iPad kein Kindle-Killer: Marktforscher sehen friedliche Koexistenz von E-Reader & Tablet

Tablets wie das iPad gelten als potentielle Kindle-Killer. Doch eine aktuelle Marktstudie des Beratungsunternehmens Pricewaterhouse Coopers (PwC) gibt nun Entwarnung: E-Reader-Hersteller müssen keine Angst vor Kannibalisierungseffekten zwischen den mobilen Geräte-Kategorien fürchten. Zwar lesen gut sechs von zehn deutschen Tablet-Nutzern gelegentlich auch elektronische Bücher auf ihrem Flachrechner. Trotzdem möchte die Mehrzahl der schmökernden Tablet-Besitzer hierzulande nicht auf einen zusätzlichen E-Book-Reader verzichten. Satte 40 Prozent von 500 befragten Tablet-Anwendern nannten zusätzlich auch einen spezialisierten E-Reader ihr Eigen. Außerdem ist jeder fünfte, der bislang keinen E-Reader besitzt, weiterhin am Kauf eines Lesegerätes interessiert.

Lesen auf dem Tablet als „Einstiegsdroge“

Damit bestätigt sich ein bereits aus den USA bekannter Trend – die vergleichsweise niedrigen Preise für E-Ink-Geräte machen den Kauf eines zusätzlichen E-Readers auch für Tablet-Anwender attraktiv. Tablets wirken für das elektronische Lesen offenbar geradezu als „Einstiegsdroge“: „Die Ergebnisse der Studie bestätigen unsere These, dass Tablets an digitale Bücher heranführen und Vielleser dann zum spezialisierten Gerät greifen. Dennoch sind auch Tablets eine interessante Plattform für das E-Book, wenn Verlage die Möglichkeiten der Geräte konsequent nutzen“, so Werner Ballhaus, Leiter des Bereichs Technologie, Medien und Telekommunikation bei PwC. Die Zahl der E-Reader in deutschen Haushalten liegt mittlerweile bei 1,6 Millionen, rechnet man lesefähige Tablets hinzu, kommt man insgesamt auf 3,2 Millionen Lesegeräte.

E-Leser erwarten Preisvorteil gegenüber Print

Der Tablet-Boom hilft der Buchbranche offenbar vor allem dabei, jüngere Leser als neue Kunden zu gewinnen. Der PwC-Umfrage zufolge verbringt jeder fünfte Tablet-Nutzer zwischen 16 und 29 Jahren mehr Zeit mit Büchern, seitdem er ein solches Gerät besitzt. Dabei stehen in dieser Zielgruppe die E-Books im Fokus: Fast 50 Prozent der jüngeren Befragten greifen seltener zu Taschenbuch und Hardcover als vor Anschaffung des Tablets. Insgesamt liest etwa jeder dritte Tablet-Besitzer seltener oder gar keine gedruckten Bücher mehr. Gerade bei den Twenty-Somethings wächst zudem die Zahlungsbereitschaft für elektronischen Lesestoff: nur 11 Prozent der Konsumenten unter 29 Jahren gaben an, kein Geld für E-Books auf dem Tablet ausgeben zu wollen. Doch über den Tisch ziehen lassen möchten die Nachwuchsleser sich dabei aber nicht – sie erwarten einen erkennbaren Preisvorteil gegenüber dem gedruckten Buch.

Abb.: flickr/Kodomut

Großer Gadget-Jump in USA: Doppelt so viele E-Reader- & Tablet-Besitzer

Was E-Reader und Tablets betrifft, hat die USA in der Weihnachtssaision den großen Sprung nach vorn gemacht. Jeder dritte Erwachsene besitzt seit der Jahreswende ein solches Gadget. Nach Angaben von Pew Research stieg der Anteil von Tablet-Besitzern unter der erwachsenen Bevölkerung von 10 Prozent auf 19 Prozent, bei E-Readern ebenfalls von 10 Prozent auf 19 Prozent. Die Zahl der Amerikaner, die entweder ein E-Ink-Lesegerät oder einen Flachrechner mit Touch-Screen besitzt, kletterte dabei von 18 Prozent auf nun 29 Prozent. Der große Gadget-Jump kam umso überraschender, als in den Monaten zuvor die Absatzzahlen stagnierten. Doch rechzeitig vor dem Fest starteten Barnes&Noble, Amazon und Kobo neue Android-Tablets zu vergleichsweise günstigen Preisen, zugleich sanken die Preise für E-Reader unter die magische Schwelle von 100 Dollar. Größte Verbreitung haben die Mobilgeräte in der Generation der 30 bis 39jährigen. Bei bei E-Readern haben interessanterweise Frauen die Nase vorn, während bei Tablets keine Unterschiede messbar sind.

2011 war auch in Deutschland ein Tablet-Jahr

Vor allem im Tablet-Bereich war 2011 insgesamt auch in Deutschland ein Jahr mit großen Zuwächsen. Dem Branchenverband BITKOM zufolge konnte ein Absatzplus von 162 Prozent verzeichnet werden, was alle vorherigen Prognosen deutlich übertraf. Tablet-PCs haben mittlerweile einen Marktanteil von 16 Prozent, mobile Rechner ingesamt haben einen Anteil von fast 75 Prozent erreicht. Das Weihnachtsfest spielte bei dieser Entwicklung wie in den USA eine besondere Rolle. Laut einer BITKOM-Umfrage wollten 13 Prozent aller Bundesbürger ein Tablet verschenken oder anschaffen. Während E-Reader bereits die 100-Euro-Schwelle geknackt haben, sind Tablets in Deutschland allerdings immer noch recht teuer. Die Geräte kosten trotz eines Preisrückgangs von 8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr im Schnitt immer noch 534 Euro. Sobald Amazons „Fire“ oder das Nook-Tablet hierzulande an den Start gehen, könnte das bisherige Preisgefüge jedoch schnell aus den Angeln gehoben werden.

Grafik: Pew Research

„Optimize for 7-inch or die“: Kindle Fire fällt bei Usability-Test durch

In punkto Benutzerfreundlichkeit ist Amazons Lesetablet Kindle Fire durchgefallen – zumindest beim Usability-Guru Jakob Nielsen. Der ließ im Rahmen einer qualitativen Studie vier Testpersonen mit dem neuen Gadget hantieren – und zeigte sich enttäuscht: „Das Kindle Fire bietet ein erbärmliches Nutzererlebnis“. Viele Anwendungen seien nicht an die „Zwischengröße“ eines sieben Zoll-Displays angepasst. Vom „Fat Finger“-Problem – also Tippfehlern durch zu kleine Menüs – bis hin zu zu schlecht lesbaren E-Magazinen und Performance-Mängeln beim Browsen reichten die negativen Erfahrungen. Amazon wie auch andere Hersteller müssten sich dringend um mehr Nutzerfreundlichkeit bemühen, fordert Nielsen: „7-Zoll-Tablets werden entweder eine großartige Zukunft haben oder gar keine.“

Zwischengröße sieben Zoll als Design-Problem

Man nennt ihn den Usability-Papst, den Usability-Zar oder auch den Usability-Guru. Was die Benutzerfreundlichkeit von Web-Anwendungen betrifft, kommt man an Jakob Nielsen nicht vorbei. Seitdem das Internet auf Mobilgeräte gewandert ist, knöpft sich der Experte für die Interaktion zwischen Mensch und Maschine auch die Touch-Screens von Tablets und Smartphones vor. Momentan interessiert sich Nielsen dabei für preisgünstige Sieben-Zoller, die von Amazon, Barnes&Noble oder Kobo jetzt auch als Lesegeräte auf den Markt geworfen werden. Die große Frage dabei ist: „Gleichen sie eher den Zehn-Zoll-Geräten wie etwa dem iPad oder doch eher 3,5 Zoll-Smartphones?“ Nielsen findet: ein bisschen von beidem. Und genau da liegt das Problem.

“Leseerlebnis bei E-Mags ist miserabel“

Denn die meisten Apps sind entweder auf große Tablets oder kleine Smartphone-Displays ausgerichtet. Sieben Zoller liegen genau dazwischen. Während Webseiten auf dem iPad noch sehr gut lesbar sind, reicht das Display beim deutlich kleineren Kindle Fire für eine optimale Darstellung oft nicht aus. Da beim Surfen mit dem Kindle Fire nicht automatisch die mobile Version angezeigt wird, rät Nielsen den Nutzern dazu, in den Browsereinstellungen die entsprechende Option zu aktivieren. Unzufrieden war der Usability-Guru aber auch mit E-Magazinen aus dem Amazon-Shop – „Das Leseerlebnis bei Magazinen könnte gut sein, es ist aber miserabel“. Neben Layout-Problemen kritisiert Nielsen vor allem fehlende Interaktivität. Die Qualität der Suchfunktion innerhalb von E-Mags erreiche nicht einmal ein Niveau, das AltaVista schon in den Neunzigern geboten habe.

Keine Knöpfe ist keine Lösung

Doch auch das Hardware-Design stieß bei Nielsen auf Unverständnis. Für ein sieben Zoll-Gerät sei das Kindle Fire viel zu schwer, für längere Lektüre müsse man schon die Unterarmmuskel von Popeye haben. Außerdem wundert sich der Experte über fehlende Bedienknöpfe: „Der Umgang mit Apps und Websites auf dem Kindle Fire ist nicht so effektiv wie auf anderen Geräten, denn es fehlen zwei wichtige physische Knöpfe: einer um auf das Home-Screen zurückkehren zu können und einer für die Lautstärkeregelung.“ Störend bei den Bedienfeldern auf dem Touch-Screen sei zudem das träge Feed-Back. Die lange Reaktionszeit würde die Illusion einer unmittelbaren Interaktion mit dem Gerät zerstören. Bleibt also noch einiges zu tun, nicht nur für Amazon. Denn Nielsen hält die Ergebnisse für allgemeingültig – Hersteller würden insgesamt zu wenig Rücksicht auf den Form-Faktor sieben Zoll nehmen. Um die kostengünstigen Mini-Tablets wirklich zum Erfolg zu machen, laute die Formel: „Optimize for 7-inch or die.“

Abb.: flickr/blogeee.net

Tablets, Superphones & kaum echte E-Reader: CES bestätigt Trend zum Multifunktions-Gerät

ces-2011-tablet-ereaderEchte E-Reader gab es kaum zu sehen auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas – dafür umso mehr Tablets mit E-Reader-Funktionen. Der Konvergenz-Effekt machte sich auch anderswo bemerkbar, etwa beim Trend zum „Superphone“. Das Smartphone der Zukunft ist ein vollwertiger PC, und als solcher zugleich ein E-Lesegerät, das vielleicht statt Android sogar mit Windows läuft. Doch bis dahin ist noch Zeit – vielleicht sogar bis zur Marktreife von farbigem E-Ink, das ebenfalls in Las Vegas zu sehen war.

Elektronik als Show: “Gadgets sind Rock’n’Roll“

„Consumer Electronics Show“ lautet nicht umsonst der Name der größten US-Messe für Unterhaltungselektronik. Die neuesten High-Tech-Trends werden in Las Vegas zum Mega-Event gemacht – man kann auch sagen: „Gadgets sind Rock’n’Roll“. Disco-Licht, Nebelwerfer, Musik aus der Konserve – selbst ein eher nüchterner Zeitgenosse wie Microsoft-Chef Steve Ballmer wird da zum Bühnenstar, ob real oder als Avatar mit Halbglatze. Mitgebracht hatte Ballmer die Botschaft: auch wenn der PC abgelöst wird durch Tablets oder die Superphones der nächsten Generation: Microsoft ist wieder da. Denn das nächste Windows-Betriebssystem soll sich neben Android und Apples iPhone-OS auf dem Markt für Touch-Screen-Geräte etablieren. Der beste E-Reader – um das alte Ballmer-Zitat mal zu modernisieren – wäre dann in Zukunft nicht mehr der PC, sondern das Superphone. Oder eben das Supertablet.

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Es gibt sie noch, die echten Lesegeräte…

Ob wir demnächst wirklich einen winzigen Zentralrechner mit uns herumtragen, auf den zu Hause und im Büro ein wachsender Haufen anzudockender Peripheriegeräte wartet? Dedizierte Lesegeräte zumindest gibt es bis auf weiteres wohl immer noch. Auf der CES waren zwar mehr als 80 Flachrechner zu sehen, manche wie etwa das Motorola Xoom sogar schon mit der neuen Android-3.0-Version „Honeycomb“, doch immerhin auch eine Handvoll E-Reader. Spürbar ist aber der Konvergenz-Effekt: so sind etwa der Nook Color von Barnes&Noble wie auch sein Klon Pandigital Multimedia Novel eigentlich Android-Tablets mit künstlich eingeschränktem Funktionsumfang. Ähnlich wie Amazon ist Barnes&Noble zudem dank eigener Apps (neuerdings auch mit „Nook Kids“) auf iPad & iPhone präsent. Auch der Hersteller Onyx setzt neben E-Ink mittlerweile auf LCD-Farb-Display – auf der CES war die eine farbige 9,7-Zoll-Version der Boox M-Serie zu sehen, ebenfalls mit Android-Oberfläche.

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Google & die Cloud: “Millions of books on the go“

Umgekehrt sind natürlich auch viele der vorgestellten Android-Tablets potentielle E-Reader. Google ließ es sich nicht nehmen, im offiziellen Promotion-Video für Android Honeycomb auf die Einbindung von Google eBooks hinzuweisen: „millions of books on the go“. Eher ein Exot blieben in Las Vegas dagegen bisher Sharps Galapagos-Tablets, die bisher nur in Japan zu haben sind. Die in einer zehn und einer fünf Zoll-Version produzierten Geräte unterstützen in ihrer geplanten US-Ausführung die Darstellung von epub-E-Books – und laufen bisher offenbar auf einer Linux-Basis. Neben der in Japan erhältlichen WiFi-Version soll es zukünftig auch eine UMTS-Option geben. Speziell auf elektronisches Lesen ausgerichtet ist übrigens auch das auf der CES vorgestellte Dual-Screen-Tablet von NES – der Android-Basis laufende „LT-W Cloud Communicator“ – mal abgesehen von der Akkulaufzeit (magere fünf Stunden).

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E-Ink lebt – und wird schärfer und bunter

Da können E-Ink-Nutzer nur müde lächeln – und zudem auf einige Highlights auf der CES verweisen. Einge Aufmerksamkeit konnte etwa iRiver mit der neuen „HD“-Version des Story-Readers auf sich lenken. Das neue WiFi-Lesegerät kommt nämlich mit einer bisher für E-Ink-6-Zoller unbekannten Auflösung von 1024×768 Pixeln. Spätestens im Mai soll es auch in Deutschland zu haben sein. Etwas länger auf sich warten lassen dürfte Hanvons neuer 9-Zoll-Reader mit farbigem E-Ink, der ebenfalls auf der CES präsentiert wurde. Die Darstellung auf dem Display wirkt jedoch noch ziemlich verwaschen, das Grundproblem der Farbdarstellung per E-Ink-Technologie scheint also immer noch ungelöst – nicht umsonst hat ja etwa Amazon bisher auch auf den Einbau von farbigen Displays verzichtet. Den goldenen Mittelweg könnte die von Qualcomm entwickelte Mirasol-Technologie ebnen. Diese wahlweise hintergrundbeleuchtete (bei Kunstlicht) oder reflexive (im Sonnenlicht) Displaytechnik war auf der CES in Form eines Prototyps zu sehen. Viele E-Reader-Hersteller werden wohl bis auf weiteres eine Doppelstrategie fahren – und sowohl auf reine E-Ink-Geräte wie auch auf Tablets setzen. Bestes Beispiel dafür ist Pocketbook: auf der CES war das Unternehmen nicht nur mit 6- und 9-Zoll-E-Ink-Geräten angekündigt, sondern auch mit einem 7-Zoll-Tablet mit Mirasol-Display.

TrekStor eBook Player: Multimedia plus Lesefunktion – Lückenfüller zwischen Reader & Tablet?

trekstor-ebook-player-ereaderDas Leseland wird immer bunter: mit den ebook-Playern von Trekstore kommt nun eine Serie von 5- und 7-Zoll-Geräten auf den Markt, die Funktionen von E-Readern und Multimedia-Tablets kombinieren. Standardmäßig haben alle Modelle ein TFT-Display und können neben Texten auch Bilder darstellen und Musik abspielen. Mit der 5M & 7M-Version (M wie „Movie“) kann man außerdem auch Videos anschauen. Für den elektronischen Lesestoff sorgt ein von Libreka belieferter E-Store. Auf WiFi muss man allerdings verzichten -- der Content kommt nur via USB oder SD-Karte auf die „Abspielgeräte“. Die 7-Zoll-Basisversion ist im Media Markt bereits für 99 Euro zu haben, die „Movie“-Versionen sollen ab Ende November für 149 Euro in den Handel kommen.

Vom Lesegerät zum „E-Book-Abspielgerät“

E-Ink galt bisher als das Non-Plus-Ultra für elektronische Lesegeräte – doch das Tablet-Fieber hat die Branche offenbar voll im Griff. Gerade erst hatte Amazon-Konkurrent Barnes&Noble eine Farb-Version des Nooks herausgebracht, die auf LCD setzt. Nun stößt auch der deutsche Hersteller Trekstor in die Lücke vor, die noch so lange klaffen wird, bis farbige E-Ink-Displays zu einem marktfähigen Preis zu haben sind. Mit E-Readern hatte das hessische Unternehmen bisher wenig am Hut – man kennt den Namen eher im Zusammenhang mit USB-Sticks, externen Festplatten &MP3-Playern. Anfang 2009 plante Trekstor allerdings schon einmal den Marktstart eines E-Ink-Readers mit WiFi- und Touch-Screen-Funktion. Nach dem iPad-Schock und eigenen finanziellen Problemen änderte das in Hessen angesiedelte Unternehmen dann aber die Strategie. Als „Abspielgerät“ für E-Books, Musik & Videos richten sich die ebook Player nun offenbar an ein möglichst breit gestreutes Publikum. Das leuchtstarke LCD-Display im 16:9 Format und mit 800 x 480 Pixel Auflösung trägt deutlich sichtbar dem Multimedia-Aspekt Rechnung, zum Lieferumfang gehören außerdem Sennheiser-Ohrhörer. „Player“ ist wohl auf jeden Fall ein passender Name für die Geräte -- denn sie sehen zwar aus wie Tablets, dienen jedoch ausschließlich der Medienwiedergabe.

Trekstor setzt auf ein interessantes Pricing-Modell

Die E-Reader-Funktionen bewegen sich im Rahmen der „klassischen“ Konkurrenz – unterstützt werden epub und PDF inklusive Adobe-DRM, es gibt Features wie Lesezeichenfunktion, fünf wählbare Schriftgrößen und via G-Sensor die automatische Umschaltung zwischen Hoch- und Querformat. WiFi-fähig sind die Geräte jedoch nicht, der Content kommt also via USB-Kabel auf den ebook-Player. In Kooperation mit Libreka bietet trekstor einen eigenen E-Store an, der mit knapp 33.000 aktuellen E-Book-Titeln bestückt ist. Um den Einstieg zu erleichtern, warten dort auf die Käufer des ebook Players bereits drei Gratis-E-Books -- die Seriennummer des Gerätes gilt dabei als Download-Code. Wie bei LCD-Geräten üblich, darf man natürlich keine besonders lange Akku-Laufzeit erwarten. Die 5m & 7m-Version muss spätestens nach acht Stunden Multimedia-Betrieb wieder an die Steckdose, die Basisversionen ebook Player 5 & 7 halten je nach Betriebsart bis zu 40 Stunden durch. Mit nur 187 Gramm Gewicht gehören die 5-Zoll-Modelle eindeutig zu den Leichtgewichten im E-Reader-Sektor. Die 7-Zoll-Modelle bringen mit 373 Gramm ungefähr das Doppelte auf die Waage. Interessant ist das Pricing: die 5- und die 7-Zoll-Modelle unterscheiden sich nicht, ohne Videofunktion bekommt man sie laut Pressemitteilung für 129 Euro, mit Videofunktion für 149 Euro. Im aktuellen Multimedia-Prospekt der Media Markt-Kette wird die 7-Zoll-Basisversion allerdings schon für 99 Euro angeboten. Damit hat nach dem Aluratek Libre von Weltbild bereits der zweite LCD-Reader die 100-Euro-Schwelle durchbrochen.

Trekstor ebook Player Specs


Display

5 bzw. 7 Zoll TFT-Display, 800x480 Pixel, Farbdarstellung

Gewicht

187 Gramm (5 & 5m) / 373 Gramm (7 & 7m)

Schnittstellen

USB, SD-Karteneinschub, Kopfhörerbuchse

Interner Speicher

2 GB, erweiterbar auf 32 GB (extern)

E-Book-Formate

epub (DRM), PDF (DRM), text

Multimedia-Formate

MP3, WMA etc. (Audio) / AVI, WMV etc. (Video) / JPG, GIF etc. (Bilder)

Text-Funktionen

5 Schriftgrößen sowie Zoom-Funktion

Weitere Features

Equalizer, Shuffle & Repeat-Funktion

Preis

129 Euro (ebook Player 5 & 7)
149 Euro (ebook Player 5m & 7m)

Vier E-Reader und ein Tablet: Pocketbook stellt auf der IFA neue Modellreihe vor

pocketbook-e-reader-ifa-berlin-602-603-902-903-iqVier E-Reader und ein Tablet: Pocketbook International hat heute auf der IFA insgesamt 5 neue Modelle vorgestellt. Ob E-Ink oder TFT-Bildschirm – Standard ist bei Pocketbook ab jetzt nicht nur G-Sensor und Text-to-Speech, sondern auch die drahtlose Verbindung zum E-Store. Die Einsteigermodelle PocketbookPro 602 und 902 kommen mit 6 bzw. 9-Zoll-Display und WiFi, die Premium-Modelle 603 sowie 903 bieten zusätzlich Touch-Screen und UMTS. Nicht nur elektronisches Lesen, sondern Multimedia verspricht das Android-basierte IQ-Tablet mit 7-Zoll-Display.

Pocketbook will die E-Reader auch in Buchhandlungen verkaufen

Pocketbook geht weiter in die Offensive. Mit der neuen E-Reader- und Tablet-Modellreihe strebt das Unternehmen für 2011 einen deutschen Marktanteil von 25 Prozent an (bisher: ein Prozent). Bei der Hardware setzt Pocketbook dabei auf die Zusammenarbeit mit dem taiwanesischen Zulieferer FoxConn, wo auch große Player wie Amazon oder Apple fertigen lassen. Tatsächlich konnte das ursprünglich in der Ukraine beheimatete Unternehmen bereits viele Leser weltweit von seinem Konzept überzeugen – solide Geräte mit selbst entwickelter Software auf Linux-Basis. Dazu kommt ein eigener E-Store namens Bookland.net, der bis Ende des Jahres auch mit kommerziellen deutschen E-Book-Titeln gefüllt werden soll. „Wir führen zurzeit intensive Gespräche mit allen deutschsprachigen E-Book-Anbietern und werden zum Verkaufsstart weiteren deutschen Content zur Verfügung stellen“, so Anatoli Loucher, Deutschland-Chef von PocketBook. Die neuen Pocketbook-Modelle sollen ab November nicht nur in vielen Online-Shops (Amazon, libri.de etc.) verkauft werden, sondern auch in Buchhandlungen. Die endgültigen Verkaufpreise werden auf der Frankfurter Buchmesse bekanntgegeben.

Deutschsprachige Text-to-Speech-Funktion in unerhörter Qualität

Besonderen Eindruck machten bei der IFA-Premiere zahlreiche neue Features, die in Deutschland bisher kein anderes Lesegerät bieten kann. So lässt sich etwa der Desktop der E-Reader mit verschiedenen Widgets füllen, die zuzsätzliche Funktionen wie etwa eine Uhr oder einen Kalender bieten. Technisch ausgereift schien auch die von SVOX beigesteuerte Text-to-Speech-Funktion, die standardmässig auf allen neuen Readern installiert sein wird. Die synthetische Stimme klang bei der Vorführung bei Satzmelodie und Aussprache mindestens so gut wie auf dem Amazon Kindle – und sprach sogar akzentfrei deutsch. Insgesamt sind vier „Native Speakers“ vorinstalliert. Erleichtert wird das Lesen fremdsprachiger Lektüre auf Pocketbooks E-Readern ab jetzt auch durch vorinstallierte Wörterbücher. Auf dem per Stylus bedienten Display des PocketbookPro 603 bzw. 903 kann man einzelne Wörter direkt anwählen und im Dictionary nachschlagen, dessen Einträge eingeblendet werden. Die Auflösung der E-Ink-Displays wurde zudem deutlich verbessert – bei 6 Zoll beträgt sie jetzt 600x800 Pixel statt zuvor 640x480, bei der 9-Zoll-Version beträgt sie 1200x825 Pixel. Während die E-Ink-Geräte auch weiterhin auf Linux-Basis laufen, ist das neue 7-Zoll-Tablet PocketBook IQ ein Android-Gerät.

„iPad made in Japan“: Sharp steigt mit Multimedia-Tablets ins E-Reader-Geschäft ein

sharp-tablet-e-reader-xmdf-.gifSharp steigt ins E-Reader-Business ein – und setzt ähnlich wie Apple auf LCD-Technik & Touch-Screen. Die in Tokio vorgestellten Prototypen im Format 5,5 sowie 10,8 Zoll sollen bis Ende 2010 auf den Markt kommen, nicht nur in Japan, sondern auch in den USA. Dort wird der Mobilfunkanbieter Verizon für die drahtlose Verbindung ins Netz sorgen. Parallel zum E-Reader-Start kündigte Sharp eine multimedial erweiterte Version des in Japan populären E-Book-Formats XMDF an.

Bisher werden E-Books & Mangas in Japan vor allem auf dem Handy gelesen

„Transforming your E-Book-Life“ war das Motto bei der Vorstellung von Sharps E-Reader-Offensive. Das ist gar nicht mal übertrieben – denn bisher werden in Japan E-Books und Mangas vor allem auf Handys und mobilen Computern gelesen. Eine wichtige Rolle spielt dabei das von Sharp für den Zaurus-PDA und andere Handhelds entwickelte Format XMDF. Genutzt wird das „Extended Mobile Document Format“ mittlerweile auf einer ganzen Palette von Geräten, vom PC-Desktops über Mobiltelefonen bis zum internetfähigen TV-Bildschirm. Ein firmeneigener E-Store bietet mittlerweile ca. 29.000 Titel japanischer Verlage an. Für die neuen Lese-Tablets wird das E-Book-Format nun multimedial erweitert: „The next-generation XMDF enables easy viewing of digital content including video and audio and allows automatic adjustment of the layout to match and meet publishers‘ needs“, erklärte das Unternehmen. Unklar ist bisher, ob Sharps E-Reader auch andere Formate wie epub oder PDF unterstützen werden. Das dürfte sich aber bis spätestens September herausstellen – dann werden die neuen E-Reader offiziell vorgestellt.

„The idea is to offer an iPad made in Japan“

Während Sharp mit dem 10-Zoll-Tablet eindeutig Neuland betritt, gibt es für die 5-Zoll-Variante bereits ein aktuelles Vorbild: das mit Android laufende IS01-Smartphone, vom Aussehen her eher eine Art Sub-Netbook. Obwohl beide Geräte von Sharp als „E-Reader“ bezeichnet werden, ist angesichts der Multimedia-Orientierung die Zielrichtung natürlich klar – es geht um den Tablet-Markt. „The idea is to offer an iPad made in Japan“, gab Sharp-Manager Masami Ohbatake bei der Präsentation in Tokio zu. Viel Feind, viel Ehr? Von Apples „Lesegerät“ dürften bis Ende des Jahres wohl schon mehr als zehn Millionen Geräte im Umlauf sein. „It won’t be easy for Sharp in the U.S. market,“ zitiert das WSJ ganz in diesem Sinne den Analysten Nobuo Kurahashi. Selbst wenn Sharps Technik für manche Inhalte vorteilhafter sein würde, seien Content-Anbieter in den USA wohl eher geneigt, auf die bereits am meisten verbreitete Plattform zu vertrauen, schätzt Kurahashi. Was Content-Deals auf dem nordamerikanischen Markt betrifft, hüllt sich Sharp bisher ohnehin noch in Schweigen. In Japan dagegen sollen die Verleger bereits Schlange stehen, um auf Sharps E-Reader präsent zu sein. Die Verhältnisse sind allerdings kaum zu vergleichen. Während E-Books und E-Mangas dort schon seit den Neunziger Jahren zum Alltagsgeschäft gehören, sind im Gegensatz zur US-Zeitungskrise die Auflagen der japanischen Blätter in den letzten Jahren nur um knapp sechs Prozent zurückgegangen.

Video-Playback plus E-Book-Playback: SOVOS präsentiert 5-Zoll-Reader mit TFT-Display

Sovos-E-Reader+-SVEBK5B-E-book-Reader TFT-Display.gifStatt E-Ink setzt Sovos beim 5-Zoll-Reader SVEBK5B auf TFT-Technik – inklusive Farbdarstellung. Bekannt geworden ist der britische Hersteller vor allem mit Flachbild-TV und DVD-Playern. Tatsächlich kann das Lesegerät auch Videos abspielen. Großer Nachteil: der Bildschirm ist nicht blendfrei, und der Akku hält auch im Lese-Modus nur sieben Stunden.

Halb E-Reader, halb Tablet: Der SVEBK5B ist voll multimedia-tauglich

Großbritannien ist das Land des Understatement, auch in technischer Hinsicht. Sir Clive Sinclair, Erfinder des legendären Heimcomputers ZX 81, soll angeblich mal behauptet haben, der 1 Kilobyte-Zwerg mit Folientastatur könnte theoretisch sogar ein Kernkraftwerk steuern. Gottseidank hat das nie jemand ausprobiert, weder im Westen, noch im Osten, wo zahlreiche ZX 81-Klone produziert wurden. Vielleicht liegt es aber auch am Jahrestag von Tschernobyl, dass ich bei der Bezeichnung Sovos SVEBK5B gleich an einen Atomreaktor sowjetischer Bauart denken musste. Bei Online-Händlern wie etwa Play.com kann man unter diesem Namen jedenfalls zum Preis von 129 Euro einen E-Reader vorbestellen, der ein bisschen anders ist als die anderen. Mit dem 5-Zoll-TFT-Display und dem integrierten Lautsprecher ist der SVEBK5B nämlich voll multimedia-tauglich.

Fünf Stunden Video-Playback, sieben Stunden E-Book-Playback

Als Hersteller von mobilen Geräten ist Sovos bisher überhaupt nicht in Erscheinung getreten. Das erst 2007 gegründete Unternehmen mit Hauptsitz im Vereinigten Königreich hat sich vor allem auf LCD-Fernseher und DVD-Videorekorder spezialisiert. Insofern muss man wohl auch den SVEBK5B eigentlich als Multimedia-Handheld ansehen, der auch E-Reader-Funktionalität besitzt. Unterstützt werden zahlreiche E-Book-Formate wie PDF, FB2, PDB und EPUB. Mit einem internen Speicher von 1 Gigabyte, einem Einschub für Speicherkarten und einem USB-Port bietet das Gerät durchaus übliche Features. Wäre da nur nicht das stromfressende Display. Der mitgelieferte Akku ist bei so einer Konfiguration weder für elektronisches Lesen noch für bunte Bewegtbilder geeignet – als Wert für das „Video Playback“ gibt Sovos ein Maximum von fünf Stunden an, für das „E-Book Playback“ (!) schlappe 7 Stunden. Nur wer das Gerät als MP3-Player nutzt, kommt etwas mehr als 24 Stunden ohne Steckdose aus.

Für den deutschen Markt scheint sich Sovos nicht sonderlich zu interessieren

Wenn man so will, ist der SVEBK5B letztlich die britische Low-Price-Antwort auf das iPad – zum Lesen von Büchern eignet sich Sovos‘ Gadget dabei ebenso wenig wie Apples Tablet. Vor allem bei direktem Sonnenlicht dürfte der Blick auf das Display zur Qual werden. Doch da der Trend spätestens seit dem „iPad-Moment“ zu mobilen Multimedia-Tablets geht, hat der Sovos-Launch natürlich eine gewisse Konsequenz. Denn bis preisgünstige Farbdisplays mit E-Ink oder ähnlichen blendfreien und stromsparenden Techniken auf den Markt kommen, dürfte noch etwas Zeit vergehen. Interessant ist übrigens ein Blick auf die von Sovos anvisierten Märkte – die Menüführung des E-Readers unterstützt neben Englisch und Französisch nur Dänisch, Schwedisch und Norwegisch. Dem kulturkonservativen deutschen Leseländle möchte man solch eine multimediale Flimmerkiste offenbar erst gar nicht zumuten.

Sovos SVEBK5B Specs:

  • Display: 5-Zoll TFT mit integriertem Lautsprecher
  • Speicher: 1GB Internal memory, Einschub für externe SD-Karte
  • Schnittstelle: USB 2.0
  • Audio: 3.5mm Stereo earphone jack
  • Menüsprachen: English, French, Danish, Swedish, Norwegian
  • E-Book-Formate: ANSI/UNICODE TXT/PDF/HTML/FB2/PDB/EPUB
  • Audio-Formate: MP3, WMA, APE, FLAC, AAC
  • Lieferumfang: inklusive Netzkabel, Ohrhörer, USB 2.0 Cable

Blio statt E-Ink: Wie KI-Forscher Ray Kurzweil das E-Book neu erfinden will

blio kurzweil e-reader software tablet pc.gifWenn es um die ferne Zukunft geht, weiß Ray Kurzweil bescheid – der KI-Forscher hat für das Jahr 2045 die Ablösung des Menschen durch denkende Maschinen vorhergesagt. Auf der CES in Las Vegas nächste Woche will Kurzweil sich nun mit der nahen Zukunft befassen – geht es nach ihm, wird’s bald keine E-Reader mehr geben. Statt E-Ink-Technologie setzt Kurzweil auf den Tablet-PC, ergänzt durch Blio.

„Alle anderen E-Reader sind gegenüber Blio primitiv“

Kurzweil denkt offenbar ähnlich wie Microsoft-Chef Steve Ballmer – der beste E-Reader ist immer noch ein PC. Wenn auch in diesem Fall ein Tablet-PC, ergänzt durch eine neuentwickelte Reader-Software – eben „Blio“. Für die Consumer Electronics Show in Las Vegas ist das natürlich eine Kampfansage. Immerhin werden in der Wüste von Nevada auch die neuesten E-Reader-Modelle der Branche ausgestellt. Allerdings soll ja 2010 auch das Jahr der Tablet-Reader werden, neben Apples iSlate wird etwa der Launch von Microsofts Dual-Screen-Gadget Courier erwartet. „Die Leute wollen zum Lesen keine Extra-Hardware“, prophezeit Sci-Fi-Experte Kurzweil gegenüber dem WIRED-Magazin, „sie wollen alles mit einem Gerät machen, und sie wollen farbige Displays.“ Die optimale Kombination zum Lesen von E-Books wäre also in Zukunft Blio plus Tablet-PC. “Jeder der Blio erlebt hat gab zu, das die Software alles andere um Längen schlägt“, so Kurzweil über bisherige Tests auf mobilen Geräten. “Wir bieten hochauflösende Grafik und Animationstechnik. Alle anderen E-Reader sind dagegen eher primitiv.“

Kurzweil meint es ernst: Google Books könnte bald mit im Boot sein

blio kurzweil ray e-reader e-book software tablet pc.gifÄhnlich wie bei Adobes PDF kann das Layout eines Buches mit Blio eins zu eins wiedergeben werden. Darüber hinaus sind aber auch Bewegtbilder möglich. Auch so etwas gibt es natürlich schon: Verlage wie etwa Condé Nast arbeiten zur Zeit an E-Mag-Formaten, die sich mobil auf farbigen Touch-Screen-Displays lesen lassen und Flash-Anomationen beinhalten. Als neue Features bietet Kurzweils Blio darüberhinaus noch Text-to-Speech und verschiedene Bookmark- und Anmerkungs-Funktionen. Wirklich neu ist für sich genommen allerdings kein einzelnes Blio-Element. Man könnte überhaupt meinen, Kurzweil käme etwas spät mit seiner Vision des elektronischen Lesens. Doch der Gründer von Kurzweil Technologies meint es ernst. Im Moment verhandelt man bereits mit Buchverlagen über die kostenlose Konvertierung ihrer Titel von PDF in Richtung Blio, und auch eine Kooperation mit Google Books könnte es bald geben. Ein wichtiges Argument für Blio-Nutzer dürfte am Ende der finanzielle Aspekt sein: die Software soll nämlich kostenlos unter die Leute gebracht werden – angekündigt ist sie für PC, iPhone und iPod Touch.

Mix aus E-Reader und iPod: Camangi präsentiert Android-Tablet mit 7-Zoll-Display

mix-aus-ipod-und-e-reader-camangi-webstation-7-zoll-android-tabletDas erste Android-Tablet mit sieben Zoll-Display ist da: Mit der „Webstation“ des taiwanesisch-amerikanischen Herstellers Camangi kann man nicht nur im Internet surfen oder Filme anschauen – auch E-Books im epub-Format lassen sich mit dem neuen Gadget lesen. Ein App-Store für die „Webstation“ ist schon online – er richtet sich auch an andere mobile Geräte mit Android-Oberfläche, wie etwa das Internet Tablet von Archos.

E-Books lesen gehört bei einer „Portable Entertainment Station“ zukünftig mit dazu


E-Reader bekommen immer stärkere Konkurrenz durch Multifunktionsgeräte – das aktuelleste Beispiel ist Camangis neues Sieben-Zoll-Tablet. Während E-Ink-Displays mit Farbdarstellung noch auf sich warten lässt, mischen solche Geräte mit herkömmlicher TFT-Technik den Markt kräftig auf. Lesen gehört offenbar zukünftig zu den Grundfunktionen einer „Portable Entertainment Station“. Kein Wunder, denn mit einer Display-Auflösung von 800×480 Pixeln plus Touch-Screen-Funktion bietet Camangis „Webstation“ eben nicht nur eine komfortable Surf- und Videoumgebung, sondern eignet sich auch sehr gut zum gelegentlichen Lektüre von E-Books. Eine epub-Reader-App ist bereits integriert, weitere Anwendungen etwa zum Lesen von PDF-Dokumenten soll es demnächst in Camangis App Store („Camangi Market“) geben. Die Beta-Version des App Stores ist bereits online, als Zielgruppe denkt man beim taiwanesisch-amerikanischen Hersteller offenbar an alle zukünftigen Android-Tablets mit Display-Größen zwischen fünf und neun Zoll. Gelistet sind neben der „Webstation“ dort bisher zwei Geräte: Dells Android MID sowie das Internet-Tablet von Archos.

Die Optik wirkt wie eine Mischung zwischen iPod und E-Reader


Da die „Webstation“ nicht nur im WLAN-Betrieb funktioniert, sondern auch über das Mobilfunknetz eine Internetverbindung herstellen kann, erreicht sie in punkto Funktionalität locker den Standard von Amazons Kindle oder dem im Dezember an den Start gehenden txtr-Reader. Mit einem Gewicht von 390 Gramm ist Camangis Tablet freilich etwas schwerer als gängige E-Reader. Auch die Akkulaufzeit eines Gerätes mit TFT-Display ist natürlich gerade bei voller Nutzung der Multimedia-Anwendungen geringer als die der sparsamen E-Ink-Displays. Bei einem anvisierten Verkaufspreis von umgerechnet 270 Euro ist Camangis neues Gadget allerdings am Markt äußerst konkurrenzfähig, denn schließlich bietet es gegenüber schlichten E-Readern einen deutlichen Mehrwert. Von der Optik her wirkt die Webstation tatsächlich wie eine Mischung aus iPod und E-Reader – man kann sie insofern sogar als doppelte Kampfansage verstehen, die sich genauso gegen Amazon richtet wie gegen Apple & Microsoft. Denn von den Tablet-Projekten aus dem Hause Jobs und Gates hat man bisher lediglich Prototypen zu Gesicht bekommen. Camangi dagegen liefert die „Webstation“ ab Dezember aus. Allerdings sollten sich die potentiellen Kunden in Europa nicht zu früh freuen – die Markteinführung bleibt erstmal nur auf die USA und Asien beschränkt. Wie Janis Lee, Verkaufs- und Marketingleiterin bei Camangi, gegenüber pressetext versicherte, ist der Sprung nach Europa aber zumindest geplant – irgendwann im nächsten Jahr.