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Vorfahrt für iBooks: E-Book-Apps für iPad & iPhone bald vor dem Aus?

25 Jan 2011

apple-in-app-shopping-e-book-appsApple nutzt seine Gatekeeper-Funktion auf iPad & iPhone immer stärker aus – das bekommen nun auch Anbieter von E-Book-Apps zu spüren. Bisher gab es eine Alternative zum sogenannten In-App-Shopping, bei dem 30 Prozent des Umsatzes an Apple fließen – Anbieter wie Amazon oder Barnes&Noble konnten Käufer auf ihre Website weiterleiten. Ganz ähnlich lief es auch für die Zeitungsleser, die ein Digi-Abo kaufen wollten. Das war für die Nutzer zwar nicht so attraktiv wie In-App-Shopping, dafür musste keine Provision an Apple gezahlt werden. Doch damit ist wohl bald Schluss…

Von iTunes lernen heißt siegen lernen

Apple, so scheint es, macht keine halben Sachen. Kaum zehn Jahre nach dem Start von iPod plus iTunes beherrscht das Unternehmen zwei Drittel des digitalen Musikmarktes der USA. Mit der Kombination von iPad plus iBooks versucht Apple nun, den Markt für E-Books aufzurollen. Als das Unternehmen Mitte 2010 parallel zur Tablet-Premiere mit iBooks seine eigene E-Buchhandlung an den Start brachte, erwarteten viele Branchen-Insider schon das sofortige Ende unabhängiger E-Book-Apps. Zunächst einmal passierte allerdings genau das Gegenteil: mit Kindle-App, B&N-App und Kobo-App war plötzlich die gesamte Konkurrenz auf dem iPad präsent. Auch in Deutschland gibt es mit iPad-Apps wie etwa textunes gut gemachte Alternativen zu iBooks.

Ab 1.Juli 2011 gibt’s nur noch In-App-Shopping

Viele dieser Apps leiten den Kunden zum Kaufen von E-Books ganz einfach auf ihre Website um – doch diese Lücke im System wird nun sich schließen: Im Herbst 2010 wurde den Geschäftspartnern angekündigt, man werde neue Apps nur noch zulassen, wenn sie sich komplett auf In-App-Shopping beschränken. Für bereits existierende Anwendungen gibt es eine Übergangsfrist: “To ensure your app remains on the App Store, please submit an update that uses the In App Purchase API for purchasing content, by June 30, 2011″, teilte Apple den Anbietern mit. Mit anderen Worten: ab 1. Juli muss die Konkurrenz 30 Prozent ihrer In-App-Umsätze mit Apple teilen, oder ganz auf die Nutzung des App Stores verzichten. Vielleicht ja zugunsten des frei zugänglichen Android-Marketplace – denn mit einer wachsenden Zahl von Android-Tablets & Smartphones dürfte für Content-Anbieter auch die Attraktivität des mobilen Google-Betriebssystems zunehmen.

(via teleread.org & mondaynote)