Thalia legt nach: Oyo-Reader ab Februar als UMTS-Version lieferbar

oyo-thalia-e-readerThalias Oyo-Reader gibt’s ab 11. Februar auch in einer „WLAN+3G“-Variante, vorbestellen kann man die De-Luxe-Version zum Preis von 189 Euro bereits jetzt. Eigentlich hatten ja Thalia wie auch Libri versprochen, ihre E-Reader bis Weihnachten auch als UMTS-Version zu liefern. Daraus ist aber leider nichts geworden. Libri war allerdings ein bisschen schneller: Der Acer LumiRead ist immerhin seit Mitte Januar bereits zum Preis von 229 Euro mit Mobilfunk-Karte lieferbar.

Beim Kontrast liegt Thalias Oyo hinter Kindle&LumiRead

LumiRead, Oyo, Kindle – drei E-Ink-Reader bieten deutsche Kunden jetzt drahtloses Shopping von jedem Ort, – zu Preisen von 139 bis 229 Euro. Vom äußeren her setzt Thalia noch stärker auf Einfachheit als die Konkurrenz. Nur vier Bedienknöpfe zieren den Oyo, neben dem Einschaltknopf ein Home-Button und zwei Umblätter-Tasten. Durch die Platzierung am rechten Rand des Displays ist der Oyo insgesamt nicht höher als viele 5-Zoll-Lesegeräte – durch die Konzentration auf das Touch-Screen-Display sieht das Lesegerät fast aus wie ein Tablet. Das Oyo-Display bietet mit 16 Graustufen und 600×800 Pixeln Auflösung soliden E-Ink-Standard, kann allerdings vom Kontrast her nicht mit der neuesten Pearl-Technologie mithalten, wie man sie vom Kindle 3 oder Sonys neuesten E-Readern kennt. Die Lesequalität ist eher vergleichbar mit Touch-Screen-Geräten der ersten Generation wie etwa dem Onyx Boox oder dem Pocketbook 302 (siehe den ausführlichen Testbericht zur WLAN-Version des Oyo).

Alles, was jetzt noch fehlt, ist eine Oyo-App

Für Thalias Multichannel-Strategie ist die UMTS-Version des Oyo der vorläufige Schlusstein, nun kann der Einkauf im E-Store auch außerhalb von WLAN-Hotspots stattfinden. Der Einkauf im E-Store via UMTS ist mit dem Oyo kostenlos, ein vergleichbares Modell bietet auch Libri an – LumiRead-Käufer bekommen ein Startvolumen von 50 MB, für jeden Einkauf werden weitere 5 MB gutgeschrieben. Alles, was jetzt noch fehlt, ist eine Oyo-App, um auch per Tablet, Smartphone oder Desktop einzukaufen & zu lesen. Libri hat eine E-Reader-App für Android & iOS für dieses Jahr angekündigt. Amazon bietet mit der Kindle-App bereits seit 2010 eine solche Lösung an, doch man braucht natürlich auch passenden Content, um ein Multichannel-Modell zum Laufen zu bringen. Bis zum Start eines nationalen Kindle-Stores muss man auf deutschsprachige Kindle-E-Books aber noch verzichten.

Oyo-Reader Specs:


Abmessungen

124x154x11mm

Display

6-Zoll E-Ink Touch-Screen,
800*600 Pixel bei 16 Graustufen
Automatische Ausrichtung Hoch/Querformat (G-Sensor)

Textfunktionen

Virtuelle Tastatur, Erstellung von Notizen
und einfaches Setzen von Lesezeichen,
6 Schriftgrößen, 5 Fonts

Anschlüsse

MicroUSB,
MicroSD, 3,5 mm Kopfhörerbuchse

Gewicht

240 g

E-Book-Formate

Epub (mit/ohne DRM), PDF, TXT, HTML

System-Kompabilität

PC/MAC

Speicherkapazität

2 GB, davon ca. 1,5 GB nutzbar

Akkulaufzeit

8000 x Umblättern, bis zu 2 Wochen

Preis

139 Euro (Basisversion WLAN)
189 Euro (WLAN+3G-Version)

Neues vom Acer LumiRead: UMTS-Version jetzt lieferbar

acer-lumiread-test-e-reader-wifi-wlan-barcode-scannerDrahtlos mit dem E-Reader einkaufen kann man jetzt auch außerhalb von WLAN-Hotspots, denn die UMTS-Version des Acer LumiRead ist seit kurzem via Libri lieferbar. Diese Art der Kombination von E-Ink-Reader und drahtlosem E-Store mit reichhaltigem deutschsprachigem Content ist bisher in Deutschland einmalig. Netzpartner von Libri ist Tchibo-Mobil. Das drahtlose E-Book-Shopping über die Mobilfunk-Verbindung ist für den Nutzer deutschlandweit kostenlos. Übrigens: Die UMTS-Version zum Preis von 229 Euro kann auch bei E-Book-News bestellt werden.

UMTS-Version bringt die typischen LumiRead-Features mit

E-Books via UMTS-Verbindung einkaufen konnte man auf einem E-Ink-Reader in Deutschland bisher nur mit Amazons Kindle. Allerdings ist das deutschsprachige Angebot im Kindle-Store immer noch sehr dürftig. Auf dem LumiRead ist das anders – denn im integrierten E-Store warten mehr als 40.000 aktuelle E-Book-Titel im epub-Format, darunter viele aktuelle Bestseller. Allerdings ließ die UMTS-Version etwas auf sich warten, angekündigt war sie ursprünglich schon für die Weihnachtszeit, doch nun muss man nicht mehr länger warten. Abgesehen von der zusätzlichen Mobilfunk-Schnittstelle ist die neue Version des kontraststarken LumiRead baugleich mit der WLAN-Version (siehe den E-Book-News-Testbericht) – auch bei der UMTS-Version profitiert der Nutzer etwa von typischen Features wie der QWERTZ-Tastatur unter dem Display, von Umblätter-Tasten an beiden Seiten und einer externer Lautstärke-Regelung.

Tchibo-Mobil spendiert ein Startguthaben

Ähnlich wie bei Amazon soll auch für Libri-Kunden das drahtlose Shopping kostenneutral bleiben. Bei der Inbetriebnahme steht jedem Kunden ein kostenloses Datenvolumen von 50 MB zur Verfügung. Dieses reicht aus, um bis zu 20 E-Books herunterzuladen. Und wer nicht nur stöbert, sondern auch kauft, muss sich auch nach dem Aufbrauchen der 50 MB keine Gedanken über anfallende Mobilfunkgebühren machen, denn für jedes so gekaufte E-Book wird ein verbrauchsabhängiges Volumen gutgeschrieben. Zusätzlich bietet sich die Möglichkeit, über den im Reader integrierten Webbrowser das Internet nach Informationen zu durchsuchen oder z. B. RSS-Feeds zu nutzen. Bei Bedarf kann hierfür über Tchibo mobil Zusatzvolumen gebucht werden – ohne Mindestumsatz, Grundgebühr oder feste Vertragslaufzeit.

txtr-Reader startet ohne WLAN – dafür Preissenkung auf 299 Euro

txtr-reader-ohne WLAN nur mit UMTS.gifAb morgen ist er vorbestellbar – der neue txtr-Reader des gleichnamigen Berliner Startups. Allerdings ohne WLAN – in letzter Minute nahmen die Entwickler das Feature aus dem Programm. Grund: man wollte statt 319 Euro doch lieber den Schwellenpreis von 299 Euro erreichen. Nun gibt es zwar die Möglichkeit, sich per UMTS mit dem E-Book-Store zu verbinden – der Kontakt mit dem eigenen PC läuft aber nur per USB-Kabel.

„Wir haben das etwas sperrige Feature WLAN geopfert“

Eine gute und eine schlechte Nachricht verkündete heute txtr-Mitgründer Ronnie Vuine via Firmen-Blog. Zuerst die gute: „Der txtr-Reader wird zwanzig Euro weniger kosten als angekündigt.“ Also 299 Euro statt zuvor 319 Euro. Die Preissenkung in letzter Minute hat jedoch auch ihren Preis. Die schlechte Nachricht lautete deswegen: „Um den Preis zu erreichen, haben wir das etwas sperrige Feature WLAN geopfert.“ Der Schwellenpreis 299 Euro scheint für E-Reader eine magische Grenze zu sein – tatsächlich liegen die meisten aktuellen Modelle darunter, selbst die europäische Version des Kindle 2. „Wir sind in den Wochen seit der Buchmesse wieder und wieder gefragt worden: Warum ist das Ding so teuer?“, klagt Vuine ganz in diesem Sinne. Bei der Festsellung „Die Funkschnittstellen kosten nun mal Geld“ wollte man es aber offenbar nicht belassen. So kam die WLAN-Karte auf die Abschussliste: „Da wir Mobilfunk in jedem Fall machen wollen blieb nur, WLAN zu opfern.“ Allerdings ist die Entscheidung riskant – txtr droht damit viele Kunden zu verärgern, die sich bereits auf der Vormerk-Liste eingetragen haben – natürlich für ein Gerät mit WLAN. Andere werden sich jetzt noch mal reiflich überlegen müssen, ob mittelfristig nicht ein Kindle doch die bessere Lösung ist, auch wenn noch keine deutschen E-Books für Amazons Gadget erhältlich sind.

„Wir glauben nicht daran, dass Reader ein PDA-Ersatz sein können“

Argumentativ ging Vuine auf dem Firmenblog schon mal kräftig in die Defensive – WLAN sei für Laien ja ohnehin äußerst schwer zu konfigurieren, bei einem Gerät ohne Tastatur wären öffentliche Hotspots außerdem ohnehin unzugänglich geblieben. Das dürfte vielen „normalbegabten“ Netbook-Besitzern nur ein müdes Lächeln entlocken. Auch das Argument „Wir glauben nicht an Webbrowser auf Readern und nicht daran, daß ein Reader ein PDA-Ersatz sein können sollte“, klingt nicht sehr überzeugend. Die künstliche Trennung zwischen E-Reader, Smartphone und Netbooks verschwindet ohnehin immer mehr – und was spricht gegen ein Multifunktionsgerät mit dem Nutzungsschwerpunkt E-Lektüre? Immerhin konnte txtr in Sachen Bluetooth Entwarnung geben – diese Schnittstelle wird auch weiterhin mit dabei sein. Übrigens sprach Ronnie Vuine ausdrücklich davon, dass die WLAN-Kürzung nur für die „1. Generation“ des txtr-Readers gilt. In nicht allzu ferner Zukunft könnte also eine DeLuxe-Version herauskommen, die auch im lokalen Netz eine Verbindung bekommt. Hoffen wir, dass sie dann zumindest für 319 Euro zu haben sein wird…