Service von A bis Z: Random House & BoD starten „Self-Publishing-Verlag“ TWENTYSIX

twentysix-der-self-publishing-verlagSelf-Publishing für „ambitionierte“ Autoren will das neue Portal TWENTYSIX bieten, eine Kooperation der Verlagsgruppe Random House und Books on Demand (BoD). Ein cleverer Deal, denn mit der Gründung des „Selfpublishing-Verlags“ bündeln der Verlagsriese und Deutschlands führender Self-Publishing-Dienstleister ihre Kräfte: während BoD Technik und Logistik beisteuert, lockt die Promotion-Maschine von Random House als besonderes Incentive für vielversprechende Indie-Talente.

Lektoren auf Talent-Suche

„TWENTYSIX-Autoren haben die Chance, von Verlagen der Verlagsgruppe Random House entdeckt zu werden“, verspricht die aktuelle Pressemitteilung – Lektoren würden „Neuerscheinungen prüfen“, um „potenzielle neue Autoren zu entdecken“. Auch für das obere Mittelfeld kann sich die Veröffentlichung via TWENTYSIX lohnen, denn vielversprechende Self-Publisher können von einer Jury aus Lektoren und Marketing-Experten beider Partner für „exklusive Verlagsservices“ nominiert werden. Solche kostenlosen Angebote können „Autoren-Coachings, die Produktion von Buchtrailern oder weitere Werbemaßnahmen umfassen“.

Zwischen Verlag & Self-Publishing

Mit solchen Talentscout- und Qualitätsfilterelementen bewegt sich TWENTYSIX ähnlich wie das Droemer/Knaur-Startup neobooks oder Amazon Publishing ganz bewusst in der Grauzone zwischen traditionellem Verlag und neuen, unabhängigen Formen des Publizierens: „Twentysix ist das ideale Angebot für Autoren, die sich auch im Self-Publishing eine Anbindung an einen Verlag wünschen“, umschreibt BoD-Geschäftsführer Gerd Robertz die erhoffte Zielgruppe.

Angebot ähnelt dem von BoD

Mit „26|Basic“ (E-Book-only, Null Euro), „26|Plus“ (39 Euro) und „26|Premium“ (199 Euro) stehen Autoren bei TWENTYSIX drei Angebote zur Auswahl, um ihr Buch als E-Book und in gedruckter Form zu veröffentlichen – wobei der Leistungsumfang größtenteils den bisherigen BoD-Paketen gleicht, die von BoD E-Book (Null Euro) über BoD Classic (19 Euro) bis zu BoD Comfort (249 Euro) reichen. Nicht mit enthalten ist beim alten BoD-Modell aber das Coverdesign, das man bisher für 99 Euro hinzubuchen musste, auch ist TWENTYSIX spendabler bei gedruckten Freiexemplaren.

Veröffentlicht von

Ansgar Warner

Ansgar Warner arbeitet als freier Autor im Medienbüro Mitte (Berlin). Neben diversen Brotarbeiten für Presse & Rundfunk bloggt er hier rund um's Thema Elektronisches Lesen. Die spannende (Vor-)Geschichte der elektronischen Bücher erzählt Ansgar in "Vom Buch zum Byte". Praktische Infos für Autoren, Verleger & alle E-Reading-Interessierten vermittelt das "e-book & e-reader abc".