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Zeit für Pebble: Smartwatch mit E-Paper-Display neuer Kickstarter-Star

16 Apr 2012

Stromsparende E-Paper-Technik bietet sich für alle Displays an, von denen man etwas abliest, und sei es die Uhrzeit. Schon seit einiger Zeit gab es einzelne E-Paper-Uhren, bei denen statt E-Ink statt LCD zum Einsatz kam. Mit „Pebble“ wird dieses Prinzip allerdings auf eine neue Stufe gehoben: das derzeit auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter via Pre-Order bestellbare Chronometer hat dank Bluetooth-Schnittstelle den direkten Draht zum Smartphone. Mit eigenem Vibrationsalarm und Display-Einblendung meldet sich die E-Paper-Uhr, sobald ein Anruf eingeht, blendet Wetterdaten ein, dräuende Termine oder neue Facebook- & Twittermeldungen. Zahlreiche Apps nutzen auch die GPS-Funktionen von iPhone- oder Android-Gerät. So können sich etwa Radfahrer, Jogger oder Wanderer auf der Uhr Geschwindigkeit oder Entfernung zum Ziel anzeigen lassen.

Akkulaufzeit von sieben Tagen

Frei konfigurierbar ist auf dem 144 x 168 Pixel großen Display natürlich auch das Aussehen der Uhr selbst – zahlreiche „Watchfaces“ stehen zur Verfügung, vom klassischen Ziffernblatt bis zur gedruckten Zeitansage à la „Twelve Thirty Five“. Gegenüber Smartwatch-Projekten wie etwa dem von LunaTik, das Apples iPod Nano mit einem speziellen Armband erweiterte, ist die E-Paper-Uhr selbst ohne Verbindung zum Smartphone allerdings wirklich nur eine normale Uhr. Dafür hält sie aber im Dauerbetrieb inklusive Bluetooth deutlich länger durch, nämlich mindestens sieben Tage. Spätestens dann muss das Gadget aber mit dem Ladekabel verbunden werden. Dank eingebauter Beleuchtung lässt sich das Display auch im Dunkeln ablesen. Konfigurieren kann man Pebble über eine spezielle App, die auf das Smartphone geladen wird und alle Updates drahtlos an die Uhr weiterleitet.

Erfolgreichstes Kickstarter-Projekt aller Zeiten

Hinter dem Projekt steht der kalifornische Uhren-Designer Eric Migicovsky. Zusammen mit seinem Team von Pebble Technology werkelt er bereits seit drei Jahren an Smartwatch-Konzepten. Erste Erfolge konnte Migicovsky mit inPulse feiern, einer Variante speziell für Blackberry, die allerdings mit LED-Display ausgestattet ist. Doch die aktuelle Crowfunding-Kampagne stellt alles bisher dagewesene deutlich in den Schatten – innerhalb kurzer Zeit gingen mehr als 20.000 Vorbestellungen ein. Mit fast drei Millionen Dollar ist Pebble bereits 30 Tage vor Ablauf der Frist das erfolgreichste Kickstarter-Projekt aller Zeiten. Die Basic-Variante kann für 115 bzw. 125 Dollar in schwarz bzw. diversen bunten Farben vorbestellt werden, für den Transport nach Deutschland muss man jeweils noch 15 Dollar drauflegen. Voraussichtlicher Liefertermin ist September 2012.