„Schick’s auf’s Kindle“: Amazon startet „Read-it-later“-Knopf für Blogs & Webseiten

Amazon spendiert einen neuen Button für die Read-it-later-Fraktion: mit dem „Send-to-Kindle“-Knopf lassen sich Blogartikel und andere interessante Webinhalte jetzt direkt auf den Kindle-Reader oder die Kindle-App schicken. Der „geclippte“ Content landet zunächst in der Amazon-Cloud, und wird dann beim nächsten Synchronisieren des jeweiligen Gerätes automatisch via WiFi-Verbindung heruntergeladen.

Die Nutzung ist denkbar einfach: Beim ersten Anklicken erscheint ein Pop-Up-Fenster, in dem man sich mit den üblichen Kundendaten einloggen kann, und bekommt dann eine Auswahl der bereits registrierten Lesegeräte präsentiert, vom Kindle-Reader über das Fire Tablet bis hin zur Kindle-App für Mac oder PC. Beim nächsten Mal muss man im Pop-Up-Fenster dann nur noch das Versenden in Richtung Kindle bestätigen. Über einen kleinen Textlink lässt sich die Geräteauswahl zudem jederzeit ändern.

Das Skript für den Send-to-Kindle-Button lässt sich auf einer speziellen Amazon-Seite konfigurieren, etwa im Hinblick auf Text, Form und Farbe, und kann dann ganz einfach in die eigene Webseite integriert werden. Für WordPress-Blogs wird zudem ein offizielles Plugin angeboten. Erste Websites wie etwa BoingBoing.net haben den Button bereits in ihre Social-Media-Leiste eingebaut.

Letztlich kann der „Send-to-Kindle“-Button natürlich nichts, was nicht auch schon andere Apps wie etwa Instapaper oder Pocket ermöglichen. Auch diese Helferlein erlauben schließlich das Verschicken von Webinhalten, in dem sie die individuelle E-Mailadresse des Kindle-Readers nutzen – wenn auch als etwas versteckte Option. Amazon dagegen ist offenbar bemüht, die Sichtbarkeit der eigenen Geräteplattform im Web zu erhöhen, und durch den eigenen Button nun möglichst viele Nutzer zur Lektüre innerhalb des eigenen Ökosystems zu animieren.

Im Rahmen dieser Strategie wurde bereits vor einiger Zeit die „Send-to-Kindle-App“ für PC und Mac gestartet, mit der man Dokumente direkt vom Destkop auf den Reader schicken kann. Die App wandelt zahlreiche Dateiformate ganz einfach in ein PDF um und schickt sie vom Rechner aus in die Cloud. Synchronisiert man dann den Kindle-Reader via WiFi, gelangen die Dokumente automatisch auf das Lesegerät. Auch für diesen Service gibt’s bereits Alternativen, etwa die Kombination der Cloudspeicher-App Dropbox mit dem DropboxAutomator.

(via The Digital Reader)

Abb.: Screenshot

„Send to Kindle“ für alle: DropBox-Automator mailt Dateien direkt auf den Reader

Wer E-Books und sonstige Dokumente per Mausklick auf das Kindle bringen möchte, kann theoretisch Amazons neue „Send-to-Kindle“-App nutzen. Doch die funktioniert bisher leider nur auf Windows-Rechnern. Doch zum Glück gibt‘s eine prima Alternative: Der DropBox-Automator lässt sich nämlich auch unter Mac OS X und Linux nutzen. Das vom österreichischen Startup Wappwolf entwickelte Tool erweitert den persönlichen Cloud-Speicher von DropBox mit einer praktischen Neuerung: einzelnen Ordnern lassen sich automatisierte Funktionen zuordnen. Etwa das Konvertieren von Dateien oder der Mailversand an eine vorgegebene Adresse. So lassen sich viele Aufgaben ganz einfach per Drag-and-Drop erledigen, beispielsweise ein persönlicher Send-to-Kindle-Service.

Individuelle E-Mail-Adresse des Kindle nutzen

„Österreicher pimpt Cloud-Speicher“ titelte futurezone.at vor kurzem – mit dem DropBox Automator hat WappWolf-Chefentwickler Manuel Berger dem kostenlosen Cloud-Speicher tatsächlich eine geniale Erweiterung hinzugefügt. Die Web-App bietet eine ganze Reihe an Automatisierungen für verschiedene Dateitypen: So kann man etwa hochgeladene Textdateien in PDFs umwandeln lassen, Fotos mit einem Stempel versehen oder zu Facebook hochladen, aber auch Dateien automatisch per eMail versenden lassen. Kindle-Besitzer können deswegen den DropBox-Automator spielend einfach zur Send-to-Kindle-App machen. Denn jeder Kindle-Reader hat eine individuelle E-Mail-Adresse, die man entweder im Amazon-Kundenaccount unter „Mein Kindle“ finden kann oder direkt auf dem Gerät im Menü „Einstellungen“. Eine E-Mail zu schicken ist schon mal deutlich einfacher als eine USB-Verbindung zwischen Reader und PC herzustellen und Dateien zu verschieben. Mit der Automator-App kann man das Verschicken einer Mail mit Datei-Attachment aber noch einmal vereinfachen…

Per Drag and Drop wandert die Datei direkt auf’s Kindle

Um den Automator von WappWolfzu aktivieren, muss man die Nutzung dieser externen App erstmal mit dem DropBox-Passwort erlauben. Als nächstes legt man im DropBox-Verzeichnis einen neuen Ordner an, beispielsweise „Schick-es-auf-mein-Kindle“. Diesen Ordner wählt man dann im Browser innerhalb der Automator-App aus. Im nächsten Schritt geht es dann um die Regeln, die mit diesem Ordner verknüpft sind. Klickt man dort den Punkt „Jeder Dateityp … per E-Mail versandt werden“, wird ein Mail-Menü aufgeklappt, in das man einfach die E-Mail-Adresse des Kindle-Readers einträgt. Mit „Aktion bestätigen“ kann man die Auswahl abschließen. Schiebt man nun per Drag-and-Drop eine Datei in den entsprechenden Ordner, wandert sie automatisch in Amazons Rechnerwolke, und beim nächsten Synchronisieren des Kindles via WiFi oder 3G taucht sie dann auf dem Home-Screen des Readers auf. Wer möchte, kann übrigens für den „Schick-es-auf-mein-Kindle“-Ordner noch eine zweite Regel hinzufügen: die automatische Konvertierung eines Dokuments ins PDF-Format.

„Send to Kindle“-App schickt Dokumente vom PC direkt zum E-Reader

Gerade längere Dokumente lassen sich am besten auf einem E-Reader wie dem Kindle lesen. Doch wie bekommt man Word- oder RTF-Dokumente am einfachsten auf’s E-Ink-Display? Amazon bietet jetzt eine App dafür an: „Send to Kindle“ wandelt zahlreiche Dateiformate ganz einfach in ein PDF um und schickt sie vom Rechner aus in die Cloud. Synchronisiert man dann den Kindle-Reader via WiFi, gelangen die Dokumente automatisch auf das Lesegerät. Wahlweise kann man via „Send to Kindle“ aber die Daten auch mit einer Kindle App auf zahlreichen Mobilgeräten wie iPhone, iPad oder BlackBerry lesen. Bisher können von dieser einfachen Lösung leider nur Windows-Nutzer (ab Win XP) profitieren, eine „Send to Kindle“-Variante für Mac OS ist aber in Vorbereitung.

Die schlanke App nimmt lediglich 5 Megabyte in Anspruch und wirkt eher im Verborgenen: man findet sie nämlich als zusätzliche Option im Kontextmenü, wenn man mit der rechten Maustaste auf eine Datei im Explorer klickt. Außerdem erscheint sie im Drucken-Dialog der jeweiligen Textverarbeitung als zusätzlicher Drucker, vergleichbar mit der Möglichkeit, den Inhalt eines Dokuments in ein PDF-Dokument umzuleiten. Um die „Send to Kindle“-App zu nutzen, muss man im Installationsprozess Login und Passwort für das Amazon-Kundenaccount eingeben. Statt der „Send to Kindle“-App kann man natürlich auch weiterhin ganz einfach Dokumente per E-Mail auf das Kindle bringen – jedes Gerät hat schließlich eine individuelle Adresse, die man im Einstellungs-Menü finden kann. Aus den meisten Textverarbeitungen lassen sich Dateien ohnehin direkt per Mail verschicken.

Eine weitere Alternative auf Smartphones und Tablets ist die Nutzung von Dropbox in Kombination mit der Kindle App. Schiebt man auf dem PC eine mobi-Datei in den Dropbox-Ordner, steht sie in wenigen Sekunden über die Cloud auch auf dem Mobilgerät zur Verfügung. Da sich E-Books innerhalb von Dropbox nicht öffnen lassen, erhält man beim Antippen der Datei innerhalb der App zunächst mal eine Fehlermeldung. Tippt man dann jedoch das Transfer-Icon der Dropbox-App auf Smartphone oder Tablet an, bekommt man als Option die Möglichkeit „Öffnen in der Kindle-App“ zu Verfügung. Tippt man sie an, öffnet sich das E-Book in der Kindle-App. Ähnlich funktioniert es bei epub-E-Books, wenn man etwa eine E-Reader-App wie iBooks installiert hat.