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taz macht mobil: 20.000 freiwillige Digi-Abos bis Ende 2015 angestrebt

9 Mrz 2015 0 Kommentare

taz-bin-ichAbo-Kampagnen sind die taz-Leser seit Jahrzehnten gewohnt. Doch so aufwändig umworben hat man sie wohl selten: Fast die komplette Titelseite der Montags-taz wurde jetzt von der neuen „taz.bin ich“-Aktion gekapert. Dazu gibt’s eine vierseitige taz.bin ich-Werbebeilage. Das ambitionierte Ziel: bis Ende des Jahres soll die Zahl der freiwilligen Digital-Abos der kostenlos zugänglichen Online-Ausgabe von derzeit unter 2.000 auf 20.000 gesteigert werden.

Spenden reichen derzeit nicht mal für taz.de

Die sogenannten „Freizahler“ geben bisher durchschnittlich 60 Euro pro Jahr, per Direktüberweisung, per Einzugsermächtigung, manche auch via Flattr oder in Bitcoins – was Jahr für Jahr mehr als 100.000 Euro in die Kasse spült. Das reicht allerdings nicht mal, um taz.de zu produzieren, von Druck und Vertrieb der Print-Version mal ganz zu schweigen. Alleine die Online-Ausgabe schlägt nämlich mit mehr als 600.000 Euro pro Jahr zu Buch.

Zahl der Print-Abos sinkt weiter

Das Potential für die neue Kampagne ist groß: immerhin hat die taz mehr als 1,5 Millionen reglmäßige Online-Leser, und 150.000 Facebook-Freunde. Die Zahl der klassischen Papier-Abonnenten sinkt dagegen – gerade mal 34.000 Abos werden werktags noch ausgeliefert, immer mehr LeserInnen beziehen nur noch die gedruckte Wochenend-Ausgabe oder kombinieren sie mit einem E-Paper-Abo.

Kostenlose taz für 5 Euro pro Monat?

Vorteil des freiwilligen Abos ist natürlich: es kostet nur 5 Euro pro Monat, alle anderen Abo-Varianten sind teurer. Ob das Crowdfunding-basierte taz-Modell auf Dauer funktioniert? Ein Gegenargument liefert die taz-bin ich-Beilage frei Haus. Unter „14 Gründen für eine Paywall im Netz“ heißt es bei Punkt Neun: „Es ist scheinheilig, für Printausgaben und E-Paper Geld zu verlangen, die Inhalte aber dann online umsonst anzubieten.“

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