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„Yo, nennt mich Ishm@el!“: Wie Smartphones den Plot berühmter Bücher verändern würden

3 Aug 2015

yo-call-me-ishmaelHat die technologische Entwicklung einen Einfluss auf die Literatur? Strukturell sicherlich, da muss man sich bloß mal Phänomene wie Facebook-Novel, Twitteratur oder den klassischen Handy-Roman anschauen. Immer öfter wird ja auch direkt auf mobilem digitalem Schreibzeug getextet. Apropos: könnten Smartphones neben der Sprache eigentlich auch den Inhalt einer Geschichte verändern? Immerhin hat ja fast jeder schon ein iPhone oder ähnliches in der Tasche. Das dürfte dann auch für Romanhelden gelten, und zwar rückwirkend, hat sich Katherine Brooks überlegt. Heraus kam dabei ein großartiger Artikel für die Huffington Post: „How Cellphones Would Change the Plots of Famous Books“ – „Wie mobile Telefone den Plot berühmter Bücher verändern würden“.

Kostprobe gefällig!?

Zum Thema Shakespeare/Romeo & Julia:

Mobiltelefone machen es verdammt schwer, sich noch an eine Zeit zu erinnern, als man noch nicht stante pede kommunizieren konnte, dass man sofort etwas bestimmtes braucht oder gerade eine tolle Idee hatte. Heutzutage würde Julia an Romeo texten: „Romeo, fake jetzt meinen eigenen Selbstmord, BGWD“, und Romeo so: „K“.

Zum Thema Melville/Moby Dick:

„Yo, nennt mich Ish@el!“ textet unser Erzähler am Beginn des Buches überschwänglich an Kapitän Ahab. Die beiden treffen aufeinander vermittelt durch eine crowdgesourcede Walfänger-Website“.

usw., mehr über Romeo & Julia, Moby Dick, aber z.B. auch den Grafen von Montechristo (Twitter-Leaks) bis hin zu Anna Karenina (Group Chat) via Huffington Post.

(via Teleread.com)

Abb.: Bram.Koster (cc-by-2.0)