Lexi-App für iOS bringt Alexa auf’s iPhone – bisher aber nur mit limitierten Fähigkeiten

lexi-bringt-alexa-aufs-iphoneVeni, vidi, lexi: Amazons smarter Dosengeist Alexa erobert nach Triby ein neues Dritt-Gerät — via Lexi-App können US-Kunden viele von Echo- und Tap-Konsole bekannte Funktionen nun auch auf dem iPhone nutzen. Siri bekommt also im eigenen Gehäuse mächtige Konkurrenz made in Seattle. Die schlanke App ist (fast) komplett sprachgesteuert, zum Aktivieren tippt man auf das Touchscreen und lässt den Finger dort, so lange man ein Kommando gibt (z.B. eine Produktbestellung bei Amazon) oder eine Frage stellt. Während die Lexi-App online via Amazons Serverpark die Anfrage bearbeitet, zeigt das iPhone-Display eine Animation aus rotierenden farbigen Ringen.

Lexi = Alexa für untewegs & zu Hause

Hinter Lexi stecken Thaddeus Ternes und Beth Gerstenfeld, manchen vielleicht schon bekannt als Macher der HomeKit-App „Beam“. Genau dort, also im Smarthome-Bereich, dürften auch die besonderen Vorteile von „Lexi“ liegen — es lassen sich anders als mit Siri nämlich auch Geräte steuern, die nicht HomeKit-kompatibel sind. Weiteres Argument pro Lexi-App: man bekommt für schlappe 4,99 Dollar einen guten Einblick in viele Alexa-Funktionen, ohne dass man gleich für 180 Dollar den Dosengeist komplett mit Dose kaufen muss…

Lexi ist (noch) kein Hörbücher & Musik-Jockey

Die komplette Liste der Alexa/Lexi-Skills ist schon jetzt beachtlich, und ständig kommen von Drittanbietern neue hinzu — was auch eine große Chance für Buchverlage bieten dürfte (Discovery!). Einen entscheidenden Unterschied gibt’s allerdings noch zwischen Alexa in Echo und Lexi auf dem iPhone : über die App lassen sich weder Amazon- eigene noch andere Content-Services ansteuern, Lexi kann also bisher weder auf Kommando ein Audible-Hörbuch noch die Spotify-Playlist abspielen.

(via The Verge)

Triby: Smartes Küchenradio mit E-Ink-Display & inklusive Alexa

triby-smartes-kuechenradio-mit-eink-und-alexaKein echtes Smarthome ohne intelligentes WLAN-Küchenradio. Mit dem „Triby“ hat das US-Startup Invoxia ein ganz besonderes Exemplar auf den Markt gebracht – es besitzt nicht nur ein E-Ink-Display zum Anzeigen von aktuellen Infos, es ist zugleich das erste Gerät eines Drittanbieters, das Amazons Dosengeist „Alexa“ an Bord hat. Invoxia promotet Triby als „Family Friendly Portable Speaker, Connected Message Board and Speakerphone“ — via Smartphone-Anbindung lassen sich nämlich nicht nur Nachrichten und Emoticons aufs Display beamen, Triby fungiert via Bluetooth-Verbindung mit dem Smartphone auch als Telefon-Freisprechanlage.

Was Echo kann, kann Triby auch

Die Alexa-Integration ermöglicht grundsätzlich alle Funktionen, die auch Amazons smarte Lautsprechersäule „Echo“ bietet — heftet man das formschön und farbenfroh designte Gadget mittels der Rückseiten-Magneten an die Kühlschranktür, erweitert man die Küche also um einen persönlichen digitalen Assistenten, der weitaus mehr kann, als nur auf Zuruf den Lieblings-Radiosender einzuschalten, die persönliche Playlist oder ein Hörbuch abzuspielen. Und natürlich funktioniert das alles komplett berührungslos, wie bei der Echo-Säule wartet Triby im Stand-By-Betrieb auf das „Wakeword“, standardmäßig „Alexa“.

Triby auch in Deutschland lieferbar

Triby an sich ging schon vor einiger Zeit noch ohne Alexa-Anbindung an den Start, und zwar über Amazons-Startup-Förderschiene „Amazon Launchpad“. Zusammen mit dem „Alexa Voice Service“ (AVS) folgt nun der Roll-Out im großen Stil — anders als Echo wird Triby plus Dosengeist von Amazon.com auch nach Deutschland geliefert, die geistlose Version ist hierzulande schon seit Herbst 2015 lieferbar. Die Kundenbewertungen sind allerdings eher mittelmäßig, und in den USA hat Triby mit Alexa-Erweiterung in ersten Hands-On-Berichten auch nicht ganz so gut abgeschnitten.

Strategie für die Zeit nach „Peak Smartphone“

Das Konzept an sich — sprich die Entkopplung von Echo & Alexa — dürfte aber zukunftsweisend sein: Amazon ist hier der Konkurrenz à la Siri oder Cortana mehr als nur eine Nasenlänge voraus, ironischerweise trotz der Fire-Phone-Bauchlandung. Gerade erst wurde von Branchenbeobachtern der „Peak Smartphone“ ausgerufen, bei iPhone & Co. ist die Grenze des Wachstums erreicht. Höchste Zeit also, sich in Richtung Smart Home und Internet der Dinge zu bewegen. Triby ist insofern nur der Anfang einer neuen Expansions-Strategie: Amazons Technologien dürften uns demnächst in weitaus mehr Gegenständen begegnen als nur smarten Kühlschrankmagneten…