Touch-Screen bei Sony jetzt Standard: IFA-Premiere für neue E-Reader-Modelle

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Sony setzt neue Standards beim elektronischen Lesen – sowohl Reader Pocket Edition wie auch Reader Touch Edition gibt’s ab jetzt standardmäßig mit Touch-Screen und kontrastreichem Pearl-E-Ink. Die auf der IFA vorgestellten Modelle PRS 350 und PRS 650 punkten mit Bedienkomfort: umgeblättert wird ab jetzt per „Fingerwisch“. Verkaufsstart ist Oktober -- die fünf Zoll-Version wird 179 Euro kosten, die 6-Zoll-Version gelangt für 229 Euro in den Handel. [Update: Die neuen Sony-Reader sind jetzt via E-Book-News lieferbar]

Touch-Screen ist bei Sony jetzt Standard

Große Bildschirme überall. Sonys Messepräsenz auf der Internationalen Funkausstellung wurde deutlich von 3D-Screens und Multimedia-Konsolen beherrscht. Weiche Teppichböden und gedämpftes Licht sorgten für Lounge-Atmosphäre. Nur eine Ecke hatte man besonders hell ausgeleuchtet – dort waren die neuen E-Reader-Modelle ausgestellt. Zwei neue Features konnte man schon von weitem erkennen: der Kontrast ist deutlich verbessert worden, die Geschwindigkeit des Seitenwechsels („Page Refresh“) aber auch. Im Demo-Modus flimmerte auf den Displays ein Screensaver mit für E-Ink ungewohntem Tempo. Die nächste Überraschung erlebte man gleich beim ersten Anfassen. „Die Touch-Screen-Technologie erlaubt es mit dem Finger über das Display zu wischen und so das Gefühl zu haben, man würde eine Buchseite umschlagen“, beschreibt Silke Bernhardt von Sony Deutschland das neue Leseerlebnis. Dank Pearl-E-Ink geht das auch nicht mehr auf Kosten des Kontrastes wie bei früheren Versionen. Wie bisher hat die Reader-Pocket-Edition ein 5-Zoll-Display, die Reader-Touch-Edition kommt mit 6-Zoll-Display. Anders als die bisherigen Namen vermuten lassen, ist Touch-Screen jetzt allerdings bei beiden Modellen Standard. Bedient werden Sonys neue Reader entweder per Stylus oder eben direkt mit den Fingern.

Lesen pur: Sony verzichtet auf WLAN oder UMTS

Mit dem Stylus lassen sich nicht Textpassagen bequem markieren, sondern auch einzelne Worte im Dictionary nachschlagen. Ein interessantes Feature von PRS-350 wie auch PRS-650 sind nämlich sechs vorinstallierte Wörterbücher, die jeweils vom Englischen in die Sprachen Deutsch, Französisch, Spanisch, Italienisch sowie Holländisch übersetzen und umgekehrt. Eins bieten Reader Touch Edition und Reader Pocket Edition allerdings nicht – den direkten Draht zum Content. Auf WLAN oder UMTS hat Sony auch bei der Neuauflage seiner „Klassiker“ bewusst verzichtet: „Wir fokussieren uns auf das Thema Digitales Lesen, unsere Konsumenten wollen vor allem unterwegs E-Books lesen, und nicht etwa sich den täglichen Zeitungscontent auf den Reader laden“, so Silke Bernhardt gegenüber E-Book-News. Auch beim Preis geht Sony keine Kompromisse ein – die Pocket-Editon geht für 179 Euro über den Ladentisch, für die Reader Touch Edition muss man 229 Euro ausgeben. „Wir sind generell nicht der Meinung, dass wir uns hier einem Preiskrieg ausliefern müssen, wir möchten unseren Kunden die bestmögliche Qualität bieten, und die hat ihren Preis“, so Silke Bernhardt. Einen veritablen Mehrwehrt der neuen Reader sollte man natürlich auch nicht verschweigen -- drei kommerzielle E-Book-Titel sind bereits vorinstalliert. Neben Krimis von Jutta Profijt („Kühlfach 4“) und Martin Mucha („Papierkrieg“) bekommt man Markus Albers‘ Sachbuch-Bestseller „Meconomy“ frei Haus auf’s E-Ink-Display.


Reader Pocket Edition / Reader Touch Edition Specs


Modell

Reader
Pocket Edition (5 Zoll)

Reader
Touch Edition (6 Zoll)

Display

E-Ink Pearl Touchscreen
(16 Graustufen)
800x600 Pixel

E-Ink Pearl Touchscreen
(16 Graustufen)
800x600 Pixel

Gewicht

155g

220g

Schnittstellen

USB

USB

Speicher

2 GB (Intern),

32 GB (extern)

2 GB (Intern),

32 GB (extern)

E-Book-Formate

EPUB (DRM),
Adobe PDF, etc.

EPUB (DRM),
Adobe PDF, etc.

Zubehör

Micro-USB Kabel

Micro-USB Kabel

Preis

179
Euro (E-Book-News)

229
Euro (E-Book-News)

Audio-Features

keine

MP3-Player,
3,5 mm Kopfhörerbuchse

Veröffentlicht von

Ansgar Warner

Ansgar Warner arbeitet als freier Autor im Medienbüro Mitte (Berlin). Neben diversen Brotarbeiten für Presse & Rundfunk bloggt er hier rund um's Thema Elektronisches Lesen. Die spannende (Vor-)Geschichte der elektronischen Bücher erzählt Ansgar in "Vom Buch zum Byte". Praktische Infos für Autoren, Verleger & alle E-Reading-Interessierten vermittelt das "e-book & e-reader abc".