Was ihr wollt, oder: 3Hearts2gether – readfy startet erste Lesedaten-getriebene Romanserie

readfy-produziert-datengetriebene-romance-serieReadfy weiß dank „Reader Analytics“, was LeserInnen wünschen — erstmals hat der werbefinanzierte Flatrate-Anbieter dieses Wissen nun aktiv umgesetzt: das Konzept der selbst produzierten Romance-Serie „3Hearts2gether“ aus der neuen Reihe „Readfy Originals“ stützt sich auf die Auswertung des Leseverhaltens von einer halben Million Plattform-Nutzern. „Welche Themen bevorzugen die readfy-Leser, welche Erzählperspektive, welche Settings, welche Figuren? Gibt es Unterschiede in den Genres? Welche Eigenschaften sollte das Cover haben? Mithilfe von Advanced Reader Analytics können wir diese Fragen beantworten und so Inhalte entwickeln, die auf die Vorlieben unserer Leser abgestimmt sind,“ erläutert Philipp Ortmaier, Geschäftsführer der readfy GmbH.

Geschrieben von Indie-Autorinnen-Team

In der Story geht es konkret um Freundschaft, Selbstbestimmung und Liebe. Drei Studentinnen geraten in eine lebensbedrohliche Situation. Sie schließen einen Pakt: Sollten sie gerettet werden, leben sie ihr Leben endlich so, wie sie es sich immer erträumt haben. Auch die Wahl der Autorinnen Pea Jung, Sina Müller und Tanja Neise war ein Ergebnis aus Reader Analytics: Mit mehr als 2,5 Millionen gelesenen Seiten gehören die Self-Publisherinnen zu den erfolgreichsten bei readfy. Die bei den Readfy-Lesern beliebten Indie-Autorinnen seien „offen für neue Herangehensweisen in der Story-Entwicklung“ und „nah dran an ihren Lesern“, so Friederike
Krickel, für die readfy originals verantwortliche Content-Managerin.

Vorbild Video- & Musikbranche

Bei den Machern der 2013 gegründeten Plattform sieht man die datengetriebene Unterhaltungsliteratur als eine Ergänzung des normalen Angebots aus Indie- und Verlagstiteln, die sich auf Vorbilder aus anderen Branchen stützen kann: „Wir möchten damit Impulse für die Digitalisierung der Buchbranche setzen und erfolgreiche Modelle aus dem Bereich des Video- und Musik-Streamings für den Buchmarkt adaptieren“, so Ortmeier. Die zehn Folgen der am 11. August gestarteten Pilot-Serie erscheinen monatlich und sind kostenlos in der readfy App lesbar. Die Leser können zudem die Social-Media-Kanäle der Figuren abonnieren und so dem Serien-Geschehen auch im via Facebook & Co. folgen.

„Pay per Rent“: Readfy startet Mietmodell für einzelne E-Book-Titel

readfy-offline-lesen-pay-per-rentBisher hieß das Erfolgsmodell von Readfy: werbefinanzierte Kostenlos-Lektüre, also eine Art gesponserte Flatrate – immerhin auf einer Basis von mehr als 50.000 Titeln. Anlässlich der Leipziger Buchmesse wurde nun aber ein neues Geschäftsmodell vorgestellt: „Pay-per-Rent“, das bezahlte Ausleihen individueller Titel für jeweils 30 Tage. Befristet E-Books lesen kann man – zu anderen Bedingungen – bisher schon über die „Kindle Leihbücherei“ oder via öffentlicher Bibliotheks-„Onleihe“.

Bis zu 70 Prozent sparen vs. Buchkauf

Die Preise beim „Pay-per-Rent“ à la Readfy variieren: Die in diesem Fall werbefreie Lektüre kostet den Leser zwischen einem und vier Euro, je nach normalem Ladenpreis des gewünschten Schmökers. Auf diese Weise kann man Readfy zufolge gegenüber dem normalen Kauf zwischen 30 und 70 Prozent sparen.

Weiterer Vorteil: wer „Pay-per-Rent“ nutzt, kann die E-Books auch offline lesen, bei der werbefinanzierten Gratis-Flatrate muss man dagegen mit Smartphone oder Tablet online bleiben. Und noch einen Vorteil gibt’s natürlich gegenüber kostenpflichtigen Flatrates der Konkurrenz: man muss sich nicht mit einem monatlichen Abo an den Anbieter binden.

In-App-Purchase als Vorbild

„Öffne in deiner readfy App einfach die Buchdetailseite des eBooks, das du offline lesen möchtet“, heißt es zum Ausleihprozess in den Readfy-FAQs. Und weiter: „Tippe dort auf den Button Offline lesen und folge dem Bestellprozess. Und schon kannst du offline lesen.“ Die Bezahlung läuft über den jeweiligen App-Store, also Apple oder Google.

Vorbild für den „Pay-per-Rent“-Ansatz sind die positiven Erfahrungen der Games-Branche mit „In-App-Purchases“, also vom Nutzer getätigte Zukäufe innerhalb einer kostenlos nutzbaren App. Eine Befragung von Readfy-Nutzern hatte gezeigt, dass auch die E-Lese-Community durchaus bereit schien, für zusätzliche Leistungen zu zahlen.

Verlage zeigen großes Interesse

Insofern wird Readfy also auch zukünftig zweigleisig fahren — die werbefinanzierte Flatrate soll bestehen bleiben. Die Verlage zeigen am „Pay-per-Rent“-Modell offenbar großes Interesse, die meisten der 50.000 Readfy-Titel können bereits individuell ausgeliehen werden. Was den Publishern beim neuen Readfy-Modell entgeht, sind – siehe Payment via App-Store — allerdings die Kundendaten der neu gewonnenen Leser…

(via buchreport & boersenblatt)

Grenzenloses Lesevergnügen – von Kindle Unlimited bis Adobe Unlimited?

„Grenzenloses Lesevergnügen“ war in der E-Book-Branche schon immer ein beliebter Claim. Mit „Kindle Unlimited“ – gestartet einen Tag vor Beginn der Frankfurter Buchmesse – führt Amazons Flatrate dieses Versprechen nun sogar direkt im Schilde. Ein weiterer Claim von Amazon weist zugleich auf die Grenzen des unbegrenzten hin: es gebe ein „großes Angebot an englischen Titeln“, hieß es zum Deutschland-Start des neuen Angebots einen Tag vor Beginn der Frankfurter Buchmesse. Nur etwa fünf Prozent der KU-Titel stammen nämlich bisher von deutschen Autoren, zumeist Self-Publishern (siehe – bzw. höre – das Interview, welches dradio Kultur kürzlich mit mir zum Thema geführt hat).

Was natürlich für Amazon-Kunden kein Hindernis bedeuten muss – denn im Kindle Store beherrschen Titel wie „Hinterwäldler zum Verlieben“, „Aprikosenküsse“ oder „Honigtot“ schon seit längerem die vorderen Ränge. Die Auguren der Gutenberg-Galaxis mögen das Startangebot von KU belächeln, doch man sollte nicht vergessen: anders als die bei klassischen Bestsellern besser aufgestellte Konkurrenz von Skoobe bis Readfy (letztere App startete ihren regulären Betrieb ebenfalls zur FBM14) braucht Amazon – ohnehin die am stärksten frequentierte Plattform – die großen Verlage gar nicht so dringend, um erfolgreich zu sein.

Doch auch aus Sicht der traditionellen Player öffnen sich die Grenzen: die Libri-Tochter Books On Demand beliefert nicht nur Skoobe mit elektronischen Self-Publishing-Titeln, sondern hat auch angekündigt, zukünftig gedruckte Bücher von Indie-Autoren in die Buchhandlungen zu bringen. Nun muss man muss eigentlich gar nicht so genial sein, um lokal zu denken, immerhin macht die Buchbranche rein rechnerisch noch mehr als 90 Prozent ihrer Umsätze mit Lesestoff aus Papier. Aber es fehlte bisher offenbar an Konzepten, um das stofflose Netz der Netze stärker mit dem physischen Faserland zu verweben.

Libri ist da vielleicht nicht zufällig auch noch an anderer Stelle mit im Boot – über die neue Plattform genial.lokal sollen Kunden direkt zu ihrem Wunschbuch in der Wunschbuchhandlung geführt werden, Stichwort: Location Based Services. Und wenn der Kunde doch nicht laufen will, liefert der Barsortimenter den Schmöker im Auftrag der Buchhandlung nach Hause. Hinter dem Projekt steckt auf Seiten der Buchhändler die alternative Einkaufsgenossenschaft eBuch, sie versammelt landesweit immerhin knapp 600 Indies.

Manche Grenzüberschreitungen der E-Book-Branche sind aber auch eine Zumutung. Etwa die Praxis von Adobe, über das Digitale Rechtemanagement weltweit intimste Lesedaten von Millionen Kunden in Richtung USA abzuschnorcheln, und das auch noch über völlig ungeschützte Datenkanäle. Dem US-Blogger Nate Hoffelder zufolge kann die Sammelwut auf dem Desktop-PC große Bereiche heimischer Festplatten betreffen, also u.a. auch E-Books, die überhaupt nicht mit Adobes DRM geschützt sind. Adobe Unlimited? Diese Flatrate braucht nun wirklich kein Mensch.

Abb.: Alexandre Duret-Lutz/Flickr (cc-by-sa-2.0)

Alpha, Beta, Omega: Readfy öffnet sich für neue User, Readmill macht dicht

Gute Nachrichten für alle E-Leser, die auf einen Beta-Zugang für Readfy gewartet haben: die Macher der kostenlosen, werbefinanzierten Flatrate-App haben sich entschieden, die bisherige Begrenzung auf 5.000 Nutzer aufzuheben. „Ab sofort wird jeder User nach der Registrierung unter www.readfy.com automatisch freigeschaltet und kann sich dann die App herunterladen und auf seinem Android-Gerät installieren“, so Mitgründer & Marketing-Chef Frank Großklaus. Die Plattform laufe bereits sehr stabil, und bis zum kommerziellen Launch im Juli wolle man nun die Nutzerbasis kontinuierlich vergrößern. Zu diesem Zeitpunkt sollen auch Premium-Versionen starten, die mehr Funktionen und weniger („Premium-Light“) bzw. gar keine Werbung anzeigen. App-Varianten für iPhone & iPad sollen im Sommer ebenfalls zur Verfügung stehen.

„We failed“: Readmill zieht zum 1. Juli den Stöpsel

Zu den neuen Readfy-Nutzern dürften zukünftig auch viele Fans von Readmill gehören – die Social Reading macht nämlich zum 1. Juli dicht: „Readmill’s story ends here. Many challenges in the world of ebooks remain unsolved, and we failed to create a sustainable platform for reading“, schreiben die E-Lesemüller in einem „Epilogue“ überschriebenen Blogpost. Für die App-Entwickler Henrik Berggren, David Kjelkerud & Co. gibt’s aber trotzdem ein Happy End: sie gehen von Berlin nach San Francisco, die App-Technologie wurde nämlich von DropBox zum respektablen Preis von 8 Millionen Dollar aufgekauft. Auch die Readmill-Nutzer werden aber nicht einfach so vor die Tür gesetzt: sie können nicht nur ihre hochgeladenen E-Books, sondern auch ihre in der App-Cloud gespeicherten Anmerkungen, Kommentare etc. exportieren.

Trendsetter-Effekt: Ohne Readmill kein Readfy

Dass von Scheitern eigentlich keine Rede sein kann, zeigt aber auch ein Blick auf Readfy: die Flatrate-App baut ebenfalls auf Social-Reading-Features, das diskutieren, empfehlen und entdecken neuer Lektüre gehört zum Kern des Konzepts. Insofern waren die Readmill-Gründer Trendsetter für die Branche – das Problem der „Discoverability“ von E-Books lässt sich drei Jahre nach dem Readmill-Launch überhaupt nicht mehr getrennt vom Sozialen Lesen denken. Dazu kommt bei Readfy natürlich noch ein ganz anderer Crowd-Effekt: anders als Readmill setzte das Düsseldorfer Startup nicht nur auf klassisches Wagniskapital, sondern sammelte über die Plattform Companisto 500.000 Euro von mehr als 1.000 Krautinvestoren ein.

Abb.: flickr/angelofsweetbitter2009 (cc)

Krautinvestoren als Disruptoren: Flatrate-App Readfy sammelt 500.000 € Startkapital

Hello, Goodbye: „E-Book-Piraterie: die Crowd sagt ‚Tschööö!'“ – so warb Readfy seit Februar um die Gunst der Krautinvestoren. Um die für den Nutzer kostenlose Flatrate-Lese-App (E-Book-News berichtete) zu realisieren, setzt das Startup nicht nur auf Sponsoring, sondern auch auf Schwarmfinanzierung. Und die Crowd hat mehr als nur „Hallo“ gesagt – über die Plattform Companista kamen bis 24. März 2014 insgesamt 500.000 Euro Kapital zusammen. Einzelne Anteile konnte man dabei zum Preis von 5 Euro erwerben.

Für die deutsche Crowdinvestment-Szene eine nicht völlig ungewöhnliche, aber doch recht hohe Summe – im gesamten Jahr 2013 kamen hierzulande dem Portal fuer-gruender.de zufolge bei 66 finanzierten Projekten 19,7 Mio Euro zusammen, pro Finanzierung also durchschnittlich 290.000 Euro. Klassisches Crowdfunding brachte dagegen laut fuer-gruender.de im Jahr 2013 „nur“ knapp 5 Millionen Euro, hier lag die Projektkapitalisierung im Schnitt bei 3000 Euro. Einzelne Pre-Order-Kampagnen im Buchbereich wie etwa „Drachenväter“ erreichten aber durchaus Summen im fünfstelligen Bereich.

Die Flatrate-App Readfy spielt dagegen in einer ganz anderen Liga. Die Readfy-Gründer Felix Bauchspiess, Ryan David Mullins und Frank Großklaus wollen erklärtermaßen „die disruptive Kraft sein, die das Geschäftsmodell der Verlage auf eine neue Stufe stellt“. Die notwendigen Mittel dafür haben sie jetzt. Mit der Unterstützung von insgesamt 1.363 Krautinvestoren kann nicht nur die deutsche Version der Readfy-App durchstarten, für 2015 ist auch die Internationalisierung geplant.

Allerdings gibt’s in punkto kritische Masse noch mehr Zielmarken zu knacken als nur die Companista-Crowd. Zum Beispiel beim Content: Bereits zum Deutschland-Start von Readfy im Februar waren 15.000 Titel von über 120 Verlagen verfügbar, bis Jahresende sollen es 30.000 Titel sein. Das ist auch notwendig, denn ohne genügend Content bleibt die Crowd der Leser zu klein. Umgekehrt braucht man aber auch eine möglichst große Nutzerzahl, um Verlage zum Einsteigen zu motivieren.

Letztlich geht’s Readfy natürlich wie jedem Startup – ob am Ende eine Erfolgsstory herauskommt oder nur „Hello, Goodbye“, zeigt sich erst, wenn man etwas riskiert. Ungewöhnlich in diesem Fall ist allerdings: es sitzen nicht nur eine Handvoll Business Angels mit Risikokapital im Boot, sondern mehr als 1.000 überzeugte Schwarmfinanzierer, die ihr Geld bis zum 31.12.2021 festgelegt haben. Ob es wirklich so lange dauern wird, um die alte Gutenberg-Galaxis zu überwinden?

Abb.: Screenshot

E-Books für alle, und zwar umsonst: Readfy disruptet die Buchbranche

Die einzigen echten E-Book-Versteher waren bisher die E-Book-Piraten – auf ihren Plattformen gab es ein breites Angebot an Titeln entweder ganz kostenlos oder zum günstigen Flatrate-Tarif. Ein so erfolgreiches Modell, dass manche Autoren ihre Bücher sogar selbst zur Verfügung stellten, um vom Reichweiteneffekt zu profitieren: wenn elektronische Bücher die perfekte Zirkulation ermöglichen, warum sollte man sie dann künstlich ausbremsen? Doch jetzt hat auch der legale Spiralarm der Gutenberg-Galaxis dazugelernt: mit dem Beta-Launch von Readfy startet an diesem Montag eine Plattform, die den Nutzern einen New Deal anbietet: kostenlos und unbegrenzt E-Books lesen mit Werbeeinblendung, oder gegen einen Monatsbetrag eine unbegrenzte E-Book-Flatrate. Mittel zum Zweck ist die Readfy-App – zunächst nur für Android-Nutzer erhältlich. [Update 4.2.: der Readfy-Start wurde auf Freitag, 7.2. verschoben, um die Server-Kapazitäten auszubauen]

Die Readfy-Gründer Felix Bauchspiess, Ryan David Mullins und Frank Großklaus wollen zeigen: ein deutsches „Spotify“ für E-Books (mittlerweile könnte man auch sagen: ein deutsches Oyster) ist tatsächlich machbar. „Wir wollen die disruptive Kraft sein, die das Geschäftsmodell der Verlage auf eine neue Stufe hebt“, postulierte Readfy-Geschäftsführer Bauchspiess schon Ende 2013 gegenüber Buchreport. Schaut man auf die blanken Zahlen, könnte das tatsächlich gelingen: zum Start sind 15.000 Titel von über 120 Verlagen dabei, bis Jahresende, wenn auch eine iOS-App verfügbar sein wird, sollen es bereits 30.000 Titel sein. Damit wäre Readfy dann schon da, wo Skoobe jetzt steht – allerdings hat die von Holtzbrinck und Bertelsmann angeschobene App keinen Gratis-Level.

Der Zugang ist bei Readfy also deutlich niedrigschwelliger, und die Verlage bekommen durch die „Sponsoring“-Strategie trotzdem Geld, abgerechnet wird pro gelesener Seite. Ähnlich wie Skoobe wird Readfy aber im doppelten Sinne um das Erreichen der kritischen Masse kämpfen müssen – so viele Titel wie möglich, soviele Nutzer wie möglich. Und das könnte spannend werden. Während der Beta-Phase läuft Readfy ähnlich wie Skoobe erstmal mit gebremstem Schaum – maximal 5.000 Nutzer können subskribieren. Die Ziele sind aber deutlich hochgesteckter als bei Skoobe: mit der App will man zum „internationalen Marktführer für kostenfreies Lesen“ avancieren. Für 2015 ist bereits die Internationalisierung geplant.

Unterstützt werden die Readfy-Macher dabei von Mitgesellschafter Gerrit Schumann, bekannt als Gründer des erfolgreichen Musikstreaming-Dienstes Simfy. Brancheninsider wissen ja ohnehin: Von der Musikindustrie lernen heißt siegen lernen – ob es nun um die Flatrate oder den Abschied von DRM geht. Mit der Buch-Streaming-App Readfy, das ist schon mal klar, kann man auf einen Schlag beides realisieren. Die Zukunft des Content-Konsums wird ohnehin vor allem auf Smartphones und Tablets stattfinden, da ist es logisch, auch E-Books auf ähnliche Weise anzubieten wie Musik oder Video.

Das sehen auch die Investoren so, die Readfy möglich machen: der Düsseldorfer Inkubator 1st Mover stellte 100.000 Euro zur Verfügung, ab heute läuft auf der Crowdinvestment-Plattform companista eine Finanzierungskampagne, die noch mal dieselbe Summe bringen soll. Ab 5 Euro kann man die Disruption der deutschen Buchbranche beschleunigen helfen. Ich bin mir sicher: auch der eine oder andere Buchpirat wird hier einen Teil der erbeuteten Bitcoins investieren, denn letztlich haben alle E-Book-Versteher dasselbe Ziel: E-Books für alle, und zwar umsonst, zumindest für die Leser.

Abb.: Readfy.com