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“Thin Helvetica Syndrome”: Kindle-User kritisieren blasse Fonts nach Firmware-Update

11 Feb 2016 0 Kommentare

kindle-thin-helvetica-syndromeAmazons automatisches “OTA-(=”Over the Air”-)Update” für die aktuellen Kindle-Reader (ab Paperwhite 2013) spendiert viele neue Features und vor allem ein gründlich überarbeitetes Home-Screen. Besonders nützlich im Firmware-Paket Version 5.7.2: der schnelle Zugriff auf Einstellungen wie Flug-Modus und Synchronisierung sowie eine “Leseliste” mit Wunschbüchern und zuletzt heruntergeladenen Leseproben. Besonders auffällig aber auch: die Standard-Schrift des User Interfaces wurde spürbar verschlankt. Das wiederum hat offenbar vielen Nutzern nicht gefallen — denn die schmaler geschnittenen Helvetica-Buchstaben wirken auf dem E-Ink-Screen blasser als zuvor, die Kontrastwirkung ist schlechter. Auch die Darstellung der Schriftart “Helvetica” in E-Books ist betroffen – dort gibt’s aber natürlich Alternativen wie etwa “Bookerly”.

“Font-Anorexie” durch geringe Strichstärke

Schnell war in Foren & Blogs vom “Thin Helvetica Syndrome” oder der “Font Anorexia” die Reade. Kein Wunder — denn ein Zurück (also “Downgrade” in Richtung Firmware 5.6.x) nach dem automatischen Update gibt es nicht. Und anders als etwa beim Kobo-Reader kann man die typografisch “Strichstärke” genannte Eigenschaft der Fonts (engl. Font-Weight) auf dem Kindle leider nicht selbst verändern. Doch Amazon scheint das Problem bereits erkannt zu haben, und hat Besserung gelobt. “The difference you noticed with the weight of the Helvetica font is an issue that we are aware of”, so Unternehmenssprecherin Stephany Rochon gegenüber Teleread. “We are correcting it before the update is rolled out broadly to customers.”

Amazon verspricht Abhilfe “over the Air”

Mit anderen Worten: wer bereits das erste Update aktiv via manuellem Download von der Amazon-Website auf den Reader gebracht bzw. passiv via automatischem OTA-Update erhalten hat, muss nun erst mal abwarten, bis Amazon eine überarbeitete Update-Version 5.7.3 zur Verfügung stellt. Glaubt man der Amazon-Sprecherin, hatte die große Mehrheit der Nutzer ohnehin noch kein “over the air”-Update erhalten, betroffen waren wohl vor allem die aktiven Early Adopter. Auch bei Amazon.de ist auf der betreffenden Info-Seite nur sehr allgemen von einem automatischen Update “im Februar 2016″ die Rede.

(via allesebook & Teleread)


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