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E-Ink an die Wand: Vikaura, ein Bluetooth-Bilderrahmen

13 Jan 2015 1 Kommentar

Das Internet der Dinge hat uns skurrile Gegenstände mit unterschiedlichstem Nutzwert beschert, vom ohrwackelnden WLAN-Hasen (vgl. Nabztag) über Tweet-Minidrucker (vgl. mPrint) bis hin zum vernetzten Widget-Wecker (vgl. Chumby). Doch wie wär’s mal mit einem interaktiven Bilderrahmen aus E-Ink!? Auf Kickstarter entscheidet derzeit die Crowd mit, ob so ein Produkt demnächst an den Start geht. „Vikaura“ heißt das Projekt, benannt nach dem altindischen Wort für „Veränderung“: „we hope your Vikaura screens helps you transform the way you view, share and communicate the things that are important to you“, so das Entwickler-Team aus Pittsburgh/Pennsylvania.

Das Vikaura-Prinzip ist App-zentriert: Per Smartphone oder Tablet schickt man Bilder, Texte oder Emojis via Bluetooth in Richtung Bilderrahmen, dort werden sie dann dargestellt, wahlweise im vier, sechs oder zehn Zoll-Format. Auch Feeds, etwa mit Nachrichten oder Wetterdaten, lassen sich automatisch auf das Vikaura leiten. Außerdem können mehrere Personen Inhalte an verschiedene Bilderrahmen innerhalb eines persönlichen Netzwerkes schicken, um etwa ein Bild mit der Familie oder Freunden zu teilen.

Der Bildschirm selbst ist allerdings ziemlich „dumm“, er stellt ganz einfach Bilder dar, die man ihm zuschickt, insofern vergleichbar mit passiven Second Screens für das Smartphone auf E-Ink-Basis wie popSlate oder Inkcase. Am „Vikaura“ selbst lässt sich nicht einmal zwischen den Inhalten hin und her blättern. Dafür soll die eingebaute Batterie dank neuartiger „Low Power Technology“ mehrere Jahre lang durchhalten, so daß man das Gerät tatsächlich wie ein Bild an die Wand hängen kann (aber vorsicht mit dem Nagel).

Auf dieses Feature sind die Entwickler auch ganz besonders stolz: „Vikaura Screen is a first of a family of devices that will incorporate this technology. We expect this technology to change that way we use, interact, and maintain our electronic devices. Imagine a world without battery recharging!“, heißt es auf der Produkt-Website. Preislich rangiert Vikaura je nach Display-Format zwischen 100 und 200 Dollar, kostet also ungefähr so viel oder sogar etwas mehr als ein E-Reader.

Bevor man sich entscheidet, so viel Geld auszugeben, sollte man aber vielleicht noch einen Blick auf Nabaztag werfen, zuletzt unter dem Namen „Karotz“ vermarktet: Mitte Februar 2015 wird der plappernde Webhase das Ohrwackeln einstellen und überhaupt endgültig verstummen, denn der der derzeitige Betreiber Mindscape stellt den Hintergrund-Service ein: „Your rabbit will remain by your side, but with no activities.“

(via The Digital Reader)

Ein Kommentar »

  • Peter Pan schrieb:

    Gute Idee. Technisch längst machbar. Für mich aber zu klein und zu teuer.