Valentins-Aktion: Tolino Shine im Doppelpack – für 75 Euro pro Gerät

tolino-shine-valentinstag„Zweisam ist besser als einsam“ – das gilt auch in punkto E-Reading. Bei Weltbild gibt’s deswegen den Tolino Shine für kurze Zeit im günstigen Valentinstag-Doppelpack,und zwar für 149 Euro (statt regulär 178 Euro, was 30 Prozent Rabatt entspricht). Die Aktion ist allerdings begrenzt auf den Februar 2015 und gilt nur, solange der Vorrat reicht. Den passenden Lesestoff zum Preis von 2,99 Euro pro E-Book liefert Weltbild gleich mit – passend zum Thema Valentinstag hat das Buchhandels-Portal eine Landing-Page mit zehn romantischen Schmökern zum Sonderpreis erstellt.Mit dabei z.B. Titel wie Hanna Moldens „Amelie und die Liebe unterm Regenschirm“, Dagmar Seiferts „Lavendelfrau“ oder „Die Tränen des Meeres“ von Brigitta D’Orazio (siehe unten).

Tolino-Nutzer wollen flexibel sein

„Mit unserem Valentinstagsangebot bieten wir noch mehr Neugierigen einen günstigen Einstieg in die neue Welt des Lesens“, so Weltbild-Geschäftsführer Sikko Böhm. Der tolino shine sei seit der Einführung im März 2013 ein Bestseller bei Weltbild: „tolino-Kunden bleiben gerne flexibel und schätzen das offene System mit der Möglichkeit, eBooks zu kaufen, wo sie wollen und digitale Bücher per ‚Onleihe‘ aus der örtlichen Bibliothek auszuleihen“.

Akku hält bis zu sieben Wochen durch

Der tolino shine – Vorgänger des aktuellen Tolino Vision – wird via Touchscreen bedient und bietet sieben verschiedene Schriftgrößen. Der Akku des E-Ink-Readers mit Glowlight-Funktion hält bis zu sieben Wochen. Das 183 Gramm leichte Lesegerät ist intern mit 2 Gigabyte nutzbarem Speicher ausgestattet, was für bis zu 2000 elektronische Bücher reicht. Über einen MicroSD-Kartenslot lassen sich bis zu 32 Gigabyte externer Speicher hinzufügen. Unterstützt werden die E-Book-Formate epub und PDF, sowohl ohne wie auch mit Adobe-DRM.

Tipp: Romantischer Lesestoff auf Weltbild.de (2,99 Euro/Titel):

Thalia trotzt dem Trend: Weihnachtsgeschäft bringt Plus bei E-Book & Print

Der Unterschied könnte kaum größer sein: die Gesamtbranche stagniert, Weltbild befürchtet die Pleite, aber: „Thalia steht gut da“. Nach einem erfolgreichen Weihnachtsgeschäft sei insgesamt ein Plus von 7 Prozent gegenüber 2012 zu verzeichnen, so meldete das Unternehmen diese Woche. Zumindest auf „vergleichbarer“ Grundlage – also wenn man die inzwischen abgewickelten Filialen nicht berücksichtigt. Zum Umsatztreiber entwickelte sich der erst im März 2013 gestartete E-Reader Tolino Shine: das Lesegerät brillierte als Topseller, der Umsatz mit E-Books stieg in der Weihnachtsaison sogar um 80 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Zur strategischen Neuausrichtung gehört bei Thalia neben gezielten Filialschließungen wie auch Investitionen etwa in die E-Commerce-Infrastruktur die Schaffung spezieller Shop-in-Shop-Formate für die Tolino-Vermarktung vor Ort, „eReading Welten“ genannt. Ganz wurden die Gesetze der Gutenberg-Galaxis allerdings auch bei Thalia noch nicht aus den Angeln gehoben: „Das Buch ist und bleibt eines der beliebtesten Geschenke“, so Thalia-Geschäftsführer Michael Busch. Was natürlich auch daran liegt, dass man zwar Tolinos verschenken kann, E-Books jedoch nicht, oder nur sehr indirekt über den Umweg eines Geschenkgutscheins.

Was der beschleunigte Strukturwandel, angetrieben durch das Kindle, aber auch den erfolgreichen Tolino, ansonsten im Jahr 2013 in der Branche angerichtet hat, zeigt der aktuelle „Branchenmonitor Buch“, herausgegeben vom Börsenverein: so waren bei den am direktesten mit E-Books konkurrienden Taschenbüchern deutliche Einbrüche zu verzeichnen (minus 4,2 Prozent). Auffälligerweise gab es gerade im Bereich Belletristik Einbrüche (minus 3,2 Prozent) – dort verläuft schließlich in Sachen Genres ebenfalls die Hauptkampflinie zwischen gedruckt und digital.

Insgesamt konnte das gedruckte Buch mit plus 0,2 Prozent gerade mal eine schwarze Null schreiben, nach deutlichen Verlusten in den Jahren zuvor. Zu den Bereichen, die spürbaren Aufwind erleben, gehört dagegen das Hardcover und insbesondere das Genre Ratgeber- und Reiseliteratur. Gerade bei solchen aufwändig farbig illustrierten Werken scheint offenbar die Lektüre auf dem Tablet noch keine echte Alternative zu sein, oder mangels elektronischer Versionen ganz einfach auch noch zu fehlen.

Tolino-Allianz zieht erste Bilanz: Mehr als 50.000 verkaufte Geräte

Knapp 100 Tage ist der neue Tolino Shine im Handel – jetzt zogen Weltbild/Hugendubel und Thalia eine erste, positive Bilanz. „Der neue Reader verkaufte sich bereits im hohen fünfstelligen Bereich“, so berichtet etwa Weltbild/Hugendubel. Mit den mehr als 50.000 Geräten liege man deutlich über den optimistischen Erwartungen. Plansoll überfüllt meldet zugleich auch Thalia: die Verkäufe hätten „die bereits hohen Absatzzahlen von E-Readern im vergangenen Weihnachtsgeschäft weit überholt“, heißt es. Angekurbelt wurde mit der rasch wachsenden Reader-Plattform auch der E-Book-Absatz. Ein großer Teil des eBook-Umsatzes erfolgt bei Weltbild/Hugendubel offenbar bereits über den Direkteinkauf direkt vom Tolino Shine. Besonders deutlich werde dies am Beispiel von Dan Brown Thriller „Inferno“: „Bereits jedes zweite verkaufte Exemplar des aktuellen Nr. 1-Bestsellers ist ein eBook“, so Nina Hugendubel.

Low-Price plus offenes Ökosystem

Entscheidend für viele Kunden dürfte der Preis des Tolino Shine sein: Mit 99 Euro wird der Glowlight-Reader deutlich günstiger angeboten als vergleichbare Geräte von Amazon oder Kobo. Als Grund für den Erfolg nennt Weltbild insbesondere das „offene Ökosystem“ von Reader und dahinter stehendem Cloud-Speicher. „Der Tolino sperrt Kunden nicht in einen goldenen Käfig“, so Weltbild-Chef Carel Halff. Für den Kunden ist es letztlich egal, bei welchem Buchhandelsportal DRM-geschützte E-Books im epub-Format gekauft werden – sie lassen sich in der Telekom Cloud kostenlos und dauerhaft speichern und von überall abrufen. Für Amazon-Kunden jedoch bleibt das Tolino-Universum verschlossen.

Erfolgreich trotz Anlaufschwierigkeiten

Die „Gran Tolino Koalition“ war erst Anfang März 2013 gestartet: damals hatten die Deutsche Telekom, Thalia, Weltbild/Hugendubel und der Bertelsmann-Buchclub angekündigt, in Zukunft gemeinsame Sache zu machen. Anfangs hatte der Tolino Shine allerdings mit einigen Anlaufschwierigkeiten zu kämpfen: es gab Software-Macken etwa bei der Helligkeitsregulierung, außerdem fehlten wichtige Features wie etwa das Markieren von Textpassagen. Im Mai folge dann ein Firmware-Update, mit dem die Probleme behoben werden sollten. Noch vor dem Update attestierte die Stiftung Warentest dem Glowlight-Reader das Potential zum Kindle-Killer – bei einem deutlich besseren Preis-Leistungsverhältnis komme das Gerät technisch nahe an den Branchenprimus heran. Im E-Book-News-Test wurde der Tolino Shine mit „Gut“ (2,0) bewertet.

Abb.: Screenshot

Tolino Shine im Test: Wolkig mit Aufheiterungen

Gemeinsam gegen Amazon, das ist die Devise der „Tolino-Allianz“ zwischen Thalia, Weltbild &.Co und der Deutschen Telekom. Die Rolle des Kindle-Killers soll dabei der Anfang März gestartete Glowlight-Reader Tolino Shine übernehmen, ergänzt durch ein cloudbasiertes App-Universum. „Maximale Freiheit, Mobilität und Sicherheit“ wird dem Nutzer versprochen, denn einmal gekaufte E-Books bleiben „lebenslänglich“ in der TelekomCloud gespeichert. Der Tolino-Verkaufspreis von 99 Euro klingt verlockend: immerhin glänzt das Gerät mit XGA-Auflösung, 2 GB Speicher und langer Akkulaufzeit. Doch kann das speziell für den deutschen Markt entwickelte Lesegerät die hohen Erwartungen wirklich erfüllen? E-Book-News hat den Tolino Shine unter die Lupe genommen, und war am Ende eher ernüchtert. Insbesondere die Benutzeroberfläche lässt doch einiges zu wünschen übrig, zum Teil aber auch der Einkaufs-Service. Unser Tipp: Solange es kein Firmware-Update gibt, sollte man besser auf Alternativen vom Kobo Glo bis zum Kindle Paperwhite zurückgreifen.

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Wo sind sie, die 11.000 Hotspots?

Schon von außen wird auf den besonderen Clou des drahtlos funkenden Tolino Shine hingewiesen: “Gratis-Zugang zu über 11.000 Hotspots der Telekom” steht auf der Vorderseite der Verpackung, zudem wird die “TelekomCloud” erwähnt, auf der Rückseite findet man unter der Abbildung des Readers noch den Hinweis: “Powered by Deutsche Telekom”. Wo die einzelnen Hotspots zu finden sind, zeigt eine interaktive Karte, die auch die Eingabe des Standorts mit Postleitzahl und Adresse ermöglicht.

Extra-Taste für die Glowlight-Aktivierung

Öffnet man die Verpackung, lacht einem bereits das E-Ink-Display des Readers entgegen, versehen mit einem Smile und dem Text: “Ich bin Tolino”. Unter dem Gerät liegt neben Kurzanleitung und Garantiekarte auch ein USB-Kabel. Besonders auffällig am Äußeren ist der Home-Button unter dem Display. Der Mikro-USB-Port wie auch der SD-Kartenslot versteckt sich unter einer kleinen Klappe an der Unterkante (keine besonders stabile Lösung). Zum Einschalten bzw. “Aufwecken” dient eine Slidertaste an der linken Oberkante (Im Schlafmodus steht auf dem E-Ink-Screen die Nachricht: “Psst… tolino schläft.”) Daneben gibt’s an der rechten Oberkante noch einen Extrabutton zum Aktivieren des Glimmerlichts in der zuvor festgelegten Helligkeitsstufe.

Tolino Shine ist leichter als Kindle Paperwhite

Besonderes Augenmerk wurde beim Design auf die Haptik gelegt – abgerundete Kanten wie auch die speziell beschichtete Rückseite lassen den Tolino Shine gut in der Hand liegen. Mit einem Gewicht von 183 Gramm bleibt der Tolino Shine zudem auch noch unterhalb vergleichbarer Konkurrenzprodukte. Pluspunkt in Sachen Hardware ist der SD-Kartenslot: Amazon verzichtet bei den Kindle-Modellen leider auf diese Möglichkeit der Speichererweiterung. Bei der Touch-Screen-Technik wiederum wurde beim Tolino gespart: hier kommt Infrarot-Technik zum Einsatz, die nicht ganz so exakte Ergebnisse liefert wie das kapazitive Display des Kindle Paperwhite. Doch immerhin werden Eingaben mit der virtuellen Tastatur oder Fingertipps auf Menübuttons ohne große Verzögerung umgesetzt, und auch das Umblättern per Fingerwisch geht schnell vonstatten.

In Thalias Tolino-Store nur Kreditkartenzahlung?

Nach dem Einschalten gelangt man in wenigen Sekunden auf das Homescreen. Dort warten bereits drei vorinstallierte E-Book-Klassiker: “Frau Bovary”, “Die Verwandlung” sowie “Max und Moritz”. Im unteren Bereich des Homescreens wird man zur Anmeldung bzw. zum Anlegen eines Kundenaccounts beim jeweiligen Anbieter aufgefordert. Sobald der Tolino Shine registriert ist, findet man an dieser Stelle des Homescreens Buchempfehlungen sowie einen Link zum E-Store. Vom Content her unterscheiden sich die einzelnen Stores nicht – beim Layout wie auch Service jedoch schon. Thalia etwa ermöglicht (offenbar abhängig von der jeweiligen Wohngegend) nur die Bezahlung mit Kreditkarte oder Vorkasse, bei Weltbild, Hugendubel und Pageplace kann man grundsätzlich auch via Bankeinzug oder mit PayPal zahlen.

Textfunktionen hart am unteren Limit

Kontrast und Auflösung des Tolino Shine sind durchaus vergleichbar mit Konkurrenzprodukten vom Amazon bis Kobo. Beim Bedienkomfort jedoch hapert es – die Leseansicht bietet nämlich kaum Optionen. Tippt man in einem geöffneten E-Book auf den Seitenkopf, erscheinen fünf Symbole. Sie führen zur Kapitelübersicht, zu den Lesezeichen, zu den “Schrifteinstellungen”, der Helligkeitsregulierung sowie einer Suchfunktion. Da man zwar zwischen verschiedenen Fontarten wählen kann, Zeilenabstand sowie Zeilenbreite sich aber nicht verändern lassen, bleibt man der jeweiligen Formatierung auf Gedeih und Verderben ausgeliefert. Textzoom mit Zweifingergeste wie etwa beim Kindle Paperwhite gibt’s nicht, hier hilft nur der Umweg über das Menü, wo sieben Zoomstufen zur Verfügung stehen. Leider fehlt auch die Möglichkeit, Text zu markieren oder Anmerkungen zu machen, von einer Wörterbuchfunktion mal ganz zu schweigen. Bei der Regulierung der Helligkeit scheint sich ein Softwarefehler eingeschlichen zu haben – im oberen Drittel nimmt die „stufenlose“ Einstellung gleich mehrere Stufen auf einmal, so dass nur die Wahl zwischen dunkel und sehr hell bleibt.

Wenn die Cloud zur Einbahnstraße wird

Eigentlicher Clou des Tolino Shine ist natürlich der Cloud-Speicher. Der größte Nutzen beschränkt sich jedoch momentan auf E-Books, die man dort gekauft hat, wo auch der Reader erworben wurde – diese Titel lassen sich aus der Rechnerwolke wiederherstellen, falls man sie auf dem Reader selbst gelöscht hat. Andere E-Books dagegen, die man etwa via USB-Kabel auf den Reader übertragen hat, kann man lediglich vom Tolino Shine aus drahtlos in die Cloud hochladen, um sie mit der zugehörigen App auf Smartphone oder Tablet zu lesen. Der Weg von der Cloud zurück auf den Reader ist jedoch in diesem Fall versperrt. Immerhin lassen sich mit dem „Side Loading“ via USB-Kabel aber auch E-Books im epub- oder PDF-Format in die Cloud befördern, die man bei anderen Portalen gekauft hat (von Amazon mal abgesehen).

Fazit: Kein Kindle-Killer

Zum veritablen Kindle-Killer taugt der Tolino Shine augenblicklich kaum. Technisch mag das Display zwar in punkto Auflösung und Kontrast mit dem Paperwhite vergleichbar sein. Doch der Bedienkomfort fällt deutlich hinter alle anderen Glowlight-Reader zurück (warum sind nicht einmal Markierungen möglich?). Selbst der Gebrauchswert der TelekomCloud bleibt etwas wolkig, wozu auch die nicht besonders intuitive Benutzerführung beiträgt. Ein komplexes „Download/Upload“-Menü hätte man sich sparen können. Viel eleganter scheint da Amazons Lösung, die auf zwei getrennte Bibliotheksansichten für Gerät und Cloud setzt. Doch ohnehin ist die Telekom-Cloud ja eher ein „Nice to have“, zum Lesen selbst ist der Reader da – doch dessen Benutzeroberfläche kann momentan noch nicht überzeugen. Wer jetzt schon die TelekomCloud mit einem Glimmerlicht-Reader nutzen möchte, dem sei deswegen bis auf weiteres Thalias Cybook Odyssey HD FrontLight empfohlen – via Firmware-Update soll dieses Lesegerät ab Mitte März ebenfalls den direkten Draht in die Tolino-Wolke bekommen.

Tolino Shine Specs


Display

6 Zoll Touch-Screen E-Ink Display,
1024×758 Pixel (16 Graustufen)

Gewicht

183 Gramm

Schnittstellen

Mikro-USB, SD-Slot, WLAN

Speicher

4 GB intern (2 GB verfügbar)

E-Book-Formate

epub, PDF, etc.

Zus. Features

Glowlight-Funktion, Cloud-Up/Download

Betriebssystem

Android

Preis

99 Euro (z.B. via Thalia)

Verkaufsstart für Tolino Shine – Unboxing und erster Eindruck

Donnerstag morgen, in einer Thalia-Filiale mitten in Berlin, kurz nach zehn: der Filialleiter hängt noch Tolino-Plakate auf, am E-Reader-Tisch sind schon die ersten Testgeräte eingeschaltet. Daneben liegen Exemplare des Bookeen Cybook Odyssey, der jetzt für 79 Euro verramscht wird. Der Tolino Shine dagegen kostet 99 Euro, hat dafür aber Glowlight-Funktion und höhere Auflösung. Zubehör für den neuen Reader -- vom Neopren-Sleeve bis zum Steckdosenadapter -- ist auch schon da, und glitzert hinter Blisterpackungen. Daneben stapeln sich Leerverpackungen mit dem orangen Aufkleber: „Wir beraten Sie gerne“. Doch wo ist der Reader selbst? „Auf Lager“, heißt es -- und eine Minute später halten wir einen orignalverpackten Tolino Shine den Händen.

Schon von außen wird auf den besonderen Clou des drahtlos funkenden Tolino Shine hingewiesen: „Gratis-Zugang zu über 11.000 Hotspots der Telekom“ steht auf der Vorderseite der Verpackung, zudem wird die „TelekomCloud“ erwähnt, auf der Rückseite findet man unter der Abbildung des Readers noch den Hinweis: „Powered by Deutsche Telekom“. Öffnet man die Verpackung, lacht einem bereits das E-Ink-Display des Readers entgegen, versehen mit einem Smile und dem Text: „Ich bin Tolino“. Unter dem Gerät liegt neben Kurzanleitung und Garantiekarte auch ein USB-Kabel.

Besonders auffällig am Äußeren ist der Home-Button unter dem Display. Der Mikro-USB-Port wie auch der SD-Kartenslot versteckt sich unter einer kleinen Klappe an der Unterkante. Zum Einschalten bzw. „Aufwecken“ dient eine Slidertaste an der linken Oberkante. Daneben gibt’s an der rechten Oberkante noch einen Extrabutton zum Aktivieren des Glimmerlichts. Nach dem Einschalten gelangt man auf das Homescreen. Dort warten bereits drei vorinstallierte E-Book-Klassiker: „Frau Bovary“, „Die Verwandlung“ sowie „Max und Moritz“.

Die Textfunktionen sind sehr übersichtlich: tippt man in der Lesansicht auf den Seitenkopf, erscheinen fünf Symbole. Sie führen zur Kapitelübersicht, zu den Lesezeichen, zu den „Schrifteinstellungen“ (Fontgröße/Fontart), der Helligkeitsregulierung sowie einer Suchfunktion. Um alle Funktionen des Tolino Shine inklusive E-Store und Cloud-Speicher zu nutzen, muss der Reader via WLAN-Verbindung angemeldet werden. Drückt man die Slidertaste kurz nach rechts, wechselt der Reader in den Schlafmodus -- auf dem E-Ink-Screen steht dann die Nachricht: „Psst… tolino schläft.“

Erster Eindruck: mit dem Tolino Shine erhält man ein handliches, leichtes Lesegerät, das sich komfortabel mit dem Finger auf dem Touchscreen bedienen lässt. Der Kontrast des Displays ist dank Glowlight-Funktion sehr gut, auch kleine Fonts werden gestochen scharf dargestellt. Es fallen jedoch auch gleich ein paar Schattenseiten auf: Die Firmware scheint noch nicht perfekt zu sein -- denn viele von Kindle & Co. gewohnte Funktionen fehlen, vom variablen Zeilenabstand bis zum Markieren von Textpassagen oder einer Wörterbuchfunktion. Weitere Infos gibt’s in den nächsten Tagen in einem ausführlichen Testbericht.

„Wir machen grenzenloses Lesen möglich“ – Thomas Kiessling, Telekom-CPIO im Interview

„Wäre es nicht schön, wenn Bücher fliegen könnten?“ -- nicht zufällig beginnt so der Werbetrailer für den neuen Tolino Shine. Eigentlicher Clou der neuen Partnerschaft zwischen Thalia, Weltbild &. Co mit der Deutschen Telekom ist nämlich ein kostenloser Cloud-Service -- die „TelekomCloud“, in der alle geshoppten E-Books automatisch gespeichert werden. Über zahlreiche Telekom-Hotspots, aber auch in den Buchhandlungen der Tolino-Allianz ist die Bibliothek in der Rechnerwolke jederzeit kostenlos verfügbar. E-Book-News sprach auf der Tolino-Launch-Pressekonferenz am 1. März mit Dr. Thomas Kiessling, dem Chief Product Innovation Officer (CPIO) der Deutschen Telekom.

E-Book-News:
Auf der einen Seite klassische Buchhändler, auf der anderen Seite ein Telekommunikationsunternehmen -- was war die Motivation für diese Allianz?
Thomas Kiessling:
Hier ergänzen sich eigentlich zwei Partner perfekt: weil unsere Kernkompetenz in der Technologie und in den Cloud-Systemen, in den Endsystemen liegt, um das grenzenlose Lesen möglich zu machen. Wir haben ja schon vor einigen Jahren begonnen, mit unserer PagePlace-Marke hier gute Erfahrungen zu sammeln, auf der anderen Seite sind unsere Vertriebspartner natürlich die Experten um Bücher und E-Reader vor allem auch vor Ort in ihren Buchhandlungen zu verkaufen.

EBN: Was ist der Vorteil der Kombination aus Tolino Shine und Telekom-Cloud?
TK:
Aus Kundensicht ist das natürlich ein klasse Leseerlebnis: wenn ich ein digitales Buch gekauft habe, über irgend einen Shop unserer Vertriebspartner, oder übrigens auch hochgeladen habe aus meinen eigenen Beständen, wird dieses automatisch in den Tolino geladen, sobald ich in einem Hotspot bin. Es gibt 11.000 Hotspots, die kostenlos verfügbar sind für Tolino-Leser, das produziert natürlich eine ganz einmalige Leseerfahrung.

EBN:
Wie kommen denn E-Books in die Cloud, die man schon vor dem Tolino-Start besessen hat?
TK:
Das einfachste ist das sogenannte Side-Loading. Das heißt dass sie vom Browser ihres PCs zum Beispiel das Buch einfach transferieren, entweder über ein USB-Kabel in den Tolino hinein, oder aber direkt in die Cloud. Das ist alles leicht möglich möglich, solange es sich um Standardformate handelt, nämlich insbesondere epub- und PDF-Formate.

EBN:
Was ist mit DRM-geschützten Inhalten?
TK:
Das geht sehr nutzerfreundlich. Sie verbinden den Tolino via USB-Kabel mit dem PC, der Tolino wird Adobe-DRM geschützte Inhalte identifizieren und fragen, ob Sie diese Inhalte in der Cloud speichern möchten.

EBN:
Die Telekom-Cloud gilt ja „lebenslänglich“. Aber wieviel Platz ist denn vorhanden?
TK:
Für digitale Inhalte, die man von den Vertriebspartnern kauft, ist der Speicherplatz unlimitiert. Wenn Sie aber Ihre persönliche digitale Bibliothek in die TC transferieren, dann limitieren wir das auf 25 Gigabyte. Aber niemand wird die 25 Gigabyte [mit Büchern] jemals erreichen.

EBN:
Die Tolino-Allianz kommt insgesamt auf 1.500 Filialen -- etwa die Hälfte davon sind Telekom-Shops. Welche Rolle spielen die in Sachen E-Reading?
TK:
Wir verkaufen den Tolino Shine auch in unseren Telekom-Shops. Wir bieten dort aber natürlich auch andere Cloud-Dienste an, z.B. TV, oder unser Mediencenter, und auch Smartphones, die alle cloudfähig sind. Deswegen glaube ich, dass die Kunden auch in einen Telekom-Shop gehen, um sich beraten zu lassen, um vernetzten Leben und Arbeiten zu erfahren, und in diesem Fall eben digitale Bücher und unbegrenztes Lesen.

EBN:
Wo sehen Sie das zukünftige Potential der TelekomCloud?
TK:
Hier sind die Anwendungen fast grenzenlos. Stellen Sie sich vor, sie haben Ihre Bilder, Videos, das gesamte Merchandizing um ein Produkt herum, und Sie können das in der Cloud speichern. Das ist jetzt nicht sofort ab Anfang verfügbar, aber das ist natürlich unsere Produkt-Roadmap. Da kann man sich dann vorstellen, dass multimediale Inhalte, insbesondere Videos, auch Spiele, zu einem einheitlichen Angebot ausgebaut werden.

Abb.: Deutsche Telekom (c)

Tolino Shine im Schnell-Check: Kindle-Killer oder Scheinriese?

Um es gleich mal vorwegzunehmen: der neue Tolino Shine ist nicht wasserdicht! Wer also wie in den Promo-Bildern & dem Fernsehspot beim Lesen ein Schaumbad nimmt, sollte lieber eine transparente Schutzhülle nutzen. Ansonsten darf aber gelten: das von der Telekom, Weltbild, Thalia & Co. gestartete Lesegerät ist dank Touch-Screen, Glimmerlicht & XGA-Auflösung ein waschechter Vertreter der neuen High-End-Klasse. Mit einem Preis von 99 Euro wird der Tolino Shine zudem deutlich günstiger angeboten als die gesamte Glimmerlicht-Konkurrenz von Kindle bis Kobo. Offizieller Markstart ist am 7. März, vorbestellen kann man das Gerät aber schon jetzt -- und zwar in den Online-Stores aller beteiligten Partner. Dank gemeinsamer Cloud-Lösung kann auch der E-Book-Einkauf shopübergreifend stattfinden.

„Leichtigkeit des Lesens“ -- mit 183 Gramm

Besonderes Augenmerk wurde beim Design auf die Haptik gelegt -- abgerundete Kanten wie auch die speziell beschichtete Rückseite lassen den Tolino Shine gut in der Hand liegen. Mit einem Gewicht von 183 Gramm bleibt der Tolino Shine zudem auch noch unterhalb vergleichbarer Konkurrenzprodukte. Besonderer Pluspunkt in Sachen Hardware ist der SD-Kartenslot: Amazon verzichtet bei den Kindle-Modellen leider auf diese Möglichkeit der Speichererweiterung. Bei der Touch-Screen-Technik wiederum wurde beim Tolino gespart: hier kommt Infrarot-Technik zum Einsatz, die nicht ganz so exakte Ergebnisse liefert wie das kapazitive Display des Kindle Paperwhite.

Benutzeroberfläche auf Android-Basis

Die auf einem Android-Kern basierende Benutzeroberfläche glänzt mit graphischem Understatement -- nicht nur das Homescreen, auch Menüs und Leseansicht wirken sehr aufgeräumt. Bei der Lektüre kann man wählen zwischen sieben Schriftgrößen und sechs verschiedenen Fonts, Zeilenabstand und Rand lassen sich dagegen nicht verändern. Die Helligkeit verändert man über einen virtuellen Schieberegler, je nachdem, wie hell das Licht glimmt (& wie oft das WLAN strahlt), soll der Akku bis zu 7 Wochen durchhalten. Im Schnellademodus -- sprich via Steckdosen-Adapter -- erreicht der Ladebalken schon nach 250 Minuten wieder die 100 Prozent-Marke.

Großer Nutzwert dank TelekomCloud

Zum veritablen Kindle-Killer taugt der insgesamt eher schlichte Tolino Shine selbst wohl nicht. Ein Scheinriese ist jedoch auch nicht -- denn aus der Nähe betrachtet wächst der Nutzwert der Telekom-Cloud beträchtlich: hier ist nicht nur jedes gekaufte Buch dauerhaft gespeichert und downloadbar, es lassen sich zudem auch gratis persönliche Dokumente im epub- oder PDF-Format in die Rechnerwolke hochladen, die zuvor via USB auf den Reader gebracht wurden. Wer schon bisher E-Books bei Thalia, Weltbild & Co. gekauft hat, wird zudem neue und alte E-Bibliothek problemos synchronisieren können, verspricht die Telekom. Für gekauften Content ist die TelekomCloud unbegrenzt, für private Dokumente gibt es ein Limit von 500 MB pro Datei bzw. von 25 Gigabyte insgesamt. Da nicht nur die knapp 1.500 Filialen der Tolino-Partner mit WLAN ausgestattet sind, sondern auch bundesweit mehr als 11.000 HotSpots der Telekom kostenlos genutzt werden können, ist zumindest im städtischen Umfeld der direkte Draht zum Content trotz fehlender 3G-Schnittstelle gesichert.

Tolino Shine Specs


Display

6 Zoll Touch-Screen E-Ink Display,
1024x758 Pixel (16 Graustufen)

Gewicht

183 Gramm

Schnittstellen

Mikro-USB, SD-Slot, WLAN

Speicher

4 GB intern (2 GB verfügbar)

E-Book-Formate

epub, PDF, etc.

Zus. Features

Glowlight-Funktion, Cloud-Up/Download

Betriebssystem

Android

Preis

99 Euro (z.B. via Thalia)

Abb.: tolino.de

Gran Tolino Koalition: Telekom, Thalia, Weltbild & Co. verkünden E-Book-Deal

Bühne frei für Gran Tolino: Die Deutsche Telekom, Thalia, Weltbild/Hugendubel und der Bertelsmann-Buchclub machen in Zukunft gemeinsame Sache. Unter dem Label „Tolino“ vermarktet die ungewöhnliche Allianz einen neuen E-Reader („Tolino Shine“), aber auch eine Cloud-Bibliothek. Das wurde heute auf einer Pressekonferenz in der “Hauptstadtrepräsentanz” der Deutschen Telekom bekanntgegeben -- die selbst für den Betrieb der bibliophilen Rechnerwolke verantwortlich zeichnet. „Eine solche Kooperation aus führenden Buchhändlern eines Sprachraums mit einem Technologieunternehmen gab es noch nie“, so Thalia-Chef Michael Busch. „In der gemeinsamen Entwicklung tragfähiger nationaler Lösungen sehe ich riesen Chancen für uns“.

Tolino Shine plus TelekomCloud

Der ab 7. März erhältliche Tolino Shine ist schon optisch eine Kampfansage an Amazon: der schlanke Touch-Screen-Reader mit Glowlight-Funktion und XGA-Auflösung bringt alle wichtigen Features des Kindle Paperwhite mit. Und noch ein paar mehr: etwa einen SD-Kartenslot. Mit einem Preis von 99 Euro wird der Tolino Shine zudem deutlich günstiger angeboten als die gesamte Glimmerlicht-Konkurrenz von Kindle bis Kobo. Gerade bei E-Readern und Tablets hatten Thalia & Co. bisher Probleme – mangels eigener Mittel konnte man Kindle-Reader und Fire-Tablet nichts gleichwertiges entgegensetzen. Thalias Eigenentwicklung Oyo etwa wurde schon nach zwei Jahren wieder eingestellt. Weltbild dagegen setzte bei E-Ink lieber gleich auf Low-Cost-Geräte von Trekstor. Mit dem Tolino Shine hofft man sich nun technisch eher auf Augenhöhe mit der Konkurrenz zu bewegen. Trotzdem stichelte in der Fragerunde am Ende der Pressekonferenz Sascha Lobo wohl zu recht: „Meinen Sie nicht, Amazon kann das besser?“ Die Buchhändler waren sich jedoch einig: im stationären Handel muss man dem Kunden auch etwas in die Hand geben können.

Mit dabei: 11.000 W-LAN HotSpots der Telekom

Besonderer Clou der neuen E-Reading-Allianz ist allerdings die im Hintergrund werkelnde Telekom-Cloud: „Gemeinsam schaffen wir hier ein flächendeckendes und offenes Ökosystem für digitale Bücher“, so Thomas Kiessling, Innovationschef der Telekom. Gekaufte Inhalte werden in der Cloud kostenlos und dauerhaft gespeichert -- somit ist der Zugriff auf beliebigen Endgeräten möglich, bei DRM-geschützten Titeln bleibt die Zahl der nutzbaren Geräte freilich begrenzt. Den direkten Draht in die Rechnerwolke vermitteln neben 11.000 kostenfrei nutzbaren Hotspots der Telekom auch die WLAN-Netze in den 1.500 Fachgeschäften der Gran Tolino-Koalition.
Auch beim Verkauf der Reader setzt man auf die Verankerung vor Ort: „Schon bisher wurden die meisten Lesegeräte in unseren Filialen verkauft“, stellte Thalia-Chef Michael Busch fest.

Internationale Vertriebspartner gesucht

Bisher sind mit Thalia, Weltbild, Hugendubel und dem Bertelsmann Buchclub vier klassische Buchhandels-Konzerne mit im Boot -- doch die Gran Tolino-Koalition ist offen für neue Mitglieder, nicht nur national: „Wir sind auf der Suche nach internationalen Vertriebspartnern, um es auch auf dieser Ebene mit der Konkurrenz aufzunehmen“, so Telekom-Innovationschef Thomas Kiessling. Ein neues iTunes wolle man aber nicht sein, so Busch und Kiessling auf Nachfrage -- zumindest vorerst möchte man sich auf die Kernkompetenzen besinnen, und das sind eben E-Books. Ob das wirklich ausreicht? Neben Apple bietet schließlich auch Amazon bereits eine Cloud-Lösung an, die vor allem auf Musik, Video und Bilder ausgerichtet ist.

Tolino Shine Specs


Display

6 Zoll Touch-Screen E-Ink Display,
1024x758 Pixel (16 Graustufen)

Gewicht

183 Gramm

Schnittstellen

Mikro-USB, SD-Slot, WLAN

Speicher

4 GB intern (2 GB verfügbar)

E-Book-Formate

epub, PDF, etc.

Zus. Features

Glowlight-Funktion, Cloud-Up/Download

Betriebssystem

Android

Preis

99 Euro (z.B. via Thalia)

Abb.: tolino.de (c)