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Talk to Books: Belesene Google-AI schaut in die Bücher & und beantwortet Fragen

16 Apr 2018

Talk-to-Books-GoogleEin Buch kann nicht lesen, aber es kann zu uns sprechen, ohne dass wir es (ganz) lesen müssen – zum Beispiel, wenn man Googles neuem Tool „Talk to Books“ die richtigen Fragen stellt. Dann antwortet gleich eine komplette Bibliothek — die Ergebnisse sind tatsächlich (teilweise) verblüffend. In einem Präsentations-Posting erklären Google-Forschungschef Ray Kurzweil und Produktmanagerin Rachel Bernstein, warum das so ist: es geht nicht um schlichte Stichwortsuche, sondern um die Suche nach sinnvollen Sätzen. Sprich: die AI hat durch den Vergleich von Milliarden Satz-Paaren gelernt, wie eine gute Antwort aussehen kann.

**Mehr als 100.000 Bücher dienen als Wissensquelle*

Ob man nun eine Frage eingibt oder nur einen Aussagesatz, ist insofern auch egal: “Once you ask your question (or make a statement), the tools searches all the sentences in over 100,000 books to find the ones that respond to your input based on semantic meaning at the sentence level; there are no predefined rules bounding the relationship between what you put in and the results you get“, heißt es auf dem offiziellen Google-Research-Blog.

Vom Bücher-Fragen zum semantischen Tetris

Als zweites Beispiel für diese „Word Vector“ bzw. „Word2vec“ genannte Technik (tatsächlich werden die Worte dabei in einem mehrdimensionalen Vektorraum dargestellt) hat Google zugleich eine Wortspiel-Seite namens „Semantris“ ins Leben gerufen. Also eine Art semantische Tetris. Je nach Gusto kann man zu einem Sammelsurium aus Worten bzw. bunten Wortblöcken passende Begriffe oder ganze Sätze assoziieren, so dass jeweils ein Wort aus einem bestimmten Bedeutungszusammenhang gelöscht wird, zugleich kommen aber ständig neue dazu — wenn der obere Rand des Bildschirms erreicht ist, heißt es: „Game over“.

(via Googleblog & The Verge)