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Digi Abo de luxe: taz-iPaper speziell für iPhone & iPad

Die taz als E-Paper auf Mobilgeräten lesen kann man schon lange, und das in den unterschiedlichsten Formaten von html bis zu mobi & epub. Nicht ganz so komfortabel war bisher allerdings für Abonnenten des Digi-Abos die Lektüre auf iPad oder iPhone. Denn es gibt zwar eine taz-App, doch die erlaubt nur den Einzelverkauf zum Preis von 79 Cent. Nun bieten die tazzler den knapp 3.500 regelmäßigen Beziehern des E-Papers allerdings ein interessantes Workaround an. Sie können sich mit ihren Abo-Daten über den Safari-Browser auf einer speziellen Download-Seite einloggen. Von dort aus lädt man das aktuelle iPaper im medial aufgepeppten epub-Format herunter und wählt als Option „Öffnen in iBooks“ (Voraussetzung ist Version 2.0 von Apples E-Reader-App).

Im iBooks-Regal steht dann das iPaper direkt zur Verfügung. Wie bei der taz-App kann man zwischen dem Drucklayout und einer Textansicht hin- und herwechseln. Tippt man einen Artikel im zoombaren Drucklayout an, gelangt man in den Textmodus. Ein Fingerwisch von oben nach unten bringt den Leser zurück auf die Seitenansicht. Natürlich ist iBooks letztlich doch eine Bücher-App und keine perfekter Viewer für E-Newspaper. Liest man im Querformat, verwandelt sich die taz zum aufgeschlagenen Schmöker im Doppelseiten-Stil. Dagegen sieht die eigentlich taz-App – entstanden in Kooperation mit textunes – deutlich besser aus. Dort bekommt man nämlich den zeitungstypischeren Zweispaltensatz mit Trennlinie zu sehen, den man zudem nicht durchblättert, sondern durchsrollt. Doch als Workaround ist das iPaper wohl erstmal akzeptabel.

Wer das iPaper im Abo bestellen will, kann sich zwischen drei Varianten entscheiden. Sollen es monatlich 10 Euro sein (Standardpreis), oder lieber 20 bzw. 30 Euro („politischer Preis“?). Wie bei der gedruckten taz gilt nämlich auch beim Digi-Abo das Soli-Preis-System: man zahlt, was man kann und will. Wer das übrigens auch DRM-freie iPaper im epub-Format ausprobieren möchte, kann auf taz.de auch eine Testausgabe herunterladen.

Über Ansgar Warner

Ansgar Warner arbeitet als freier Autor im Medienbüro Mitte (Berlin). Neben diversen Brotarbeiten für Presse & Rundfunk bloggt er hier rund um's Thema Elektronisches Lesen. Die spannende (Vor-)Geschichte der elektronischen Bücher erzählt Ansgar in "Vom Buch zum Byte". Praktische Infos für Autoren, Verleger & alle E-Reading-Interessierten vermittelt das "e-book & e-reader abc".