Der Zorn des Korgh – Klaus Seibel, Die dunkle Seite des Erbes [Leseprobe]

dunkle-seite-des-erbesEs begann mit einer uralten Schraube auf dem Mond, zufällig entdeckt durch einen NASA-Rover. Die Spur führte zu gezielt platzierten Artefakten der ersten Menschheit, ausgestorben durch einen Meteoriteneinschlag vor 65 Millionen Jahren. Die heutige Menschheit hat in Klaus Seibels Serie „Das Erbe der ersten Menschheit“von diesem künstlichen Baum der Erkenntnis ausgiebig gekostet, und mit der fortgeschrittenen Biotechnologie aus der Vergangenheit die „Lantis“ wiederauferstehen lassen. Neben Yra, die ebenso gutmütige wie grünhäutige Frau mit telepathischen Fähigkeiten trat in Teil 2 („Die erste Menschheit lebt“) ein zweiter Lanti namens Korgh. Yras böswilliger Gegenspieler nutzt die Differenzen zwischen den Supermächten, die das Erbe der Lantis verwalten, und verlässt mit chinesischer Hilfe Lantika, die neu entstandene Wissenschaftsstadt in der nordafrikanischen Wüste. Doch in Teil 3 („Die dunkle Seite des Erbes“) müssen die neuen Freunde, aber auch die Amerikaner bald erkennen: Korgh verfolgt ganz eigene Pläne. Will der wiederauferstandene Lanti mit Hilfe der Lanti-Technologie selbst eine neue Supermacht aus dem Boden stampfen? Unsere Leseprobe führt an den Beginn der Handlung – mehr über Korghs Pläne verrät die Blick-ins-Buch-Optionim Kindle Shop.

Klaus Seibel: Die dunkle Seite des Erbes

1. NSA-Hauptquartier in Lantika
Das Gebäude sah belanglos aus, ein Materialschuppen wie viele andere auf dem militärischen Bereich des Flughafens von Lantika. Die Planer kannten anscheinend nur die Form eines Schuhkartons, der sich von der gelbbraunen Umgebung auch durch die Farbe nicht abhob.
General Myers steuerte seinen Wagen direkt darauf zu, während er ununterbrochen Befehle in sein Headset sprach. Myers besaß wesentlich mehr Kompetenzen, als Anne vermutet hatte. Nur einmal hatte es eine kurze Diskussion gegeben, als er einen Flottenverband auf einer Fahrt zu einem geplanten Manöver mit Südkorea wenden lassen wollte. Sie sollten den Punkt im Indischen Ozean ansteuern, an dem das Flugzeug von General Haishan von den Radarschirmen verschwunden war. Haishan war Myers‘ chinesisches Gegenstück, aber nicht der Grund, warum Myers nicht nur den Flottenverband, sondern ein gutes Dutzend weiterer Schiffe in den Indischen Ozean beorderte. Der wirkliche Grund war Korgh.
Nach Yra war Korgh der zweite Lantis, den man aus einer Genschablone der Lantis erschaffen hatte. Myers hatte Yra gehen lassen müssen, umso wertvoller war Korgh für ihn. Außer einer kleinen Gruppe Eingeweihter wusste niemand davon. Und dann war der Lantis aus dem geheimen Labor entkommen und hatte sogar noch wichtiges Gerät mitgehen lassen.
Ob Myers jetzt von der Gefährlichkeit Korghs überzeugt war, wusste Anne nicht. Sie hatte Myers gewarnt, aber der hatte sie nicht ernstgenommen. Was sollte ein kleiner, nackter, grüner Lantis, der vollkommen allein und ohne Ressourcen war, schon gegen die mächtige NSA ausrichten? Und dann hatte er sie doch alle überlistet.

Gerade sprach Myers mit dem Kommandeur des amerikanischen Stützpunkts auf Guam. Alle verfügbaren Flugzeuge sollten das Gebiet um die Absturzstelle absuchen, unterstützt durch mehrere Spionagesatelliten.
Anne saß neben Yra im Fond des Wagens. Sie hielten sich an der Hand und Anne versuchte so gut wie möglich, Yra zu erklären, was Myers in die Wege leitete. Sie tat es auf ihre spezielle Weise über einen direkten körperlichen Kontakt zu Yras Nervensystem. Das ging einfach schneller und war vor allem unauffälliger. Myers musste nicht wissen, dass sie auf diese Art kommunizieren konnten. Auf dem Beifahrersitz saß Walter Bullrider. Er schwieg, aber Anne wusste, dass auch er auf jedes Wort von Myers achtete. Die beiden kannten sich von früher, waren aber unterschiedliche Wege gegangen. Seit dem Walter herausgefunden hatte, wie sehr Myers ihn und seine Umgebung manipulierte, war das Verhältnis alles andere als freundschaftlich. Charlotte Fuller, Myers‘ rechte Hand, war im Labor geblieben, überwachte die Spurensicherung und wartete darauf, dass die kurzzeitig gelähmt herumliegenden Wissenschaftler aufwachten.
Vor dem Gebäude standen vier Soldaten lässig in einer der wenigen schattigen Stellen herum, als ob sie gerade Pause hätten, wie man es vor einem bedeutungslosen Lager öfter sah. Als sie Myers‘ Wagen erkannten, verschwand die Lässigkeit. Sie passte auch gar nicht zu der schweren Bewaffnung, die Anne jetzt aus der Nähe erkennen konnte.
Myers parkte seinen Wagen unmittelbar vor dem Eingang, die Soldaten salutierten.
Myers sagte nur: „Alle durchlassen. Sie gehören zu mir.“

Anne, Yra und Walter folgten ihm ins Gebäude. Anne konnte die Verwunderung der Soldaten förmlich spüren. Zivilisten wurden hier selten gesehen, und dann auch noch eine solche Gruppe wie die Drei. Walter besaß zwar die Statur eines Elitesoldaten, aber mit seinem Hawaii-Hemd, der Baseballkappe und den Shorts wirkte er wie ein harmloser Tourist. Anne hatte sich dieser Verkleidung angepasst und spielte die Ehefrau, die mit ihrem Mann und ihrer Tochter einen Urlaub in Lantika verbrachten. Allerdings war der vermeintliche Teenager grün. Yra hatte auf die Tarnung durch dick aufgetragene Theaterschminke verzichtet und zeigte sich in der Farbe, die ihre Haut nach der Behandlung mit Chlorophyllgenen angenommen hatte.
Damit musste auch dem letzten Soldaten klar sein, dass es sich bei den Dreien keinesfalls um eine gewöhnliche Touristenfamilie handelte. Eine Lantis war nicht normal, auch in Lantika nicht. Am Ausdruck in ihren Gesichtern sah Anne, dass die Soldaten jetzt auch sie und Walter erkannten. Ihre Fotos waren unzählige Male in allen wichtigen Medien der Welt erschienen. Jeder wusste, dass sie die entscheidenden Personen waren, denen die Menschheit das Erbe der Lantis verdankte.
Die Blicke der Soldaten folgten ihnen, bis sie die Tür durchschritten.
Auch von innen wirkte das Gebäude wie ein gewöhnliches Materiallager. Fenster gab es keine, an den Wänden und mitten im Raum standen deckenhohe Regale, voll mit Kisten und Fässern. Die Beschriftung bestand ausschließlich aus Zahlen-Buchstaben-Kombinationen, aus denen Anne nicht auf den Inhalt schließen konnte. Wenn überhaupt etwas darin war und die Kisten nicht nur zur Tarnung hier herumstanden.

Myers ging zielstrebig den zweiten Gang bis nach hinten durch. Er zog eine Karte durch einen Schlitz und öffnete die Tür. Der Raum, den sie dann betraten, hätte auch im Keller einer Bank sein können, die rechte und die linke Seite bestanden nur aus Schließfächern.
Myers öffnete eines der Fächer. „Legen Sie alle elektronischen Geräte und metallischen Gegenstände hier hinein!“
Walter und Anne besaßen eine Smartwatch, Yra hatte keine Uhr. Als Myers das Fach zurückschob, hörte Anne ein leises Klicken. Ohne Myers würden sie ihre Geräte wohl nie wieder sehen.
Anne spürte einen Luftzug.
Sie prüfen die Luft auf Sprengstoffpartikel und Spuren von Giftstoffen.
„Kann man von Misstrauen eigentlich krank werden?“, fragte Walter.
Myers ignorierte ihn. Er beschäftigte sich mit Iris-Scanner, Handflächen-Scanner und Stimmerkennung. Erfolgreich, denn die Rückwand des kleinen Raums glitt zur Seite.
Myers drehte sich zu den Dreien um. „Was Sie gleich sehen werden, ist nicht für die Öffentlichkeit gedacht.“
Er trat vor Anne und fixierte sie mit seinem Blick. „Damit meine ich ganz besonders Sie, die die Öffentlichkeit so lieben. Ich kann es nicht leiden, damit erpresst zu werden.“
Anne hielt seinem Blick stand. „Ich tue nur, was nötig ist, und für hier habe ich Ihnen zugesagt zu schweigen. Dann werde ich mich auch daran halten. Im Übrigen sollten wir uns beeilen, Korgh wird nicht in der Sonne liegen und faulenzen.“
Myers nickte und sagte laut: „Abwärts!“
Die Wand schloss sich, die Kabine, in der sie sich offensichtlich befanden, bewegte sich nach unten.
Wie weit es in den Untergrund ging, konnte Anne nicht feststellen. Vom Gefühl her waren es zehn Meter, aber es konnten auch mehr sein.
Unten wurden sie von neuen Wachen empfangen. Als sie Myers erkannten, nahmen sie Haltung an.
„Willkommen, Sir!“
„Danke. Besondere Vorkommnisse?“
„Nein, Sir.“
„Folgen Sie mir!“, sagte er zu Anne, Yra und Walter.

Sie kamen an weiteren Aufzügen entlang, die in tiefergelegene Abschnitte führten, rechts und links zweigten Seitengänge ab.
„Hat die NSA ganz Lantika unterkellert?“, fragte Anne, aber Myers reagierte nicht darauf.
Am Ende des Hauptgangs glitt eine Tür zur Seite. Vor ihnen lag ein Raum, groß wie eine Turnhalle, er erinnerte Anne an die Steuerzentrale der ESA. Die Front war komplett mit Bildschirmen ausgefüllt, davor standen Arbeitsgruppen mit weiteren Monitoren. Myers steuerte auf eine Art Leitstand zu, der etwas erhöht lag und von dem aus man alles überblicken konnte.
„Das Allerheiligste der NSA“, flüsterte Walter. „Myers muss verstanden haben, dass die Sache mit Korgh ernst zu nehmen ist.“
„Briggs, zeigen Sie mir die letzten zwanzig Minuten des Fluges von Haishans Flugzeug. Die ersten zehn Minuten im Zeitraffer.“
Der Mann am Hauptbildschirm des Leitstands machte einige Eingaben. Ein schwarzer Bildschirm erschien, auf dem mit dünnen, weißen Linien die Umrisse des Festlands eingezeichnet waren. Anne erkannte die Arabische Halbinsel mit dem Horn von Afrika darunter. Auf der anderen Seite war die Küste des indischen Subkontinents zu sehen. Überall verstreut gab es kleine Punkte, die, wenn man genau hinsah, sich langsam bewegten.
„Blenden Sie alle anderen Flugzeuge aus und zoomen Sie so nah ran wie möglich.“
Ein Klick, und die Punkte verschwanden. Die Küstenlinien Afrikas und Arabiens wanderten nach links, die Indiens nach rechts. Übrig blieben ein schwarzes Nichts und zwei verwaschene Punkte. Sie näherten sich, bis sie zu einem einzigen Punkt verschmolzen.
„Keine optische Erfassung?“, fragte Walter.
„Eine geschlossene Decke aus Cirruswolken“, sagte Briggs. „Wir hatten keine Veranlassung, einen tieffliegenden Satelliten einzusetzen. Deshalb gibt es auch keine Infrarotbilder. Das Einzige, das wir haben, sind diese Radaraufnahmen, und die sind schon aufbereitet.“
Die verschmolzenen Punkte trennten sich wieder. Der etwas größere Fleck entfernte sich Richtung Nordosten, der kleinere bewegte sich nur wenig. Schließlich stand er still und wurde schwächer.
Briggs blendete Zahlen ein, die schnell kleiner wurden. Bei fünfhundertsechsundsiebzig blieben sie stehen.
„Was bedeutet das?“, fragte Anne.
„Das sind die Höhenmeter, die unser Satellit gemessen hat. Die Anzeige ist stehengeblieben, als der Satellit kein Signal mehr erfassen konnte.“
„Weil es zu schwach war, oder weil das Flugzeug explodiert ist?“
Briggs drehte sich um und sah sie an. „Wahrscheinlich, weil es zu schwach war, aber das andere kann man nicht ausschließen.“
„Kann man aus der Fallgeschwindigkeit und den Eigenschaften von Haishans Flugzeug schließen, ob es abgestürzt ist, oder ob sie uns nur ausgetrickst haben?“
Briggs rieb sich mit einem Finger an der Nase. „Schwer zu sagen. Falls sie uns austricksen wollten, können sie den Flieger nicht schon bei fünfhundert Metern abgefangen haben. Sie wissen ja nicht, wann wir kein Radarsignal mehr auffangen. Aber darunter …? Ein normaler Flieger hätte die Kurve nicht mehr gekriegt, aber Haishan hat keinen normalen Flieger. Er verfügt über das Beste, was die Chinesen zu bieten haben. Emissionsarme Triebwerke, Antiradarbeschichtung, weshalb wir gerade mal schwache Flecken sehen, keinerlei automatisiert abgesetzte Positionsdaten. Einfach nichts, was uns helfen würde. Eine gut getarnte Militärmaschine eben. Über die tatsächlichen Flugeigenschaften in Extremsituationen wissen wir nichts.“
„Aber Sie wissen, dass es Haishans Flugzeug war?“
Briggs drehte sich wieder zu seiner Konsole. Das Bild zoomte zu einem größeren Ausschnitt. Eine unterbrochene Linie erschien, die von Lantika bis zu dem Punkt über dem Indischen Ozean führte, an dem sie die Maschine zum letzten Mal geortet hatten.
„Über der Sahara gibt es deutliche Lücken“, sagte er. „Auf den Luftverkehrsstraßen ist die Überwachung okay, aber daneben …“
„Verstehe“, sagte Anne. „Haishan ist nicht auf den allgemeinen Strecken geflogen, und wegen der Tarnung seiner Maschine hat man ihn nur gelegentlich auf dem Schirm gehabt. Theoretisch könnte er also auch schon über der Sahara abgebogen sein, während ein anderes Flugzeug eine falsche Spur gelegt hat.“

Briggs schien dieser Gedanke nicht zu gefallen. Er sah zu Myers hinüber, der mit ausdruckslosem Gesicht der Diskussion folgte.
„Die Wahrscheinlichkeit dafür ist äußerst gering“, sagte Briggs. „Die tatsächliche Flugzeit stimmt exakt mit der rechnerischen Flugzeit überein. Außerdem wäre das Flugzeug dann irgendwo nördlich oder südlich der Sahara aufgefallen. Da wird die Überwachung wieder dichter.“
„Dass die Flugzeit übereinstimmt, ist kein Argument“, sagte Anne. „Sowas gehört zu einem vernünftigen Plan. Und über Wahrscheinlichkeiten können wir gerne diskutieren. Wenn Sie auf der Flucht sind und Feinden entkommen wollen, würden Sie dann immer den wahrscheinlichsten Weg nehmen?“
„Nein“, gab Briggs zu.
„Wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, spielt kaum eine Rolle. Es gibt sie jedenfalls, und sie scheint mir größer als die Wahrscheinlichkeit, dass ein einsamer, kleiner Lantis aus einem militärisch gesicherten Labor ausbricht.“
Myers verstand diese Andeutung als Wink, sich einzumischen. „Was wissen wir über Haishans Flugzeug? Wie weit kann es mit vollem Tank fliegen?“
Briggs holte ein Datenblatt auf den Schirm. Myers und die anderen überflogen die Angaben.
„Zu weit“, sagte Myers. „Auch wenn wir keine genauen Daten haben, wissen wir, dass Haishan beim Hinflug nach Lantika nonstop von Beijing aus geflogen ist.“
Walter deutete auf einen Bildschirm, auf dem sich ein Globus langsam drehte. „Mit anderen Worten: Er könnte jeden Fleck auf diesem verdammten Planeten erreichen, außer vielleicht Hawaii und Australien.“
Für einen Moment war es still.
„Er ist dir entwischt“, sagte Yra zu Myers. „Etwas anderes hätte ich von Korgh auch nicht erwartet.“
Myers sah sie missbilligend an.
Yra zuckte mit den Schultern, drehte sich um und ging auf die Stufen zu, die vom Leitstand herunter führten.
„Wo wollen Sie hin?“, fragte Myers.
„Mich umsehen, mir ist langweilig.“
Myers schwieg verblüfft, solche Antworten war er nicht gewohnt. Sein Gesicht wurde eine Nuance dunkler.
Bevor er etwas sagen konnte, griff Walter ein. „Lass sie! Sie wird sich niemals einem Befehl unterordnen. Du kannst nur verlieren. Sie braucht dich nicht, aber du brauchst sie.“
Myers‘ Kiefer mahlten. „Mir gefällt es nicht, dass sie hier einfach so herumläuft.“
„Was sollte sie anrichten? Das Wesentliche hat sie schon gesehen, und den Rest …“ Walter deutete auf den Monitor mit Korghs möglicher Fluchtroute. „Yra wird dir bestimmt nicht entwischen und zu den Chinesen überlaufen. Wir haben wichtigere Probleme als eine gelangweilte Lantis.“
Myers sah Yra hinterher und dann Anne und Walter an. „Ich würde euch am liebsten alle rauswerfen lassen.“
„Du hast uns nicht hierhin mitgenommen, weil wir dir sympathisch sind, sondern weil du unsere Unterstützung willst.“
„Bei der nächstbesten Gelegenheit werde ich das Rauswerfen nachholen.“
Walter zuckte lässig mit den Schultern. „So viel Mühe musst du dir gar nicht machen, wir würden sogar freiwillig gehen. Aber bis es so weit ist, lass uns den ausgebüxten Lantis einfangen.“
Myers sog hörbar die Luft ein.
„BRIGGS!“
Briggs hatte so getan, als würde er irgendetwas an seinen Kontrollen arbeiten, aber es war ziemlich offensichtlich, dass er die Diskussion aufmerksam verfolgte.
Er zuckte zusammen.
„Ja, Sir?“
„Sie werden alles vergessen, was Sie gehört haben. Haben Sie das verstanden?“
„Jawohl, Sir!“

Yra hatte den laut gewordenen Myers gehört. Sie sah zum Leitstand herauf – und winkte.
Anne kannte Yra sehr gut, trotzdem wusste sie nicht, ob Yra einfach so war, oder ob sie ab und zu ganz bewusst etwas anstellte, was aus dem Rahmen fiel.
„Lantis-Pack“, schimpfte Myers leise.
Aber Walter hatte es gehört. „Du konntest es nicht erwarten, dir einen eigenen zu erschaffen.“
„Du bist auch nicht besser. Ich hätte dich doch ruinieren sollen, anstatt dir durch meine beste Agentin eine Karriere zu verschaffen.“
„Zu spät“, sagte Walter.
„Mir wird was Neues einfallen.“ Myers sah auf den virtuellen Globus. „Briggs, geben Sie alle Infos an unsere Jungs in Fort Meade. Die sollen die Air Force, die Navy und alles, was wir haben, dransetzen, um einen Hinweis auf Haishans Flugzeug zu finden. Sie sollen auch die Daten von Eurocontrol anzapfen. Dann leiten Sie die Namen von allen Personen weiter, die wir in Haishans Flugzeug vermuten. Wenn einer davon irgendwo auf der Welt auftaucht, will ich das sofort wissen. Starten Sie das volle Programm. Gesichtserkennung, Stimmerkennung, Bewegungsmuster. Über alle sozialen Medien, Webcams und Überwachungskameras.“
„Ich bin dafür, die Sache öffentlich zu machen“, sagte Anne. „Die Gefahr ist zu groß, als dass wir irgendetwas unversucht lassen sollten.“
Myers sah Anne an, als zweifelte er an ihrem Verstand. „Öffentlich? Definitiv nein! Soll ich im Fernsehen verbreiten lassen, dass ein wildgewordener Lantis durchgebrannt ist? Einer, der vielleicht ein Massenmörder ist? Und der die Weltherrschaft an sich reißen will?“
„Man könnte es geschickter formulieren …“
„Nein! Wenn Sie auf Öffentlichkeit bestehen, ist unsere Zusammenarbeit sofort beendet.“ Er sah Anne herausfordernd an.
„Okay. Wir werden sehen, wie weit Sie kommen.“ Anne war zwar anderer Meinung als Myers, aber sie konnte ihn nicht zwingen. Und zusammenarbeiten mussten sie, wenn sie Korgh stoppen wollten. Anne hatte einen Sekundenbruchteil in Korghs Innerstes sehen können, als sie Yras Gedächtnis nach ihm durchforscht hatte. Was sie dort gesehen hatte, jagte ihr jedes Mal Schauder über den Rücken, wenn sie daran dachte. Und sie dachte oft daran. Myers ahnte nicht, welches Monster er in seinem Labor erschaffen hatte.

(Weiterlesen im Kindle Shop)

Copyright Cover & Leseprobe: Klaus Seibel
Publikation mit frdl. Genehmigung des Autors.

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Klaus Seibel, Die dunkle Seite des Erbes
E-Book (Kindle Shop) 2,99 Euro
Taschenbuch (Createspace) 8,99 Euro

Hinweis: Klaus Seibel ist Mitglied unserer Redaktion, Gastgeber der Indie-Lounge und mit seinem Label “Seibel Digital” Medienpartner von E-Book-News.

[Indie-Lounge] „Schaffe ein gutes Produkt, & hoffe dass es funktioniert“ – Annie Stone im Interview

Annie-Stone-Indie-Lounge-Interview-ArtikelHeute zu Gast in der Indie-Lounge: Annie Stone. Die studierte Politikwissenschaftlerin hat vor ihrer ersten Veröffentlichung nicht im Traum daran gedacht, dass jemand ihre Geschichte lesen würde. Dann hat sie der Erfolg ihrer Serie „She flies with her own wings“ regelrecht umgehauen. Vier Wochen nach Veröffentlichung ihres ersten Buchs hat sie kurzerhand ihre bisherige Karriere und den Job an den Nagel gehängt, um sich ganz dem Schreiben zu widmen. Sehr mutig – doch 150.000 verkaufte E-Books, Rang Eins in Amazons Kindle Shop und eine besondere Platzierung beim Lovelybooks Award 2014 zeigen, dass die Entscheidung so falsch nicht war.


„Als ich fünf war, entstand meine erste Geschichte“


Klaus Seibel: Annie, dein allererstes Buch ist schon entstanden, bevor du schreiben konntest. Wie ist das möglich?

Annie Stone: Lesen und Schreiben sind die beiden Leidenschaften, die mir mein Vater mitgegeben hat. Schon von klein auf wurden meine Schwester und ich unterstützt, unserer Fantasie freien Lauf zu lassen. Als ich fünf war, habe ich eine Geschichte erfunden, die meine Mutter für mich auf dem Computer abgetippt und ausgedruckt hat. Sie hat sie dann als kleines Buch binden lassen mit freien Seiten, auf denen ich noch Zeichnungen hinzugefügt habe. Die Geschichte hieß Alex & Alexandra, es ging um einen Seefahrer, der nach Hause kam und dort auf seine zukünftige Frau trifft. Das hätte schon immer mein Hinweis sein sollen, welche Art Geschichten ich schreiben kann.

Inzwischen hast du sehr viel veröffentlicht, allein sieben Bücher im letzten Jahr. Wie schaffst du das?

Die ersten fünf Bücher hatte ich schon fertig, bevor ich das erste veröffentlicht habe. Ich war ängstlich, ob ich überhaupt was veröffentlichen soll, daher habe ich erst mal geschrieben und geschrieben. Ich glaube, das war auch eine ganz gute Taktik, denn so konnte ich meine vierteilige Reihe in kurzen Abständen veröffentlichen und im Gespräch bleiben.

Gleichzeitig hast du noch einen Blogroman „Kiss the frog to get the prince“. Was darf man sich darunter vorstellen?

Das ist so eine Art Fortsetzungsroman, wie es sie früher in der Zeitung gab. Ich schreibe einmal in der Woche eine „Episode“ und poste sie auf meinem Blog. Jeden Donnerstag um 20 Uhr gibt es den neusten Teil. Ich schreibe zwischen 1000 und 2000 Wörter. Es ist eine Art Experiment für mich. Die Art und Weise, wie ich schreibe, ist vielleicht ein wenig ungewöhnlich, weil ich mir vorher kaum Gedanken zur Story mache, sondern einfach alles passieren lasse. Die Arbeit am Blogroman zwingt mich dazu, mir vorher Gedanken zu machen, weil ich den Anfang nicht mehr ändern kann, wenn mir später was anderes einfällt.

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„Englische Buch-Titel sind prägnanter“


Und dann gibt es auch noch ein Bad Boys Magazin. Was ist denn das und wozu ist das gut?

Als meine Reihe zu Ende war, habe ich jede Menge Zuschriften bekommen von Leser*innen, die darum gebeten haben, die Reihe fortzusetzen und zu erzählen, was mit meinen Protagonisten weiter passiert. Daher habe ich drei Bonuskapitel geschrieben, die ich kostenlos auf meinem Blog veröffentlicht habe. Für den dritten Teil (der zu Weihnachten herauskam) habe ich mir als besonderes Geschenk überlegt, dass ich ihn in Magazinform rausbringe. Es ist nicht nur das letzte Bonuskapitel enthalten, sondern auch ein Interview, Szenen aus Sicht der männlichen Protagonisten, Rezepte, die im Buch vorkamen von Laura Griese, einer Köchin aus Hannover, und ein Bericht zur Bareröffnung, die im Buch nicht mehr vorkommt, aber angedeutet wird.

Bei dir fällt auf, dass nicht nur dein Pseudonym englisch ist, sondern auch deine ganzen Buchtitel. Wie bist du darauf gekommen, deutsche Bücher mit englischen Titeln zu versehen?

Die Protagonistin meines ersten Buches, Emma, ist Autorin und hat ein Tattoo mit dem Spruch Writing her own story. Ich hätte es nicht passend gefunden, einen deutschen Spruch zu nehmen, weil die Geschichte in den USA spielt. Außerdem finde ich, dass Englisch manchmal prägnanter ist. Auf Deutsch hätte der Titel komisch geklungen: Ihre eigene Geschichte schreiben. Und dann hat Thea, die Protagonistin meiner Reihe, auch ein Tattoo She flies with her own wings. Ein bisschen unbeabsichtigt ergab sich da ein Muster. Daher habe ich die englischen Titel beibehalten.

Es ist nicht leicht, in die Top 100 aufzusteigen. Welche Faktoren siehst du als die wichtigsten an, die deinen Erfolg getragen haben?

Ich glaube, es sind drei Dinge. Erstens hat eine Facebookseite mit 30.000 Fans mein Buch empfohlen, zweitens ist das Thema meiner Serie kontrovers. Es geht um Polyamorie, um eine Frau und drei Männer. Ein Thema, das zu Diskussion anregt und die Leser*innen verleitet, sich ein eigenes Bild machen zu wollen, ist hilfreich. Drittens hilft es, auf sozialen Netzwerken aktiv zu sein. Damit meine ich nicht, in jeder Gruppe sein Buch anzupreisen, sondern einfach nett zu sein, Beziehungen zu knüpfen und zu pflegen.

Du hast es sogar bis auf Platz 1 bei Amazon geschafft. Was hat sich in deinem Leben durch das Schreiben/deinen Erfolg verändert?

Im Grunde hat sich alles und nichts geändert. Ich habe schon relativ früh meinen Job gekündigt und mich dem Schreiben gewidmet. Um ganz ehrlich zu sein, habe ich zwei Wochen nach Erscheinen des zweiten Buches gekündigt, das war vier Wochen nach Veröffentlichung des ersten Buches. Seit Juni (mein erstes Buch ist Mitte März erschienen) bin ich Vollzeit als Autorin tätig. Positiv ist, dass ich jetzt nur noch das tue, was ich wirklich mag, ich kann mir meinen Tag einteilen, wie ich möchte. Negativ ist, dass ich alleine in meiner Wohnung sitze und es tausend Sachen gibt, die ich auch tun könnte. Fenster putzen oder Wäsche bügeln. Oder so. Manchmal fällt es schwer, sich selbst zu motivieren, aber so lange ich meine selbstgesteckten Deadlines einhalte, ist alles okay. Natürlich kann ich jetzt im Nachthemd arbeiten, was mir sehr entgegen kommt.
Was sich wirklich geändert hat, ist die Tatsache, dass ich endlich viel reisen kann, denn schreiben kann man überall. Das ist großartig!


„Auch negatives Feedback ist hilfreich für mich“


Was hat dir geholfen, im Schreiben besser zu werden?

Ich würde mich nicht als besonders gute Autorin bezeichnen, aber was mir hilft, sind Anregungen von Leser*innen, vor allem negatives Feedback. Ich würde zwar nie eine schon veröffentlichte Geschichte ändern (abgesehen von Rechtschreibfehlern etc.), aber ich nehme Anregungen für kommende Romane auf. Ansonsten lese ich sehr viel und ich glaube, dass es jeder Autor*in nur gut tut, wenn sie sich Anregungen in „Best practice“-Beispielen sucht. Kurse und Co. habe ich bisher nicht besucht, aber im Grunde bin ich ja auch erst am Anfang meines Autorendaseins. Diese Möglichkeiten stehen mir ja immer noch offen.

Dein wichtigster Tipp für Autorenkollegen:

Tu alles dafür, dass du ein sehr gutes Produkt hast. Und dann spring und hoffe, dass es funktioniert. Ich denke, uns allen fehlt manchmal der Glaube an uns selbst, ob wir das erste Buch veröffentlichen oder das zehnte. Aber manchmal muss man mutig sein und seine Ängste überwinden.

Du arbeitest zusammen mit epubli. Kannst du uns kurz erklären, was epubli für dich tut und warum du dich für diese Zusammenarbeit entschieden hast.

Ich habe mich damals für epubli entschieden, weil sie für mich sowohl das beste Angebot hatten, als auch der Kontakt von Anfang an super war. Weil es sich ganz gut verkauft hat, hat sich epubli mit mir in Verbindung gesetzt, um gemeinsame Marketingmaßnahmen zu besprechen. Ich hab Leonie Langer und epubli in Berlin besucht, wir standen das ganze letzte Jahr in Kontakt, wenn ich Fragen habe, habe ich eine kompetente Ansprechpartnerin. Als erstes ist daraus ein Podiumsgespräch auf der Leipziger Buchmesse entstanden und in der Folge viele weitere Termine. Epubli hat mir Türen geöffnet, die für mich alleine immer geschlossen wären.


„Indie-Autoren müssen sich gegenseitig unterstützen“


Wenn du drei Wünsche frei hättest, was das Schreiben betrifft, was würdest du dir wünschen?

Ich würde mir wünschen, dass mich die Muse immer küsst, sodass ich auch die kommenden Jahre noch Ideen für Bücher habe und das Durchhaltevermögen, diese auch zu schreiben. Das war mein egoistischer Wunsch. Darüber hinaus würde ich mir wünschen, dass wir Indie-Autoren es schaffen, unseren Ruf immer weiter zu verbessern, sodass uns der Buchmarkt nicht mehr belächelt, sondern ernstnimmt. Es sind gewiss schon erste Schritte gemacht, aber ich denke, da liegt noch ein langer Weg vor uns. Als drittes würde ich mir wünschen, dass wir einander stärker unterstützen, uns als Kolleg*innen sehen und nicht so sehr als Konkurrent*innen. Denn Bücher sind ja keine Autos. Eines reicht nicht für die nächsten fünf bis zehn Jahre.

Wenn dich ein neuer Leser kennen lernen möchte, welches deiner Bücher würdest du ihm als Start in deine Bücherwelt empfehlen?

Ich würde Writing her own story empfehlen. Mir liegt diese Geschichte besonders am Herzen, einfach weil es mein erstes Baby ist, aber ich glaube auch, dass sie ganz gut zeigt, was ich schreibe.

Deine bisherigen Leser warten schon auf Nachschub. Worauf können sie sich freuen? Was ist dein nächstes Projekt?

Ende Mai startet meine neue Serie. Es werden jeweils in sich abgeschlossene Romane
über einen Freundeskreis sein. Der erste Teil handelt von Jace und Chrissa. Erste Einblicke gebe ich auf meinem Blog.

Zum Schluss: Du hast 100 Worte frei zu deiner Verfügung. Was möchtest du deinen Lesern sagen?

Oh, 100 Worte … Ich gehöre ja zu denjenigen, die immer zu viel schreiben. Meine Masterarbeit hatte beinahe doppelt so viele Seiten wie erlaubt, aber ich gebe mein Bestes: Ich danke euch. Viele von euch sind schon beinahe Freund*innen geworden, und das ist das Schönste, was passieren konnte. All die großartigen Menschen, die ich im letzten Jahr getroffen habe, sind das Beste, das mir durch das Schreiben passiert ist. Ich würde keinen von euch missen wollen. Meine Mutter hat immer gesagt, wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es heraus. Je mehr ich von mir preisgebe, desto mehr öffnet ihr euer Leben und eure Herzen für mich. Und ich kann mir nichts Schöneres vorstellen. Danke für euer Vertrauen und danke, dass ihr mir ermöglicht, meinen Traum zu leben.
Na gut, 101 Worte ;-)

Annie, herzlichen Dank für deine Antworten. Ich wünsche dir auch, dass dich die Muse noch heftig küsst, und das ist sicher ein Wunsch, den jede Menge deiner Leser und Leserinnen teilen, denn dann kannst du ihnen noch viele Stunden entspannende Unterhaltung schenken.

Wer mehr über Annie wissen möchte, kann sie gerne auf ihrem Blog besuchen und dort eine Menge Interessantes zum Lesen entdecken: http://anniestoneblog.com/

[Sponsored Post] Digitale Kurzroman-Serie „Horror Factory“: Bastei Lübbe lädt zum Gruseln ein

Die Digitalsparte von Bastei Lübbe setzt auf das Gesetz der Serie: mit Wolfgang Hohlbeins Gruselgeschichte „Pakt mit dem Tod“ startet heute die neue Kurzroman-Reihe „Horror Factory“. Herausgeber Uwe Voehl präsentiert ab sofort im 14-Tages-Rhythmus Horror-Kurzromane von prominenten Autoren wie auch interessanten Newcomer. Die Stories sind in sich abgeschlossen, bei manchen umfasst der Spannungsbogen jedoch mehrere Folgen. Von der klassischen Geistergeschichte über Gothic bis Dark Fantasy ist alles dabei -- jeweils zum Preis von 1,49 Euro pro Download, erhältlich als epub & Kindle-Version.

Horror-Factory als Manufaktur des Schreckens

Wie gut sich Serienprinzip und E-Books vertragen, hat Lübbe Digital bereits mit dem Vatikanthriller „Apocalypsis“, der Mystery-Serie „Survivor“ oder der Berliner Lifestyle-Soap „Coffeshop“ gezeigt: diese Serien verlaufen ähnlich wie man es von TV-Produktionen gewohnt ist über mehrere Staffeln, wobei ein typischer „Myth-Arc“ die Spannung aufrecht erhält. Während diese Serien kollaborativ von Schreib-Teams begleitet werden, ist die Horror-Factory trotz des Namens eher eine Manufaktur des Schreckens -- schließlich gilt hier: ein Text, ein Autor.

Zum Auftakt begibt sich Deutschlands erfolgreichster Horror- und Phantastik-Autor Wolfgang Hohlbein in die amerikanische Provinz: in Milton, Massachusets erblick Farmersohn Herman an seinem Geburtstag zum ersten mal das absolut Böse (was in diesem Fall aber nichts damit zu tun hat, dass es sich um den Geburtsort von George W. Bush handelt). Wie heißt es so schön: die Hölle, das sind die anderen. Doch um zu überleben, geht Herman einen Pakt mit dem Tod ein -- die friedlichen Tage im Provinznest sind gezählt.

Blutiger Splatter-Fleck als Serien-Logo

Am 12. Juni gibt’s dann die nächste Folge -- nämlich „Crazy Wolf -- Die Bestie in mir“, aus der Feder von Christian Endres, bekannt als Autor von „Die Zombies von Oz“ oder der Crossover-Sammlung „Sherlock Holmes und das Uhrwerk des Todes“. Im Amazons Kindle-Shop kann man „Crazy Wolf“ und die folgenden Geschichten aus der Horror-Factory von Lübbe Digital bereits vorbestellen, was offenbar auch schon sehr viele Leser gemacht haben: der Verkaufsrang der einzelnen E-Books ist bereits erstaunlich hoch für Titel, die noch gar nicht lieferbar sind.

Die schon vorab gelungene Leserbindung dürfte neben den Titeln wie „Teufelsbrut“, „Blutflüsterer“ oder „Bedenke dass du sterben musst“ wohl auch am vielversprechenden Artwork der neuen Reihe liegen. Auf den Covern erscheinen vor eisigem Hintergrund Hackebeile, Schädel, Grabsteine oder Raben, in der Mitte prangt jeweils als Reihen-Logo ein blutiger Splatter-Fleck. Nicht zu verachten ist aber auch der über Youtube verbreitete Trailer -- wer ihn anklickt, sollte dabei besser keine Tasse aus Meißner Porzellan in der Hand halten. Die könnte dann nämlich auch als Splatter-Fleck enden…

Wolfgang Hohlbein,
Pakt mit dem Tod

(Lübbe Digital, Mai 2013)
Preis: 1,49 Euro (epub/Kindle)
Reihe „Horror-Factory“,
hrsg. von Uwe Voehl

Abb.: Lübbe Digital

Hinweis: Dieser Artikel wurde gesponsert von VIRAL LAB