Trump-Bump 2.0: New York Times hat jetzt 5 Mio. Abonnenten, überwiegend Digital-Only

Während die deutsche Zeitungsbranche auf eine Trendwende bis zum Jahr 2025 hofft, haben große, international aufgestellte Blätter wie die New York Times die Zeitungskrise längst hinter sich gelassen — auch dank Trump: schon zu Beginn von dessen aktueller Amtszeit stieg das Interesse nach unabhäniger Berichterstattung rapide an (der sogenannte „Trump-Bump“ bei den Abo-Zahlen), das Impeachment-Verfahren gab einen neuen Schub.

Inzwischen durchbrach die NYT die Schallmauer von fünf Millionen Abonnenten, darunter 3,5 Millionen Digital-Only-Subskribenten. „With impeachment proceedings underway and the 2020 presidential campaign heating up in the quarter, digital-only news subscriptions grew by 30 percent in the last three months of 2019 compared with the year before“, meldete NYT jetzt in eigener Sache.

Die Anzeigeneinnahmen dagegen bröckelten, dort wurde im letzten Quartal im Jahresvergleich ein Minus von zehn Prozent eingefahren. Dafür stiegen die Digital-Einnahmen durch den Abo-Verkauf auf mehr als 400 Millionen Dollar, deutlich früher als eigentlich erwartet. Eigentlich war auch das Ziel fünf Millionen Abonnenten erst für Ende 2020 angepeilt. Das nächste Etappenziel lautet nun: zehn Millionen Abonnenten bis 2025. Mit Hilfe von Trumps wohl kaum mehr abzuwendender zweiter Amtszeit (würg!) dürfte das wohl gelingen…

Über Ansgar Warner

Ansgar Warner arbeitet als freier Autor im Medienbüro Mitte (Berlin). Neben diversen Brotarbeiten für Presse & Rundfunk bloggt er hier rund um's Thema Elektronisches Lesen. Die spannende (Vor-)Geschichte der elektronischen Bücher erzählt Ansgar in "Vom Buch zum Byte". Praktische Infos für Autoren, Verleger & alle E-Reading-Interessierten vermittelt das "e-book & e-reader abc".