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Von Google Earth zu Google Moon: Elektronischer Mond-Globus startet

21 Jul 2009

google-moon-elektronischer-mond-globus_bild_pixelio_dieterPünktlich zum 40. Jahrestag der ersten Mondlandung bekommt der elektronische Globus von Google Konkurrenz: bei Google Earth ist der Mond aufgegangen. Wer die aktuelle Version Google Earth 5.0 auf seinem Rechner installiert hat, kann nun neben Erde und Mars im „Planetenmenü“ auch den Erdtrabanten wählen und einen virtuellen Mondspaziergang unternehmen.

Rote Fähnchen kennzeichen russische Mondsonden, Stars&Stripes die amerikanischen Missionen

Die Ansicht ist zusammengesetzt aus aktuellen und historischen Aufnahmen (u.a. von Apollo 11), bietet die gewohnten Panorama-Blicke und Kamerafahrten sowie natürlich zahlreiche Zahlen, Daten und Fakten. Besonders interessant sind die „menschlichen Artefakte“: Rote Fähnchen kennzeichnen die russischen Lunar-Sonden, Stars&Stripes die amerikanischen Surveyor, Ranger- und Apollo-Missionen. Wer etwas genauer hinsieht, entdeckt auch die Markierungen für japanische, chinesische, indische und europäische Projekte. An ausgewählten Orten lassen sich zudem neben fotografischen Close-Ups sogar Video-Clips mit 3-D-Geländeaufnahmen der japanischen Mondsonde Selene anschauen.

Der Mond-Globus ist teilweise auch ein echter Mond-Atlas

Der Mond-Globus ist übrigens teilweise auch ein Mond-Atlas. Neben der fotografischen Ansicht gibt es eine bunte Kartenansicht: für die amerikanischen Appollo-Missionen wurden nämlich seit den 60er Jahren zahlreiche Mondregionen von der NASA kartographisch erfasst. Insgesamt ist Googles dreidimensionale Mondfahrt sehr informativ und bietet eine gute Ergänzung des bisherigen Angebots — eine flache Ansicht gab es ja bei Google Maps schon seit einigen Jahren. Doch bei allem technischen Brimborium: Zumindest was die Mondvorderseite betrifft, ist schon der Blick durch ein normales Teleskop weitaus beeindruckender.

Bild: Pixelio/Dieter