Wo ist Walter? Da! Suchroboter löst Wimmelbuch-Klassiker schneller als die meisten Fünfjährigen

walter-findenSchwarze Brille, rotweiß gestreifter Pullover, rotweiße Pudelmütze: das ist Walter, alias Waldo, Charlie, Willy oder Holger. Doch wo ist Walter? Genau darum geht’s in Martin Handfords Wimmelbuchklassiker, der bereits in zahlreiche Sprachen übersetzt wurde.

Doch nicht nur Kinderaugen machen sich auf die Suche nach Walter — mit „There’s Waldo“ gibt es jetzt auch einen kleinen Roboter mit Kamera und schwenkbarem Zeigefinger, der darauf trainiert wurde, die gesuchte Figur zu erkennen und darauf zu zeigen. Gebaut hat den Low-Cost-KI-Spielverderber die in Nashville/USA beheimatete Kreativagentur Redpepper. Nachdem die Gesichtserkennungs-Software einen Datensatz von ca. hundert via Google-Bildersuche beschafften Walter-Bildern trainiert wurde, braucht das Gerät im Durchschnitt gerade mal 4,45 Sekunden, um eine Bilderbuchseite erfolgreich zu durchsuchen.

Damit sei Walter schneller als die meisten Fünfjährigen, so die Macher des Suchroboters, der vor allem aus einem Raspberry Pi als Gehirn und einen mit Kamera ausgestatteten Gelenkarm von UFactory besteht. Die Herausfilterung der Gesichter basiert auf Open-Source-Software, die individuelle Analyse auf Googles Cloud-Dienst AutoML.

(via The Verge)

Veröffentlicht von

Ansgar Warner

Ansgar Warner arbeitet als freier Autor im Medienbüro Mitte (Berlin). Neben diversen Brotarbeiten für Presse & Rundfunk bloggt er hier rund um's Thema Elektronisches Lesen. Die spannende (Vor-)Geschichte der elektronischen Bücher erzählt Ansgar in "Vom Buch zum Byte". Praktische Infos für Autoren, Verleger & alle E-Reading-Interessierten vermittelt das "e-book & e-reader abc".