Home » Lesen & Schreiben

Vinde den Fählär: Languagetool.org checkt Rechtschreibung, Grammatik & Stil

5 Jul 2017 3 Kommentare

beispiel-language-toolOnline-Texte sind meist schnell geschrieben, genauso schnell schleichen aber leider kleine Fehler ein. Wer auf der Suche nach einem kleinen Helferlein ist, das gleichzeitig Rechtschreibung, Grammatik und Stil überprüft, sollte sich mal die kostenlose App „LanguageTool“ anschauen. Es gibt zwar auch mächtige und teure High End-Anwendungen für Verlage, für den korrektiven Hausgebrauch von Autoren, Web-Textern oder Journalisten reicht die auf Java basierende Open-Source-App aber vollkommen aus.

An Language Tool schraubt schon seit zehn Jahren eine internationale Community von Sprach-Enthusiasten und Softwaren-Entwicklern herum, inklusive einer Version für Deutsch. Zum Testen kann man auf languagetool.org einfach einen Text per Copy & Paste ins Eingabefenster werfen. Wer auf den Geschmack gekommen ist, hat diverse Alternativen zur Auswahl: Als Plugin kann man Language Tool nicht nur im Chrome- und Firefox-Browser nutzen, sondern auch innerhalb der populären Textverarbeitung LibreOffice Writer – das lohnt sich vor allem auch wegen des sehr guten Grammatik-Checks.

Die aktuelle Version von LanguageTool prüft deutsche Texte auf die Einhaltung von mehr als 2.000 definierten Regeln, darunter etwa:
– Fehlendes Komma zwischen Haupt- und Nebensatz,
– Komma bei ‚als‘ mit Komparativ,
– Sätze ohne Verb,
– Wortverwechslungen (Mine/Miene, Saite/Seite etc.),
– Kongruenz von Nominalphrasen, z.B. ‚mein kleiner(kleines) Haus‘
– Wortwiederholung (z.B. ‚als als‘)
usw.

Beanstandete Passagen werden dabei mit drei unterschiedlichen Farben markiert: Rot für Rechtschreibung, Gelb für Grammatik, Blau für stilistische Änderungsvorschläge (z.B. wenn „wie“ anstelle von „als“ verwendet wurde). Auf Wunsch kann man auch die österreichische oder schweizerische Orthographie anwenden. Neue Regeln lassen sich im übrigen recht einfach im XML-Format formulieren.

3 Kommentare »

  • Mr. Wu schrieb:

    Der Text von Ansgar Warner strotzt selbst derart von Fehlern, dass er schlechteste Werbung für das Language Tool ist. In die Tonne!

  • Jürgen Schulze schrieb:

    Nicht schlecht. Ich kannte nur eine alte Version für OpenOffice/LibreOffice und diese ist recht schnell von meinem Radar verschwunden, da ich zum Korrigieren doch lieber die DUDEN-Software nutze.

    Habe gerade einen Text mit LibreOffice und der App korrigieren wollen. Und es wurden tatsächlich noch einige Fehler gefunden aber leider auch einige „Fehler“ falsch gefunden.

    Aber was besonders nervt ist Java. Die Korrektur erfolgt so grottenlangsam, dass man fast wieder den Text selbst lesen könnte. Leider ist das wohl nicht zu ändern.

    Außerdem hakt es noch an einigen Stellen. Bei Fehlern aus der Sparte „Klein/Groß-Schreibung“ kann es passieren, dass das Programm beim Drücken auf „Einmal Ignorieren“ einfach stehenbleibt bzw. nicht weitermacht.

    Schade. Ein guter Ansatz aber durch die Bugs nicht alternativlos.

  • Spubbles Quickies #58 | spubbles 2.0 schrieb:

    […] Natürlich kann man ein Korrektorat in Anspruch nehmen. Vielleicht hilft davor aber auch schon ein Rechtschreibungs-Tool. Die kostenlose App „LanguageTool“ überprüft Rechtschreibung, Grammatik sowie Stil und […]

Hier ist Platz für Kommentare!

Wir freuen uns auch über Trackbacks von anderen Seiten. Die Kommentare mitverfolgen kann man übrigens auch via RSS.

Ansonsten gilt: "Be nice. Keep it clean. Stay on topic. No spam."

Folgende Meta-Tags sind bei Kommentaren erlaubt:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Dieser Blog unterstützt Gravatare. Den persönlichen Gravatar für das gesamte Web gibt's auf der Gravatar-Website.

Newsletter abonnieren (1x pro Woche)