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Verlag, kein Verlag, oder Crossover? Neue Marketing-Kooperation will Kräfte von Indie-Autoren bündeln

28 Mai 2018

crossover-projektImmer mal wieder gibt es Initiativen, um Self-Publisher zu vernetzen, nicht nur als Verband, sondern auch als Community, die Dinge wie Lektorat oder Promotion organisiert. Auf diese Weise sollen die Benachteiligung der solitären Autoren gegenüber einem klassischen Verlag vermindert werden — ohne den Vorteil der Unabhängigkeit aufzugeben. Mit seinem Konzept „Crossover Books“ will der österreichische Autor & Software-Entwickler Martin Danesch nun noch mehr Kompetenzen bündeln – mindestens 100 Self-Publisher sollen sich deutschlandweit zusammenschließen, um künftig unter einem gemeinsamen Label aufzutreten. Dafür sollen 10 Prozent der Tantiemen aufgewendet werden, und auch hauptamtliche Marketingmitarbeiter eingestellt werden.

Den Löwenanteil der Marketing-Arbeit würden aber auch weiterhin die Autoren selbst übernehmen — und etwa Kontakt zu lokalen Buchhändlern suchen, um das Programm von Crossover Books vorzustellen. Neben einem internen Forum zwecks Vernetzung ist auch eine öffentliche Online-Präsenz geplant, quasi die Entsprechung einer Verlags-Website mit Titel-Listen und Autorenprofilen.

Die internen Mechanismen sind dann allerdings sehr verlagsähnlich aufgebaut, wenn auch von der Community organisiert: so kann ein Buch nur mit Crossover Logo auf dem Cover erscheinen, wenn es gute Bewertungen von 7 zufällig ausgewählten KollegInnen erhält. Crossover Books soll zudem selbst als Verlag tätig sein, eigene ISBNs verteilen und Druckaufträge z.B. an die Partner-Druckerei Nova MD vergeben, Mindestauflage 100 Exemplare vergeben, Mindestauflage 100 Exemplare.

Spätestens an dieser Stelle dürften manche Indie-Autoren gedanklich schnell wieder aussteigen, für andere wiederum könnte das Konzept durchaus von Interesse sein — bei crossoverbooks.eu gibt es ausführliche FAQs und weitere Infos.

(via selfpublisherbibel.de)