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Virtueller Papierstapel: Sonys neues E-Ink-Tablet im DIN A4-Format zielt auf Business-Kunden

11 Apr 2017 0 Kommentare

DPT-RP1_007Es ist so dick wie ein Stapel von 30 DINA4-Seiten, und hat auch etwa deren Kantenlänge. Kein Zufall: Sonys neues High-End-E-Ink-Tablet „DPT-RP1“ soll in den Büros von Anwälten, Geschäftsleuten oder Wissenschaftlern so viel Totholz wie möglich ersetzen, und zugleich den drahtlosen Workflow beim Skizziern, Redigieren und Kommentieren vereinfachen.

Dokumente mit Stylus bearbeiten

Zu diesem Zweck wurde Sonys Riesen-Gadget gegenüber dem Vorgänger nochmal kräftig aufgebrezelt – das 13-Zoll-Display hat nun 1.650 x 2.200 Pixel, was einer Pixeldichte von 206 ppi entspricht. Das Gerät mag mit 349 Gramm nicht ganz leicht in der Hand liegen, dafür bietet es aber echtes DIN A4-Format. Auf diese Weise lassen sich Office-Dokumente, Druckfahnen und Layouts aller Art komfortabel anzeigen – und mit dem zugehörigen Stylus auch bearbeiten.

Nur für ein Format: PDF

Allerdings kann man mit dem Bluetooth- und WLAN-fähigen DPT-RP1 ausschließlich PDF-Dokumente öffnen, normale E-Book-Formate werden nicht unterstützt. Bei dem anvisierten Einsatzgebiet ist das aber wohl kein Manko (auch wenn die Konkurrenz – siehe reMarkable – bei ähnlichen Hardware-Daten auch epub-Kompatibilität bietet), es ist ja auch vom Format her kein klassischer E-Reader.

High-End mit heißem Preis

Gleiches gilt wohl für den Preis von umgerechnet knapp 700 Euro, zu dem Sonys Beitrag zur konkreten Utopie des papierfreien Büros ab Juni in Japan auf den Markt kommen soll. Für die Business- und Bildungs-Kunden dürfte das locker zu stemmen sein – das große iPad Pro etwa rangiert schließlich in einer ganz ähnlichen Kategorie.

Aber irgendwie ist das Ganze auch wirklich ein Beispiel für „weird Sony“, wie The Verge schreibt. Das Unternehmen mag der Pionier schlechthin auf dem Gebiet E-Ink sein — 2004 erster E-Ink-Reader überhaupt — hat aber auf diesem Sektor nie so richtig Fuß fassen können. Ob ein Gerät für die High-End-Business-Nische in der E-Paper-Nische das ändern wird!?

(via The Verge)

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