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“txtr” vs. Kindle: Neuer E-Book-Reader aus Berlin

10 Feb 2009

Der Name klingt wie ein Lautgedicht von Ernst Jandl: “txtr”! Doch dahinter verbirgt sich kein Nonsens, sondern ein veritabler E-Book-Reader, den das gleichnamige Berliner Start-up am 24. Januar für diesen Sommer angekündigt hat (Nachtrag: jetzt ist Sommer 2008, mittlerweile ist die Rede von einer Einführung im Oktober). Die Eckdaten klingen gar nicht mal so schlecht. Txtr bietet ein 6 Zoll großes Monochrom-Display von E-Ink, das mit 600 mal 800 Bildpunkten und 16 Graustufen auch bei direkter Sonneneinstrahlung problemlos ablesbar sein soll, 1 Gigabyte Flash-Speicher, und vor allen Dingen: W-Lan-Fähigkeit. Denn die beiden Gründer Andreas Steinhauser and Frank Rieger haben offenbar einen medialen Präventivschlag gegen Amazon’s Kindle vor: parallel zum Reader geht eine Download-Plattform ans Netz, von der aus man nicht nur virtuelle Schmöker “renommierter deutscher Verlage” erwerben kann, sondern auch auf Gratis-E-Books Zugriff hat. Ausserdem setzen die Kindle-Herausforderer auf volle -Fähigkeit: man kann gemeinsam mit Freunden auf Texte und Dokumente zugreifen, kommentieren und bewerten sowie Internetseiten aufrufen können. Die deutschen Leser könnten also in ein paar Monaten direkt aus der Gutenberg-Galaxis mitten in das drahtlose Zeitalter katapultiert werden…doch erstmal haben im März auf der Leipziger Buchmesse Sony und Amazon das Wort.