„Was zählt ist die Professionalität“: Phantastik-Autoren-Netzwerk nimmt jetzt auch Self-Publisher auf

pan-nimmt-selfpublisher-aufWann ist man wirklich Autor? Viele Schriftsteller- und Autorenverbände haben es sich früher einfach gemacht: wer einen Verlagsvertrag in der Tasche hatte, schien des Beitritts würdig. Doch das kommt — zum Glück — dank Indie-Boom aus der Mode. Jüngstes Beispiel dafür ist das „Phantastik-Autoren-Netzwerk“ (PAN) – nach einer Satzungsänderung können jetzt auch Selfpublishing-Autoren die Mitgliedschaft in dem seit 2015 bestehenden Verband beantragen.

Verlagsvertrag ist keine Pflicht mehr

Bisher musste man laut Satzung „mindestens eine eigenständige Veröffentlichung eines phantastischen fiktionalen Werks bei einem Verlag vorweisen“, explizit nicht akzeptiert waren „Eigenverlag“, „Self-Publishing“ sowie „Druckkostenzuschussverlag“. In Zukunft ist es nun egal, was im Impressum steht. Nicht aber, wie die Bücher der AutorInnen insgesamt beschaffen sind – der PAN schaut jetzt genauer hin.

Fehlerrate, Covergestaltung etc. als Kritieren

„Bereits bei der Gründung haben wir uns Gedanken gemacht, wie wir Selfpublishern den Zugang zu unserem Verein ermöglichen können, ohne eine Qualitätskontrolle durchzuführen“, berichtet PAN-Vorstandsvorsitzende Diana Menschig. „Trotzdem ist uns bei Verlags- wie unabhängig publizierenden Autoren die Professionalität wichtig.“ Deswegen wird der Verband die Bewerbungen vorab checken – Menschig zufolge anhand von „weichen Gesichtspunkten“ wie etwa Fehlerrate, Covergestaltung und Verfügbarkeit für die Leser.

Nachwuchsautoren im Blickfeld

„Besonders wichtig war es uns, Kriterien zu finden, mit denen wir Verlagsautoren und Selfpublisher gleich behandeln“, so Lena Falkenhagen, neu gewählte 2. Vorsitzende des PAN. Ebenfalls neu in den PAN-Regularien ist eine zeitlich befristete Kategorie „Nachwuchsautoren“ für all diejenigen, die eine Veröffentlichung anstreben. „Unser Wunsch ist ein Mentoring-Programm, damit Neulinge die Unterstützung unserer Profis erhalten“, ergänzt Diana Menschig.

„Ich schreibe über das Leben und lebe vom Schreiben“: Andreas Adlon im Interview

adlon_ausradiert_Teil2-rundEine deutsche Austauschschülerin verschwindet kurz vor ihrer Rückkehr aus den USA – als ihr Vater Nachforschungen anstellt, stellt sich heraus: angeblich war sie nie dort, niemand will sie gesehen haben. Alles nur Einbildung? Oder eine Verschwörung? Als Andreas Adlon 2012 den Thriller „Ausradiert – Nicht ohne meine Tochter“ herausbrachte, stürmte das Buch an die Spitze der Kindle-Charts. Bis heute verkaufte sich der Bestseller mehr als 150.000 mal, damit gehört Adlon zu den erfolgreichsten Self-Publishern in Deutschland. Anlässlich der Fortsetzung „Ausradiert – nicht ohne meinen Dad“sprach E-Book-News mit dem Erfolgsautor.

E-Book-News: Ausradiert war ursprünglich mal als Einzeltitel geplant. Warum haben Sie drei Jahre nach dem Start jetzt doch einen Fortsetzung veröffentlicht?

Andreas Adlon: Die vielen, vielen postiven, wie auch kritischen Rückmeldungen ermutigten mich dazu. Von meinen Lesern erhielt ich Fragen, Antworten, Wünsche. Diese nahm ich dankend auf und konzipierte die Fortsetzung „Ausradiert – Nicht ohne meinen Dad“ – zwei Jahre später.

Sie schreiben sowohl Thriller, die in den USA spielen, also auch Regionalkrimis, die an der Nordsee spielen. Wo fühlen sie sich schriftstellerisch zu Hause?

Ach wissen Sie, jedes Buch ist wie ein eigenes Kind. Ich mag alle mein ‚Kinder‘ gleichermaßen. Vielleicht schreibe ich mal einen Thriller, der in Deutschland spielt (lacht).

Was ist ihr nächstes Buchprojekt?
Nach ‚Tod im Netz und ‚Wahre Lügen‘ wird gegen Ende 2015 Band 3 der Nordseekrimi-Reihe um die Kommissare Lisbeth Eicken und Paul Schweigert erscheinen.

Was sollte ihre Leser über Sie privat wissen?

Ich liebe die Menschen, ich liebe das Leben. Ich denke, dass kommt in meinen Büchern rüber. Also schreibe ich über das Leben und leben vom Schreiben.

Hinweis: „Ausradiert – nicht ohne meinen Dad“ wie auch „Ausradiert – nicht ohne meine Tochter“ sind via Amazon sowohl als E-Book wie als Taschenbuch lieferbar.

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Andreas Adlon,
Ausradiert – Nicht ohne meinen Dad
E-Book (Kindle) 0,99 Euro
Taschenbuch (Createspace) 9,99 Euro
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Andreas Adlon,
Ausradiert – Nicht ohne meine Tochter
E-Book (Kindle) 0,99 Euro
Taschenbuch (Createspace) 10,68 Euro

[Aktuelles Stichwort] Pflichtexemplar, alles klar? Auch Self-Publishing-Titel sind Kulturerbe


[Dieser Artikel ist eine Preview aus: „das große e-book & e-reader abc“, das mehr als 200 aktuelle Stichwörter von Adobe-ID bis Zweifinger-Zoom enthält. Es ist digital und gedruckt im Oktober 2014 bei ebooknews press erschienen – Tipp: zum Einführungspreis bestellen und vier Euro sparen!]

Mit der Ablieferung von Pflichtexemplaren an die deutsche Nationalbibliothek (DNB) bzw. die regionalen Landesbibliotheken soll die dauerhafte Katalogisierung und Archivierung aller Druckerzeugnisse sichergestellt werden. Diese Ablieferungspflicht gilt nicht nur für Verlage, sondern auch für Selfpublisher, die Bücher via Print-On-Demand, als E-Book oder Hörbuch veröffentlichen. Innerhalb einer Woche nach der Publikation müssen alle Werke der DNB zur Verfügung gestellt werden. Ausgenommen sind nur solche Veröffentlichungen, die in weniger als 25 Exemplaren verbreitet werden sollen.

Printexemplare werden in zwei Exemplaren an den zuständigen DNB-Standort verschickt (Frankfurt a.M. bzw. im Ostdeutschland Leipzig), in der Regel ein weiteres Exemplar an die regionale Landesbibliothek (Ausnahme: Bayern/Badenwürttemberg zwei Exemplare). Alle digitalen Veröffentlichungen (die DNB nennt sie „Netzpublikationen“) wie etwa E-Books können nach einer kostenlosen Registrierung mit einem speziellen Webformular auf der Website dnb.de hochgeladen werden. Die DNB akzeptiert aus archivarischen Gründen ausschließlich E-Books in den Branchenstandards epub und PDF, via Kindle Store im mobi-Format veröffentlichte Titel müssen deswegen in Richtung epub umformatiert werden.

Die Ablieferungspflicht besteht unabhängig davon, ob der jeweilige Titel über eine >>ISBN verfügt oder ob die Veröffentlichung in das Verzeichnis lieferbarer Bücher (VLB) aufgenommen wurde. Der an das VLB angeschlossene >>Distributor >>libreka bietet Verlagen bzw. Autoren an, Pflichtexemplare ausgelieferter E-Books über eine bei der DNB individuell zu beantragende Schnittstelle automatisch weiterzuleiten.


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