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Vier E-Reader und ein Tablet: Pocketbook stellt auf der IFA neue Modellreihe vor

3 Sep 2010

pocketbook-e-reader-ifa-berlin-602-603-902-903-iqVier E-Reader und ein Tablet: Pocketbook International hat heute auf der IFA insgesamt 5 neue Modelle vorgestellt. Ob E-Ink oder TFT-Bildschirm – Standard ist bei Pocketbook ab jetzt nicht nur G-Sensor und Text-to-Speech, sondern auch die drahtlose Verbindung zum E-Store. Die Einsteigermodelle PocketbookPro 602 und 902 kommen mit 6 bzw. 9-Zoll-Display und WiFi, die Premium-Modelle 603 sowie 903 bieten zusätzlich Touch-Screen und UMTS. Nicht nur elektronisches Lesen, sondern Multimedia verspricht das Android-basierte IQ-Tablet mit 7-Zoll-Display.

Pocketbook will die E-Reader auch in Buchhandlungen verkaufen

Pocketbook geht weiter in die Offensive. Mit der neuen E-Reader- und Tablet-Modellreihe strebt das Unternehmen für 2011 einen deutschen Marktanteil von 25 Prozent an (bisher: ein Prozent). Bei der Hardware setzt Pocketbook dabei auf die Zusammenarbeit mit dem taiwanesischen Zulieferer FoxConn, wo auch große Player wie Amazon oder Apple fertigen lassen. Tatsächlich konnte das ursprünglich in der Ukraine beheimatete Unternehmen bereits viele Leser weltweit von seinem Konzept überzeugen – solide Geräte mit selbst entwickelter Software auf Linux-Basis. Dazu kommt ein eigener E-Store namens Bookland.net, der bis Ende des Jahres auch mit kommerziellen deutschen E-Book-Titeln gefüllt werden soll. „Wir führen zurzeit intensive Gespräche mit allen deutschsprachigen E-Book-Anbietern und werden zum Verkaufsstart weiteren deutschen Content zur Verfügung stellen“, so Anatoli Loucher, Deutschland-Chef von PocketBook. Die neuen Pocketbook-Modelle sollen ab November nicht nur in vielen Online-Shops (Amazon, libri.de etc.) verkauft werden, sondern auch in Buchhandlungen. Die endgültigen Verkaufpreise werden auf der Frankfurter Buchmesse bekanntgegeben.

Deutschsprachige Text-to-Speech-Funktion in unerhörter Qualität

Besonderen Eindruck machten bei der IFA-Premiere zahlreiche neue Features, die in Deutschland bisher kein anderes Lesegerät bieten kann. So lässt sich etwa der Desktop der E-Reader mit verschiedenen Widgets füllen, die zuzsätzliche Funktionen wie etwa eine Uhr oder einen Kalender bieten. Technisch ausgereift schien auch die von SVOX beigesteuerte Text-to-Speech-Funktion, die standardmässig auf allen neuen Readern installiert sein wird. Die synthetische Stimme klang bei der Vorführung bei Satzmelodie und Aussprache mindestens so gut wie auf dem Amazon Kindle – und sprach sogar akzentfrei deutsch. Insgesamt sind vier „Native Speakers“ vorinstalliert. Erleichtert wird das Lesen fremdsprachiger Lektüre auf Pocketbooks E-Readern ab jetzt auch durch vorinstallierte Wörterbücher. Auf dem per Stylus bedienten Display des PocketbookPro 603 bzw. 903 kann man einzelne Wörter direkt anwählen und im Dictionary nachschlagen, dessen Einträge eingeblendet werden. Die Auflösung der E-Ink-Displays wurde zudem deutlich verbessert – bei 6 Zoll beträgt sie jetzt 600x800 Pixel statt zuvor 640x480, bei der 9-Zoll-Version beträgt sie 1200x825 Pixel. Während die E-Ink-Geräte auch weiterhin auf Linux-Basis laufen, ist das neue 7-Zoll-Tablet PocketBook IQ ein Android-Gerät.