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Vom E-Book zum Printbuch – 10 Tipps für Buchblock- & Cover-Gestaltung

printbuch“Sieht irgendwie self-published aus!”. Ja, es stimmt schon: Man soll ein Buch nie alleine nach seinem Cover oder Layout beurteilen. Doch ein professionelles Design ist für das Marketing unabdingbar, möchte man von Lesern und auch Buchhändlern dauerhaft ernst genommen werden. Der neue Autoren-Service von ebooknews press möchte Indie-AutorInnen deswegen dabei unterstützen, neben elektronischen Büchern (für die E-Book-Produktion empfehlen wir unseren Kooperationspartner „Mach Mir Ein E-Book„) auch gut gemachte Paperback-Versionen anzubieten, die sich für den Vertrieb über den Buchhandel mit Hilfe von deutschen Print-On-Demand-Dienstleistern eignen, und von Buchhändlern tatsächlich geordert werden. (Bis zum 31.12.2016 gilt das besonders preisgünstige Einstiegsangebot…). Worauf Indie-Autoren beim Weg vom E-Book zum Print-Buch auf jeden Fall achten sollten, zeigt unsere kleine Übersicht…


Cover:


Cover vorne:

Das Print-Cover wird nach anderen Kriterien gestaltet als das E-Book-Cover: es sollte auch im tatsächlichen Format gut aussehen, nicht nur als winziges Thumbnail oder Produktfoto im Web. Den Titel nicht zu groß setzen, aber auch nicht zu klein — Bild und Schrift in die richtige Beziehung setzen. Dabei auch auf Farbe, Schriftart und Ausrichtung achten! Es muss übrigens gar kein Bild zu sehen sein, nicht selten macht auch eine rein (typo-)grafische Lösung Sinn.

Logo/Label

Auch als Indie-Autor kann man sehr gut ein Logo oder Label nutzen, das anstelle des Verlagsnamens auf Cover, Buchrücken und Rückseite erscheint, und auf diesem und weiteren Büchern dann die Wiedererkennbarkeit verbessert. Ob ein Buch tatsächlich self-published ist, erfährt der aufmerksame Leser natürlich am Ende trotzdem, nämlich im Impressum (siehe unten).

Rückseite:

Die Cover-Rückseite kann Teaser-Text, Kritikerstimmen und eine Kurz-Bio des Autors enthalten — sie ersetzt in der Buchhandlung alle Angaben, die man auf einer Artikelseite im Webshop erwarten würde. Diese Para-Texte sollte man aber für die Buchausgabe individuell konzipieren, und nicht einfach 1:1 etwa aus den Angaben im Kindle Store übernehmen. Im unteren Bereich Coverrückseite Platz für den Barcode reservieren. Neben den Barcode kann man sehr gut Label/Editions-Namen, ISBN-Nummer etc. platzieren.

Autorenfoto nutzen

Um dem Buch bzw. dem Autor nicht nur einen Namen, sondern auch ein Gesicht zu geben, empfiehlt sich die neben der Kurz-Bio auf der Rückseite die Einfügung eines kleinen Autorenfotos.

Autoren- oder Label-URL angeben

Die URL der Autorenwebsite bzw. des Labels gehört natürlich auch unbedingt auf die Cover-Rückseite, denn dort erfahren die Leser mehr über den Autor und dessen Bücher.


Buchblock:


Vorsatzblätter:

Die Abfolge der ersten vier Seiten ist traditionell stark standardisiert, in der Regel steht auf Seite eins („Schmutztitel“) oben ein Kurztitel, die Rückseite (Seite zwei) bleibt frei, auf Seite drei folgt der Haupttitel, auf der Rückseite (S. vier) das Impressum. Auf Seite fünf beginnt der eigentliche Inhalt.

Paginierung:

Die Seitenzählung beginnt erst nach dem Impressum (Seite vier), also frühestens mit der Seitenzahl 5. Das Inhaltsverzeichnis erscheint ohne Seitenzahl, Leerseiten (z.B. am Ende von Kapiteln) ebenfalls.
Richtig paginiert ist das Buch, wenn gerade Seitenzahlen links, ungerade Seitenzahlen rechts stehen.

Impressum:

Vorsicht, Impressumpflicht! Unbedingt enthalten sein müssen Erscheinungsjahr, Verlagsname & Verlagsort bzw. Autorenname und Anschrift, sowie (falls vorhanden) ISBN-Nummer. Auch Angaben zum Copyright/zu Lizenzen verwendeter Inhalte (auch Abbildungen!) gehören ins Impressum. Das Impressum steht in der Regel vorne (Rückseite Haupttitel), kann aber auch ans Ende gesetzt werden („Kolophon“). Bei der Nutzung von Print-On-Demand-Anbietern sind zusätzlich auch deren Hinweise zur Impressum-Gestaltung zu beachten.

Typographie:

Langweilige Standardschriften (Times New Roman, Arial) sollte man besser nicht verwenden, lieber individuelle Fonts für Titelei, Überschriften sowie Fließtext auswählen. Für ein schöneres Schriftbild sorgen auch echte Anführungszeichen, echte Gedankenstriche (statt Minuszeichen) sowie echte Auslassungszeichen (statt drei einzelner Punkte).

Werbetafeln:

Wer bereits mehrere Titel produziert hat, sollte die letzten Seiten des Buches unbedingt dafür nutzen, mit Coverabbildungen, Teasertexten und Angaben zu Bestellmöglichkeiten darauf hinzuweisen — gerade auch bei Reihen & Serien ein wirksames Mittel, damit die LeserInnen am Ball bleiben. Eine kurze Leseprobe macht ebenso Sinn…

Über Ansgar Warner

Ansgar Warner arbeitet als freier Autor im Medienbüro Mitte (Berlin). Neben diversen Brotarbeiten für Presse & Rundfunk bloggt er hier rund um's Thema Elektronisches Lesen. Die spannende (Vor-)Geschichte der elektronischen Bücher erzählt Ansgar in "Vom Buch zum Byte". Praktische Infos für Autoren, Verleger & alle E-Reading-Interessierten vermittelt das "e-book & e-reader abc".