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„Was zählt ist die Professionalität“: Phantastik-Autoren-Netzwerk nimmt jetzt auch Self-Publisher auf

27 Apr 2017

pan-nimmt-selfpublisher-aufWann ist man wirklich Autor? Viele Schriftsteller- und Autorenverbände haben es sich früher einfach gemacht: wer einen Verlagsvertrag in der Tasche hatte, schien des Beitritts würdig. Doch das kommt — zum Glück — dank Indie-Boom aus der Mode. Jüngstes Beispiel dafür ist das „Phantastik-Autoren-Netzwerk“ (PAN) – nach einer Satzungsänderung können jetzt auch Selfpublishing-Autoren die Mitgliedschaft in dem seit 2015 bestehenden Verband beantragen.

Verlagsvertrag ist keine Pflicht mehr

Bisher musste man laut Satzung „mindestens eine eigenständige Veröffentlichung eines phantastischen fiktionalen Werks bei einem Verlag vorweisen“, explizit nicht akzeptiert waren „Eigenverlag“, „Self-Publishing“ sowie „Druckkostenzuschussverlag“. In Zukunft ist es nun egal, was im Impressum steht. Nicht aber, wie die Bücher der AutorInnen insgesamt beschaffen sind – der PAN schaut jetzt genauer hin.

Fehlerrate, Covergestaltung etc. als Kritieren

„Bereits bei der Gründung haben wir uns Gedanken gemacht, wie wir Selfpublishern den Zugang zu unserem Verein ermöglichen können, ohne eine Qualitätskontrolle durchzuführen“, berichtet PAN-Vorstandsvorsitzende Diana Menschig. „Trotzdem ist uns bei Verlags- wie unabhängig publizierenden Autoren die Professionalität wichtig.“ Deswegen wird der Verband die Bewerbungen vorab checken – Menschig zufolge anhand von „weichen Gesichtspunkten“ wie etwa Fehlerrate, Covergestaltung und Verfügbarkeit für die Leser.

Nachwuchsautoren im Blickfeld

„Besonders wichtig war es uns, Kriterien zu finden, mit denen wir Verlagsautoren und Selfpublisher gleich behandeln“, so Lena Falkenhagen, neu gewählte 2. Vorsitzende des PAN. Ebenfalls neu in den PAN-Regularien ist eine zeitlich befristete Kategorie „Nachwuchsautoren“ für all diejenigen, die eine Veröffentlichung anstreben. „Unser Wunsch ist ein Mentoring-Programm, damit Neulinge die Unterstützung unserer Profis erhalten“, ergänzt Diana Menschig.