Fitbit schluckt Pebble, Support für crowdgefundete E-Ink-Smartwatch endet

pebble-ist-totWas für eine Erfolgsstory: Satte 10 Millionen Dollar sammelte „Pebble“, die erste E-Ink-Smartwatch der Welt, beim Produktlaunch auf Kickstarter. Das war 2012. Drei Jahre später folgte ein weiteres Modell mit Farb-Display („Pebble Time“), diesmal wurden 20 Millionen Dollar gesammelt. Die Kampagne für „Time 2“ & „Pebble 2“ zusammen mit dem 3G-Wearable-Gadget „Core“, der u.a. mobilen Alexa-Zugang ermöglicht, brachte in diesem Jahr noch einmal 12 Millionen Dollar.

Pebble-2-Launch als finale Farce

Was für eine Farce. Denn das Geld wird größtenteils an die Unterstützer zurückgehen — Pebble existiert seit dem 7. Dezember nicht mehr, die Auslieferung der Geräte wurde eingestellt. Das nach der schnellen Expansion (insgesamt verkaufte Exemplare aller Versionen: 2 Mio. plus) finanziell kriselnde Startup wurde für eine Summe von 30 bis 40 Millionen Dollar von Fitbit aufgekauft, dem Marktführer für Fitness-Armbänder.

Das Pearl Harbour des Crowdfundings?

Was da am 7. Dezember öffentlich wurde, ist wohl so etwas wie das Pearl Harbour des Crowdfundings. Fitbit schluckt zwei Drittel des Personals & 100 Prozent des Know-Hows, hat aber an Pebbles crowdgefundete Hardware kein Interesse, die Marke ist tot. Pebble-Besitzer erhalten keinen Support mehr, sie können auch keine Gewährleistungsansprüche mehr geltend machen, die Unterstützung für cloudbasierte Funktionen der Smartwatches wird eingestellt. Die Vorsilbe „Smart-“ kann man sich also zukünftig wegdenken…

Viel Vertrauen verspielt

Letztlich zeigt der Fall Pebble natürlich beide Seiten des Crowdfundings: mit dem Vertrauen und der Kraft der Crowd lassen sich alternative Produkt-Konzepte vermarkten, z.B. eine günstige, benutzerfreundliche Smartwatch mit überschaubarem Funktionsumfang, deren Akku wochenlang hält. Doch wenn’s schlecht läuft, freuen sich am Ende dann ganz andere — in diesem Fall die Aktionäre von Fitbit, die ein crowdfinanziertes Schnäppchen machen durften. Die Prosumenten-Crowd dagegen schaut in die Röhre…

(via Teleread.org & BoingBoing.net)

Alexa für das ganze Haus: erste Smartwatch mit Echo-Anbindung startet auf Indiegogo

Alexa say hello to cowatchAmazons digitaler Dosengeist „Alexa“ erobert Schritt für Schritt das komplette Smarthome — und wird immer mehr zur ernsthaften Konkurrenz für Siri & Konsorten. Mit der CoWatch von IMCO Technology geht nun via Indiegogogo auch die erste Smartwatch an den Start, die via Bluetooth die Interaktion mit dem Echo-Lautsprecher ermöglicht. „Speak, and CoWatch shall listen. Integrating Amazon Alexa, ask questions, order an Uber, organize vour life — all with the power of your voice“ — versprechen die iMCO-Gründer Danny Dong und Leor Stern.

CoWatch macht zusätzliche Echo Dots überflüssig

Genauso kann man über die CoWatch natürlich auch Alexa auffordern, ein Hörbuch oder Musik abzuspielen, oder ein bei der Buch-Lektüre aufgetauchtes unbekanntes Wort zu erklären: „Alexa, was heißt ‚überflüssig'“, fragt ironischerweise die Leserin im Promo-Video, und bekommt die Antwort auf’s 1,4 Zoll große 400×400-Pixel-AMOLED-Touchscreen eingeblendet. Der Clou dabei: mit der CoWatch kann man Alexa im ganzen Smarthome Sprachbefehle erteilen oder Fragen stellen, die der Echo-Konsole verbundene Ergänzungsgeräte namens „Echo Dot“ in weiteren Räumen werden somit tatsächlich überflüssig.

Cronologics OS als Benutzeroberfläche

Mit dem Know-How von Ex-Google-Mitarbeitern wurde für die CoWatch eigens eine Benutzerobefläche namens Cronologics OS gebastelt, das sowohl mit Android wie auch iOS-Smartphones kompatibel sein soll. In die Hardware unter der Haube wurde ebenfalls viel Arbeit gesteckt: im runden Stahlmantel der mit Hilfe von Crowdfunding vorvermarkteten Smartwatch sitzt ein Wireless-freundlicher Keramikkörper mit 1,2 GHz-Zweikernprozessor, 1 GB RAM und 8 GB Flash-Speicher. Alle zwei Tage muss die Uhr an die magnetische Ladestation andocken: Der Akku hält im Always-ON-Betrieb nämlich maximal 32 Stunden durch.

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Preislich attraktiv für Echo-Besitzer

Auch vom Preis her dürfte die CoWatch für viele Echo-Nutzer attraktiv sein — im Rahmen der Pre-Order-Aktion auf Indiegogo kann man sie schon für 159 Dollar (plus 25 Dollar für den internationalen Versand) bestellen. Die Early Bird-Bestellungen sollen ab Juni 2016 ausgeliefert werden. Genug Geld dürfte wohl auf jeden Fall zusammen kommen: Die vor wenigen Tagen gestartete Crowdfunding-Kampagne hat das Funding-Ziel von 80.000 Dollar schon fast erreicht.

CoWatch-Specs:

  • Prozessor: Dual-Core 1.2 GHz/300 MHz
  • Speicher: 1GB RAM & 8GB Flash Memory
  • Display: 1,4 Zoll Super AMOLED Hight-Res Display, 400×400 Pixel, 286 ppi
  • Gehäuse: Rostfreies Stahl, Zirkonium-Keramik
  • Sensorik: Gyrometer, Akzelerometer, Magnetometer, Pulssensor, Vibrationsmotor
  • Akkulaufzeit: 32 Stunden im „Always ON“-Modus
  • Benutzeroberfläche: Cronologics OS
  • Schnittstellen: Bluetooth, Aufladen über induktive Ladestation
  • Features: Voice-Interaction mit Amazon Echo/Alexa, wasserdicht (IP67-Standard)
  • Smartphone-Anbindung: iOS9/Android 5.0 Lollipop

Mobil macht mobil: Bitkom prophezeit Smartphone- & App-Boom ohne Ende

bitkom-sagt-smartphone-und-app-boom-vorausPünktlich zur IFA in Berlin prophezeit Bitkom einen erneuten Verkaufsrekord bei Smartphones: mehr als 25 Millionen Geräte werden bis Ende 2015 in Deutschland verkauft, so der IT-Branchenverband unter Berufung auf Marktforschungs-Daten von EITO und GfK. Der Umsatz steige auf 9 Milliarden Euro, das ist schon fast so viel, wie mit klassischer Unterhaltungselektronik erzielt wird – dort werden 10 Milliarden Euro erwartet, der Markt geht mit Minus 3 Prozent leicht zurück.

Tablets wachsen auch, aber langsamer

Fast schon traditioneller Wachstumstreiber bei Mobilgeräten bleiben auch Tablets. Mehr als 7 Millionen Geräte werden bis Ende 2015 über den Ladentisch gehen, und einen Umsatz von 7 Milliarden Euro einbringen. Das Wachstum hat sich allerdings auf knapp 2 Prozent verlangsamt. Klassische E-Reader werden in der aktuellen Prognose nicht erwähnt – sie dürften wohl 2015 bei knapp 1,5 Millionen verkaufter Geräte liegen (2014: 1,2 Millionen).

Senkrechtstarter Smartwatch

Ein echter Senkrechtstarter sind derzeit Wearables, also Geräte, die direkt am Körper getragen werden, vom Fitness-Armband bis zur Smartwatch. Den Prognosen zufolge wird der Absatz für dieses Jahr bei insgesamt 1,72 Millionen Geräten liegen und Umsätze von 240 Millionen Euro bringen. Nur etwa ein Drittel der verkauften Geräte sind Smartwatches, sie erzielen aber zwei Drittel des Umsatzes.

Die Deutschen sind App-Aficionados

25 Millionen Smartphones, 7 Millionen Tablets, fast 2 Millionen Wearables – die Phalanx neuer Geräte vergrößert am Ende natürlich auch den Hunger der Deutschen nach mobilem Content: Erstmals werden in diesem Jahr laut Bitkom wohl mehr als eine Milliarde Euro mit Apps für Smartphones, Tablets und Smartwatches umgesetzt.

Und zwar eher indirekt – denn die meisten Apps können kostenlos heruntergeladen werden. 75 Prozent der Umsätze werden im Anschluss an den Download über In-App-Shopping generiert, nur 15 Prozent direkt über den Kaufpreis. Werbung in Apps sorgt für weitere 12 Prozent der Erlöse.

Abb.: Glenn3095 (Public Domain/cc-0)

24 Pixelpunkte reichen aus: Dot, eine Smartwatch mit Braille-Display

dot-braille-smartwatchEs ist ja immer wieder spannend, in welche Grenzgebiete das Thema Elektronisches Lesen führen kann. Aktuellstes Beispiel: Dot, eine Smartwatch mit Braille-Display, entwickelt von einem koreanischen Startup. Auf TechInAsia wurde über dieses Gadget gerade berichtet. Das Display dieser cleveren Lesehilfe for the sake of the blind besteht aus vier Blöcken mit jeweils 6 variablen Erhebungen, die elektronisch angesteuert werden – mit den insgesamt also 24 fühlbaren Pixeln lassen sich vier Braille-Zeichen auf einmal anzeigen. Die Frequenz, mit der neue Zeichen erscheinen, beträgt minimal ein Zeichen pro Sekunde (gleich 1 Hertz), maximal 100 Hertz (was doch sehr an Speed-Reading-Techniken wie Spritz erinnert…).

Selber lesen statt Siri zuhören

Via Bluetooth-Verbindung kann man per Sprachbefehl ganz einfach Texte von Smartphone- oder Tablet-Apps (etwa Textnachrichten, aber auch Artikel oder E-Books) auf die Braille-Watch beamen. „Bisher musstest du dir auf iOS-Geräten eine Textnachricht deiner Freunding von Siri vorlesen lassen, was ja eher unpersönlich ist“, so erklärt Dot-Mitgründer und CEO Eric Ju Yoon Kim. „Möchte man die Nachricht nicht lieber selbst lesen und im Kopf die Stimme der Freundin hören?“ Hmmm, auch ein sehr interessanter Gedanke, auf den ich so nicht gekommen wäre…

„Public Braille“ erobert den öffentlichen Raum

Die von den Koreanern entworfene Braille-Smartwatch soll Anfang 2016 auf den Markt gelangen und um die 300 Dollar kosten, bisher müssen blinde Menschen für mobile elektronische Braille-Reader mindestens das zehnfache ausgeben. Analoge Alternativen dagegen sind rar gesät, so ist nur etwa 1 Prozent aller Bücher in Braille-Schrift erhältlich. Die haptische Display-Technologie von Dot kommt derweil auch schon anderswo zum Einsatz: im Rahmen des „public Braille“-Projects werden damit in Süd-Korea im öffentlichen Raum etwa Geldautomaten oder Fahrkartenautomaten mit ertastbaren Anzeigen erweitert.

Blocks, oder: Smartwatch zum Selberbauen – inkl. E-Ink-Option

blocks-wearable-konfigurierbare-smartwatchWelches Display soll sie haben, die persönliche Lieblings-Smartwatch? Rund, rechteckig, viereckig? LCD oder E-Ink? Welche Extras sind gewünscht: Mikrofon, Flashlight, Gestensteuerung? Bei der neuen Smartwatch von Blocks Wearables wird man frei nach Gusto entscheiden können – denn ähnlich wie bei Googles Smartphone-Projekt Ara soll dieses Gadget aus frei kombinierbaren Modulen bestehen.

Kooperation mit Chip-Hersteller Qualcomm

Den Anstoß für das spannende Smartwatch-Projekt gab eine Gruppe von Studenten des Londoner Imperial College – ursprünglich wollten sie mit der Kombination von Gestensteuerung und Bio-Sensorik experimentieren, am Ende kam dann das Konzept der Smartwatch zum Zusammenbauen heraus. Für technische Unterstützung sorgt inzwischen u.a. die Kooperation mit dem Chip-Hersteller Qualcomm – im Innern der ersten Blocks-Version wird deren Snapdragon-400-Prozessor werkeln.

Die Uhr ist nicht nur von Anfang an maßgeschneidert, sondern lässt sich auch leicht erweitern: “Es ist wie beim traditionellen Desktop-Computer“, so Hakeem Javaid, einer der Entwickler, gegenüber dem Guardian. “Wenn man den aufrüsten wollte, hat man ihn ja auch nicht weggeworfen, sondern einfach eine neue Graphikkarte oder mehr Speicher installiert.“

Module einbauen nach dem Plug & Play-Prinzip

Jedes Modul soll zwischen 20 bis 40 Pfund kosten und lässt sich einfach auf die Basiskomponente stecken. Dabei gilt dann: Plug & Play. Die modulare Smartwatch lädt nämlich nach dem Zusammenstecken automatisch die notwendige Software, um die Ergänzung zum Laufen zu bringen. Beim Betriebssystem setzen die Smartwatch-Macher auf Googles aktuelles Android Lollipop.

Ähnlich wie die alternative Pebble-Watch wird das Produkt von Blocks als Vorbestell-Kampagne auf der US-Crowdfunding-Plattform Kickstarter gelauncht – wahrscheinlich noch in diesem Sommer. Die Vorbesteller werden allerdings erst vier Module mit der Basis kombinieren können: einen Extra-Akku-Block, einen Herzfrequenz-Messer, einen GPS-Empfänger und einen NFC-Block zum berührungslosen Bezahlen.

Blockstore statt App-Store

Zum Start wird die Uhr nur mit rundem LCD-Display angeboten, später sollen zwei eckige Varianten dazukommen. Für die Zukunft setzen die Blocks-Macher dann auch auf die Entwickler-Community: im geplanten „Blockstore“ wird man auch Apps wie auch einzelne Module von Dritt-Anbietern bestellen können. Und nicht zu vergessen: Für das schicke und möglichst individuelle Äußere sorgt die Kooperation mit dem britischen Accessoire-Anbieter Tateossian.

Toq ist „always on“: Erste Smartwatch mit stromsparendem Mirasol-Display

Toq ist da – die erste Smartwatch mit stromsparendem Mirasol-Display feiert Premiere auf der IFA. Der Trend zum „Second Screen“ geht damit in die zweite Runde. Nach der Kombination TV/Tablet lautet die nächste Paarung nun also Smartphone plus drahtlos synchronisierte Smartwatch. Bisher bedeutete das für den Nutzer jedoch auch: noch ein Gadget, das alle 24 Stunden an die Steckdose muss. Denn die meisten Produkte in dieser Kategorie setzen auf hintergrund-beleuchtete Displays, so etwa Sonys SmartWatch2 und Samsung Galaxy Gear.

Reflexive Technologie ähnlich wie E-Ink

Die von Qualcomm entwickelte Mirasol-Technologie gehört dagegen zu den passiven bzw. reflexiven Darstellungsmethoden, ähnlich wie E-Ink – und spielt ihre größte Stärke im prallen Sonnenlicht aus. Außerdem ist das Display im Format 1,55 Zoll und einer Auflösung von 288×192 Pixeln „always on“, wie bei einem E-Reader, ohne dass der Akku vorzeitig schlapp macht. Zusammen mit der Nutzung von Bluetooth als direktem Draht zum Smartphone sollen so immerhin mehrere Tage im Dauerbetrieb möglich sein.

Weiteres interessantes Detail: Qualcomms Smartwatch lässt sich drahtlos wiederaufladen, indem man sie auf das mitgelieferte Case legt. Die „WiPower™ LE“-Technologie kümmert sich auch um den Saft für die drahtlos funkenden Kopfhörer, die ebenfalls zum Lieferumfang gehören. Besser gesagt, Headsets – denn mit den weißen Stöpseln kann man auch telefonieren, falls man vor lauter Smartwatch- und Smartphone-Apps dafür noch Zeit hat.

Qualcomm testet Verkauf in limitierter Auflage

Ähnlich wie E-Ink mit Farbdarstellung hatte Mirasol bisher immer noch einen gewissen Nachteil gegenüber LED-Displays – die Farbdarstellung war nicht ganz so brillant und kontrastreich. Wohl auch ein Grund dafür, dass sich Mirasol bisher genausowenig als alternative Displaytechnologie bei E-Readern oder Tablets durchsetzen konnte, obwohl es durchaus Versuche gab. Etwa den von Qualcomm entworfenen Kyobo-Reader, der von der südkoreanischen Buchhandelskette Kyobo Book Centre noch bis Mitte 2012 vertrieben wurde.

Mit der Toq startet Qualcomm nun einen neuen Versuch – allerdings erstmal nur sehr vorsichtig. Die Smartwatch wird nämlich nur von Qualcomm selbst vermarktet, und das auch nur in limitierter Auflage. US-Kunden können sie ab Herbst für etwa 300 Dollar erwerben. Offenbar will man Toq als Testballon nutzen, um die Chancen für Mirasol-Displays auszuloten – die in einer größeren Variante natürlich auch für Smartphones produziert werden könnten. Ganz alleine auf weiter Flur ist Mirasol jedoch nicht – auch E-Ink-Displays drängen auf den Markt für „Wearables“ – siehe Projekte wie Sonostar oder Pebble.

Abb.: Screenshot

Sonostar Smartwatch: E-Ink Corp präsentiert neues 1,7-Zoll-Display

Der neueste Trend bei tragbarer Technik lautet Smartwatch – nun springt auch E-Ink Corp. auf diesen Zug auf: mit einem speziellen E-Ink-Display im Format 1,73 Zoll will der Marktführer in Sachen E-Paper neue Akzente setzen. Als erste Uhr der Welt wird die Sonostar Smartwatch mit dem stromsparenden Mini-Touchscreen ausgestattet, Premiere ist diese Woche auf der Computex-Messe in Taiwan. Entwickelt wurde das Gadget von Transmart, einer Tochter von E-Ink Corp.

Touch-Screen, Backlight, hohe Auflösung

Dank Backlight-Feature kann man das Display der Sonostar auch im Dunkeln ablesen, zugleich kann die Smartwatch durch kurzes Aufleuchten auf wichtige Nachrichten aufmerksam machen. Mit einer Auflösung von 320×240 Pixeln und 16 Graustufen bietet die E-Ink-Smartwatch deutlich mehr Komfort als die Anfang 2013 gestartete E-Ink-Uhr Pebble, zudem ist die Oberfläche leicht geschwungen. Das über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter angeschobene Projekt zeigte jedoch bereits, dass es große Nachfrage für solch ein cleveres Smartphone-Accessoire für das Handgelenk gibt – Pebble wurde fast 70.000 mal vorbestellt.

Smartwatch als cleveres Smartphone-Accessoire

Auch die Sonostar Smartwatch soll weitaus mehr sein als ein schicker Zeitmesser. Sie wurde nicht als Standalone-Gerät konzipiert, sondern spielt ihre Stärken über eine Bluetooth-Verbindung zum iPhone oder Android-Smartphone aus. So lassen sich etwa Anrufe, Nachrichten, Termine u.ä. anzeigen, aber auch der Social Media-Strom von Twitter, Facebook & Co. mitverfolgen oder der Musik-Player steuern. Bedient wird die Smartwatch mit den von Tablet oder Smartphone gewohnten Touch-Gesten. Zusätzliche Apps kann man über Apples App Store oder Google Play nachinstallieren. Offizieller Verkaufsstart (u.a. via Sonostar-Website) soll im Sommer 2013 sein.

(via slashGear)

Abb.: Sonostar.com

Pebble ist da – erste Review der E-Ink-Smartwatch attestiert Suchtpotential

Zu den Ideen, deren Zeit gekommen ist, gehört die Smartwatch. Erst recht natürlich die Smartwatch mit E-Ink-Display. Der beste Beweis ist „Pebble“ – ein Projekt des kalifornischen Uhren-Designers Eric Migicovsky. Das E-Paper-Accessoire für iOs- und Android-Smartphones wurde im letzten Jahr via Kickstarter mehr als 69.000 mal vorbestellt. Mit satten 10 Millionen Dollar Gesamtsumme kam damit einer der größten jemals mit Crowdfunding erzielten Pre-Order-Erfolge zustande.

Was bietet das clevere Chronometer? Zunächst mal dank Bluetooth-Schnittstelle den direkten Draht zum Smartphone. Mit eigenem Vibrationsalarm und Display-Einblendung meldet sich die E-Paper-Uhr, sobald ein Anruf eingeht, blendet Wetterdaten ein, dräuende Termine oder neue Facebook- & Twittermeldungen. Zahlreiche Apps nutzen auch die GPS-Funktionen von iPhone- oder Android-Gerät. So können sich etwa Radfahrer, Jogger oder Wanderer auf der Uhr Geschwindigkeit oder Entfernung zum Ziel anzeigen lassen. Frei konfigurierbar ist auf dem 144 x 168 Pixel großen Display natürlich auch das Aussehen der Uhr selbst – zahlreiche „Watchfaces“ stehen zur Verfügung, vom klassischen Ziffernblatt bis zur gedruckten Zeitansage à la „Twelve Thirty Five“.

In den letzten Tagen wurden nun die ersten Gadgets ausgeliefert – zu den ersten Empfängern gehörte Engadget. Die technikverliebten Gadget-Blogger warnen gleich mal vor zu viel Aufhebens um das Phänomen Smartwatch: „Es handelt sich kaum um die größte Errungenschaft unserer Zeit, nicht mal um das Gerät des Jahres. Smartwatches sind populär, aber trotz des Hypes bracht man sie wahrscheinlich gar nicht.“ Das ist natürlich beim iPad oder iPhone ganz genauso – insofern könnte Pebble am Ende doch die perfekte Erweiterung darstellen. Grundsätzlich hält Pebble laut Engadget wohl auch, was versprochen wurde: die Uhr ist klein und leicht, lässt sich bequem am Handgelenk tragen, und via Smartphone-App komfortabel konfigurieren.

Allerdings ist es ein One-Way-Gerät – die meisten Informationen (etwa eingehende Mails) gehen nur vom Handy auf die Smartwatch, es gibt keinen Backchannel. Abgesehen vom integrierten Musicplayer, mit dem sich iTunes & Co. fernsteuern lassen (bis auf die Laustärke. Naja.) Das beste an Pebble – abgesehen vom akzeptablen Preis (mittlerweile regulär für 150 Dollar im Pebble-Store vorbestellbar) – bleibt im Vergleich zu Konkurrenzprojekten von Toshiba oder WIMM wohl das stromsparende Display, das immerhin Betriebszeiten von 5 bis 7 Tagen erlaubt. Technisch also alles im grünen Bereich. Psychologisch jedoch könnte Engadget zufolge ein neues Problem auf uns zu kommen: „Ihr glaubt, eure Freunde wären Barbaren, weil sie alle paar Minuten zwanghaft auf ihr Smartphone-Display gucken? Wartet lieber erstmal, bis sie eine Pebble haben.“

Abb.: getpebble.com

Zeit für Pebble: Smartwatch mit E-Paper-Display neuer Kickstarter-Star

Stromsparende E-Paper-Technik bietet sich für alle Displays an, von denen man etwas abliest, und sei es die Uhrzeit. Schon seit einiger Zeit gab es einzelne E-Paper-Uhren, bei denen statt E-Ink statt LCD zum Einsatz kam. Mit „Pebble“ wird dieses Prinzip allerdings auf eine neue Stufe gehoben: das derzeit auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter via Pre-Order bestellbare Chronometer hat dank Bluetooth-Schnittstelle den direkten Draht zum Smartphone. Mit eigenem Vibrationsalarm und Display-Einblendung meldet sich die E-Paper-Uhr, sobald ein Anruf eingeht, blendet Wetterdaten ein, dräuende Termine oder neue Facebook- & Twittermeldungen. Zahlreiche Apps nutzen auch die GPS-Funktionen von iPhone- oder Android-Gerät. So können sich etwa Radfahrer, Jogger oder Wanderer auf der Uhr Geschwindigkeit oder Entfernung zum Ziel anzeigen lassen.

Akkulaufzeit von sieben Tagen

Frei konfigurierbar ist auf dem 144 x 168 Pixel großen Display natürlich auch das Aussehen der Uhr selbst – zahlreiche „Watchfaces“ stehen zur Verfügung, vom klassischen Ziffernblatt bis zur gedruckten Zeitansage à la „Twelve Thirty Five“. Gegenüber Smartwatch-Projekten wie etwa dem von LunaTik, das Apples iPod Nano mit einem speziellen Armband erweiterte, ist die E-Paper-Uhr selbst ohne Verbindung zum Smartphone allerdings wirklich nur eine normale Uhr. Dafür hält sie aber im Dauerbetrieb inklusive Bluetooth deutlich länger durch, nämlich mindestens sieben Tage. Spätestens dann muss das Gadget aber mit dem Ladekabel verbunden werden. Dank eingebauter Beleuchtung lässt sich das Display auch im Dunkeln ablesen. Konfigurieren kann man Pebble über eine spezielle App, die auf das Smartphone geladen wird und alle Updates drahtlos an die Uhr weiterleitet.

Erfolgreichstes Kickstarter-Projekt aller Zeiten

Hinter dem Projekt steht der kalifornische Uhren-Designer Eric Migicovsky. Zusammen mit seinem Team von Pebble Technology werkelt er bereits seit drei Jahren an Smartwatch-Konzepten. Erste Erfolge konnte Migicovsky mit inPulse feiern, einer Variante speziell für Blackberry, die allerdings mit LED-Display ausgestattet ist. Doch die aktuelle Crowfunding-Kampagne stellt alles bisher dagewesene deutlich in den Schatten – innerhalb kurzer Zeit gingen mehr als 20.000 Vorbestellungen ein. Mit fast drei Millionen Dollar ist Pebble bereits 30 Tage vor Ablauf der Frist das erfolgreichste Kickstarter-Projekt aller Zeiten. Die Basic-Variante kann für 115 bzw. 125 Dollar in schwarz bzw. diversen bunten Farben vorbestellt werden, für den Transport nach Deutschland muss man jeweils noch 15 Dollar drauflegen. Voraussichtlicher Liefertermin ist September 2012.