Tolino Vision startet – mit Kindle-Optik & Kindle-Technik gegen Amazon

Die Tolino-Allianz hat eine Vision: Amazon auf Augenhöhe begegnen. Technisch kommen Thalia, Weltbild & Co. diesem Ziel nun einen Schritt näher: die neue E-Reader-Generation „Tolino Vision“ sieht nicht nur so ähnlich aus wie das Kindle Paperwhite, auch die inneren Werte rücken an das Vorbild heran. Insbesondere zwei Neuerungen fallen ins Auge – mit „E-Ink Carta“ wird beim Tolino Vision die aktuelle, kontraststärkere E-Paper-Technologie verbaut, dank kapazitiver Abtastung und schnellerem Chip verbessert sich zudem die Reaktionsfreudigkeit des Touch-Screens. Auch beim Äußeren folgt die Tolino-Allianz dem Erfolgskonzept des Marktführers. Die flachere, kompakte Form des neuen Readers wirkt deutlich wertiger, auf einen eigenen farblichen Akzent wird nun zugunsten des dunkleren Kindle-Farbtons verzichtet.

Nice-to-haves für die Benutzeroberfläche

Weiterentwickelt wurde auch die Tolino-Benutzeroberfläche. Neben bewährten Funktionen wie etwa dem integrierten Wörterbuch, Direktzugriff auf den Cloud-Speicher und der Synchronisierungs-Möglichkeit zwischen Tolino-App, Reader und den im letzten Herbst gestarteten Tolino-Tablets („Tolino Tab“) kommen ein paar kleine Nice-to-haves-dazu. Darunter etwa die Möglichkeit, Notizen, Anmerkungen und Lesezeichen als Textdateien zu exportieren. Nützlich ist sicherlich auch neue Schnellblätter-Funktion oder die Option Bildschirm-Sperre mit Zahlencode. Wie wichtig die Telekom-Cloud als Rückgrat des Tolino-Ökosystems ist, wurde zuletzt beim Abschalten von PagePlace deutlich – die Kunden des von der Telekom aufgegebenen E-Stores konnten mit ihren E-Books ohne großen Aufwand zu einem der verbliebenen Tolino-Stores umziehen. Auch Tolino-Käufer, die den E-Store des insolventen Tolino-Partners Weltbild nutzen, müssen also im Fall des Falles keinen Datenverlust fürchten.

Tolino Shine bleibt weiter lieferbar

Verkaufsstart des Tolino Vision war am 4. April. Begleitet wird der Launch von einer aufwändigen Werbekampagne der Hamburger Agentur Oliver Voss, Hauptzielgruppe: Leserinnen. Käuflich erwerben kann man den neuen Reader zum schon gewohnten Preis von 129 Euro online und in den Filialen der Tolino-Partner. Das Vorgängermodell Tolino Shine bleibt zum herabgesetzten Preis von 99 Euro vorerst weiterhin lieferbar. In Kürze wird es zudem mit einem kostenfreien Software-Update aktualisiert. Auch Besitzer der ersten und zweiten Tolino-Shine-Generation müssen also auf die neu hinzugekommenen Funktionen nicht verzichten.

Veröffentlicht von

Ansgar Warner

Ansgar Warner arbeitet als freier Autor im Medienbüro Mitte (Berlin). Neben diversen Brotarbeiten für Presse & Rundfunk bloggt er hier rund um's Thema Elektronisches Lesen. Die spannende (Vor-)Geschichte der elektronischen Bücher erzählt Ansgar in "Vom Buch zum Byte". Praktische Infos für Autoren, Verleger & alle E-Reading-Interessierten vermittelt das "e-book & e-reader abc".

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