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US-Buchmarkt lag 2017 leicht im Plus, E-Book-Verlagsware schwächelt, Self-Publishing boomt

14 Mai 2018

aap-stathot2017Ist die Talsohle auf dem US-Buchmarkt überschritten? Die aktuellen StatShot-Zahlen der Association of American Booksellers (AAP) könnten darauf hindeuten — demnach steigerten die US-Verlage im vergangenen Jahr ihre Unsätze um 1,3 Prozent auf nunmehr 7,6 Mrd. Dollar. Ein Plus im „Erwachsenensegment“ stand dabei allerdings ein Minus bei Kinder- und Jugendbüchern entgegen.

Besonders spannend sind natürlich wie immer die Zahlen zu elektronischen Publikationen, sprich Audio-Books und E-Books. Hier setzt sich ein zweischneidiger Trend fort: Digitale Hörbücher als Verlagsware boomten jenseits des Atlantiks auch im Jahr 2017, mit 29,5 Prozent Plus wurde erstmals die 300 Millonen-Dollar-Marke überschritten.

Bei E-Books wurden die Verlage dagegen erneut von Amazons Self-Publishing und Eigenverlags-Titeln abgehängt: es gab ein Minus von 4,7 Prozent, doch immerhin bleiben die E-Book-Umsätze knapp über der Schwelle von 1 Milliarde Dollar. Zum Vergleich: Mit Print-Büchern erzielten die traditionellen Verlage 5,8 Milliarden Dollar.

Der E-Book-Markt insgesamt hat aber wohl auch 2017 deutlich im Plus gelegen, denn schließlich ist jedes zweite verkaufte E-Book ein Self-Publishing-Titel, und die meisten davon werden im Kindle Store verkauft — ohne dass die offiziellen Erbsenzähler der AAP die genauen Zahlen kennen. Auch daran hat sich 2017 nichts geändert: Amazon genießt den Erfolg, analysiert die Daten, optimiert die Prozesse, und schweigt.

(via boersenblatt.net)