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Wunderblock für Kreative: Noteslate ist (wieder) da, & macht die Handschrift zum User Interface

13 Okt 2015

noteslate-shiro-handschrift-tabletErleben wir gerade die Rückkehr von Papier und Bleistift in digitaler Gestalt? Schon das kürzlich gelaunchte iPad Pro mit seinem Stylus war ein Appell an Kreative, das weiße Blatt durch das Touch-Screen zu ersetzen. Nun gibt’s plötzlich Neuigkeiten von einem lange totgesagten Projekt: das Noteslate ist wieder da – ein E-Reader-ähnliches Schreib- und Zeichen-Tablet, das komplett per Eingabestift & monochromen, drucksensitiven Touch-Screen bedient wird.

Noteslate SHIRO kann vorbestellt werden

Ursprünglich hatten die in Tschechien beheimateten Projekt-Starter mal den Sommer 2011 für die erste Gerätegeneration anvisiert (E-Book-News berichtete), daraus wurde aber nichts. Doch seit letzter Woche kann nun tatsächlich eine 6.8-Zoll-Version namens Noteslate SHIRO zum Preis von 199 Euro vorbestellt werden, die angeblich ab Februar 2016 ausgeliefert wird. Mit dem Noteslate HERO sowie dem Noteslate LITE wurden zugleich für das nächste Jahr eine 13- sowie 10-Zoll-Variante angekündigt.

noteslate-demo-bilder

Menüs lassen sich grafisch selbst gestalten

Kommt das Noteslate tatsächlich, gäbe es damit eine völlig neue Geräteklasse. Die Benutzeroberfläche setzt zu 100 Prozent auf Handschrift, die Menüs lassen sich grafisch komplett selbst gestalten. Die Macher selbst bezeichnen das auf E-Paper-Technologie plus Backlight basierende Gadget als „first true interactive paper replacement“. Wobei man nicht unbedingt mit einer leeren Seite beginnt: auch auf den „Seiten“ von E-Books kann man mit dem Eingabestift herumkritzeln und Notizen machen.

Noteslate-Apps für iOS und Android geplant

Das klingt nach einem echten Wunderblock für Kreative, zumal viele Funktionen via WLAN dann auch noch vernetzt stattfinden sollen. Dank geplanter Noteslate-Apps für iOS und Android wird das weltweite handschriftliche Web zudem auf konventionelle Tablets und Smartphones ausgedehnt. Besonders gespannt sein darf man wohl darauf, wie die Noteslate-Technologie auf dem stark grafisch bzw. handschriftlich geprägten asiatischen Markt ankommt – nicht zufällig hat ja auch das Fax-Gerät dort seinen Siegeszug begonnen.