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Volla Phone: Ein Smartphone so ablenkungsfrei, einfach und sicher wie Papier und Bleistift?

Besserer Schutz der Privatsphäre und weniger Ablenkung durch Apps: Mit dem Volla Phone will das kleine Startup Hallo Welt Systeme aus Remscheid eine Alternative zum großen Datenabschnorcheln und nervigen Neuromarketing via Android & iOS bieten — ironischerweise auf Android-Basis, allerdings der freien Version „Android Open Source Project“ ohne Google Play und ohne Cloud-basierte Anwendungen (geplant sind zudem Ubuntu Touch & Sailfish OS-Portierungen). Mit anderen Worten: was auf dem Gerät ist, bleibt auf dem Gerät, zumindest, solange man die vorinstallierten Anwendungen inklusive eines „sicheren“ Browsers“ und VPN-Netzzugang nutzt oder sich Apps aus einem alternativen App-Store herunterlädt. Es ist auch keine Registrierung oder das Anmelden via Benutzerkonto nötig.

Spannend klingt aber auch das Nutzerkonzept: „Unser Maßstab für eine einfache und unmittelbare Bedienung ist die Verwendung von Papier und Bleistift“, so der Gründer Jörg Wurzer, bekannt sowohl als Tech-Entrepreneur wie auch Tech-Journalist. Zentrum der textbasierten Benutzeroberfläche ist das sogenannte „Springboard“: „Nach dem Entsperren des Geräts kann der Anwender auf dem Springboard anfangen, etwas zu schreiben und das Volla Phone erkennt, was die Person tun möchte: etwa jemanden anrufen, eine Nachricht senden oder eine Notiz festhalten“, versprechen die Volla-Macher. Zudem gibt es eine textbasierte Shortcut-Funktion für häufig verwendete Funktionen.

Momentan läuft eine Pre-Order-Kampagne auf Kickstarter (Gerätepreis: ab 298 Euro), übrigens schon zum zweiten Mal, die erste wurde im letzten Herbst abgebrochen, weil sich das Finanzierungsziel schnell als zu hoch gegriffen erwies und mangels Zertifizierung auch kein paraleller Marktstart in den USA möglich gewesen wäre. Der neue Anlauf mit angepasstem Ziel (10.000 Euro) und flankiert von einer kräftigen Investoren-Finanzspritze verfolgt aber immer noch dasselbe Ziel. Man wolle „ein Marktsegment für Konsumenten erschließen, die heute keine Alternative zu Apple oder Google kaufen können“, so Wurzer. Die aktuelle Kampagne endet am4. März, das Funding-Ziel ist schon deutlich übererfüllt.