„Send to Kindle“-App jetzt auch für Mac-Nutzer: Dokumente direkt auf den Reader schicken

Wer längere Dokumente bequem auf dem Kindle lesen möchte, kann nun auch als Mac-Nutzer auf Amazons Send-to-Kindle-App zurückgreifen. Die App wandelt zahlreiche Dateiformate ganz einfach in ein PDF um und schickt sie vom Rechner aus in die Cloud. Synchronisiert man dann den Kindle-Reader via WiFi, gelangen die Dokumente automatisch auf das Lesegerät. Wahlweise kann man via “Send to Kindle” aber die Daten auch mit einer Kindle App auf zahlreichen Mobilgeräten wie iPhone, iPad oder BlackBerry lesen. Bisher konnten von dieser einfachen Lösung nur Windows-Nutzer (ab Win XP) profitieren, nun ist auch die Apple-Gemeinde mit dabei. Vorausgesetzt, ihr Mac läuft mindestens mit Mac OS X 10.6 (Snow Leopard).

Dateiversand auf’s Kindle via Drag&Drop

Die schlanke App nimmt in der Mac-Versin knapp 7 Megabyte in Anspruch und wirkt eher im Verborgenen: man findet sie nämlich als zusätzliche Option im Kontextmenü, wenn man mit der rechten Maustaste auf eine Datei im Finder klickt. Außerdem erscheint sie im Drucken-Dialog von Word, LibreOffice etc. als zusätzlicher Drucker, vergleichbar mit der Möglichkeit, den Inhalt eines Dokuments in ein PDF-Dokument umzuleiten. Genausogut kann man aber Dateien vom Desktop ganz einfach per Drag-and-Drop auf das Send-to-Kindle-Icon im Dock ziehen. Um die “Send to Kindle”-App zu nutzen, muss man im Installationsprozess Login und Passwort für das Amazon-Kundenaccount eingeben. Statt der “Send to Kindle”-App kann man natürlich auch weiterhin ganz einfach Dokumente per E-Mail auf das Kindle bringen – jedes Gerät hat schließlich eine individuelle Adresse, die man im Einstellungs-Menü finden kann. Aus den meisten Textverarbeitungen lassen sich Dateien ohnehin direkt per Mail verschicken.

Dateien via DropBox auf Smartphone & Tablet schicken

Eine weitere Alternative auf Smartphones und Tablets ist die Nutzung von Dropbox in Kombination mit der Kindle App. Schiebt man auf dem PC eine mobi-Datei in den Dropbox-Ordner, steht sie in wenigen Sekunden über die Cloud auch auf dem Mobilgerät zur Verfügung. Da sich E-Books innerhalb von Dropbox nicht öffnen lassen, erhält man beim Antippen der Datei innerhalb der App zunächst mal eine Fehlermeldung. Tippt man dann jedoch das Transfer-Icon der Dropbox-App auf Smartphone oder Tablet an, bekommt man als Option die Möglichkeit “Öffnen in der Kindle-App” zu Verfügung. Tippt man sie an, öffnet sich das E-Book in der Kindle-App. Ähnlich funktioniert es bei epub-E-Books, wenn man etwa eine E-Reader-App wie iBooks installiert hat.

Send-to-Kindle 2.0: DropBox-Automator nutzen

Noch einfacher geht’s übrigens, wenn man den DropBox-Automator von Wappwolf einsetzt (siehe dazu den E-Book-News-Artikel „Send to Kindle“ für alle). Hat man im Automator-Menü die entsprechenden Regeln definiert, werden Dateien nach dem Verschieben in einen bestimmten DropBox-Ordner automatisch an das Kindle gemailt, und auf Wunsch vorher auch als PDF umformatiert. Die App wurde vom österreichischen Startup WappWolf entwickelt und ist kostenlos erhältlich.

Abb.: Amazon

„Send to Kindle“ für alle: DropBox-Automator mailt Dateien direkt auf den Reader

Wer E-Books und sonstige Dokumente per Mausklick auf das Kindle bringen möchte, kann theoretisch Amazons neue „Send-to-Kindle“-App nutzen. Doch die funktioniert bisher leider nur auf Windows-Rechnern. Doch zum Glück gibt‘s eine prima Alternative: Der DropBox-Automator lässt sich nämlich auch unter Mac OS X und Linux nutzen. Das vom österreichischen Startup Wappwolf entwickelte Tool erweitert den persönlichen Cloud-Speicher von DropBox mit einer praktischen Neuerung: einzelnen Ordnern lassen sich automatisierte Funktionen zuordnen. Etwa das Konvertieren von Dateien oder der Mailversand an eine vorgegebene Adresse. So lassen sich viele Aufgaben ganz einfach per Drag-and-Drop erledigen, beispielsweise ein persönlicher Send-to-Kindle-Service.

Individuelle E-Mail-Adresse des Kindle nutzen

„Österreicher pimpt Cloud-Speicher“ titelte futurezone.at vor kurzem – mit dem DropBox Automator hat WappWolf-Chefentwickler Manuel Berger dem kostenlosen Cloud-Speicher tatsächlich eine geniale Erweiterung hinzugefügt. Die Web-App bietet eine ganze Reihe an Automatisierungen für verschiedene Dateitypen: So kann man etwa hochgeladene Textdateien in PDFs umwandeln lassen, Fotos mit einem Stempel versehen oder zu Facebook hochladen, aber auch Dateien automatisch per eMail versenden lassen. Kindle-Besitzer können deswegen den DropBox-Automator spielend einfach zur Send-to-Kindle-App machen. Denn jeder Kindle-Reader hat eine individuelle E-Mail-Adresse, die man entweder im Amazon-Kundenaccount unter „Mein Kindle“ finden kann oder direkt auf dem Gerät im Menü „Einstellungen“. Eine E-Mail zu schicken ist schon mal deutlich einfacher als eine USB-Verbindung zwischen Reader und PC herzustellen und Dateien zu verschieben. Mit der Automator-App kann man das Verschicken einer Mail mit Datei-Attachment aber noch einmal vereinfachen…

Per Drag and Drop wandert die Datei direkt auf’s Kindle

Um den Automator von WappWolfzu aktivieren, muss man die Nutzung dieser externen App erstmal mit dem DropBox-Passwort erlauben. Als nächstes legt man im DropBox-Verzeichnis einen neuen Ordner an, beispielsweise „Schick-es-auf-mein-Kindle“. Diesen Ordner wählt man dann im Browser innerhalb der Automator-App aus. Im nächsten Schritt geht es dann um die Regeln, die mit diesem Ordner verknüpft sind. Klickt man dort den Punkt „Jeder Dateityp … per E-Mail versandt werden“, wird ein Mail-Menü aufgeklappt, in das man einfach die E-Mail-Adresse des Kindle-Readers einträgt. Mit „Aktion bestätigen“ kann man die Auswahl abschließen. Schiebt man nun per Drag-and-Drop eine Datei in den entsprechenden Ordner, wandert sie automatisch in Amazons Rechnerwolke, und beim nächsten Synchronisieren des Kindles via WiFi oder 3G taucht sie dann auf dem Home-Screen des Readers auf. Wer möchte, kann übrigens für den „Schick-es-auf-mein-Kindle“-Ordner noch eine zweite Regel hinzufügen: die automatische Konvertierung eines Dokuments ins PDF-Format.