Print ist links, digital neoliberal, Meinungsfreiheit ein Fall für die Wochenendausgabe…?

Ist Print links, Digital liberal? Eine interessante Frage. „Selbst als links geltende Medienhäuser sind damit beschäftigt, ihre Tageszeitungen abzuschaffen“, tadelte kürzlich die „Junge Welt“ in einem Editorial, und meinte damit taz und Neues Deutschland. Die würden nämlich beide ihre Wochenendausgaben „aufblasen“ und den Ausstieg aus der werktäglichen Printausgabe planen. Tatsächlich „bastelt“ auch das ND nicht nur an „diversen digitalen Formaten“ herum, sondern serviert seinen Lesern Ende Oktober eine Blattreform: die dann bereits im Titel als „ND. Der Tag“ erkennbare Wochentags-Ausgabe schrumpft (außer donnerstags) von 20 auf 16 Seiten, Themen die nicht ganz wegfallen (wie etwa die Panorama-Seite) werden auf die jeweilige Wochenend-Ausgabe („ND. Die Woche“) verschoben. Zugleich wirbt ein grafisch frisch gestyltes Online-Magazin namens „Supernova“ um junge LeserInnen.

Die taz hat ja schon vor einiger Weile viele Ressourcen in Richtung Wochenend-Ausgabe und Online-Redaktion verschoben, und kurz vor dem Umzug ins neue Gebäude den GenossInnen schon mal den Ausstiegstermin in Sachen Werktags-Print prophezeit: 2022. Hintergrund dieses bisher nur „vorgeschlagenen“ Szenarios: Schon jetzt zahlt die Hälfte der pro-aktiven Lesergemeinde nicht für die gedruckte Ausgabe, sondern nur für die Samstagsausgabe, für das E-Paper oder spendet freiwillig für die kostenlos lesbare Online-Ausgabe.

„Mit dem aktuellen Schritt hinkt das ND der taz zwar mehr als drei Jahre hinterher — dafür wird das ND keine vier Jahre brauchen, um sich selbst als Tageszeitung abzuschaffen“, ätzt die JW. Und setzt selbstbewusst ihren eigenen Plan dagegen: weiterhin gedruckt und digital zu erscheinen, und damit — jetzt wird’s spannend — die grundgesetzlich garantierte Meinungs- und Pressefreiheit sicherzustellen. Artikel 5 (1) zufolge hat ja jeder das Recht, sich aus „allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten“.

Wie „allgemein zugänglich“ online-only-Inhalte sind, ist angesichts diverser Gatekeeper und oft unbemerkt waltender Filtermechanismen eine gute Frage. Die JW fordert deswegen lieber die Aufrecherhaltung „einer adäquaten (Print-)Infrastruktur, wie es mit dem deutschen Grossosystem entwickelt wurde“. So hätten auch kleinere Verlage „zumindest eine Chance, an Zeitungsverkaufsstellen präsent und damit allgemein zugänglich zu sein“.

Außerdem, so das Kalkül der JW, kann eine gedruckte Zeitung natürlich zusätzlich auf Demos verteilt oder im Kollegen- und Bekanntenkreis weitergegeben werden. Letztlich setzt die JW also auf den politisch-gesellschaftlichen Gebrauchswert der gedruckten Ausgabe — und stellt tatsächlich dann auch die These auf: wenn dieser Gebrauchswert stimmt, kann man „gegen alle Trends die [Print-]Auflage steigern“. 1.300 Print-Abos sollen bis Anfang 2019 hinzugewonnen werden, nebst 600 Online-Abos. Angesichts der politisch aufgeheizten Stimmung im Land könnte diese Rechnung tatsächlich aufgehen…

Wochentags bald nur noch digital? taz bereitet Leserschaft auf das Ende der gedruckten Ausgabe vor

taz-zahlen-ichDie gute Nachricht zuerst: die taz hat immer noch 60.000 zahlende Leser, so wie in ihren besten Zeiten. Die schlechte lautet allerdings: die Hälfte von ihnen zahlt nicht für die gedruckte Ausgabe, sondern nur für die Samstagsausgabe, für das E-Paper oder spendet freiwillig für die kostenlos lesbare Online-Ausgabe. Und die Zahl der Print-Abonnenten wird in den nächsten Jahren wohl weiter stetig sinken — so dass die Kosten für Druck und Vertrieb sich irgendwann in naher Zukunft nicht mehr rechnen werden.

Taz-Geschäftsführer Kalle Ruch bereitet die taz-Genossenschaft deswegen schon mal gedanklich auf die große Transformation vor (Grundlage ist der „innovationsreport 21“): „Das Zeitalter der gedruckten Zeitung ist zu Ende, der Journalismus lebt im Netz weiter“, heißt es in der aktuellen Mitgliederinfo. Man werde sich von alten Gewohnheiten verabschieden müssen — mit anderen Worten: die Tage der per Boten vor die Haustür gelieferten Zeitung seien vorbei, zumindest wochentags.

Ruch hat auch gleich ein aktuelles Menetekel bei der Hand: in Östereich habe mit Morawa gerade ein großes Medienunternehmen bekanntgegeben, die Sparte Pressevertrieb Endes des Jahres zu schließen — denn der Verkauf von Zeitungen und Zeitschriften im Einzelhandel werfe nicht mehr genügend Gewinne ab. Zukünftig gibt es dann nur noch einen großen Pressevertrieb in Österreich, was wohl auch heißt: es wird bald noch teurer werden, Zeitungen in die „Trafiks“ zu bringen.

Und so stellt sich der taz-Geschäftsführer im „Szenario 2022“ die Zukunft in Deutschland vor: „Sie kommen morgens zur Arbeit und haben auf Ihrem Smartphone oder Tablet schon alles erfahren, was Ihnen wichtig ist. Sie haben dieses digitale Angebot vielleicht kombiniert mit der taz am Wochenende auf Papier, die sich noch mehr von der Werktags-Taz unterscheiden wird als jetzt schon. Wir sparen gemeinsam Papier und können alle die Zusteller der Wochenendausgabe anständig bezahlen.“

Also mehr Smartphone, aber nicht nur — die tazler planen den „Journalismus der drei Geschwindigkeiten“: „Online bringen wir von morgens bis abends fortlaufend neue Berichte, Reportagen, Interviews, Analysen, Kommentare und Satiren, nennen wir es: den stündlichen taz-Journalismus. Dann brauchen wir die tägliche Erscheinungsweise, denn auch auf dem Smartphone funktioniert das alte Tageszeitung-Prinzip, einmal am Tag die Welt mit den Augen der taz zu betrachten. Schließlich die taz am Wochenende, die Sie auch bequem in der App auf dem Telefon lesen können.“

(via Meedia

Krypto-Krautpublishing: taz-Paywahl jetzt auch mit Bitcoins – 5.000 Euro in 24 Stunden erreicht

Alternative Tageszeitung trifft alternative Währung, das passt wirklich perfekt: wer die Berliner taz unterstützen möchte, kann sich für die kostenlos lesbare Online-Version der Gazette ab jetzt auch mit Bitcoins bedanken. Schon bisher spenden viele „Freizahler“ regelmäßig im Rahmen der „Paywahl“ recht fortschrittlich z.B. per Flattr, PayPal & Co., was seit Start der taz-zahl-ich-Kampagne im Jahr 2011 ingesamt schon mehr als 260.000 Euro einbrachte. Unter der Adresse 165dtfwNvyMUbLGdqf87w8DfZX7i542Fyr (im Bild links als QR-Code dargestellt) geht das nun auch mit der hippen Kryptowährung – dieser öffentliche Schlüssel ist sozusagen die Bitcoin-Kontonummer der taz.

Gerade für Krautpublishing-Strategien sind Bitcoins wohl die idealste Form der Transaktion, denn es fallen praktisch keine Gebühren an: das Peer-to-Peer-Prinzip funktioniert ohne traditionelle Finanzdienstleister, auch die notwendige Rechenpower zur Aufrechterhaltung der virtuellen Währung wird komplett von der Internet-Crowd beigesteuert. Wer für einen guten Zweck spendet, weiß also: 99,9 Prozent der Summe kommt an – das dürfte die Geberlaune deutlich steigern.

Ideal gerade für das moderne Fundraising ist auch die Transparenz: Sobald eine Bitcoin-Adresse öffentlich ist, sind alle Zahlungen in der „Blockchain“, sozusagen dem Bitcoin-Kassenbuch, öffentlich sichtbar: unter https://blockchain.info/address/165dtfwNvyMUbLGdqf87w8DfZX7i542Fyr kann man im Fall der taz z.B. erkennen, dass seit dem 21. Juli um 18.23 Uhr insgesamt 10,84 Bitcoins überwiesen wurden, was einem Betrag von knapp 5.000 Euro entspricht. Wobei auffällt: ein besondes motivierter taz-Fan hat gestern abend gleich 10 Bitcoins auf einmal lockergemacht.

Wer das war, bleibt aber ein Geheimnis. Ein weiterer Vorteil von Bitcoins ist nämlich: auch wenn die Zahlung selbst in der Öffentlichkeit stattfindet, bleibt der Absender mehr oder weniger anonym. Bitcoins funktionieren insofern ähnlich wie Bargeld – aus Sicht des Datenschutzes endlich einmal ein Lichtblick in der Welt des elektronischen Bezahlens. Und damit ein weiterer Pluspunkt aus Krautpublishing-Perspektive.

„Pay-Wahl“ statt Pay-Wall: taz testet freiwillige Bezahlschranke

Andere Blätter machen kräftig Miese (FR), machen gleich dicht (FTD), oder verbarrikadieren sich hinter Bezahlschranken (Springer). Die Online-taz dagegen hält auch weiter am Prinzip „Kostenlos, aber nicht umsonst“ fest – immerhin spülte die freiwillige „taz-zahl-ich“-Kampagne seit Anfang 2012 knapp 40.000 Euro in die Kasse der alternativen Tageszeitung. Die Produktion der Online-Ausgabe schlägt allerdings mit mindestens 600.000 Euro pro Jahr zu Buch – die via Lastschrift, PayPal oder Flattr gespendete Summe trägt also bisher nur wenig mehr als fünf Prozent der Ausgaben. Ein guter Grund für die Macher der taz, seit kurzem eine neue Krautfunding-Strategie auszuprobieren – in Form einer über jedem zehnten Artikel aufpoppenden Pseudo-Paywall. Im Unterschied zu echten Bezahlschranken lässt sie sich jedoch wegklicken: „Statt einer Paywall bauen wir also eher eine Pay-wahl“, so Aline Lüllmann (taz.de).

Die „offensiv beworbene Möglichkeit des Zahlens von Kleinbeträgen“ (O-Ton taz.de) trägt offenbar erste Früchte: in wenigen Tagen zückten mehr als 1000 Leser die virtuelle Geldbörse. Manchen ging die Aktion jedoch ganz schön auf den Keks, denn die Popup-Paywahl unterscheidet nicht zwischen normalen Usern und bereits aktiven Unterstützern. Nach zahlreichen Beschwerden aus der taz-Community wurde deswegen ein Extra-Button hinzugefügt: Wählt man ab jetzt die Option „Ich zahle bereits regelmäßig“ aus, verschwindet die Paywall komplett, jedenfalls, solange der jeweilige Cookie gültig ist. Tatsächlich nimmt die taz mittlerweile den Löwenanteil der Spenden durch regelmäßige Zahlungen per Lastschrift ein. Im Durchschnitt zahlen User für dieses freiwillige Abo 5 Euro pro Monat.

Bei mehr als einer Million regelmäßigen Lesern von taz.de könnte dieses Modell theoretisch sogar eines Tages kostendeckend sein. Zumindest, wenn parallel die Zahl der regulären ePaper-Abonnements gesteigert werden kann, die den kompletten Inhalt der Print-Ausgabe bieten (derzeit: 3.500 ePaper-Abos gegenüber 45.000 Print-Abos). Hier liegt sogar eine Chance – denn die taz war immer schon ein zu drei Vierteln leserfinanziertes Blatt. In der Zwischenzeit wird die Digital-Sparte wohl auch für die alternative Tageszeitung ein Zuschussgeschäft bleiben. „Bisher war das Internet für die Zeitungsverlage ein einziger Irrtum“, beklagte sich im letzten Jahr noch taz-Geschäftsführer Kalle Ruch. In Zukunft setzt die taz übrigens verstärkt auf Kombi-Abos – vor allem die Bündelung von gedruckter Wochenend-Ausgabe (inklusive „Sonntaz“) und täglichem ePaper (16,90 Euro pro Monat) dürfte für viele Leser attraktiv sein.

Abb.: Screenshot

Digi Abo de luxe: taz-iPaper speziell für iPhone & iPad

Die taz als E-Paper auf Mobilgeräten lesen kann man schon lange, und das in den unterschiedlichsten Formaten von html bis zu mobi & epub. Nicht ganz so komfortabel war bisher allerdings für Abonnenten des Digi-Abos die Lektüre auf iPad oder iPhone. Denn es gibt zwar eine taz-App, doch die erlaubt nur den Einzelverkauf zum Preis von 79 Cent. Nun bieten die tazzler den knapp 3.500 regelmäßigen Beziehern des E-Papers allerdings ein interessantes Workaround an. Sie können sich mit ihren Abo-Daten über den Safari-Browser auf einer speziellen Download-Seite einloggen. Von dort aus lädt man das aktuelle iPaper im medial aufgepeppten epub-Format herunter und wählt als Option „Öffnen in iBooks“ (Voraussetzung ist Version 2.0 von Apples E-Reader-App).

Im iBooks-Regal steht dann das iPaper direkt zur Verfügung. Wie bei der taz-App kann man zwischen dem Drucklayout und einer Textansicht hin- und herwechseln. Tippt man einen Artikel im zoombaren Drucklayout an, gelangt man in den Textmodus. Ein Fingerwisch von oben nach unten bringt den Leser zurück auf die Seitenansicht. Natürlich ist iBooks letztlich doch eine Bücher-App und keine perfekter Viewer für E-Newspaper. Liest man im Querformat, verwandelt sich die taz zum aufgeschlagenen Schmöker im Doppelseiten-Stil. Dagegen sieht die eigentlich taz-App – entstanden in Kooperation mit textunes – deutlich besser aus. Dort bekommt man nämlich den zeitungstypischeren Zweispaltensatz mit Trennlinie zu sehen, den man zudem nicht durchblättert, sondern durchsrollt. Doch als Workaround ist das iPaper wohl erstmal akzeptabel.

Wer das iPaper im Abo bestellen will, kann sich zwischen drei Varianten entscheiden. Sollen es monatlich 10 Euro sein (Standardpreis), oder lieber 20 bzw. 30 Euro („politischer Preis“?). Wie bei der gedruckten taz gilt nämlich auch beim Digi-Abo das Soli-Preis-System: man zahlt, was man kann und will. Wer das übrigens auch DRM-freie iPaper im epub-Format ausprobieren möchte, kann auf taz.de auch eine Testausgabe herunterladen.

Paid Content andersrum: taz.de erzielt 2011 fast 30.000 Euro via Crowdfunding

Von wegen Zeitungskrise – der taz geht es so gut wie nie. Seit 2009 schreibt die alternative Tageszeitung wieder schwarze Zahlen. Neuerdings kommen auch Gewinne herein, von denen andere Blätter nur träumen können: die Leser von taz.de spenden nämlich freiwillig für die Online-Inhalte. „taz-zahl-ich“ nennt sich die im Frühjahr gestartete Kampagne, die jetzt eine erste Bilanz gezogen hat: „Im Jahr 2011 sind bis jetzt über taz-zahl-ich und flattr 27.716,77 Euro eingegangen. Wahrscheinlich  knacken wir die 30.000-Euro-Marke und hoffentlich geht es nächstes Jahr so weiter“, freute sich Aline Lüllmann jetzt auf dem taz-Hausblog. Mittlerweile gehen jeden Monat knapp 3000 Euro an Spenden ein, die Zahl der regelmäßigen „FreizahlerInnen“ wächst.

Springer setzt auf Bezahlschranke bei WELT online

Die Rudi-Dutschke-Straße in Berlin-Kreuzberg ist der Schauplatz für einen Clash der Zeitungs-Kulturen – auch, was Paid Content-Strategien betrifft. An einem Ende Springer, am anderen Ende taz. Für das nächste Jahr hat Springer-Chef Döpfner bereits den forcierten Galopp in Richtung Bezahlschranken angekündigt: „Wir werden 2012 noch entschiedener auf Bezahlinhalte im stationären Web umschwenken“. Als erstes wird es wohl die Webseite der Tageszeitung Die Welt treffen – ihre Inhalte sollen über ein „metered access“-Modell verwertet werden. Vorbild ist dafür die finanziell klamme New York Times, die seit Anfang des Jahres regelmäßige Besucher des Portals zur Kasse bittet. Bei Springer steckt hinter der Paid Content-Ausweitung natürlich auch die Hoffnung, bereits jetzt kostenpflichtige Apps für Smartphones und Tablets besser vermarkten zu können, wenn es kein Schlupfloch mehr im freien Internet gibt.

taz-Leser spenden bevorzugt per Lastschrift

Am anderen Ende der Rudi-Dutschke-Straße denkt man genau andersherum: taz.de soll dauerhaft frei zugänglich und kostenlos bleiben. „Unsere Idee ist, dass man den Leuten erst etwas gibt und sie dann fragt, ob sie dafür bezahlen wollen“, so Online-Redaktionsleiter Matthias Urbach. Bezahl-Apps und kostenpflichtige E-Paper-Abos gibt es im taz-Universum zwar auch. Die Website jedoch setzt auf Crowdfunding-Effekte. Am Anfang standen flattr-Buttons, seit dem Start der taz-zahl-ich-Kampagne gibt es eine ganze Phalanx an Bezahlformen, von PayPal und Kreditkarte bis zur Handy-Abbuchung. Den wichtigsten Anteil am Spendenkuchen machten aber interessanterweise Lastschrift- und Direktüberweisungen aus, während die flattr-Zahlungen stagnieren. Immer mehr User nutzen in den letzten Monaten die Möglichkeit regelmäßiger Abbuchungen per Lastschrift, wählten also quasi ein freiwilliges Online-Abonnement. Anders als bei flattr oder PayPal fallen bei einer Einzugsermächtigung keine Gebühren an – für viele Spender offenbar ein wichtiges Argument.

Crowdfunding-Potential noch längst nicht ausgereizt

Insgesamt bleibt der Erfolg noch überschaubar – bei knapp 3000 Euro pro Monat kommt der Gegenwert von 80 regulären Print-Abos (Preis: 37,90 Euro) bzw. 300 E-Paper-Abos (Preis: 10 Euro) zusammen. Das als PDF, HTML oder epub erhältliche E-Paper verkauft sich im Vergleich dazu deutlich besser – mehr als 3000 Abonnenten bringen der taz monatlich soviel ein, wie an Spenden im ganzen Jahr 2011 zusammengekommen sind. Im E-Paper-Bereich ist die taz damit sogar erfolgreicher als der Springer-Verlag mit seinen Titeln Welt/Welt Kompakt sowie BILD. Doch man sollte das Crowdfunding-Potential von taz.de auch nicht unterschätzen. Mit mehr als vier Millionen eindeutigen Besucher (Unique Visitors) pro Monat erreicht die taz weitaus mehr Leser online als auf dem Papier. Wenn es gelingt, ein paar Prozent der aktuellen UserInnen für die taz-zahl-ich-Kampagne zu gewinnen, könnte auch die bisher defizitäre Online-Ausgabe demnächst schwarze Zahlen schreiben.

Abb.: flickr/ЯAFIK ♋ BERLIN

Friendly takeover: taz kann jetzt via Browser-Plugin kachingelt werden

Mit dem Browser-Plugin „KachingleX“ gelten neue Regeln für das Crowdfunding: wo Spenden gesammelt werden können, entscheiden ab jetzt die Leser. Zu den ersten deutschen Seiten, auf denen KachingleX funktioniert, gehört taz.de, die Web-Plattform der alternativen Tageszeitung aus Berlin. Die Möglichkeit zum „Friendly takeover“ ist Teil eines Relaunches des 2009 gestarteten Crowdfunding-Netzwerks Kachingle. Einfacher geworden ist dank Facebook-Integration nun auch die Anmeldung – außerdem ist die Teilnahme am Netzwerk im ersten Monat kostenlos. E-Book-News hat die neuen Features getestet und sprach mit Kachingle-Gründerin Cynthia Typaldos.

“Die taz zahl ich“ – Crowdfunding ohne Kachingle?

„Die taz zahl ich“ heißt es seit kurzem auf taz.de – neben dem flattr-Button lässt sich eine spezielle Spenden-Konsole aufklappen. Erklärtes Ziel der tazzler ist es, das Webangebot auch zukünftig frei zugänglich zu halten. Paywalls passen nicht zum genossenschaftlichen Konzept der alternativen Tageszeitung. Andererseits steht und fällt das Modell mit dem Engagement der Leser. Genau darauf zielt die „taz zahl ich“-Kampagne, sie soll möglichst viele verschiedene Zahlungsmöglichkeiten anbieten: Kreditkarte, Lastschrift, Handy-Transfer, Paypal und auch Direktüberweisung. Fehlte eigentlich nur noch das Kachingle-Medaillon. Das gleichnamige Crowdfunding-Netzwerk aus den USA ermöglicht damit per Mausklick das Abonnieren teilnehmender Websites. Jeder Besuch wird gezählt, zugleich macht Kachingle aber auch transparent, wer wen fördert. Kachingle setzt damit auf soziale Interaktion: Nach dem Motto „Klick gutes und sprich darüber“ sollen die Crowdfunding-Aktivitäten des Users Teil seiner „Online-Persönlichkeit“ werden.

Die Zahl der KachingleX-Seiten wächst täglich

Bisher musste dazu allerdings der jeweilige Website-Betreiber selbst den ersten Schritt machen. KachingleX behebt diesen Mangel: das Browser-Plugin (erhältlich für Firefox, Chrome, Safari und IE) blendet im oberen Bereich des Browserfensters eine virtuelle Spendenleiste ein. Auf welchen Seiten das funktioniert, entscheiden die Leser selbst – sie können bei Kachingle Vorschläge machen. Die Seiten werden innerhalb weniger Stunden vom Kachingle-Team überprüft und aktiviert. Teil des Aktivierungsvorgangs ist dabei auch eine Benachrichtigung des Seiteninhabers. In der Seitenübersicht des Kachingle-Netzwerks sind solche „virtuellen“ Teilnehmer dann an einem kleinen „KX“-Logo zu erkennen. Zu den via KachingleX bereits neu aufgenommenen Seiten gehören neben taz.de auch etwa saschalobo.com, Netzpolitik.org und Spreeblick.

Kachingle zielt jetzt auf die Masse der normalen User

Für Kachingle ist das neue Browserplugin zentraler Bestandteil einer neuen Strategie: „Wir waren die letzten sechs Monate damit beschäftigt, neue Features zu schaffen, mit denen sich unser Fokus von Seitenbetreibern auf die normalen User verschieben wird“, so Cynthia Typaldos gegenüber E-Book-News. Denn nach knapp eineinhalb Jahren Kachingle-Betrieb gibt es zwar ein paar Hundert teilnehmende Websites, allerdings nur wenige Nutzer, die nicht gleichzeitig auch Seitenbetreiber sind. „Wir denken dass KachingleX die entscheidende Zutat ist, um den normalen Web-Usern Kachingle schmackhaft zu machen“, so Typaldos. Bevor man KachingleX nutzen kann, muss man natürlich Mitglied bei Kachingle werden. Doch auch das ist jetzt einfacher geworden – über eine Facebook-Integration kann man zur Anmeldung bei Kachingle ganz einfach die Login-Daten des sozialen Netzwerkes nutzen. Im ersten Monat ist die Nutzung kostenlos – danach zahlt man eine monatliche Mitgliedsgebühr von 5 Dollar (umgerechnet etwa 3,38 Euro).

Nur die New York Times wollte keine Spenden

E-Book-News hat sich die neuen Funktionen vom Kachingle-Team live via Webmeeting vorführen lassen und das Browser-Plugin installiert. Als neues KachingleX-Mitglied haben wir dann gleich mal die taz vorgeschlagen. Neben der URL und einer E-Mail-Adresse des Seitenbetreibers kann man im Browser-Formular auch eine Begründung angeben – unsere war natürlich klar: die taz ist eine tolle Zeitung, die wir längst schon geflattert haben, jetzt aber endlich auch kachingeln möchten. Eine Stunde später kam per E-Mail die Rückmeldung: „Your recommendation has been implemented and we have created a Kachingle KX Medallion for the site.“ Kurz darauf zeigte der Blick in den Browser schon zwei Kachinglers, deren Besuche bei taz.de gezählt werden. Um die gesammelten Spenden zu kassieren, muss der Seitenbetreiber irgendwann Kachingle-Mitglied werden. Meistens dürfte die Höhe der gesammelten Beträge dafür das beste Argument sein. Beschwert hat sich über KachingleX-Spenden bisher niemand – abgesehen von der New York Times. Die drohte Kachingle bei einem ersten Test von KachingleX im Herbst 2010 sogar mit juristischen Konsequenzen – das „friendly takeover“ der kalifornischen Crowdfunder wurde als Angriff auf die geplante Paywall verstanden.

Erfolgreiche E-Paper-Alternative: taz überholt Bild & Welt bei digitalen Abos

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Die Leser von Bild und Welt sind medial offenbar konservativer, als sich der Springer-Verlag wünscht. Die E-Paper-Bilanz beider Blätter ist jedenfalls katastrophal: kaum mehr als elfhundert Abos wurden seit dem Start der iKiosk-Plattform im Mai 2010 eingeworben. Die alternative taz bringt es dagegen schon auf fast dreitausend Abonnenten. Für taz-Blogger Sebastian Heiser gibt es dafür („abgesehen vom besseren Inhalt“) drei Gründe, warum das E-Paper der taz attraktiver ist als digitale Faksimiles von Welt & Bild: die Digi-Taz sei schneller, günstiger und biete mehr Formatvielfalt.

Als epub kommt die taz auch auf den E-Reader

Doch auch historisch hat die taz einen Vorsprung – mit digitalen Formaten experimentiert man in der Rudi-Dutschke-Straße schon seit Mitte der Neunziger Jahre. Das erste E-Paper-Angebot der alternativen Tageszeitung gab es bereits, als von iPhone und iPad noch gar nicht die Rede war. Anfänglich wurde das Blatt mit der Tazze auf der Titelseite den Abonnenten per E-Mail-Attachment wahlweise als PDF, HTML oder TXT-Datei geschickt. Ob man auf dem Desktop liest oder mobil, bleibt dem Nutzer überlassen. Da die tazzler auf DRM verzichten, lässt sich das E-Paper auf jedes gewünschte Gerät übertragen. Mittlerweile gibt’s die taz zusätzlich im mobi- und epub-Format – man kann also den Volltext der gedruckten Ausgabe auch bequem auf dem E-Ink-Display von LumiRead, Oyo, Kindle & Co. konsumieren. Testdateien lassen sich beim Abo-Service der taz herunterladen.

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E-Paper der taz wahlweise zum „politischen Preis“

Wer ganz aufs Papier verzichtet, kann dabei im Vergleich zu Welt (29,99 Euro) und Bild (12,99 Euro) einiges sparen. Doch man muss sich entscheiden: Das digitale Abo kommt taz-üblich in zwei Varianten. Einmal für 10 Euro zum Standardpreis, sodann für 20 Euro zum “politischen Preis”. Mit letzterem wird ein verbilligtes Abo der Papierversion für Bedürftige unterstützt (die dafür einen besondes ermäßigten “Solipreis” zahlen). Ähnlich wie Welt und Bild gibt’s die taz übrigens auch schon als eigenständige App für iPhone und iPad, allerdings ohne multimedial aufbereitete Inhalte. Wie sich die taz aus dem App Store gegenüber den Schüttel-Girls und rotierenden Globen aus dem Hause Springer schlägt, ist leider noch nicht bekannt. Zu vermuten wäre aber, das hier das Ergebnis etwas ausgeglichener ist. Schon allein deshalb, weil via In-App-Shopping die taz und Bild im Einzelverkauf jeweils 79 Cent kosten.

„Removed from sale“: taz stoppt Einzelverkauf im iBook-Store

keine taz auf dem ipad.jpgNach nur drei Wochen stellt die taz den Einzelverkauf im iBook-Store wieder ein. Grund sind technische Probleme mit der täglichen Aktualisierung der iPad-Ausgabe – und die Weigerung von Apple, bei der Lösung behilflich zu sein. Um die taz als E-Paper auf Apple-Geräten zu lesen, braucht man nun wieder ein reguläres Digi-Abo, das ab zehn Euro pro Monat zu haben ist. Davon profitieren übrigens auch Kindle- und Blackberry-Nutzer: denn die taz gibt’s jetzt zusätzlich im mobi-Format.

Mit der taz verliert iBooks den Bestseller Nummer eins

„Die taz ist nicht für jeden“, hieß es mal in einem viralen Marketing-Clip – in diesem Fall waren Bildzeitungs-Leser gemeint. Doch nicht nur für Männer in Feinripp scheint das in der Berliner Rudi-Dutschke-Strasse produzierte Blatt ein rotes Tuch zu sein. Auch iPad-Buchhändler Steve Jobs passt die alternative Tageszeitung nicht ins Programm. Das Unternehmen Apple verweigerte der taz von Anfang an die Unterstützung bei der Lösung technischer Probleme. Schließlich zog das Blatt die Notbremse – der Einzelverkauf wurde gestoppt. Mit dem Aus für die epub-Ausgabe im iBook-Store ist der Versuch, das digitale Bücherregal mit journalistischem Content zu bereichern, nach nur drei Wochen gescheitert. Vom 7. Juni an konnten deutsche Leser die Zeitung mit der Tatze auf dem Titelblatt für 99 Cent auf das iPad laden. Die Nachfrage war groß. Innerhalb kürzerster Zeit avancierte die taz zur Nummer Eins in den iBook-Charts. Gerade dort, wo die taz nur schwer am Kiosk zu bekommen ist oder die Postzustellung lange auf sich warten lässt, stieß die epub-Version für das iPad auf großes Interesse. In der letzten Woche wurden mehr als 800 Exemplare verkauft.

iBooks ist kein Online-Kiosk: die tägliche Aktualisierung von epubs macht Probleme

Die technische Anpassung des iBook-Stores an den Verkauf einer täglich erscheinenden Publikation bereitete allerdings von Anfang Probleme. „Es dauerte stets mehrere Tage, bis eine hochgeladene Ausgabe in den virtuellen Bücherregalen gelandet war“, so Matthias Bröckers im taz-Hausblog. „Da wir von Apple keine Hilfesstellung für dieses Problem bekamen griffen wir zur Selbsthilfe: wir aktualisierten einfach den Inhalt der schon im Verkauf befindlichen Ausgabe, denn dieses Update ließ sich ohne Zeitverzögerung durchführen.“ Damit handelte man sich allerdings neues Ungemach ein. Tag für Tag firmierte die jeweils neueste Ausgabe unter dem Datum 7. Juni – was viele potentielle Käufer verwirrte. Dieses Problem konnten die tazzler mit einem Wasserzeichen auf dem Cover umgehen, dass das aktuelle Datum anzeigte. Für ein weiteres Problem gab es leider kein Workaround: „Man konnte die taz fortan nur einmal für 99 Cent kaufen, danach war ein Laden nicht mehr möglich da das System davon ausging, dass man dieses ‚Buch‘ schon hat“, so Matthias Bröckers.“

Das E-Paper im Einzelverkauf kommt wieder – auf der taz-Homepage und anderen Plattformen

Den direktesten Weg auf auf iPhone und iPad ist die taz bisher nicht gegangen, denn es gibt keine taz-App. Andere deutsche Zeitungen, insbesondere die Springer-Blätter wie Welt oder BILD, sind dagegen schon seit letzem Jahr im App Store präsent. Auch Qualitätsblätter wie etwa die Süddeutsche Zeitung haben sich bereits vor einiger Zeit auf die Touch-Screens von Apple-Gadgets vorgewagt. Um den Einzelverkauf geht es dabei jedoch nicht – im „In-App-Shopping“ werden jeweils nur Monatsabos angeboten. Die taz dagegen scheint den virtuellen Sponti-Kiosk auf Tablets und Smartphones noch längst nicht aufgegeben zu haben: „Noch in diesem Sommer wird auch der Kauf digitaler Einzelausgaben wieder möglich werden – auf der Website der taz und auf allen anderen möglichen Plattformen“, verspricht nämlich der taz-Hausblog. Zu diesen möglichen Plattformen könnte das WeTab von Neofonie gehören – dessen Marktstart ist zumindest bis zum kalendarischen Sommerende im September zu erwarten. Nicht umsonst setzen vor allem Zeitungen und Zeitschriften ihre Hoffnungen auf die neue Generation Android-basierter Geräte – denn eine Presse-Zensur durch Gatekeeper wie Steve Jobs findet dort nicht statt.

Tablet mit taz-Screen: Alternative Tageszeitung jetzt via iBooks im Einzelverkauf

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Die taz erobert das iPad: die aktuelle Ausgabe der alternativen Tageszeitung lässt sich jetzt zum Preis von 99 Cent bei iBooks shoppen. Schon seit Sommer 2009 gibt es im Rahmen des „Digi-Abos“ eine elektronische Ausgabe der taz im epub-Format, die man auf E-Readern und via Stanza auch auf dem iPhone lesen kann. Neu ist jedoch der Einzelverkauf. Die Digi-Taz in Apples virtueller Buchhandlung kommt vorerst noch mit gewissen Einschränkungen – die meisten Bilder etwa fehlen. So liest sich die digitale taz auf dem Tablet tatsächlich eher wie ein Buch.

Die taz als mediale Avantgarde: beim E-Paper ist die alternative Tageszeitung Spitzenreiter

Die taz hat immer mit der medialen Avantgarde geliebäugelt, sei es mit der forschen Einführung eines digitalen Redaktionssystems schon Mitte der Achtziger, sei es mit dem frühen Webauftritt der “digitaz” Mitte der Neunziger. Auch beim E-Paper ist man ganz vorn: Ab zehn Euro bekommt man ein digitales Abo in verschiedenen Formaten, seit letztem Jahr sogar als epub für den E-Reader. Mehr als 1800 zahlende Abonnenten soll es mittlerweile geben. AbonnentInnen haben dabei die Wahl zwischen vier verschiedenen Digital-Abos. Denn neben der epub-Version gibt’s das Blatt mit der Tazze auf der Titelseite per Download oder auf Wunsch auch per E-Mail-Attachment als PDF, HTML oder TXT-Datei.

Wo bleiben die Bilder? Bisher ist die iPad-Version eine ziemliche Bleiwüste

Ohne Abo lief allerdings bisher gar nichts. Mit der iPad-Version der taz hat sich das nun endlich geändert. Ähnlich wie konkurrierende Tageszeitungen kann man die taz auf Apples Tablet auch im Einzelverkauf bekommen. Doch während andere Blätter eine eigene App anbieten, nutzt die taz Apples iPad-Buchhandlung iBooks als digitalen Kiosk. Nach dem Kauf ordnet sich die taz einfach in das Bücherregal ein und lässt sich wie ein E-Book lesen. Inklusvie animiertem Umblättern. Keine andere Zeitung gehorcht bisher so wie die taz den Fingern auf dem Touchpad. Je nach Ausgabe kann das Buch mit tazze bis zu 600 Seiten haben, denn auch regelmäßige Beilagen wie etwa Le Monde diplomatique sind mit dabei. Bisher auf weiteres bleibt die iBooks-taz aber eine ziemliche Bleiwüste. Denn bis auf den Tom-Comic und andere Karikaturen fehlen sämtliche Bilder der gedruckten Ausgabe. Anders als bei der epub-Ausgabe des Digi-Abos gab es in den ersten iPad-Ausgaben auch noch keine Faksimiles der einzelnen Seiten. Dafür sind 99 Cent dann doch wieder ziemlich teuer, auch wenn die alternative Tageszeitung nun in die entlegensten Winkel der Republik gelangt. Ärgerlich ist auch der zwangsweise DRM-Schutz. Im Unterschied zum normalen epub bleibt die iPad-taz an das iPad gebunden. Sympathischerweise hat die Tageszeitung beim normalen Digi-Abo auf jeglichen Kopierschutz verzichtet – doch Apples Tablet ist eben ein „Closed Shop“-System.

Die iPad-Version der taz stürmt die Verkaufscharts des iBook-Stores

Die beste ipad-Alternative zur taz ist somit die taz selbst – und zwar im Rahmen des Digi-Abos, das es ja bereits zum Preis von zehn iBooks-Einzelausgaben gibt. Wer auf dem iPad einen PDF-Viewer installiert, kann die alternative Tageszeitung bequem im Originallayout lesen. Das Scrollen und Zoomen auf dem Touch-Screen des Tablets ist schließlich äußerst komfortabel. Noch besser wäre natürlich eine iPad-App, die solch eine zoombare Ansicht des Originallayouts mit einer reinen Textansicht verbindet. Allerdings hat die Lösung mit dem PDF-Viewer auch durchaus Vorteile – die Daten liegen auf dem taz-Server, und das Geld für das Abo landet vollständig bei der taz, während beim Kauf über iBooks ein Drittel von Apple abgeschöpft wird. Wie ein Blick auf den taz-Hausblog zeigt, ist diese Tatsache für die taz-Community nicht gerade ein Grund zum Jubeln. Bisher liegen die Verkaufszahlen laut taz im „unteren dreistelligen Bereich“. Das reichte aber immerhin aus, um die taz an die Spitze der deutschen iBooks-Charts zu katapultieren.