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Krypto-Krautpublishing: taz-Paywahl jetzt auch mit Bitcoins – 5.000 Euro in 24 Stunden erreicht

22 Jul 2014 0 Kommentare

Alternative Tageszeitung trifft alternative Währung, das passt wirklich perfekt: wer die Berliner taz unterstützen möchte, kann sich für die kostenlos lesbare Online-Version der Gazette ab jetzt auch mit Bitcoins bedanken. Schon bisher spenden viele „Freizahler“ regelmäßig im Rahmen der „Paywahl“ recht fortschrittlich z.B. per Flattr, PayPal & Co., was seit Start der taz-zahl-ich-Kampagne im Jahr 2011 ingesamt schon mehr als 260.000 Euro einbrachte. Unter der Adresse 165dtfwNvyMUbLGdqf87w8DfZX7i542Fyr (im Bild links als QR-Code dargestellt) geht das nun auch mit der hippen Kryptowährung – dieser öffentliche Schlüssel ist sozusagen die Bitcoin-Kontonummer der taz.

Gerade für Krautpublishing-Strategien sind Bitcoins wohl die idealste Form der Transaktion, denn es fallen praktisch keine Gebühren an: das Peer-to-Peer-Prinzip funktioniert ohne traditionelle Finanzdienstleister, auch die notwendige Rechenpower zur Aufrechterhaltung der virtuellen Währung wird komplett von der Internet-Crowd beigesteuert. Wer für einen guten Zweck spendet, weiß also: 99,9 Prozent der Summe kommt an – das dürfte die Geberlaune deutlich steigern.

Ideal gerade für das moderne Fundraising ist auch die Transparenz: Sobald eine Bitcoin-Adresse öffentlich ist, sind alle Zahlungen in der „Blockchain“, sozusagen dem Bitcoin-Kassenbuch, öffentlich sichtbar: unter https://blockchain.info/address/165dtfwNvyMUbLGdqf87w8DfZX7i542Fyr kann man im Fall der taz z.B. erkennen, dass seit dem 21. Juli um 18.23 Uhr insgesamt 10,84 Bitcoins überwiesen wurden, was einem Betrag von knapp 5.000 Euro entspricht. Wobei auffällt: ein besondes motivierter taz-Fan hat gestern abend gleich 10 Bitcoins auf einmal lockergemacht.

Wer das war, bleibt aber ein Geheimnis. Ein weiterer Vorteil von Bitcoins ist nämlich: auch wenn die Zahlung selbst in der Öffentlichkeit stattfindet, bleibt der Absender mehr oder weniger anonym. Bitcoins funktionieren insofern ähnlich wie Bargeld – aus Sicht des Datenschutzes endlich einmal ein Lichtblick in der Welt des elektronischen Bezahlens. Und damit ein weiterer Pluspunkt aus Krautpublishing-Perspektive.

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