Das Tablet unter den Lesegeräten: Sony Reader Touch Edition (PRS-650) im Test

sony-prs-650-test Sonys neue Reader Touch Edition setzt den nächsten Standard für elektronische Lesegeräte: schnelles Touch-Screen, hoher Kontrast, ansprechende grafische Menüführung. Ein Eingabestift erleichtert das Bearbeiten von Texten & die Eingabe von Kommentaren mit der virtuellen Tastatur. Fehlt eigentlich nur noch Farbdarstellung, um aus dem 6-Zoller ein veritables Tablet zu machen. E-Books kommen allerdings nur via USB auf das PRS-650. Lieferbar ist das Gerät in den Farben silber und schwarz ab 229 Euro – dafür bekommt man einen High-End-Reader, wie es ihn sonst nirgendwo gibt.

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MP3-Funktion macht PRS-650 zum Hörbuch-Player

Alle reden über Kindle oder Oyo, doch der heimliche Champion im 6-Zoll-Bereich dürfte Sonys neue Reader Touch Edition (PRS-650) sein. Schon beim Vorgänger-Modell PRS-600 hatte Sony besonderen Wert auf stabile Verarbeitung und eine übersichtliche Benutzeroberfläche gelegt. Das Display war jedoch von vielen Testern als konstrastarm und verschwommen kritisiert worden. Jetzt hat das Unternehmen nachgebessert – statt mit einer lichtschluckenden Filterfolie werden die Fingerbewegungen nun von Infrarot-Sensoren am Display-Rand erkannt. Zusammen mit Pearl-E-Ink (erstmals bekannt geworden durch das Kindle 3) bekommt man den Komfort eines Touch-Screens und den besten zur Zeit verfügbaren Kontrast. Der integrierte MP3-Player macht den PRS-650 zugleich zum Hörbuch-Player. Nur eine WiFi-Schnittstelle hat Sony auch der neuen Version nicht spendiert – die Lektüre selbst steht auch weiterhin im Mittelpunkt.

Robust, aber leicht dank Aluminiumgehäuse

Das Aluminiumgehäuse des 215 Gramm leichten Gerätes macht einen äußerst robusten Eindruck. Von den Maßen her ist es zugleich der kleinste Reader der 6-Zoll-Klasse – was vor allem daran liegt, dass es nur fünf sehr schmale Tasten gibt, die sämtlich unterhalb des Displays platziert wurden. An der Unterseite findet man neben dem Mikro-USB-Port im Gegensatz zum kleinen Bruder PRS-350 auch eine Kopfhörerbuchse sowie einen externen Lautstärke-Regler. An der Oberkante gibt’s neben dem Power-Knopf zwei Einschübe für Speicherkarten – neben normalen SD-Karten kann man auch den von Sony entwickelten „Memory Stick Duo“ benutzen. Damit lassen sich die internen 2 Gigabyte Speicher auf bis zu 32 Gigabyte erweitern. An der rechten Seitenkante lässt sich der Eingabestift herausziehen. Zum lieferbaren Zubehör gehören übrigens neben normalen Schutzhüllen auch Cover mit integrierter LED-Leselampe.

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Umgeblättert wird per Fingerwisch

Abgesehen von der Größe des Displays unterscheiden sich Reader Touch Edition und Reader Pocket Edition als reine Lesegeräte nicht, denn beide Modelle bieten E-Ink mit 800 mal 600 Pixeln und 16 Graustufen. Und, anders als bei den Vorgängermodellen in beiden Fällen auch Touch-Screen. Umgeblättert wird bequem per Fingerwisch, die Seitenwechsel sind rasant. Lässt man nach der seitlichen Fingerbewegung die Fingerspitze auf dem Display, blättert der Reader immer weiter – so lassen sich schnell mal ein paar Seiten überspringen. Von „XS“ bis „XXL“ stehen ingesamt sechs Schriftgrößen zur Auswahl, dazu gibt’s eine stufenlose Zoomfunktion. Nicht ändern lässt sich leider der Schriftfont. Auf einen G-Sensor hat Sony ebenfalls verzichtet, die Ausrichtung ändert man über die „Optionen-Taste“ unter dem Display.

Das Audio-Verzeichnis ist im Menü „Anwendungen“ versteckt

Sowohl das zuletzt gelesene E-Book wie auch die ersten drei Titel der E-Bibliothek werden mit miniaturisierten Cover-Bildern angezeigt. Weitere Icons verweisen auf „Periodika“ (also elektronische Zeitungen und Zeitschriften), „Sammlungen“ (etwa die Liste der ungelesenen E-Books, der gekauften E-Books, oder eine selbst zusammengestellte Liste) sowie Notizen (womit auch Anstreichungen im Text gemeint sind.) Konfigurieren lässt sich der PRS-650 über das Icon „Einstellungen“. Über das Icon „Anwendungen“ gelangt man zu einem Untermenü, in dem sich die Bilddateien und via Stylus angefertigten handschriftlichen Notizen ansehen lassen. Zudem kann man dort das gerade aktivierte Wörterbuch durchsuchen und mit der virtuellen Tastatur Text-Memos erstellen. Außerdem gelangt man zum Audio-Verzeichnis, das nach Alben geordnet ist. Per Fingertipp kann man sich die einzelnen Tracks anzeigen lassen und abspielen. Die Lautstärke lässt sich in zehn verschiedenen Stufen regulieren.

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Virtuelle Tastatur wird am besten per Stylus bedient

Basisfunktionen wie etwa Umblättern können dank Touch-Screen direkt mit dem Finger ausgeübt werden. Mit einem Doppeltipp auf die rechte obere Ecke einer Seite legt man ein Lesezeichen an. Über die Option Notizen erstellen/bearbeiten können auf der aktuellen Seite Textpassagen markiert werden – das geht am besten mit dem Stylus. Anstatt einfacher Markierung kann auch direkt auf das Schriftbild gekritzelt werden. Einzelne Worte lassen sich etwa unterstreichen, unterkringeln oder durchstreichen. Besonders komfortabel ist die Wörterbuchfunktion. Mit Doppeltipp auf ein einzelnes Wort wird die jeweilige Bedeutung direkt im unteren Bereich der Seite angezeigt. Um einen detaillierten Wörterbucheintrag zu lesen, wechselt man ganz einfach in die Vollansicht des Wörterbuches. Zur Auswahl stehen u.a. das New Oxford American Dictionary sowie das Collins English-German Dictionary. Nicht nur bei der direkten Stichwortsuche im Wörterbuch (über das Menü „Anwendungen“), sondern auch bei der Volltextsuche hilft die virtuelle Tastatur, die man am besten mit dem Eingabgestift bedient.

epubs und PDFs lassen sich problemlos öffnen

E-Books im epub wie auch PDF lassen sich mit dem PRS-650 problemlos öffnen. Durch die Reflow-Funktion werden auch PDFs so umgebrochen, dass man sie bequem auf dem Display lesen kann. Bei den meisten PDFs lässt sich bei dieser Form der Ansicht auch die Schriftgröße ändern. Vier E-Books sind auf der Reader Touch Edition bereits vorinstalliert, darunter Markus Albers Ratgeber „Meconomy“ sowie drei Krimis (Martin Muchas „Papierkrieg“ sowie zwei Folgen aus der „Kühlfach“-Serie von Jutta Profijt). Um via USB-Kabel eigene E-Books auf den Reader übertragen zu können, muss auf dem Desktop-Computer Sonys “eBook Library” installiert werden. Die Software kann vom Reader aus direkt auf den PC oder Mac gebracht werden.

14 Tage unterbrechungsfreies Lesen

Auf mobiles E-Book-Shopping auf dem Reader selbst muss man natürlich verzichten – dafür hält aber der Akku ohne WLAN-Karte umso länger. Bis zu 14 Tage lesen am Stück soll nach Herstellerangaben drin sein. Wer unterbrechungsfreies, unvernetztes Lesen schätzt – sowohl was Steckdosen wie auch WiFi-Hotspots betrifft -- bekommt mit Sonys PRS-650 auf jeden Fall ein ebenso robustes wie komfortables Lesegerät, das sich sowohl für die Lektüre zu Hause wie auch unterwegs bestens eignet. Sonys neuer 6-Zoller bietet eine Kombination von hohem Kontrast und intuitiv zu bedienender Touch-Screen-Technik, die in dieser Form unschlagbar ist. Da ist wohl auch der zur Zeit noch relativ hohe Preis von derzeit 229 Euro zu verschmerzen.


Reader Pocket Edition / Reader Touch Edition im Vergleich


Modell

Reader
Pocket Edition (5 Zoll)

Reader
Touch Edition (6 Zoll)

Display

E-Ink Pearl Touchscreen
(16 Graustufen)
800x600 Pixel

E-Ink Pearl Touchscreen
(16 Graustufen)
800x600 Pixel

Gewicht

155g

215g

Schnittstellen

USB

USB

Speicher

2 GB (Intern),

32 GB (extern)

2 GB (Intern),

32 GB (extern)

E-Book-Formate

EPUB (DRM),
Adobe PDF, etc.

EPUB (DRM),
Adobe PDF, etc.

Zubehör

Micro-USB Kabel

Micro-USB Kabel

Preis

179
Euro (E-Book-News)

229
Euro (E-Book-News)

Audio-Features

keine

MP3-Player,
3,5 mm Kopfhörerbuchse

Touch-Screen bei Sony jetzt Standard: IFA-Premiere für neue E-Reader-Modelle

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Sony setzt neue Standards beim elektronischen Lesen – sowohl Reader Pocket Edition wie auch Reader Touch Edition gibt’s ab jetzt standardmäßig mit Touch-Screen und kontrastreichem Pearl-E-Ink. Die auf der IFA vorgestellten Modelle PRS 350 und PRS 650 punkten mit Bedienkomfort: umgeblättert wird ab jetzt per „Fingerwisch“. Verkaufsstart ist Oktober -- die fünf Zoll-Version wird 179 Euro kosten, die 6-Zoll-Version gelangt für 229 Euro in den Handel. [Update: Die neuen Sony-Reader sind jetzt via E-Book-News lieferbar]

Touch-Screen ist bei Sony jetzt Standard

Große Bildschirme überall. Sonys Messepräsenz auf der Internationalen Funkausstellung wurde deutlich von 3D-Screens und Multimedia-Konsolen beherrscht. Weiche Teppichböden und gedämpftes Licht sorgten für Lounge-Atmosphäre. Nur eine Ecke hatte man besonders hell ausgeleuchtet – dort waren die neuen E-Reader-Modelle ausgestellt. Zwei neue Features konnte man schon von weitem erkennen: der Kontrast ist deutlich verbessert worden, die Geschwindigkeit des Seitenwechsels („Page Refresh“) aber auch. Im Demo-Modus flimmerte auf den Displays ein Screensaver mit für E-Ink ungewohntem Tempo. Die nächste Überraschung erlebte man gleich beim ersten Anfassen. „Die Touch-Screen-Technologie erlaubt es mit dem Finger über das Display zu wischen und so das Gefühl zu haben, man würde eine Buchseite umschlagen“, beschreibt Silke Bernhardt von Sony Deutschland das neue Leseerlebnis. Dank Pearl-E-Ink geht das auch nicht mehr auf Kosten des Kontrastes wie bei früheren Versionen. Wie bisher hat die Reader-Pocket-Edition ein 5-Zoll-Display, die Reader-Touch-Edition kommt mit 6-Zoll-Display. Anders als die bisherigen Namen vermuten lassen, ist Touch-Screen jetzt allerdings bei beiden Modellen Standard. Bedient werden Sonys neue Reader entweder per Stylus oder eben direkt mit den Fingern.

Lesen pur: Sony verzichtet auf WLAN oder UMTS

Mit dem Stylus lassen sich nicht Textpassagen bequem markieren, sondern auch einzelne Worte im Dictionary nachschlagen. Ein interessantes Feature von PRS-350 wie auch PRS-650 sind nämlich sechs vorinstallierte Wörterbücher, die jeweils vom Englischen in die Sprachen Deutsch, Französisch, Spanisch, Italienisch sowie Holländisch übersetzen und umgekehrt. Eins bieten Reader Touch Edition und Reader Pocket Edition allerdings nicht – den direkten Draht zum Content. Auf WLAN oder UMTS hat Sony auch bei der Neuauflage seiner „Klassiker“ bewusst verzichtet: „Wir fokussieren uns auf das Thema Digitales Lesen, unsere Konsumenten wollen vor allem unterwegs E-Books lesen, und nicht etwa sich den täglichen Zeitungscontent auf den Reader laden“, so Silke Bernhardt gegenüber E-Book-News. Auch beim Preis geht Sony keine Kompromisse ein – die Pocket-Editon geht für 179 Euro über den Ladentisch, für die Reader Touch Edition muss man 229 Euro ausgeben. „Wir sind generell nicht der Meinung, dass wir uns hier einem Preiskrieg ausliefern müssen, wir möchten unseren Kunden die bestmögliche Qualität bieten, und die hat ihren Preis“, so Silke Bernhardt. Einen veritablen Mehrwehrt der neuen Reader sollte man natürlich auch nicht verschweigen -- drei kommerzielle E-Book-Titel sind bereits vorinstalliert. Neben Krimis von Jutta Profijt („Kühlfach 4“) und Martin Mucha („Papierkrieg“) bekommt man Markus Albers‘ Sachbuch-Bestseller „Meconomy“ frei Haus auf’s E-Ink-Display.


Reader Pocket Edition / Reader Touch Edition Specs


Modell

Reader
Pocket Edition (5 Zoll)

Reader
Touch Edition (6 Zoll)

Display

E-Ink Pearl Touchscreen
(16 Graustufen)
800x600 Pixel

E-Ink Pearl Touchscreen
(16 Graustufen)
800x600 Pixel

Gewicht

155g

220g

Schnittstellen

USB

USB

Speicher

2 GB (Intern),

32 GB (extern)

2 GB (Intern),

32 GB (extern)

E-Book-Formate

EPUB (DRM),
Adobe PDF, etc.

EPUB (DRM),
Adobe PDF, etc.

Zubehör

Micro-USB Kabel

Micro-USB Kabel

Preis

179
Euro (E-Book-News)

229
Euro (E-Book-News)

Audio-Features

keine

MP3-Player,
3,5 mm Kopfhörerbuchse

Elektronisches Lesen leicht gemacht: Sonys Einsteigermodell „Reader Pocket Edition“ im Test

sony-reader-pocket-edition testbericht ebook news.gifMit der Reader Pocket Edition alias PRS-300 rückt Sony nicht nur in die Kompaktklasse der 5-Zoll-Reader vor, sondern hat nun auch einen E-Reader unter 200 Euro im Angebot. Das robuste Lesegerät ist auf das Wesentliche reduziert -- es bietet Platz für etwa 350 E-Books. Verblüffend ist die Geschwindigkeit: die Pocket Edition startet schneller als ein Smartphone. E-Book-News hat Sonys Taschen-Reader getestet.

„Pocket Edition“ ist keine Übertreibung -- der Reader passt in die Hosentasche

Erst vor knapp einem Jahr kam hierzulande das E-Reader-Business so richtig in Fahrt -- mit Sonys PRS-505 wurde zum ersten Mal ein Reader auf breiter Front vermarktet. Große E-Book-Portale wie Libri.de oder Buch.de nahmen das Lesegerät in ihr Online-Angebot auf. Offenbar mit Erfolg: inzwischen ist der PRS-505 ausverkauft. An seine Stelle sind zwei neue Gadgets getreteten: zunächst die Reader Touch Edition (PRS-600), deren 6-Zoll-Display à la iPhone mit den Fingern bedient werden kann. Während die Touch Edition für 299 Euro angeboten wird, gibt es mit der neuen „Pocket Edition“ (PRS-300) nun auch einen Low-Cost-Reader aus der 5-Zoll-Klasse. „Pocket Edition“ ist in diesem Fall tatsächlich keine Übertreibung: Das kompakte Gerät passt mit seinen Maßen (10,7 x 15,7 cm) tatsächlich in die Hosentasche, auch wenn es mit seinen 220 Gramm Gewicht wohl doch eher in die Jacken- oder Umhängtasche gehört. Zu haben ist Sonys neuester Reader in drei Ausführungen: silber, schwarz sowie pink.

Sonys neuer Reader ist technisch auf das Wesentliche reduziert

Der Lieferumfang ist überschaubar -- neben einer Kurzanleitung enthält die OVP neben dem Reader selbst ein USB-Kabel und eine gepolsterte Schutzhülle. Auf das Wesentliche reduziert ist auch das Gerät selbst: es gibt nur eine einzige Schnittstelle -- den USB-Port an der Unterkante. Da die Pocket Edition auch keinen Einschub für eine externe Speicherkarte besitzt, muss man mit 512 MB internem Speicher auskommen. Das soll aber nach Angaben von Sony für etwa 350 E-Books im epub-Format ausreichen. Das Display liegt mit 8 Graustufen im Mittelfeld des Möglichen. Der eingebaute Akku reicht laut Sony für etwa 6800 Seitenwechsel. Aufgeladen wird das Gerät entweder über den USB-Port oder über eine rechts davon angeordnete Buchse für ein externes Ladegerät. Um das Gerät in den Lieferzustand zurückzuversetzen gibt es zudem einen kleinen Reset-Knopf.

Wie beim PRS-505 gibt es zehn Funktionstasten

Wer bereits E-Books auf dem PRS-505 gelesen hat, wird sich mit der Bedienung des Taschen-Readers sofort zurecht finden. Denn auch die Pocket-Edition hat neben dem Display Funktionstasten, die den direkten Zugriff auf bis zu zehn Menupunkte ermöglichen. Das bei E-Ink-Displays langsame Herunterscrollen etwa im Inhaltsverzeichnis oder der E-Book-Bibliothek lässt sich damit elegant umgehen. Ist man bereits innerhalb eines E-Books, kann mit den Funktionstasten eine bestimmte Seite direkt angesteuert werden. Trotzdem gibt’s auch beim Pocket-Reader einen „klassischen“ Bedienring mit Richtungstasten und Auswahlknopf -- man findet ihn mittig unterhalb des Displays. Beim normalen Lesebetrieb kommt man aber in der Regel völlig ohne ihn aus. Denn mit vier Spezial-Tasten können weitere wichtige Funktionen direkt aufgerufen werden: das Hauptmenü bzw. die zuletzt gewählte Menüebene, das Anlegen eines Lesezeichens und die Auswahl der Schriftgröße.

Die Pocket Edition startet schnell: zwei Sekunden bis zum Desktop

Den besten Eindruck von der Leistungsfähigkeit der Pocket Edition bekommt man gleich beim Einschalten -- das Gerät braucht nur ein bis zwei Sekunden zum Hochfahren. Hat man vor dem Ausschalten ein bestimmtes E-Book gelesen, kommt man direkt auf die zuletzt aufgeschlagene Seite. Schon der erste Blick auf das Display zeigt: die Auflösung ist hervorragend, der Kontrast deutlich besser als bei der Reader Touch Edition. Automatischer Zeilenumbruch bei epub- und PDF-Dokumenten macht das Lesen äußerst komfortabel. Vor dem ersten Start muss natürlich der Akku vollständig aufgeladen sein. Eine kleine LED an der Oberkante, direkt neben dem Einschaltknopf, leuchtet im Ladezustand rot, ist der Akku geladen, erlischt sie. Das Lesen kann nun beginnen -- zumindest, was die vorinstallierten E-Books betrifft. Um eigene E-Books auf den Reader übertragen zu können, muss auf dem Desktop-Computer Sonys „eBook Library“ installiert werden. Die Software kann vom Reader direkt auf den PC oder Mac übertragen werden. Sobald die eBook Library eingerichtet ist, startet sie beim Anschluss der Pocket Edition am USB-Port automatisch.

Aufgepasst: die eLibrary ist nicht mit Adobe Digital Editions identisch!

E-Books ohne Kopierschutz lassen sich via eBook Library direkt auf den E-Reader übertragen. Um DRM-geschützte epubs oder PDFs auf dem Lesegerät öffnen zu können, müssen sowohl der Computer wie auch der Reader selbst mit einer gültigen Adobe-ID autorisiert werden. Sonys eLibrary ist natürlich nicht zu verwechseln mit der Desktop-Software „Adobe Digital Edition“ (ADE). Bei Lesegeräten von Bokeen, Pocketbook oder Onyx übernimmt ADE das Digital Rights Management und den Datei-Transfer zwischen Reader und Rechner. Wer parallel zur Pocket Edition über den USB-Port auch E-Reader dieser Hersteller nutzt, kommt um doppelten Aufwand nicht herum -- zumindest zum Übertragen kopiergeschützter E-Books braucht man dann eLibrary und ADE. Nutzt man ausschließlich Sony-Geräte, ist natürlich alles ein bisschen einfacher.

In punkto Nutzerfreundlichkeit ist die Pocket Edition zur Zeit wohl konkurrenzlos

Mit der Pocket-Edition bekommt man einen leistungsfähigen Reader in die Hand, der in vielen Aspekten auf das wirklich notwendige reduziert ist. Kein anderes Gerät auf dem Markt dürfte eine ähnlich hohe Nutzerfreundlichkeit bieten -- schon gar nicht zu einem vergleichbar niedrigen Preis. Manchmal ist Sony bei der Reduktion allerdings etwas über das Ziel hinausgeschossen. So sind drei Zoomstufen dann doch etwas wenig. Mit fünf Schriftgrößen wäre das Lesen deutlich besser auf die eigenene Bedürfnisse abzustimmen. Schade ist auch, das mit der aktuellen Firmware zwar txt, doc und rtf-Dokumente angezeigt werden können, jedoch keine html-Dateien. Insgesamt ist aber das Konzept des Taschen-Readers durchaus gelungen -- als Einsteigermodell ohne technischen Schnickschnack dürfte die Pocket-Edition auch nach dem Start des iPad konkurrenzfähig bleiben. In den USA hat Sony übrigens im Vorfeld der Tablet-Premiere den Preis des Readers um 15 Prozent gesenkt. Das wäre wohl auch für Deutschland eine gute Idee.

Sony Reader Pocket Edition (PRS-300) -- Specs:

  • Display: E Ink mit 8 Graustufen, 5 Zoll Durchmesser
  • Interner Speicher: 512MB, ausreichend für ca. 350 E-Books
  • Stromversorgung: Lithium-Ionen Akku
  • Batterie Lebensdauer: Ca. 6800 Seitenwechsel
  • Ladezeit: 4 Stunden über die USB-Verbindung / 2 Stunden über optionales Ladegerät
  • Unterstützte Dateiformate:
    EPUB, BBeB Book, PDF, TXT, RTF, Microsoft Word;
    DRM-geschützt: EPUB (ADEPT), BBeB Book (Marlin)
  • Systemvoraussetzungen: Windows Vista oder Windows XP Home oder Professional mit Service Pack 3; Mac OS X v10.4.11 oder spätere Version, USB Schnittstelle: USB 2.0