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Vorne LED, hinten E-Ink: Yotaphone in Deutschland lieferbar

12 Dez 2013 0 Kommentare

Das Yotaphone ist da – seit Anfang Dezember ist das Dual-Screen-Smartphone mit zusätzlichem E-Ink-Display auch in Deutschland lieferbar (Update: die erste Charge ist offenbar schon ausverkauft, in Kürze sollen aber wieder Vorbestellungen möglich sein). Ganz billig wird der Spaß aber nicht: 449 Euro kostet das Gadget made in Russia, entwickelt vom Netzbetreiber Yota in Zusammenarbeit mit E-Ink Corp. Auf der deutschsprachigen Version der Yotaphone-Website gibt’s eine interaktive Präsentation – und eine Auflistung der Vorteile des medialen Zwitters, ganz vorne steht dabei nicht zufällig: „Lesekomfort“. Dazu kommt ein weiterer Vorteil: die E-Ink-Seite ist immer aktiv. Status-Updates oder News lassen sich also auch im „Stand By“-Modus ablesen, während das normale LED-Screen auf der anderen Seite abgeschaltet ist.

Ganz so komfortabel wie ein aktueller Touch-Sreen-Reader ist die E-Ink-Seite allerdings nicht: bedient wird sie mit einem speziellen Sensorfeld unterhalb des Displays, die meisten Daten werden jedoch ohnehin nur statisch dargestellt, außerdem ist die Auflösung mit 360 mal 640 Pixeln nicht gerade sehr groß. Auch ärgerlich: Während sich die mitgelieferte E-Reading-App auf dem E-Ink-Screen nutzen lässt, gilt das für externe Apps wie etwa die Kindle-App nicht. Wie erste Tests gezeigt haben, scheint das grundsätzlich stromsparende E-Ink-Screen die Akkulaufzeit im Vergleich zu normalen Smartphones auch nicht maßgeblich zu verlängern, mehr als ein Tag Dauerbetrieb ist nicht drin.

Ohnehin sind Dual-Screen-Geräte nur ein temporärer Kompromiss, solange es noch keine echte Alternative zwischen Farb-LED und schwarz-weißem E-Ink gibt. Auf manche etwas günstigere Alternativen zum Yotaphone muss man vielleicht auch gar nicht mehr so lange warten: so hat etwa Onyxals „One-Screen-Lösung“ Android-Smartphones und Tablets angekündigt, die ein hochauflösendes, voll funktionsfähiges E-Ink-Touchscreen besitzen. Noch preiswerter dürften smarte E-Ink-Cover für Mobiltelefone sein, die u.a. auch vom E-Reader-Hersteller Pocketbook („CoverReader“) angekündigt worden sind.

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