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Wexler Flex One: IFA-Premiere für biegsames E-Ink-Display


Flexibel, hochauflösend und leicht, so könnte die Zukunft des E-Readers aussehen – mit dem auf der IFA 2012 vorgestellten Wexler Flex One ist diese Kombination zum ersten mal greifbar geworden. Der Reader des russischen Herstellers Wexler wiegt nicht nur lediglich sensationelle 110 Gramm und bietet E-Ink mit XGA-Auflösung (1024×768 Pixel), das gesamte Gerät lässt sich biegen. Denn in dem Chassis aus gummiartigem Grilamid wurde erstmals die flexible Display-Technologie von LG verbaut. Ähnlich wie ein dünnes Taschenbuch passt sich der im oberen Teil nur 4mm schmale Reader somit seiner Umgebung an, wenn man ihn in der Jackentasche oder einer Umhängetasche transportiert.

Endlich ein Reader mit bruchfestem Display

Anders als bei normalen Displays, die mit Glas abgedeckt werden, besteht beim Wexler Flex One zudem auch keine Bruchgefahr, selbst eine Fallhöhe von ein bis zwei Metern kann dem Gadget nichts anhaben. Die Akkulaufzeit beträgt laut Hersteller zwei Wochen. Nicht von schlechten Eltern ist zudem die Speicher-Ausstattung: mit 8 Gigabyte ist das virtuelle Bücherregal des Readers doppelt so lang wie bei der Konkurrenz von Amazon bis Sony, zusätzlich kann man es durch externe Speicherkarten erweitern. Gesteuert wird der Reader über Richtungstasten sowie Home-Button. Die Leseansicht lässt sich durch die Auswahl von Fontgröße, Fontart, Zeilenabstand sowie Randbreite den persönlichen Bedürfnissen anpassen.

Basisversion ohne WiFi und Touch-Screen

Ansonsten ist das Basismodell des Wexler Flex allerdings eher spartanisch ausgestattet – es gibt kein WLAN und kein Touch-Screen, auf Audio-Funktionen muss man ebenfalls verzichten. Außerdem braucht man mangels Lademöglichkeit via Mikro-USB-Port ein extra Ladekabel (zum Glück im Lieferumfang enthalten). Lesen lassen sich mit dem Wexler Flex die üblichen Dateiformate epub, PDF sowie doc, html und txt. Die aktuelle Firmware unterstützt bisher aber offenbar kein Adobe DRM. Lieferbar ist der biegsame Reader in sieben verschiedenen Farben. In den Handel gelangen wird der Wexler Flex One hierzulande wohl zu einem Preis um 200 Euro, sobald sich ein deutscher Vertriebspartner findet.

Abb.: wexler.global.com

Veröffentlicht von

Ansgar Warner

Ansgar Warner arbeitet als freier Autor im Medienbüro Mitte (Berlin). Neben diversen Brotarbeiten für Presse & Rundfunk bloggt er hier rund um's Thema Elektronisches Lesen. Die spannende (Vor-)Geschichte der elektronischen Bücher erzählt Ansgar in "Vom Buch zum Byte". Praktische Infos für Autoren, Verleger & alle E-Reading-Interessierten vermittelt das "e-book & e-reader abc".