den Look einer Reader-Hülle selbst bestimmen. Das optisch maßgeschneiderte Accessoire kostet 39,90 Euro, und ist passend für zahlreiche Kindle-Modelle lieferbar, inklusive Kindle Paperwhite. Wie gut die Personalisierung gelingt, und vor allem, wie gut die Qualität der Hülle zum Selbstgestalten ist, wollten wir in unserem Test herausfinden.

Eigene Bilder, aber mit Tücken

Zunächst wählt man sich aus einer Reihe von Gadgets das eigene aus, und schon kann man mit dem Gestalten beginnen. Hier gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Verschiedene Farben und verschiedene Bilder bzw. vorgefertigte Motive. Besonders die zweite Variante dürfte interessant sein, so etwas haben wir noch nie zuvor bei einem Hersteller für Cases und ähnliches Zubehör gesehen. Allerdings hat das Anpassen eigener Bilder seine Tücken. Wenn man ein Bild zusammenhängend über Vorder- und Rückseite legen möchte, muss man schon sehr genau mit der Maushand arbeiten können, um das Bild vernünftig zu platzieren. Neben den frei zu gestaltenden Außenseiten entscheidet man sich für eine Grundfarbe. Diese ziert dann das gesamte Innere und den Rücken der Hülle. Übrigens: Bei caseable lassen den Bildern eigene Schriftzüge hinzufügen. Alles in allem also nicht die einfachste Prozedur, die caseable einem da auferlegt. Aber, so viel sei schon mal verraten: Es lohnt sich!

Ordentlicher Druck, tolle Qualität

Denn die Qualität der Hülle überzeugt auf ganzer Linie. Zum einen ist die Beschaffenheit des eigentlichen Drucks absolut in Ordnung. Zum anderen ist aber auch die Verarbeitung der Hülle spitze. So erkennt man zwar nicht mehr alle Details, die das eigene Bild eigentlich aufweist. Jedoch stimmen Farbkomposition und ganz allgemein die Auflösung. Der Druck ist keinesfalls pixelig, sondern bleibt ansehnlich.

Noch besser allerdings ist die Verarbeitung der Hülle. Das erste, was mir beim Betrachten der Hülle in den Sinn kam war: die Nähte sind echt sauber gearbeitet. Die Hülle fühlt sich sehr angenehm an, die Materialien vermitteln einen hochwertigen Eindruck, das Innenmaterial ist weich, so dass der Kindle ganz bestimmt nicht zu schaden kommt. Zusammenfassend lässt sich also sagen, die Verarbeitung der caseable Hülle ist mehr als gelungen. Übrigens: Während sich außen noch kein Hinweis auf den Produzenten befindet, entdeckt man auf der linken Innenseite eine kleine Einprägung und links neben dem Gerät selber einen kleines Stoffschildchen.

Der Reader wird mit vier elastischen Bändern in den Ecken befestigt und hält dann sicher in der Hülle, überdies verfügt die Hülle auch über ein elastisches Band auf der Außenseiten der Hülle, um diese sicher zu verschließen. Alles, was man sich also von einer solchen Hülle wünschen könnte. Sogar ein kleines Fach für Notizen!

Fazit

Die caseable-Hülle macht wirklich Spaß! Spaß beim Konfigurieren (auch wenn es ein wenig mühselig sein mag), Spaß beim ersten Anfassen und Spaß beim täglichen Lesen. Eigene Bilder auf eine Hülle drucken zu lassen ist eine wirklich erfrischende Idee. Noch dazu kommt, dass die Hülle auch noch toll verarbeitet ist und natürlich auch besonders schick aussieht. Rund um gefällt uns die Hülle also, daher vergeben wir 4,5 von 5 Punkten.

Abb.: Screenshot Caseable, Marc Günther (Fotos Kindle-Hülle)

Kindle Touch voll im Griff: Embrace-Hülle von Tuff Luv im Test

„Embrace“. Das ist Englisch und lässt sich mit „Umarmung“ übersetzen. Der britische Zubehör-Hersteller Tuff Luv hat nun eine seiner Hüllen so getauft. Und zwar aus einem guten Grund: Die Tuff Luv Embrace Hülle „umarmt“ die Finger. Was es damit auf sich hat und wie gut speziell die Hüllen-Version für das Kindle Touch abschneidet, klären wir im folgenden Testbericht. Weitere Informationen zur Hülle selbst gibt’s auf dem Web-Portal von tuff luv, aber auch via Speed-Monkey.

Saubere Verarbeitung, ansehnliches Design

Bei der Verarbeitung gibt sich Tuff Luv keine Blöße. Die Embrace-Hülle ist durchweg gut gearbeitet und fühlt sich auch außerordentlich angenehm an. Zu dem ist das verwendete Kunstleder sehr hochwertig und sieht daher auch sehr hübsch aus. Tuff Luv bietet die Hülle erwartungsgemäß in mehreren Farben und Musterkombinationen an. Unser Testexemplar ist komplett weiß. Allerdings nur außen, denn das Innenmaterial bildet mit seinem grau-braun einen netten Kontrast. Solche Farbspiele finden sich an allen Modellen der Embrace-Hülle. Während das Außenmaterial allerdings glattes Kunstleder ist, findet sich im Innenraum ein leicht gummierter Stoff wieder. Dieser verhindert zum einen zusätzlich das Verrutschen des Readers. Zum anderen ist er natürlich auch schön griffig, sodass man die Hülle beim Lesen sehr angenehm halten kann. Alles in allem gefällt die Hülle durch ihre saubere Verarbeitung und ihr ansehnliches Design.

Alles im Griff – auch bei einhändiger Lektüre

Aber die gute Qualität ist noch längst nicht alles, was die Embrace Hülle von Tuff Luv auszeichnet. Zwei weitere Eigenheiten der Hülle lassen sie aus der Masse hervorstechen: Zum einen wäre da der ausklappbare Griff, der durch das Einlegen der Finger die bequeme einhändige Lektüre erlaubt. Zum anderen ein kleines Gummiband, mit dem sich die Hülle verschließen und umknicken lässt. Der Griff ist auf der linken Innenseite der Hülle eingearbeitet, sodass er sich beim Lesen hinter dem Reader befindet. Da er mit elastischen Bändern befestigt ist, bleibt er bei Nicht-Nutzung angenehm unauffällig und lässt die Hülle keinesfalls zu dick werden. Der Griff funktioniert hervorragend und darf als als sinnvolle Ergänzung gelten. Das unscheinbare Gummiband leistet ebenfalls wertvolle Dienste. Zum einen kann man die Hülle mit ihm sicher verschließen. Zum anderen kann man aber auch die Seite mit dem Griff an der restlichen Hülle befestigen, sodass die Hülle beim Lesen ihre Form behält.

Fazit: Tolle Zusatzfunktionen

Tuff Luv liefert mit der Embrace Hülle eine sehr gute Reader-Hülle ab. Verarbeitung und Design stimmen, und auch der Griff und das Gummiband sind klasse Ideen. Eine rundum gelungenes Konzept, das auch in Versionen für andere Kindle-Geräte lieferbar ist. Zwar fällt das Embrace-Case etwas dicker aus als beispielsweise die von uns zuletzt getestete Ted Baker Hülle. Das macht die Embrace-Hülle aber mit ihren tollen Zusatzfunktionen allemal wett. Daher ist uns die Hülle satte 4,5 von 5 Punkten wert!

Prêt-à-porter für’s Kindle: Proporta Ted Baker Hülle im Test

Modefetischisten dürfte der Name „Ted Baker“ bekannt vorkommen. Das britische Label ist auf der Insel momentan sehr beliebt, und entwirft vor allem „Lifestyle-Mode“, also stilechte Kleidung für den Alltag. In Zusammenarbeit mit Proporta hat Ted Baker das textile Produktportfolio jetzt um mehrere Hüllen und Cases für Gadgets aller Art erweitert. Natürlich findet sich in der aktuellen Kollektion auch etwas für Amazons Kindle-Modelle. Wir haben die Kindle Touch Hülle getestet und verraten, was sie taugt und ob sie ihren Preis von knapp 55 Euro auch wert ist.

“No Ordinary Designer“

Ted Baker wirbt mit dem Slogan „No Ordinary Designer“ – die Briten verstehen sich als extravagante Modemacher. Die Kindle-Hülle kommt allerdings zunächst recht unscheinbar daher. Außen ist sie in einem schlichten Schwarz gehalten. Wie man das von Proporta allerdings bereits gewohnt ist, bilden die Nähte einen schönen Kontrast. Die Hülle ist in den Basisfarben Braun und Schwarz erhältlich. Bei der schwarzen Variante sind die Nähte in einem ansehnlichen Blau gehalten. Des weiteren prangt in der unteren rechten Ecke der Ted-Baker-Schriftzug. All das verhilft der Hülle zu einem von außen sehr edlen, aber nicht allzu spektakulären Aussehen. Im Innenteil hat sich der Designer dann allerdings ausgetobt: Auf einem bräunlichen Grund sind blau-weiße Tauben und ebenfalls blaue Querstriche erkennbar. Auf der dem Kindle gegenüberliegenden Seite findet sich ein kleines Fach für Fahrkarten oder ähnliches, dieses ist erneut in Schwarz. Alles in allem gefällt die Hülle durch ihr unorthodoxes und frisches Design. Die Farben bilden einen herrlichen Kontrast.

Proporta verwendet für die Fertigung wie gewohnt hochwertiges Kunstleder. Dieses besitzt keinen störenden Geruch und fühlt sich angenehm an. In der Hülle kommt ein weicher Stoffüberzug zum Einsatz, der den Kindle nicht verkratzen kann und sich beim Lesen ebenfalls angenehm anfühlt. Insgesamt ist die Verarbeitung also auch bei dieser Hülle topp, alle Nähte sind perfekt gearbeitet und die Materialauswahl ist durch die Bank gelungen.

„Always Judge A Book By Its Cover“

„Always judge a book by its cover“: Dieser Satz findet sich auf der Rückseite der Verpackung, und spiegelt auch ein wenig wider, was die Hülle eigentlich nur sein will: Ein Augenschmaus. Das gelingt ihr durchaus. Weitere Funktionen sucht man allerdings vergebens. Der Kindle-Reader wird wie gewohnt mit vier Bändern an den Seiten befestigt und sitzt danach ordentlich in der Hülle. Der Halter für Fahrkarten oder sonstige kleine Zettel ist nett. Ein Schließmechanismus fehlt aber auch dieser Hülle. Das ist gewiss nicht dramatisch, schließlich wird die Hülle kaum von Geisterhand aufspringen. Aber es wird sicherlich die eine oder andere kritische Stimme geben, die für 55 Euro etwas mehr als „nur“ eine sehr schöne Hülle will. Doch so ist das nun mal im Leben: Wer schön sein will, muss leiden. In diesem Fall leidet das Portemonnaie.

Fazit: Schick, aber kein Schnäppchen

Mit der Ted Baker Hülle hat Proporta das Zubehör-Sortiment um ein veritables Objekt der Begierde erweitert. Die Hülle punktet vor allem durch schickes Design und gute Verarbeitung. Mit 55 Euro ist die Hülle aber tatsächlich kein Schnäppchen. Und wer für das Geld mehr Nutzwert erwartet, der muss sich weiter umsehen. Alle anderen können sich an der Ted Baker Hülle für den Kindle bw. den Kindle Touch erfreuen – und vielleicht auch neidische Blicke ernten. Daher vergeben wir 4 von 5 Punkten.

Autor & Copyright: Marc Günther

Kindle ledergebunden & mit Goldprägung: Proporta Folio Case ‚Bookstyle‘ im Test

Bücherwürmer denken beim Wort „Folio“ an Shakespeare-Erstausgaben oder das gleichnamige historische Buchformat, Rückenhöhe: 45 Zentimeter. Das Proporta Folio Case für Amazons Kindle Touch ist deutlich handlicher – doch dank edlem Kunstleder-Design kann es sich durchaus mit klassischer Buchbinde-Kunst messen. Vor allem wegen eines besonderen Hinguckers: Anders als das von uns kürzlich getestete Flip Case hat der britische Zubehör-Spezialist die Außenkante der Folio-Variante nämlich einem klassischen ledernen Buchrücken mit Goldschnitt nachempfunden („modernere“ Designs mit gleichem Innenleben sind aber ebenfalls lieferbar). Ob die knapp 30 Euro teure Hülle halten kann, was sie rein äußerlich verspricht, verrät Ihnen unser Test. (Tipp: Bestellen kann man das Leather Style Folio Case ‚Book‘ via proporta.de nicht nur für das Kindle Touch, sondern auch für das Kindle 4 Basismodell.)

Feuerwerk, Schmetterlinge oder ein Buch

Das Folio Case gibt es in drei verschiedenen Designs: Mit Schmetterlingen, einem Feuerwerk-Muster oder klassisch im Buchstil. Aber egal, für welche der drei Ausführungen man sich entscheidet: Die Materialien und die Verarbeitung sind vergleichbar. So verwendet Proporta auch bei der Book-Style-Hülle eine „hochwertige Alternative zu Leder“. Allerdings ist es dann doch nicht die selbe Ausführung wie beim Flip Case (siehe unseren Testbericht), beim Folio Case ist das Außenmaterial nämlich ein wenig glatter. Auch die Textur ist etwas feiner als bei der zuvor getesteten Hülle. Bei der Qualität muss man deshalb aber keine Abstriche hinnehmen, die Folio-Hülle fühlt sich ebenfalls sehr edel an und sieht zugleich schick aus. Innen wartet die Hülle mit ihrem einzigen echten „Extra“ auf, nämlich einem kleinen Fach für Zettel oder z.B. Fahrkarten. Wer also beispielsweise im Zug lesen möchte, kann sich seine Fahrkarte einfach in dieses kleine Fach stecken und muss sie dann nicht irgendwo anders hervorholen. Diese Lasche ist aus dem selben Material gearbeitet, das auch auf der Außenseite verwendet wurde. Ansonsten besteht das Innere wieder aus einem weichen Stoff, der den Kindle-Reader sanft behandelt. Die Verarbeitung ist auf gewohnt hohem Niveau, alle Nähte sind perfekt gearbeitet und die Hülle schmeichelt geradezu der Hand. Und dem Auge. Und dem Kindle.

Hält den Kindle-Reader, aber hält nicht dicht

Der Kindle selbst wird wieder über vier in den Ecken positionierte Gummibänder an Ort und Stelle gehalten. Die Bänder sind bombenfest mit der Hülle verbunden und sollten entsprechend lange ihren Dienst tun. Allerdings lässt die Folio Hülle auch etwas vermissen: Nämlich einen Schließmechanismus. Die Oberseite der Hülle, die man beim Lesen ganz einfach hinter die Seite klappt, auf das Lesegerät befestigt ist, lässt sich nämlich im geschlossenen Zustand nirgendwo befestigen. Das ermöglicht zwar zum einen ein einfaches Öffnen und Schließen der Hülle, ängstliche Naturen werden aber um ihren Kindle bangen. Vermutlich zu unrecht, den in einem Rucksack oder einer Handtasche wird sich die Hülle nicht einfach aufgehen, dafür ist in gewöhnlichen Taschen schlicht zu wenig Platz.

Fazit: Schlicht und elegant

Mit der Leather Style Folio Case liefert Proporta erneut eine hervorragend verarbeitete und außerordentlich hübsche Hülle ab. Die kleine Lasche für Fahrkarten oder ähnliches ist nett, aber kein wirkliches „Killer-Feature“. Ein solches sucht man hier auch vergebens. Die außen elegante Folio Case will von Innen eine schlichte und minimalistische Hülle sein, und dieser Anspruch wird auch eingelöst. Die fehlende Möglichkeit zum sicheren Verschließen erschien mir zu banal, als dass sie mich wirklich stören würde. Alles in allem erhält man für 30 Euro eine hervorragend gemachte Hülle für das Kindle Touch. Das Folio Case erhält deshalb im Gegenzug von uns 4 von 5 Punkten.

Autor & Copyright (Text & Abb.): Marc Günther

Das kleine Schwarze für’s Kindle: Proporta Flip Case im Test

Amazons Kindle ist zweifelsohne eines der schönsten Geräte seiner Klasse. Das Gehäuse wirkt hochwertig und edel zugleich. Doch so schön und robust der Kindle-Reader auch sein mag: Ein guter Schutz für das Gerät ist z.B. beim Transport in vollen Taschen unverzichtbar. Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass sich einige schicke Hüllen und Taschen für die Kindle-Familie von Amazon finden. Wir haben die Leather Style Flip Case von Proporta getestet und verraten, was sie taugt. (Tipp: Über die deutsche Website des britischen Spezialisten für Gadget-Zubehör ist die Flip Case für 34,95 Euro inklusive Versandkosten lieferbar).

„Hochwertige Alternative zu Leder“

Die Hülle kommt mit einem schwarzen äußeren und einem leicht grauen Innenteil daher. Die beiden Farben bilden eine schlichte, aber ansehnliche Kombination. Das verwendete Material ist außen eine laut Hersteller „hochwertige Alternative zu Leder.“ Dem ist nichts hinzuzufügen, die Hülle fühlt sich sehr angenehm an und hat trotzdem den Charme des Naturmaterials. Die sonst doch etwas mühselige Pflege des Leders entfällt bei der Leather Style Flip Case selbstverständlich. Im Innenraum setzt Proporta einen sanften Stoff ein, um die schützenden Einsätze in die Lederhülle weich auszukleiden. Der Kindle selbst wird durch 4 elastische Bänder in der Hülle fixiert. Diese sitzen eng an und verhindern ein rutschen des Geräts effektiv. Da die Case sowohl für den „normalen“ Kindle 4 als auch für den Kindle Touch ausgelegt ist, der Kindle Touch in seinen Abmessungen allerdings ein wenig größer ist als der Kindle 4, sitzt dieser wirklich sehr fest in der Hülle. Der Schließmechanismus ist Proporta- typisch intuitiv mit einem Magneten gelöst. Dieser hält die Lasche sicher an ihrer Position.Insgesamt ist die Verarbeitung spitze, die Nähte sind allesamt perfekt gearbeitet und auch die Materialauswahl kann überzeugen. Das Highlight der Flip Case sind allerdings ohne Frage die beiden „Höcker“ auf der dem Kindle gegenüberliegenden Seite.

Steht wie ´ne Eins!

Und damit kommen wir auch schon zum besonderen Merkmal dieser Hülle: Sie fungiert als Halter für den Kindle! Durch die getrennte Rückseite lässt sich der Kindle leicht nach vorne klappen und an einem der „Höcker“ fixieren. Dadurch kann man mit seinem Kindle auch entspannt am Tisch oder in der Bahn lesen, ohne ihn die ganze Zeit in der Hand halten zu müssen. Wenn man mal keinen Tisch zur Verfügung hat oder die Hülle mitsamt Kindle lieber in der Hand halten möchte, kann man dies dank des flexiblen Mittelteiles der Leather Style Flip Case ohne Probleme tun. Einfach die Seite mit den beiden Haltern nach hinten klappen und schon geht’s los! Ein wenig schade ist nur, dass der Kopfhörer- Anschluss des Kindle Touch im geschlossenen Zustand nicht erreichbar ist. Zwar wurde der USB- Anschluss fachgerecht ausgeschnitten, ein Aussparung für Kopfhörer fehlt allerdings. Das mag bei einem für Bücher gedachten Gerät nicht weiter ins Gewicht fallen. Trotzdem wäre das eines der Features, mit denen man eine solche Hülle zur Perfektion hätte treiben können.

Fazit: Elegante Hülle mit Aha-Effekt

Die Leather Style Flip Case von Proporta ist eine außerordentlich elegante Hülle mit einem gewissen „Aha“- Effekt beim ersten Aufstellen. Sie schützt den Kindle zuverlässig und dient auch noch als Halterung. Zwar merkt man als Kindle Touch Nutzer, dass die Hülle auch für den Kindle 4 entwickelt wurde. Die fehlenden Aussparung für die Kopfhörer halte ich an einem E-Book Reader allerdings für verschmerzbar. Daher vergeben wir 4,5 von 5 möglichen Punkten für die Leather Style Flip Case.

Autor & Copyright: Marc Günther
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