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Wünsch‘ dir was: Aktuelle E-Reader-Marktübersicht von Hi-End bis Low-Price

25 Nov 2010

aktuelle-marktuebersicht-e-reader-weihnachten-2010 Wer zu Weihnachten ein elektronisches Lesegerät verschenken möchte, hat die Qual der Wahl: soll es ein Multifunktions-Tablet sein, ein drahtloser E-Ink-Reader oder das simple LCD-Schnäppchen? E-Book-News hat zehn interessante Kandidaten für den Wunschzettel unter die Lupe genommen. Die finanzielle Spannbreite reicht von 500 Euro für die Basisversion des iPads bis zu 99-Euro-Angeboten à la Weltbild Aluratek. Am interessantesten ist aber das Mittelfeld: Kindle, Sony-Reader & LumiRead bieten kontraststarkes E-Ink plus WiFi für deutlich unter 200 Euro.

Ein halbes Dutzend neuer Reader wartet auf die Leser

Der Herbst der Entscheidungen ist da – auch im E-Leseland. Denn in wenigen Monaten sind mehr als ein halbes Dutzend neuer E-Ink-Reader auf den Markt gekommen, die nicht nur verbesserten Kontrast bieten, sondern auch drahtloses E-Book-Shopping. Der von Libri vermarktete Acer LumiRead etwa bietet ebenso wie Thalias Oyo den direkten Draht zu zehntausenden aktuellen deutschen E-Books. Amazons Kindle-Store dürfte im nächsten Jahr ebenfalls mit deutschsprachigem Content aufwarten können. Außerdem buhlen natürlich auch das im Mai gestartete iPad oder der brandneue iPod Touch um die Gunst der Leser – auf Apples Touchscreens sorgen iBooks wie auch zahlreiche andere Apps für endlose Lektüre. Auch an der Niedrigpreis-Front gab es Bewegung: neben Weltbilds Aluratek Libre prescht Trekstor mit Farb-Readern voran, die sogar Videos abspielen können.

Apple, Sony, Acer: Hi-End-Geräte (229 – 500 Euro)

ipad-ibooks-testbericht iPad (Basisversion)


Glaubt man den Konsumforschern, könnte das iPad bald zum meistgenutzten E-Reader avancieren – allerdings eher so nebenbei. Denn eigentlich ist Apples Tablet ein Multifunktionsgerät, das auch E-Reader-Qualitäten besitzt. Diese Eigenschaft teilt es mit verschiedenen Android-Tablets (etwa dem Galaxy von Samsung) und Smartphones. Beim Content ist das iPad der Konkurrenz allerdings eine Nasenlänge voraus. Mit iBooks hat Apple dem großen Bruder des iPhones eine komfortable E-Bibliothek spendiert, die schon ein recht großes Angebot umfasst. Doch auch Kindle- oder txtr-App sind nicht zu verachten. Weitere Apps bringen auch E-Comics, Zeitschriften & E-Newspaper auf’s Display. Doch wirklich mobil ist das fast 700 Gramm schwere Gerät nicht, und statt E-Ink gibt’s hintergrundbeleuchtetes LED. Die Akkulaufzeiten sind vergleichsweise gering, die Augen ermüden schneller, und im prallen Sonnenlicht sieht man auf dem Display gar nichts. Die Basisversion des iPads mit 16 Gigabyte Speicher und WLAN-Karte gibt’s für 499 Euro.

ipod-touch iPod Touch (Basisversion)

  • Display: 3,5 Zoll LCD (Farbe, Touch-Screen)
  • Unterstützte E-Book Formate: PDF, epub (DRM), etc.
  • Gewicht: 101 Gramm
  • Features: iBooks, Video-Kamera; Lautsprecher; Mikrofon; WiFi/USB
  • Preis: 229 Euro

Trotz iPad-Hype erfreut sich der kleine iPod Touch einer großen Schar von Anhängern. Was nicht nur am niedrigen Preis liegt, sondern auch am reichhaltigen Content in Apples App Store. Der iPod Touch ist ein iPhone ohne Telefonier-Funktion. Neben der angepassten Version von iBooks laufen genauso Kindle-App, txtr-App oder E-Book-Apps von textunes auf dem 3,5-Zoll-Touch-Screen. Auch viele Tageszeitungen kommen als App auf den iPod Touch, etwa FAZ, SZ und taz. Ein besonderes Erlebnis auf dem iPod Touch sind E-Comics – wer einmal seine Lieblingsserie in leuchtenden Farben per Fingerwisch durchgeblättert hat, wird dieses Gadget nicht mehr aus der Hand legen. Vor allem, wenn es sich um das allerneueste Modell handelt – das „Retina Display“ schafft eine Auflösung von 960 x 640 Pixeln. Für 229 Euro könnte man sich den iPod Touch ausschließlich zwecks elektronischer Lektüre kaufen. Allerdings gibt’s noch genügend andere Gründe – schließlich kommt via Syncing-Funktion die persönliche iTunes-Bibliothek auf das Gerät, inklusive Fotos&Videos. Apropos: der neue iPod Touch hat zwei eingebaute Kameras, die via Facetime sogar Video-Telefonie ermöglichen.

sony-reader-prs-650 Sony Reader PRS-650

  • Display: 6 Zoll E-Ink-Display (Touch-Screen)
  • Unterstützte E-Book Formate: PDF, epub (DRM), etc.
  • Gewicht: 220 Gramm
  • Features: Kopfhörerbuchse, Integriertes Wörterbuch
  • Preis: 229 Euro
  • Hands-on-Bericht & Video (IFA 2010)

Noch vor einem halben Jahr war der Abstand zwischen iPad und der E-Ink-Konkurrenz gar nicht so groß. WiFi-Reader mit Touch-Screen kosteten um die 300 Euro, einen komfortablen E-Store mit deutschem Content gab’s allerdings dafür nicht. Nicht nur die Preise sind seit dem kräftig ins Rutschen gekommen, auch technisch hat sich einiges getan – vor allem bei Sony. Der neue 6-Zoll-Reader PRS 650 ist das beste E-Ink-Gerät, dass zur Zeit erhältlich ist. Sony hat eine Touch-Screen-Technologie entwickelt, die nicht auf Kosten des Kontrastes geht. Zusammen mit der neuesten Pearl-E-Ink-Technik bekommt man somit den Bedienkomfort eines Tablets und ein besonders kontraststarkes E-Ink-Display. Textfunktionen wie Umblättern, Anstreichen, Lesezeichen setzen etc. sind direkt mit dem Finger anwählbar. Als zusätzliche Features bietet das PRS 650 Audiowiedergabe und ein integriertes Wörterbuch. Für 229 Euro bekommt man also sehr viel – nur eins nicht: WiFi-Funktionalität. Macht aber eigentlich auch nichts, denn Sonys Reader Store bietet ohnehin keinen deutschen E-Books an. Lieferbar ist das Gerät in den Farben silber, schwarz & rot.

acer-lumiread-e-reader Acer LumiRead (UMTS-Version)


Der Acer LumiRead mit UMTS-Funktion ist die De-Luxe-Variante des von Libri angebotenen E-Readers. Der integrierte E-Store funktioniert somit auch außerhalb von WLAN-Hotspots, genauso natürlich der integrierte Web-Browser. Vom Äußeren her erinnert der LumiRead an das Kindle 2 – vor allem wegen der vollwertigen Qwertz-Tastatur unter dem Display. Das 250 Gramm schwere Gerät liegt dank Griffprofil auf der Rückseite gut in der Hand, Umblättern ist für Rechts- wie Linkshänder dank Tasten an beiden Seiten äußerst bequem. Ähnlich wie das Kindle hat der LumiRead externe Lautsprecher und zusätzlich auf der Rückseite einen Lautstärkeregler. Der Kontrast des E-Ink-Displays liegt irgendwo zwischen dem Oyo und dem Kindle 3. Als besonderes Feature bringt der LumiRead einen Barcode-Scanner mit – so lassen sich die ISBN-Strichcodes von Büchern einlesen und ggf. die E-Book-Versionen online bestellen. Für 229 Euro bekommt man ein solides Gerät mit gutem Kontrast und hat zudem überall den direkten Draht zum deutschsprachigen Content.

testurteil-acer-lumiread-wifi1

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